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Jetzt ist es passiert, Brexit Deal ist gescheitert


#43

Dein ganzer Beitrag lässt sich zusammenfassen in:

  • die Briten sind egoistisch
  • neue Verträge aushandeln ist aufwändig und unnötig

Diese Verträge, die ausgehandelt wurden, legten auch ein Inflationsziel von 2% fest.
Dieses Inflationsziel wurde von einem Mitgliedsland jahrzehntelang um etwa 1% unterschritten.

vertraglich vereinbartes Inflationsziel ca 2% - Mitgliedsland 1% Inflation

Was glaubst Du, wohin das Unterschreiten des vertraglich vereinbarten Inflationsziels führt?


#44

Fefe so: Unsichere Zeiten wie Brexit sind beste Voraussetzungen für einen Boom bei Preppern. Die New York Times hat sich das mal angeschaut und ist verwirrt :slight_smile:

This being Britain, people are not retreating to underground bunkers, as America’s “Doomsday preppers” do, and Britons are more likely to hoard toilet paper than weaponry.

Immerhin haben die Briten halbwegs realistisch Vorstellungen davon, worauf sie sich vorbereiten sollten.

“People are talking about World War II and rationing,” said Ms. Mann, a former midwife. “People have also been talking about the blackouts in the 1970s, and how power was rationed.”

Brexit ist wie Krieg? Ja, wie Wirtschaftskrieg! Es ist für jedes EU Mitgliedsland absolut schädlich in der EU zu verbleiben. Siehe Vorposting.

Ausnahmen: Norwegen z.B. exportiert Rohstoffe und gleicht das Handels Defizit aus.

Alle anderen Mitgliedsstaaten werden kalt erpresst. Friss und stirb. Der ESM ist installiert => Game over

Wem nutzt das alles? Vordergründig und In erster Linie dem Mitgliedsstaat, der das Inflationsziel unterschritten hat.
Andererseits haben die USA ein größeres Interesse daran, dass Europa nicht zu stark wird. Europa befindet sich nicht mehr im kalten Krieg wie 1960 z.B… Der Eiserne Vorhang ist weg und durch die hinzugekommenen Ost Gebiete ist Europa zum weltweit bedeutendsten Wirtschaftsraum angewachsen. Wenn da (in Europa) alles glatt läuft und diese Region zu stark werden würde… der Brexit hat eine destabilisierende Wirkung auf diese Region.


#45

GB unterliegt gar nicht den Inflationszielen der EZB, da Rosinenpicker und kein EUR-Mitglied.

Behauptung und Realität

Behauptung;

Realität:

Der EZB-Rat verfolgt das Ziel, die Inflationsrate auf mittlere Sicht unter, aber nahe 2 % zu halten.

Nix Pflicht eines Mitgliedslandes.

Die Gewährleistung stabiler Preise ist der beste Beitrag, den die Zentralbanken zur Verbesserung des individuellen Wohls aller leisten können. Sie wurde daher im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union als vorrangiges Ziel der EZB festgelegt. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die EZB eine quantitative Definition von Preisstabilität entwickelt. Die jährliche Inflationsrate soll demnach „auf mittlere Sicht unter, aber nahe 2 %“ liegen – gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI).
https://www.ecb.europa.eu/explainers/tell-me-more/html/stableprices.de.html

The ECB’s Governing Council adopted a quantitative definition of price stability in 1998:

“Price stability is defined as a year-on-year increase in the Harmonised Index of Consumer Prices (HICP) for the euro area of below 2%.”

The Governing Council clarified in 2003 that in the pursuit of price stability it aims to maintain inflation rates below, but close to, 2% over the medium term.


#46

Es ist schädlich in der EU zu bleiben ?

Na dann soll sich UK freuen und jubilieren, sagen "Danke liebe EU, wir kommen ohne euch besser klar " und uns ( EU) in Ruhe lassen.

Das wollen sie aber nicht, da kannst du nölen soviel du willst, wenn die EU so scheiße ist, dann sollen sie raus ohne von der EU Zugeständnisse zu verlangen.
Wir ( die EU) haben GB nicht raus geworfen.


#47

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#48

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#49
  • das ist mir bekannt
  • das steht so auf der Website der EZB dahin geschrieben.

Wie ist der Zusammenhang zwischen dem Zentralbankzins und den “Preisen” von Rohöl, Mieten, Butter? Kann die EZB diese Verbraucherpreise wirklich durch Leitzinsänderungen beeinflussen?

Die vertragliche Verpflichtung findest Du im Lissabon Vertrag § 282

(1) Die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken bilden das Europäische System der Zentralbanken (ESZB). Die Europäische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken der Mitgliedstaaten, deren Währung der Euro ist, bilden das Eurosystem und betreiben die Währungspolitik der Union.

(2) Das ESZB wird von den Beschlussorganen der Europäischen Zentralbank geleitet. Sein vorrangiges Ziel ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten. Unbeschadet dieses Zieles unterstützt es die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Union, um zur Verwirklichung ihrer Ziele beizutragen.

(4) Die Europäische Zentralbank erlässt die für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Maßnahmen nach den Artikeln 127 bis 133 und Artikel 138 und nach Maßgabe der Satzung des ESZB und der EZB. Nach diesen Artikeln behalten die Mitgliedstaaten, deren Währung nicht der Euro ist, sowie deren Zentralbanken ihre Zuständigkeiten im Währungsbereich.

(5) Die Europäische Zentralbank wird in den Bereichen, auf die sich ihre Befugnisse erstrecken, zu allen Entwürfen für Rechtsakte der Union sowie zu allen Entwürfen für Rechtsvorschriften auf einzelstaatlicher Ebene gehört und kann Stellungnahmen abgeben.

Die Art der Bindung ist in Art. 288 geregelt.

Art. 288
(ex-Artikel 249 EGV)
Für die Ausübung der Zuständigkeiten der Union nehmen die Organe Verordnungen, Richtlinien, Beschlüsse, Empfehlungen und Stellungnahmen an.
Die Verordnung hat allgemeine Geltung. Sie ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.
Die Richtlinie ist für jeden Mitgliedstaat, an den sie gerichtet wird, hinsichtlich des zu erreichenden Ziels verbindlich, überlässt jedoch den innerstaatlichen Stellen die Wahl der Form und der Mittel.
Beschlüsse sind in allen ihren Teilen verbindlich. Sind sie an bestimmte Adressaten gerichtet, so sind sie nur für diese verbindlich.
Die Empfehlungen und Stellungnahmen sind nicht verbindlich.

Nach Artikel 292 Die Kommission und, in bestimmten in den Verträgen vorgesehenen Fällen, die Europäische Zentralbank geben Empfehlungen ab.

Wie - also mit welchen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln - will die Zentralbank die Preisstabilität gewährleisten?


#50

Also das geht jetzt voll offtopc.

Im allgemeinen korreliert das Einkaufsverhalten der Bürger so mit den Zinsen, dass bei niedrigen Zinsen und leichter Inflation mehr Geld ausgegeben wird. Bei hohen Zinsen und niedriger Inflation wird eher gespart.

Da angeblich Nachfrage und Angebot den Preis bestimmen, kann die Notenbank über die Nachfrage die Preise stabilisieren. Der Effekt hat aber Grenzen.

Auch die Angebotseite hängt an den Leitzinsen, da Rohmaterial und Ausgangsprodukte oft mit Kredit vorfinanziert werden. Sind die Zinsen niedrig können waren etwas billiger angeboten werden. Und umgekehrt.

Niedrige Zinsen erhöhen also indirekt den Warenumsatz und so das BSP.

Und auch ganz wichtig eine Inflation von 2% “baut die Staatsschulden ab”


#51

Nach einem Hinweis gebe ich noch weitere Artikel an: Art.126
und Artikel 127


#52

Das betrifft dann nur den Preis “des (Zentralbank)Geldes” für Banken - in diesem Fall indirekt - weil weder Du noch ich direkt Zentralbankgeld bekommen können oder damit bezahlen können. Außerdem kannst weder Du noch ich bei der Zentralbank ein Kredit aufnehmen.

Bleibt die Frage: Wie regeln die EZB die Preise und welche Preisstabilität ist deren vorrangiges Ziel?


#53

Jeder der lesen kann, kann nachvollziehen, dass Deine Behauptung

unwahr ist, so wie ich das oben ausgeführt habe.

Vielmehr handelt es sich um eine unabhängige Notenbank, deren Aufgabe es ist, die Währung zu schützen.
Wie die amerikanische Notenbank als auch viele anderen Notenbanken ist auch die englische Notenbank unabhängig. Ein Brexit bringt notenbanktechnsich GB somit gar nichts.

Für Deine Behauptung

hast Du immer noch keine Belege und Beispiele gebracht.
GB ginge es wohl heute besser, wenn sie auch den EUR eingeführt hätten und gemeinsame Währungspolitik betrieben hätten, anstatt eine Inselpolitik zu betreiben.
Vom EUR haben alle Länder profitiert. Das man aber auch mit dem EUR nicht unendlich Schulden machen kann, müssen einige Länder allerdings noch lernen.


#54

Jeder der denken kann, kann nachvollziehen, dass Deine Behauptung - die EZB sorgt für Preisstabilität - von Dir nicht belegt wurde bzw nur mit einer Behauptung von der EZB Website (=Marketing Behauptung) wieerholt wurde. Wiederholungen sind reizvoll aber keine Argumentation.
Da ich Dich explizit gefragt habe, wie die EZB denn die Preise von

Dafür müsste die EZB Möglichkeiten haben. Die einzige Möglichkeit der EZB ist der Leitzins. Wie also funktioniert das?


#55

Aus dem Vertrag von 1994 geht hervor, das beizeiten eine dritte Stufe des Vertrags weiteres regeln wird.
Bis dahin gilt: Artikel 109j

Die vier Kriterien in diesem Absatz sowie die jeweils erforderliche Dauer ihrer
Einhaltung sind in einem diesem Vertrag beigefügten Protokoll näher festgelegt.
Die Berichte der Kommission und des EWI berücksichtigen auch die Entwicklung
des Ecu, die Ergebnisse bei der Integration der Märkte, den Stand und die
Entwicklung der Leistungsbilanzen, die Entwicklung bei den Lohnstückkosten
und andere Preisindizes.

Im übrigen ist es in diesem Zusammenhang interessant die Historie des Stabilitäts und Wachstumspakts zu kennen:

Am 22. November 2017 stellte der Rat das (Defizit) Verfahren gegen Großbritannien ein.[24]

weiter: Reformvorschläge: Sowohl von den Pakt-Befürwortern als auch den Pakt-Gegnern gab es in den letzten Jahren eine Reihe von Reformvorschlägen.

Vertreter einer weiteren Richtung fordern eine vollständige Abschaffung des Paktes, da nach Meinung mancher Vertreter wegen der gemeinsamen Zentralbanksteuerung durch die EZB eine vollkommen flexible nationale Fiskalpolitik der Euroländer notwendig würde.[31]

Die Verschärfung des Stabilitätspakts wurde aber aus mehreren Gründen kritisiert. Erstens weil es keine wissenschaftliche Begründung für die Schuldenkriterien 3 % und 60 % gibt. Zweitens erhöhe er den bürokratischen Aufwand. Drittens weil er keine Restriktionen für Länder mit großen Haushaltsüberschüssen vor sieht und viertens da sich mit dem Sparprimat verbundene staatliche Ausgabenkürzungen negativ auf die Wirtschaftsentwicklung auswirken können.[37]

Das ist der Hinweis auf den Wirtschaftskrieg, der nach Installation des ESM mit “atomaren Finanzwerkzeugen” und großer Gewalt gegen wirtschaftlich schwächere Mitgliedsstaaten durchgesetzt wird. Kurzum - das sind alles gute Gründe dem Euroraum fern zu bleiben und aus der EU auszutreten.

Wer das alles nicht versteht - ein Blogbeitrag erklärt die Zusammenhänge stringent: Kein “Wachstum auf Pump”? Wie Merkel & Co. entscheidende Fragen nicht stellen


#56

UKW, würdest du bitte beim Thema ( Brexit ) bleiben und deine Kritik am EU Finanzsystem in einem eigenen Thread diskutieren ?

Die Gründe für den Brexit liegen in den Lügen von Farrage, ( Geld für die NHS) , Migration, sowie die Sorge GB hätte seine Souveränität verloren was EU Gesetze bzgl. Umwelt und Fischerei betrifft.

Kehren wir nun zum Plan B zurück, der kläglich gescheitert ist bevor man ihn überhaupt diskutieren könnte.

Ich fürchte das wird alles nichts mehr. Wenn sich beide Seiten anstrengen wird ein Abkommen zustande kommen, dass die Grenze Irland zu Nordirland offen hält, mehr nicht.

Passieren dürfen nur Iren und Briten ohne Kontrolle, EU Mitglieder die nicht aus Irland und nicht aus GB sind müssen einen kontrollierten Grenzübergang nehmen. Niemand will dort wieder Bürgerkrieg.

In der Schweiz hat das so gut funktioniert. Die Anlieger aus der Grenzregion konnten ohne Kontrolle passieren, andere die nicht aus der Region waren mussten zum offiziellen Grenzübergang.

Ab jetzt Off - Topic !
Ich habe 3 mal versucht über den offenen Grenzübergang zu kommen, 2 mal ging es gut, beim 3 mal erwartete mich eine Straßensperre und bis an die Zähne bewaffnete Schweizer Grenzschutz.
Hat mich 50 Franken gekostet, aber nur weil ich nichts geschmuggelt habe, sondern nur zu faul war zum offiziellen Übergang zu fahren.


#57

In der gesamten EU gilt im Kreisverkehr rechts vor links!
In der Bundesrepublik umgeht man dies, indem vor jeder Einfahrt in den Kreisverkehr ein Vorfahrt-achten-Schild platziert wird. Und Kreisel mit Ampeln haben wir auch :rofl::rofl::rofl:


#58

Das Interessante an Deinen falschen Behauptungen ist, immer dann, wenn Deine falsche Behauptung widerlegt wurde, mit der nächsten falschen Behauptung zu kommen.

Nachvollziehbar ist
a) Deine Behauptung, die Mitgliedsstaaten hätten ein Inflationsziel vertraglich vereinbart, ist falsch

b) Deine Behauptung. ich hätte behauptet, die EZB sorgt für Preisstabilität, unwahr ist.

Richtig ist, man hat sich auf einen gemeinsamen Währungsraum geeinigt und einer gemeinsamen unabhängigen Zentralbank die Aufgabe übertragen, für Preisstabilität zu sorgen.

Du kritisiert, man hätte einen gemeinsame Busfahrt nach London organisiert und jetzt wäre jeder gezwungen nach London zu fahren, einer wolle aber nach Prag.
Busfahrt ist wie Krieg.

Es ist doch kein Krieg, wenn derjenige, der jetzt nach Prag möchte, es versäumt hat, vorher mitzuteilen, er möchte mit dem Fahrrad nach Prag fahren.
Soll er doch seinen Fahrpreisanteil zahlen und aussteigen.
Die anderen Teilnehmer sind doch mehr als nett, wenn sie ihm trotzdem raten, den Unsinn zu unterlassen und mit ihnen nach London zu fahren.


#59

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#60

Lieber GG, auch dich möchte ich bitten beim Thema zu bleiben

Wenn UKW die Finanzpolitik der EU diskutieren will, kann er gerne ein Thema eröffnen.


#61

Sorry, manchmal fällt ignorieren schwer.


#62

Kein Thema, passiert mir auch ab und an.
:slight_smile: