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Ist Facebook-Nutzung sinnvoll oder widerspricht Sie den Idealen der Piratenpartei


#1

Von Nichts kommt Nichts.


#2

Genau. Bitte alle fleißig Werbegeld fĂŒr Facebook sammeln.

Landesvorstand in der Datenschutzpartei wird man anscheinend auch ohne das geringste Interesse an Idealen. :roll_eyes:


#9

Inhaltlich stimme ich @merle voll zu.

Allerdings sollten unsere Werte stets höflich und ĂŒberzeugend vorgetragen werden.

Gelingt nicht immer, manchem platz dann schon mal der Kragen, dann verfehlt das Vorgetragene allerdings seine Wirkung, da der Angegriffene erst mal zur Selbstverteidigung ĂŒbergeht, statt sich mit der Sache an sich zu beschĂ€ftigen.


#10

Aha, und warum bist du jetzt der Meinung, das ich kein Interesse an Idealen habe ?


#11

“If you can’t beat them, join them.”

Es kommt bei Werbung in erster Linie auf Reichweite an. Mit Facebook können ziemlich viele Leute erreicht werden, wenn auch (aktiv) meist nur ĂŒber den Schneeballeffekt. Wenn die Piraten mit orginellen Werbeaktionen auf sich aufmerksam machen, werden sie auch ganz ohne ihr zu tun (quasi passiv) ĂŒber die Social Media Channels geteilt.

Es kommt demnach auf die QualitĂ€t der PrĂ€senz in Social Media Plattformen an. Lieber weniger posten und stattdessen Dinge posten die Kontrovers sind und die Auslöser einer grĂ¶ĂŸeren Diskussion sein können bzw. die Piraten ins GesprĂ€ch bringen.

NatĂŒrlich kann auch sehr viel gepostet werden, wenn die QualitĂ€t stimmt.
Dennoch: Lieber erstmal kleine Brötchen backen und ausprobieren, was funktioniert und was nicht.


#12

EIne Frage:
Wie willst du Menschen erreichen und fĂŒr diese Werte sensibilisieren ?
Facebook, Instagram, Pinterest, Snapchat, Twitter alles gleich problematisch.
Man kann natĂŒrlich auf “weniger” problematische Social Media Plattformen ausweichen.
Da trifft man dann eine extrem kleine Bubble, die sich selbst feiern kann, wie blöd alle anderen sind und freut sich und ĂŒberlĂ€sst Social Media und die Möglichkeit andere Menschen oder gar die Presse zu erreichen und fĂŒr die eigenen Themen zu sensibilisieren allen anderen.
Warum sind wohl alle Piratengliederungen weltweit auf Facebook.Instagramm und Twitter unterwegs. Weil man dort Menschen ausserhalb seiner kleinen Bubble erreichen kann.


#13

Indem man aktiv darauf hinweist, dass man Facebook selbst meidet. Nicht, indem man sich dort anmeldet. Das sieht dann fĂŒr den WĂ€hler so aus: die Datenschutzpartei ist auf Facebook, dann wird es nicht so schlimm sein.

Patrick Breyer macht es richtig. Er ist weder auf Facebook noch auf Twitter - und das als Spitzenkandidat. Klappt trotzdem. Woran das wohl liegt?


#14

Wie willst Du die Menschen erreichen?
Du hast darauf keine Antwort gegeben.
Ohne das Teilen von Patrick’s BeitrĂ€gen auf Facebook und Twitter wĂŒrden ihn und seine Ansichten noch weniger Menschen zur Kenntnis nehmen.
Also wie willst Du Menschen erreichen?


#15

Die Datenschutzprobleme von Facebook sind inzwischen sogar Thema in der Tagesschau. UnterschĂ€tz das nicht. DafĂŒr brauchen sie uns dort nicht.

Wir mĂŒssen nicht alle erreichen. Wir mĂŒssen die Richtigen erreichen.


#16

Ich unterschÀtze das nicht.

Und noch immer hast du die Frage nicht beantwortet, wie du Menschen erreichen willst?


#17

Ihr habt alle recht. Facebook sollte man nicht nutzen, weil datenschutzrechtlich Ă€ußerst bedenklich. Andererseits erreicht man damit viele Menschen, die wir sonst nicht erreichen. Mein Fazit wĂ€re, dass es ein notwendiges Übel ist. Zumindest bis wir wieder etwas prĂ€senter sind in sonstigen KanĂ€len.


#18

Das ist vollkommen richtig.
Es sollte auch niemanden vorgeschrieben werden, Facebook zu nutzen, ebenso wie man Piraten, die Facebook nutzen, auch nicht verdammen sollen.

Zwischen akzeptieren und aktiv fördern ist jedoch ein Unterschied.

Geld an Facebook zu zahlen fĂŒr Werbung, und darum ging es ursprĂŒnglich im Beitrag, ist aber abzulehnen.

Das System Facebook hat zudem primÀr der AfD und ihren alternativen Wahrheiten genutzt.
Wenn wir faktenbasierte Politik machenund Persönlichkeitsrechte schĂŒtzen möche, muß man keine Anzeigen in der Bild-Zeitung schalten

Wir tun uns auch anschließend sehr schwer, Neumitglieder, die in Medien mit alternativen Wahrheiten gefunden wurden, in die Piratenpartei und ihre Ziele einzugliedern.

Den Kanal Facebook werden wir immer verlieren.
Facebook sollten wir fĂŒr qualitiativ gute Information nutzen.
Am Ende ist es aber immer eine Frage, wie man das uns zur VerfĂŒgung stehende Geld fĂŒr unsere inhaltlich wertvolle Politik einsetzen kann.

Dass wir Mitglieder haben, die gerne dies und jenes aus den unterschiedlichsten GrĂŒnden ist löblich. ob jetzt aber Facebook-Werbung das ideale Tool ist, um unsere eigene Filterblase zu bespielen, wĂ€re zu diskutieren.

Social Media ist stets das Drehen im eigenen, gefilterten Saft und stets die Selbstdarstellung von Personen und Gruppen.
Eine ordentliche demokratische Diskussionskultur hat sich dort noch nicht entwickelt, so wie wir uns das mal vorgestellt haben.

Wir tun uns ja hier im Forum schon so schwer, obwohl man unterstellen könnte, wir hÀtten alle gemeinsame Ziele.

Beschallen vor Wahlen mag in Ordnung sein, der gĂŒnstigste Weg ist aber FĂŒrsprecher in den etablierten Medien zu finden, die unsere Ideen verbreiten.
DafĂŒr braucht es aber sachliche und inhaltlich wertvolle Politik, die dem News-Charakter dieser Medien entsprechen.


#19

Das war nicht Bestandteil der Diskussion oder gar der Ursprungsbeitrag.
Es ging allein darum, dass Menschen die auf Facebook einen Account haben, ihre Facebook Freunde dazu einladen sollen, die Seiten der Piratenpartei zu liken. Das ist ein kostesloses Feature, mit dem man die Reichweite von Seiten erhöhen kann.
.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wie diese GerĂŒchte von Bezahlen oder bezahlter Fachebook Werbung in dem Zusammenhang entstehen.

Ich warte immer noch auf die Antwort, wie will man, also auf welchem Wege, Menschen erreichen.


#20

Ich auch nicht.

Wenngleich die relative organische Reichweite von Facebook Posts in den letzten Jahren tatsĂ€chlich massiv zurĂŒckgegangen ist. Man muss heute praktisch Geld in die Hand nehmen, um zusĂ€tzliche Reichweite zu generieren.

Auf diese bezahlte Reichweite kann man aber aus ideologischen GrĂŒnden verzichten.

Zudem wurden die Richtlinien fĂŒr Anzeigen mit politischen Inhalten drastisch verschĂ€rft:
https://www.facebook.com/policies/ads/restricted_content/political

Ebenso sind mittlerweile die aktuell geschalteten Werbeanzeigen jeder Facebook Seite zugunsten der Transparenz fĂŒr jedermann einsehbar.
(MenĂŒpunkt Seiteninfos & Werbung auf der jeweiligen Facebook Seite)

Um zurĂŒck zum eigentlichen Thema zu kommen:
Über BeitrĂ€ge auf Facebook erreicht man tĂ€glich bis zu 33 Mio. Personen in DE, rund 90% davon mobil, also mehr oder weniger ganztĂ€gig in unterschiedlichsten Situationen.

Dazu hat man hervorragende, aus meiner Sicht unkritische, weil stets anonymisierte Ausrichtungsoptionen, um die Zielgruppe effizient einzugrenzen.

Der Nutzer bezahlt dafĂŒr mit ein paar demographischen Daten und seinem Nutzungsprofil.

Ich wĂŒrde es begrĂŒĂŸen, wenn wir Piraten genau an dieser Stelle prĂ€sent sind, die Nutzer aufklĂ€ren und sie dabei unterstĂŒtzen, dieses von ihnen tagtĂ€glich genutzte Massenmedium mit vielen Pros und einigen Kontras sinnvoll und vorsichtig einzusetzen.


#21

Die Europawahl steht vor der TĂŒr und da wird natĂŒrlich diskutiert, welches Geld wie am sinnvollsten ausgegeben wird.
Bezahlte Facebook-Werbung ist nicht unĂŒblich in der Piratenpartei und auch nicht untersagt.
Wenn ihr alle auf Facebook vernetzt seid, dann teilt doch, muß man doch gar nicht diskutieren, Klappt aber scheinbar doch nicht so richtig und ist auf mit jede Menge Aufwand verbunden.
Da arbeiten einige wie die Wilden und wenige ziehen mit. Wehklagen hilft nicht weiter.

Nachdem die Piratenpartei lange die Menschen mit ihrem Vorgehen nicht erreicht hat, war dies im BY-Wahlkampf anders.
Mögliche Ansatzpunkte waren eventuell persönlicher Einsatz von Parteimitgliedern als Kandidaten, Helfer etc, InfostÀnde, Plakatierung und ansatzweise positive Presse.
Auch wenn viele trotzdem GrĂŒne gewĂ€hlt haben, war das Feedback positiv.
Ganz anders als bei der Bundestagswahl.


#22

Wird diese Diskussion nicht gefĂŒhlt jedes Jahr gefĂŒhrt?


#23

Ja, das ist das Material, das man im optimalen Fall mit schönen Fotos illustriert in den sozialen Medien verbreitet. Dazu braucht es Fotoapparate, die Bereitschaft sich ablichten zu lassen und einen Ort an dem die Fotos bereitgestellt werden. Bei den Presseartikeln reicht ein Link sofern online ohne Schranke erreichbar, bei Printmedien empfiehlt sich wiederum ein Foto. Bevor etwas stattfindet kann man es in einem Veranstaltungskalender veröffentlichen und wer will kann dann seine Facebook-Freunde zu dem Event einladen und sich selbst ĂŒber die Option ‘Interessiert’ im Vorfeld auf dem laufenden halten.


#24

Strittige Punkte sind strittig, das ist das Wesen der Demokratie.

Lethargisch alles hinnehmen, was einem vorgesetzt wird, fĂŒhrt zu einer nicht mehr artikulierten Unzufriedenheit und Destruktion.


#25

Nicht zwingend btw. :wink:

Fotoaufnahmen auf Veranstaltungen

Richtig ist, dass Fotoaufnahmen auf Veranstaltungen jetzt der DSGVO unterliegen. Nach Art. 85 Abs. 1 in Verbindung mit dem ErwĂ€gungsgrund 153 gibt es aber fĂŒr die Mitgliedstaaten die Möglichkeit, eigene Regelungen zu treffen (sogenannte Öffnungsklausel).

Diese Öffnungsklausel nutzt das KunstUrG mit dem bekannten §23. Hier ergeben sich also keine Unterschiede gegenĂŒber frĂŒher. Allerdings gilt dies nur fĂŒr Fotos von Veranstaltungen, auf denen Menschen sozusagen als Menge zu erkennen sind.

Quelle: https://www.piratenpartei.de/2018/06/08/fotoaufnahmen-von-veranstaltungen-und-die-dsgvo/

Aber NATÜRLICH wĂŒrde ich immer vorher fragen oder zumindest darauf hinweisen. :angel:


#26

Als Spitzenkandidat 2017 hat er wie auch heute gerne auf soziale Medien gesetzt. Allerdings wurde sein eigener Twitteraccount gesperrt und er beließ es dann dabei. Stattdessen gibt es jetzt seinen Echo-Account ĂŒber Mastodon. Eine kritische Auseinandersetzung mit sozialen Medien und ein verantwortungsvoller Umgang damit schließen sich nicht aus. Wir können Fakten nicht ignorieren und niemanden zwingen sich nicht auf Facebook und Co. aufzuhalten.