Ist Politik ohne Geld machbar?

Alles dreht sich nur noch um das Geld.
Demnächst wohl auch um Fonds(?).

Der Mindestlohn den die SPD durchsetzen will, dürfte am Ende auch zur Verteuerung der Lebenshaltungskosten führen. Es bringt also rein gar nichts.

Wenn wir Politik anders machen wollen, dann müssen wir wohl andere Ansätze verfolgen. Am liebsten wäre es mir, wenn man nicht alles mit Geld oder irgendwelchen Steuern regulieren müsste.

Ist das überhaupt realisierbar?

Das mag manchmal so scheinen, ist aber nicht so.
Ich hoffe, dies ist keine Scherzfrage?

Nö.

Das stimmt so nicht. Richtig ist, dass mit dem Mindestlohn die
Branchen, in denen Mindestlohnempfänger arbeiten, etwas teuerer
werden - und so zur Inflation mehr beitragen werden. Das betrifft
also Hotelerie, Gastronomie, Paketzulieferer, Putzdienste,
Security usw.

Andere, viel größere Branchen sind davon überhaupt nicht be-
troffen. Und so trägt der Mindestlohn ein kleines bißchen zu
mehr Gerechtigkeit bei.

Naja, beides ist wichtig:

Viele Dinge werden per Gesetz reguliert werden müssen. Andere
Sachen - Infrastruktur, Bildung, Soziales usw. - aber gehen nur mit
entsprechenden Investitionen und Steuergeldern.

Gerade die FDP ist die Partei, die ja möglichst alles nur über
Geld, z.B. Klimapolitik nur mit CO2-Zertifikaten, steuern will,
und keine zusätzlichen gesetzlichen Regulierungen will.

CO2-Zertifikate alleine müssten aber extrem teuer sein, damit
sie ihre Wirkung entfalten - und wären dann sozial sehr ungerecht.
Deshalb ist beides wichtig: Monetäre marktkompatible Eingriffe
(CO2-Zertifikate) + gesetzliche Regulierungen.

Nein, natürlich nicht. Die Politik, d.h. das Gemeinwesen, also
“unser Staat” hat ja vielfältige Aufgaben - und dazu zählen auch
Investitionen in Güter, die für die Allgemeinheit wichtig sind, und
die - aus vielerlei Gründen - nicht privat organisiert werden können.
Also alles Soziale, Gesundheit, Bildung, Infrastruktur, Verteidigung
usw. etc.

Aber eines ist auch richtig: Mit Einführung eines BGE würde die
monomanische Fixierung Einzelner nur auf “Geld” geringer werden.
Also genau das, was Du hier kritisierst. Vielleicht ist es ja gerade
das BGE, das als Konzept die richtige Richtung anzeigt?

3 Likes

@ThomasTew2
Wenn nicht mit “Geld” mit welchem Massstab dann die knappen Ressourcen dann möglichst “fair”, was auch immer das heißt, verteilen?

In sich ein Widerspruch.
Wenn es Einfluss auch auf die Inflation hat, hat es automatisch auch Einfluss auf andere Branchen.
Hängt alles miteinander zusammen.

Stimmt nur insoweit, das alle etwas mehr zahlen müssen.
Gerechtigkeit, ja, in sozialistischer Art eben.

Auch diejenige zahlt mehr, die jetzt etwas mehr Brutto hat.

Wenn z.B. die Reinigungskraft, die vorher 10€ Brutto bekam, jetzt 12€ Brutto bekommt, muss sie aber auch mehr Sozialversicherungsbeiträge zahlen, mehr Steuern zahlen, ggf. Extra-Zuschlag in der Pflegeversicherung im nächsten Jahr usw…
Außerden gibt es dann weniger Wohngeld oder Unterhalt oder Kinderzuschlag.

Es ist die Frage, muss man dann ja sehen, ob sie tatsächlich mehr haben wird, um sich auch nur ein Kaugummi mehr leisten zu können.

Viele Arbeitgeber werden auch den Reinigungskräften, die bisher 5 Büros pro Stunde schaffen mussten, jetzt sagen das jetzt 6 Büros pro Stunde zu schaffen sind.

Und gleichzeitig dann 20% der Belegschaft feuern, einfach auf die Strasse setzen.

Ob die nun gefeuerte Reinigungskraft, sich nun bei den gestiegenen Preisen und ganz ohne Job, sich mehr Kaugummis wird kaufen können?

Ick wes es nich.

Bitte nenne mir eine “gesetzliche Regelung” seit Bestehen der Bundesrepublik, die nicht zu steigenden Preisen geführt hätte.

Steigende Preise sind eine Katastrophe für sozial schwache Menschen, Geringverdiener.

Für manche Rentner sind sozialistische Preiserhöhungen ein Grund sich aus Verzweiflung in der Wohnung aufzuhängen.

Man/frau will ja nur mehr "Gerechtigkeit"schaffen, lol,
indem man/frau es für alle schlechter macht, also gleich besch… macht.

Also diese Diskussion möchte ich besser nicht, was private Firmen nicht besser können als deutsche Politiker zentral gesteuert aus unserem geliebten, “hocheffizienten” Sau- und Rindshaufen, namens Berlin.

Stimme nicht zu.

Beim bGE, wenn richtig umgesetzt (Grundsicherung für alle :wink: ), geht es nicht so sehr um Geld,
sondern um soziale Gerechtigkeit und um Anerkennung und Respekt vor der Würde des Menschen innerhalb einer Gesellschaft, in der Menschenwürde noch irgendetwas heißt.

@syna

Wenn Herr Scholz von der SPD meint der Mindestlohn sollte erhöht werden, was aus guten Gründen eigentlich Sache der Gewerkschaften und der Arbeitgeber ist, dann finde ich das natürlich super.
:stuck_out_tongue_winking_eye:

Aber natürlich nur dann, wenn er gesagt hätte,
schaut mal liebe Leute, ich habe ganz dicke Hose. Kein Wunder nach den ganzen CumEx-Geschäften.
Und ich, also Scholz, zahle die Lohnerhöhung für die ca. 10 Mio. Beschäftigten aus meiner Tasche für die gesamte Legislatur-Periode von 4 Jahren.

Wobei eine Erhöhung von 10€ auf 12€, nicht nur 2€ pro Stunde Mehrkosten bedeutet, sondern 2,40€ weil ja noch zusätzlich die höheren Sozialversicherungsbeiträge des AG dazu kommen.

168 h x 48 Monaten x 2,40€ x ca.10.000.000 Beschäftigten = 193,56 Mrd.€

Das nenne ich echt dicke Hose.
CumEx oder CumCum hin oder her, egal.

Dann hätte ich mir echt überlegt, so etwas abstruses und geisteskrankes zu machen - ich weiß ziemlich abnormal kranke Idee -, die SPD, igitt, zu wählen.

Nein, Spaß beiseite.
Ich und SPD, bzw. und alles was linksaußen davon ist, no way.
Bin kein Sozialist, und auch nicht geisteskrank.

Also wenn man möchte, dass Geringverdiener mehr haben und sich mehr leisten können sollen, bessere Bedingungen haben, mehr Menschenwürde erfahren,
dann muss man/frau folgendes machen:

  1. Ihnen Geld geben, bedingungslos, jedoch nicht durch Steuern finanziert, weder Mehrwert-Steuer (größte Volksverarsche insb. für Geringverdiener) noch Einkommensteuern, sondern nur eine VermögensAbgabe (richtig umgesetzt) kann sozial gerecht sein.

  2. Alles vermeiden, was zu einer Erhöhung der Sozialversicherungsbeträge führt, also genau nicht Mindestlohnerhöhung ;).

  3. Markt Deregulierung, weil Regulierung bedeutet nur kostet mehr, gerade für Geringverdiener mehr, und sorgt für weniger Beschäftigungsmöglichkeiten.

Nur drei extreme Beispiele Legalisierung Cannabis (ca. 340.000 zusätzliche Jobs) und Beschränkungen bei der Sex-Arbeit, die nicht dem Schutz der Beschäftigten in diesem Bereich dient oder Verhinderung der regenerativen Energien (ca. 1.5 Mio. zusätzlicher Arbeitsplätze).

  1. Steuern senken, am besten ganz abschaffen.
    Einige Millionen mehr Arbeitsplätze.

  2. Zulassungserfordernis abschaffen und durch Melde- und Versicherungsnachweis ersetzen.
    Beispiel Taxi-Lizenz

  3. Energiekosten massiv senken.

  4. Dafür sorgen, dass Menschen Miet- und Zinsfrei wohnen und arbeiten können im Eigentum.

  5. Kosten für öffentlichen Nahverkehr, Stichwort ticketfreier ÖPNV, massiv senken.
    Auch hier viele zusätzliche Arbeitsplätze

  6. Arbeitsplatzzuschuss (600€ mtl.) finanziert aus Unternehmensgewinnen zahlen.
    Ca. 1Mio. Arbeitsplätze

  7. Sämtliche Beschränkungen, die es leider immer noch gibt, für die Zusammenarbeit der Menschen in Europa abschaffen.
    Ca. 2 Mio. Arbeitsplätze

  8. Grundgesetzverstossende Geldwäsche-Paragraphen abschaffen und Crypto-Geld und Industrie 4.0 massiv fördern.
    Min. ca. 3 Mio. hervorragend bezahlte weitere Arbeitsplätze

  9. Regulierungen im Bauwesen abschaffen
    Min ca. 1,5 Mio. weitere Arbeitsplätze

Nur für so etwas braucht es mehr Gehirn und Mut,

als den Mindestlohn von xy € zu fordern wegen “Solidarität und Gerechtigkeit” (eigentlich eher wegen CumEx).

Ein höherer Mindestlohn zu fordern, den jemand anderes bezahlen soll???

Erst die AG und danach die AN min. doppelt und dreifach nachzahlen müssen.

Die Corona-Hilfen.

Neoliberaler Unsinn.
Wenn etwas Menschen in Armut und Verzweiflung treibt, dann ist es der Neoliberalismus, der noch nie etwas zuwege gebracht hat, weder bei Ronald Reagan noch bei Margret Thatcher.

2 Likes

Supermärkte, Discounter, Bäckereien, Friseur,… das wird definitiv Produkte teurer verkaufen müssen, um die höheren Mindestgehälter zu zahlen.

Genau das.
Aber man hört nur noch von neuen Steuern, was auch wieder dazu beiträgt, dass man den Eindruck bekommt, alles drehe sich nur noch um Geld.
Bildung kostet Geld.
Aber: Der Staat unterstützt die Bildung nicht ausreichend. Hier müsste mehr Geld investiert werden.

Anders ist das für mich bei Umweltschutz. Hier kann man deutlich mehr zur Kasse bitten. Zb wenn man die Leute erwischt, die ihre Autoreifen oder Elektronik am Waldrand entsorgen.
Zudem kann man sehr viele Arbeitslose sehr gut zb für Engagement bei Umweltschutz etwas Taschengeld geben. Beschäftigung tut besser, als Wände anstarren.

Bei deiner Schilderung gebe ich dir recht.

Mir würden da Dinge einfallen, wie zb “Der Staat und dessen Bevölkerung gibt seinen Leuten jedem das zur Verfügung, was der einzelne zum Leben braucht und als Gegenleistung arbeitet der Bundesbürger zur Zufriedenheit des Staates.”

Also niemand müsste unverschämt hohe Mieten bezahlen oder sich Sorgen machen, ob das eigene Geld noch für Rente reicht.

Aber ich befürchte, dass ein Leben ohne Geld, bis auf Weiteres, ein Traum bleiben wird.

Bildung sind Investitionen.
Das wird in Deutschland nur nicht verstanden, da Wirtschaftskenntnisse nicht vorhanden, sondern nur Latein-Kenntnisse.

Natürlich kostet ein Traktor Geld.
Aber ohne Traktor auch keine Ernte.

Und so ist das auch mit dem Mindestlohn.
Die Kosten, die die Allgemeinheit zu tragen hat, sind zu hoch, wenn auf der Kreuzfahrt oben Champagner getrunken wird und die Kellner bei Hungerlöhnen unter Deck unter widrigen Umständen leben müssen.

Die ganze Weltwirtschaft funktionierte so, aber jetzt halt mal gerade nicht, da in den Arbeitscamps Covid grassiert. Die Weltwirtschaft wird wohl verstehen müssen, dass das bisherige Konzept so nicht funktioniert, auch wenn Neoliberale glauben, sie würden ständig Gutes tun, wenn sie andere beschäftigen, zu welchen Konditionen auch immer.

1 Like

Richtig, nur ist mit dem Mindestlohn nicht das gelöst, was man lösen will.
Würde man Politik machen können, ohne irgendwie mit Geldern an der einen Stelle zu nehmen und an der anderen Stelle zu geben, könnte Politik vielleicht auch ohne Wirtschaft funktionieren.

Die Corona Pandemie zeigt mir wieder
“Wirtschaft kennt keine Solidarität.”

Also als vor 1,5 Jahren die ersten Maßnahmen (rektal) eingeführt wurden, gingen die Preise, wenn das Produkt mal verfügbar war, eher hoch.
Zum Beispiel Klopapier.
Das gab es nur noch am Kiosk für 1€ die Rolle, natürlich nur wenn man sich gut kannte.

Also direkte Frage, welche Preise sind seit Ausbruch der “Wirtschafts-Krise”, die durch Maßnahmen der Politiker erst entstanden ist, gesunken? Bitte ein Beispiel mit Zahlen.

Und derzeit ist die Inflation recht “knackig”.

Das hat bestimmt überhaupt rein gar nichts, nicht im geringsten und absolut unmöglich, damit zu tun, dass in Deutschland aufgrund “Corona-Hilfen” neue Schulden im Umfang von 189 Mrd. € durch die Regierung neu aufgenommen wurden, in der Scholz Finanzminister war und jetzt Bundeskanzler werden soll (sowas kannste Dir nicht ausdenken).

Mein Onkel, Ristoman, 1990 in Skopje, wurde im Alter von 66 Jahren in der Wohnung tot aufgefunden. Er hing an der Wohnzimmerlampe. Mittellos. Fakt.

Den Begriff “Neoliberal” gab es gar nicht zu Amtszeiten von Ronald Reagan oder Maggi Thatcher (eisene Lady).

Der Begriff kam erst so in 90iger auf.
Nachdem der eisene Vorhang gefallen war, und in jedem einzelnen Land des ehemaligen Ostblocks sich gezeigt hat, zig millionfach eineindeutig bewiesen wurde, das Sch. Sozialismus nicht funktioniert. Nachdem alle Staaten des Ostblocks, nicht nur die Stasi-DDR, bankrott waren, ja da kam im Westen die Idee auf,
dass nach dieser Bankrott-Erfahrung, man doch am besten anfangen sollte auch im Westen mehr
“Sozialismus zu wagen”.
Wtf?

Und alles, was millionenfach über Jahrzehnte funktioniert hatte wurde als veraltet und dem Neo-Marxismus nicht entsprechend abgetan.

Besonders bei “gebildeten” Oberschlaumaiern, kam der Begriff “Neoliberal” auf, für alles was nicht durch den Staat zentral gesteuert wird.

Ich kann mich gut an die Gespräche in den 90iger in dem Studenten-Cafe im Keller an der Uni erinnern.
Ganz nette und oberschlaue Alt-Studenten wollten mit die Vorzüge des alleinseelig machenden Neo-Marxismus näher bringen, Kommilitonen die gefühlt im xxx.ten Semester waren.

Die wussten nicht, dass ich Sozialismus hautnah und live erlebt habe, und weiß dass es nicht funktioniert und niemals funktionieren wird.

Das hat übrigens einen ganz einfachen Grund.

Und nein, bevor jemand fragt, ich hatte in meiner Studentenbude nicht Magret Thatcher als Pinup-Girl.
:wink:

@ThomasTew2

“Dinge gefallen” ???

So etwas etwa, wenn der Staat die totale Kontrolle über Dein Leben und der aller Anderen hätte?!?

Bist Du Dir da ganz, ganz sicher???

oder so etwas

Schwache Charaktere, sorry, wünschen sich einen starken Staat, in der Hoffnung er wäre der barmherzige Messias der Brot teilen könnte.

In der Regel bekommen sie eher so was

IMG_20210921_072741

Aus Gründen des Klimaschutzes darf ich darauf hinweisen, dass es die Chance gewesen wäre, darauf zu verzichten, der Preis somit auf Null gefallen wäre, wie weltweit üblich. :stuck_out_tongue_winking_eye:
Wäre Alleinstellungsmerkmal der Piratenpartei mit hoher Aufmerksamkeitsrate.

Die Corona-Hilfe hat aber nichts mit dem Toilettenpapier zu tun, denn dieses ist irrationales Verhalten der Nachfrager.

Der Begriff kam nach dem vom CIA unterstützten Putsch von Alliende 1973 auf, breitete sich dann mit der Konfrontationspolitik Reagan und Thatcher aus, dem das europäische Modell der Kooperation KSZE entgegen gestellt wurde.
Hätte es nicht linke Politiker wie Willy Brandt, Genscher und Helmut Kohl gegeben, würdest Du heute noch im Sozialismus festsitzen.

Sollte ich Dir als Deutschen etwa dankbar sein, dass ich hier leben darf?

Bist Du so sehr von Dir überzeugt?

linker Politiker Helmut Kohl?

Hast Du wirklich alle Tassen beisammen?

Guck bitte noch mal nach,

während ich nach meiner Nach-Deutschland-kommen-dürfen-Guido-Gewährungsurkunde schaue.

Nein, aber obigen Personen.
Meiner Generation war es völlig gleichgültig, was hinter der Mauer geschah.
Wir waren mehr damit beschäftigt unser Waffenlager gegen Terroristen zu schützen und empfanden den Ostblock einzig als abartige Bedrohung.

Natürlich war aus Deiner Sicht Helmut Kohl ein linker Politiker.
Ostmark gleich Westmark.
Gab es irgendeinen Ökonomen, der das gut fand?
Aus fachlichen Gründen konnte das niemand gut finden.
Gut findet man das nur, wenn man zum richtigen Zeitpunkt über den Tellerrand hinaussehen kann.
Und das ist die Stelle, an der Du als Politiker mit Deinen neoliberalen Vorstellungen völlig versagt hättest.

Deutschland, Deutschland über alles.
Für uns völlig irrelevant, da überall wo wir hinkommen in Europa, alles von wahnwitzigen Deutschen zerstört wurde.

Das Privatisieren steht doch gar nicht zur Debatte. Es geht um die großen Aufgaben, die man nicht mit Tausch und/ oder “Du hast einen gut bei mir” abgleichen kann.

Es gibt in einem Staat Aufgaben, die müssen erledigt werden, sind aber zu groß für einzelne u.s.w.

Man braucht Geld. meiner Meinung nach ist Geld eine geniale Erfindung. Die Erfindung ist sogar so genial, dass sie bei jeder Staatsgründung als erstes Privatisiert und dem Staat weggenommen wurde (wird)
Dafür muss es gute Gründe geben :wink:

Das Geld ist i.m.o. gut und sollte nicht abgeschafft werden.
Die Art und Weise der Geldentstehung ist doch das Problem in der heutigen Situation. Darum sollte man das Augenmerk auf die Geldentstehung richten und dann schauen, wie man das Geld “befreien kann”.

Geld muss frei sein wenn es Gutes schaffen soll.

1 Like

Genau das behaupten ja die Fürsprecher von Bitcoin und Kryptowährungen. Ein freies Geld das keiner Zentralbank oder Konzern gehört. Ob das dann besser ist, da bin ich dann skeptisch…

Letztendlich kommt es doch darauf an was die Leute mit dem Geld machen. Ob das dann jemand in die Waffenindustrie oder die Medizinische Forschung investiert ist eine individuelle Entscheidung die jedoch einen großen Unterschied machen kann.

Darum geht es mal wieder nicht. Es geht um die Entstehung des Geldes .

Die Art und Weise wie das Geld momentan entsteht ist imo problematisch - sehr problematisch.
Darum findet Dein letzter Absatz meinen Zuspruch nicht und täglich zu beobachten wie schlechtes entsteht, nur weil es kein gutes Geld gibt …
Die Vermögensentwicklung - die Vermögensentwicklung zerstört unseren Planeten. Der Mensch zerstört den Planeten wegen der Vermögensentwicklung.

Da sollte man doch mal etwas gründlicher nachdenken.

1 Like

Setzen, Sechs.
Ich habe geschrieben: “Dinge einfallen.”
Am Nationalsozialismus gefällt mir überhaupt nix.

Es steht dir natürlich auch frei, Deutschland zu verlassen. In Großbritannien werden gerade Arbeitskräfte händeringend gesucht.
Und man darf nicht vergessen, dass der Führer damals kein richtiger Deutscher war. Aber das Thema ist Off Topic.

Richtig!
Wenn Linke fordern, kostenlos Öpnv überall, dann muss entweder der Staat die Kosten übernehmen oder er stellt es zur Verfügung, indem er es zb “befiehlt” (oder anders)

Es ist wirklich gut und kann auch nicht von heute auf morgen abgeschafft werden. Wir sind ja nicht alleine.

Genau.
In den letzten Tagen hatte ich mir Gedanken über den Aktienmarkt gemacht. Und ich glaube, der ist mitunter ein Problem, das politisch nicht aufgegriffen wird. Vermutlich geben die Pandora Papers einige Antworten dazu.

Das Geld das gedruckt wird, ist unter staatlicher Kontrolle.
Wird zu viel gedruckt, ist es weniger wert.
Wird zu wenig gedruckt, ist nicht genug vorhanden.

Nimmt man den Aktienmarkt dazu und die Gewinne der vergangenen Jahre, dann stellt sich die Frage, von welchem Geld werden die Gewinne ausgezahlt? zb Wenn ein Großaktionär aussteigt.

Ein anderer Punkt ist der, dass Geld mächtiger ist, als die Politik selbst. Der Aktienmarkt hält mitunter unsere Wirtschaft am Leben. Ohne Wirtschaft läuft im Land nichts mehr.

Hi Thomas

Ich bin wie ein vorhergehender Kommentator der Ansicht, dass das Konstrukt “Geld” durchaus einen Sinn hat, die Güter der Gesellschaft zu verteilen. Die Gestaltung des Geldsystems und die Verteilung des Geldes sind also das “Problem”, nicht die Existenz des Geldes an sich.

John Maynard Keynes prägte in dieser Hinsicht seinerzeit die Idee der “Global Moderation” (gesamtwirtschaftliche Steuerung), also eine Nachfrage-Steuerung eines intervenierenden Staates, der sicherstellt, dass die Grundbedürfnisse der Menschen gestillt werden konnten. Er lehrte, dass überbordende Anhäufungen von Kapital (aka Sparen) Geld aus dem Wirtschaftskreislauf entzieht, zum Schaden dessen, mit der Folge, dass bald der Gesamtkonsum einbricht, dadurch Arbeitslosigkeit zunimmt, damit Teile der Gesellschaft ihre Grundbedürfnisse nicht mehr erfüllen können. Daher entwarf er ein System, in dem der Staat die Diskussion der Verteilungsfrage (insb. Gehaltsverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern) befördert, soziale Regelungen via Gesetzen entwickelt, und im Falle nachlassender Nachfrage per staatlicher Nachfrage (aka Investition) konsumiert, wodurch auf der Angebotsseite Menschen in Arbeit bleiben und ihre Löhne in andere Teile des Wirtschaftskreislaufes (via Konsum) tragen.

Um Zeit zu gewinnen für die Verhandlungen der soziale Verteilungsfrage, plädierte er für eine kontinuierliche, moderate Inflation. Dadurch müssen Ersparnisse investiert werden, um sich nicht zu entwerten, und aggregieren damit weniger. Menschen am unteren Ende der Einkommensverteilung haben wenige, keine, oder negative Ersparnisse (letztere = Schulden) und bleiben daher schadlos. Menschen mit exorbitanten Einkommen derweil können Geld nun konsumieren, investieren, oder es entwertet sich. Das ist auch der Grund, warum alle europäischen Zentralbanken heute ein Inflationsziel von ca. 2% p.a. haben.

Der Keynesianismus begleitete den europäischen Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg als Leitgedanke der Geld- und Wirschaftspolitik - in unterschiedlichen Ausprägungen, Deutschland z.B. richtete sich zwischen mehrheitlich keynesianisch geprägten Nachbarn im Ordoliberalismus ein.

Der keynesianische Gedanke endete in einer eigentlich interessanten Entwicklung:

Der aufkeimende Neoliberalismus beschrieb als potenzielle Konsequenz der Inflationspolitik, dass sich Menschen an die kontinuierliche Inflation anpassen werden, und auch steigende Inflation irgendwann nicht zu mehr Investition führen werde, da Menschen lieber eine sich entwertende Risiko-Reserve zurückhalten werden, statt Investitionsrisiken einzugehen. Keynes war dies bewusst, deshalb wollte er Inflation nur als begleitendes Instrument verstehen, die Verhandlungen der Einkommensverteilungen im Sozialwesen zu begleiten. Das ging aber unter, die Inflation als Instrument wurde ausgebeutet und stieg stark, Firmen stoppten Investitionen und stellten weniger ein (insb. in UK, was später Thatcher ins Amt des Prime Ministers brachte), und die keynesianischen Lehren wurden gekippt.

Der langen Ausführungen kurzer Sinn:

Wir haben heute einen Staat, der sich seit Jahrzenten zunehmend aus dem Wirtschaftskreislauf zurückhalten will. Dies ist weder notwendig, noch besonders sinnvoll wenn man eine staatliche Moderationsmöglichkeit in der Verteilungsfrage erhalten will.

Und das ist das größere Problem als die Existenz des Geldes an sich.