Ist es normal oder schon radikal mehr Demokratie in einer Demokratie zu fordern?

Fortsetzung der Diskussion von DICKER ENGEL: Wollen wir PIRATEN im Bundestagswahlkampf das Thema „Umwelt & Klima“ als wichtiges Wahlkampfthema bespielen?:

Ich habe mich aufgrund des Beitrags von @GG79 dazu entschloßen ein neues Thema dazu aufmachen. Ist es für euch radikal oder normal mehr Demokratie in einer Demokratie zu fordern?

Wenn man mehr Demokratie fordern kann, ist es noch keine Demokratie.

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Das ist falsch. Ich kann ja auch ohne zu Verneinen das Windows 10 ein Betriebssystem ist, fordern das sich Windows weiterentwickelt. Das ist keine logische Aussage von dir.

Du kannst es aber nicht noch betriebssystemiger machen. Das ist ein binärer Zustand. „Ein bisschen demokratisch“ ist auch nicht demokratisch.

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Das ist mal so etwas von absurd argumentiert… Demokratie ist ein Weg und kein Ziel. Mehr Demokratie zu fordern ist kein Ideologie, sondern pragramatisch, weil dadurch vieles besser und einfacher funktioniert.

Zusammengefasst: Demokratie hat im Gegensatz zu den Ideologien des 19./20. Jahrhunderts keinen Endzustand, sondern entwickelt sich ständig fort. Insofern kann es zwar mehr oder weniger Demokratie geben, aber das weniger Demokratie ist immer noch Demokratie.

Demokratie ist ein Weg, an dessen Ende was steht? Genau: Demokratie, „Volksherrschaft“. Ab einem gewissen Punkt gibt es nichts mehr, was noch demokratischer werden könnte.

Hä? Ok, dann nenne mir mal den Punkt wo etwas nicht mehr demokratischer werden kann? Den würde ich mal wirklich gerne wissen.

Sobald das Parlament ersetzt worden ist durch direkte Volksabstimmung, gibt es nichts mehr, was der Demokratie im Weg steht. Alles, was darüber hinaus noch geändert werden kann, hat mit dem Staatskonzept der Demokratie höchstens indirekt zu tun.

Das ist falsch. Volksabstimmungen sind weder das einzige was ein Demokratie ausmachen, noch der Idealzustand. Das ist extrem eindimensional von dir gedacht. Es kann ein instrument sein um etwas demokratischer zu machen, aber eine Demokratie die nur mit Volksabstimmungen funktioneren soll, würde erstens nicht funktionieren und zweitens wäre sie wie gesagt keine ideale Demokratie, denn zu einer Demokratie gehört, wie auch schon gesagt, wesentlich mehr dazu.

Was ist denn die ideale Demokratie?

Weiß ich nicht. Aber ich weiß das in einer guten Demokratie möglichst jeder beteiligt wird, jeder mitmachen kann und möglichst niemand ausgegrenzt wird.

Das klingt nach Volksabstimmungen.

Ne, das ist mehr. Volksabstimmungen können ein Instrument sein, aber nicht eine ganze Demokratie ausmachen.

Bei Volksabstimmung hast du immer noch das Problem das ein sehr großer Teil der Gesellschaft ignoriert werden kann. Dieser Teil ist zwar nicht die Mehrheit, was schonmal besser ist als viele andere Systeme, aber es wäre trotzdem besser wenn kein Individuum ignoriert werden kann. Bei der Einführung von Volksabstimmungen hätten wir auch immer noch das Problem, das die arbeiteten Bevölkerung die meisten Wachen Stunden nicht wirklich in einer Demokratie ist, da sie nicht frei entscheiden kann was sie tut. Da könnte mensch auch noch mehr Demokratie wagen. Niedergeschriebene Gesetze sind nicht alles was Demokratie beschränkt.

Nämlich wie, wenn alle gefragt werden?

Kannst du bitte selbst ein eigenes Thema zu “Volksabstimmungen” aufmachen, wenn du ausschließlich darüber diskutieren willst? Das hier ist eine anderes Thema zu dem zwar auch Volksabstimmung dazu gehören, aber dieses Instrument eben nur eines unter vielen ist, was eine gute Demokratie ausmacht.

Leider erklärst du nicht, was eine gute Demokratie ausmacht. Damit ist dieses Thema sinnlos.

Solange nur für und dagegen gestimmt werden kann in einer Abstimmung, bleibt da noch gut Platz nach oben, um einen Kompromiss zu finden der allen gefällt. Es wurde ja in der schweiz sichtbar das es auch manche abgestimmte Sachen gibt, die wir als Problematisch ansehen müssen.

Es geht mir nicht direkt um Volksabstimmungen sondern, warum sie nicht das Maximum an Demokratie sein können sondern nur ein Schritt in die Richtige richtung.

Ne, weil die Fragestellung des Themas auch eher abstrakt, als konkret ist. Abstrakte Fragen sind aber nicht sinnlos.

Ich bin jedenfalls der Meinung das es normal ist, in einer Demokratie mehr Demokratie zu fordern. Die beiden anderen Varianten, also mit einer Demokratie zufrieden zu sein oder nach weniger Demokratie zu rufen halte ich für radikal und gefährlich.

Fazit: Da eine Demokratie, wie fast allen gesellschaftlichen Phänomene, sich verändern muss um bestehen zu bleiben, ist es normal mehr Demokratie zu fordern.

Du möchtest also nur dann das Volk fragen, wenn deine Ethik nicht betroffen ist?