Internetsperren gegen Pornoseiten

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Die Landesanstalt für Medien fordert eine Altersverifikation für Porno Seiten oder aber deren Sperrung auf DNS Ebene.

Da wohl so einige Millionen ausländisch betriebener Domains Pornographie enthalten dürften, würde das ganze dann doch wohl eine ziemlich breit angelegte Zensur des Internets bedeuten.

Mit welchen Argumenten/Slogans könnten wir Piraten uns hier am besten positionieren ?

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Schon wieder?! War doch vor ein paar Monaten erst, dass so sine Forderung kam, weil irgendeine Landesmedien/jugendschutzirgendwas selbst etwas programmieren wollte und auf unvorstellbar klaegliche Weise versagt hat.

Jedenfalls steht ja im Artikel, dass es die Briten vor zwei Jahren vorhatten. Was nicht drinsteht ist, dass es mittlerweile auf Eis gelegt wurde, weil die Realisierung so schlecht ist. In Australien wollen sie es mit Gesichtserkennung umsetzen, mal sehen ob das was wird.

Alles in allem eine schwachsinnige Selbstbeschaeftigung von diesen Aemtern.

Diese Forderungen kommen ja dauernd irgendwo. Wichtig ist jedoch auch das diesen vehement widersprochen wird. Desto öfter diese Forderungen in den Medien immer wiederholt werden desto eher bleibt es dann auch bei den Leuten als notwendig bzw. normal hängen das sowas dann auch mal realisiert wird.

Zudem, solch blödsinn irgendwelcher Ämter ist eine gute Chance für die Piraten mal wieder öffentlichkeitswirksam mit Kernthemen zu punkten.

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Ja is der gleiche Typ, am Ende des Artikels. Was wird denen als naechstes einfallen, sasmtliche Videodateieubertragungen in messengern ueberwachen, weil es ja Pornos sein koennten, die an Jugendliche gesendet werden? Dieses “would somebody please think of the children!!1” meme geht einfach zu weit.

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Naheliegend scheint mir folgende Argumentation:
Anlässlich von Altersgrenzen eine anonyme Nutzung durch Alle (also auch Erwachsene) zu verhindern (wie es praktisch immer mit Altersverifikation einherging), ist völlig unverhältnismäßig.

Weil das so ist, müssen wir damit leben, dass ein vollwertiger Internetzugang eben Zugang auch zu nicht kindgerechten Inhalten gewährt.

Darüber hinaus ist es natürlich auch nicht erfolgversprechend, Menschen daran zu hindern, ausländische Angebote zu nutzen. Im Ergebnis würde der Verbraucher- und Jugendschutz noch weiter geschwächt, weil der Zugang dann ausschließlich heimlich erfolgt und Anbieter den deutschen (oder europäischen) Markt garnicht mehr offen adressieren (sondern nurnoch Nutzer von Anonymisierungsdiensten, Proxies etc. sehen), hier keine Geschäfte machen (also z.B. keine Werbekunden haben) und für hiesige Behörden damit noch weniger greifbar sind.