Informatik / Medienkompetenz in Schulen

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Während in Großbritannien sogar schon Grundschüler lernen, wie man mit Quellcodes umgeht, muss man in Deutschland froh sein, wenn in einer Grundschulklasse überhaupt ein PC zur Verfügung steht.
(kommt übrigens von FDP Plakaten)

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Piraten sollten in der Lage sein, digital und Quellcodes lesen nicht für dasselbe zu halten. Es besteht die Gefahr, dass auch aus unseren Reihen Forderungen wie “Programmieren ab Grundschule” kommen, wo “Medienkompetenz ab Grundschule” die einzig richtige und sinnvolle Forderung wäre.

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Nö, gibt durchaus noch viele andere richtige und sinnvolle Forderungen…

An der Grundschule bei mir um die Ecke gibt es Computer in jeder Klasse.
Die Kinder lernen da was übers Internet und so.
Also: Ganz sooo schlimm isses nicht.

Informatik als Pflichtfach fordern die Piraten bereits.
Es geht um Schule, da ist das Interesse an neuen nachvollziehbaren Forderungen groß.
Sollte man ausbauen!

Etwas schwieriger, aber genau so wichtig:
Linux an die Schulen.
Nicht, weil wir Piraten Freie Software so toll finden, sondern weil Linux mittlerweile viel verbreiteter ist als Windows: Android, Smart-TV, Internet-Router, Hausautomation, meine Kaffeemaschine… das Internet of Things halt. Halte es für wichtig, dass die Kinder wenigstens ein Gefühl dafür haben, was da unter dem Plastik steckt: Ein Computer mit allen Möglichkeiten Dich zu verarschen. :slight_smile:

Was ich sagen will:
Es gibt durchaus für große Zielgruppen (Eltern) interessante Aspekte bei der Digitalisierung.

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Die Fokussierung auf ein bestimmtes Betriebssystem ist genau das Falsche. Kinder, die bisher Informatik an der Schule hatten, konnten danach Windows und sonst nix. Dass sie künftig eine bestimmte Linuxdistribution (welche?) können und sonst nix, bringt ihnen kein zusätzliches Wissen, nicht einmal welches für ihren Alltag.

Oder wo findest du in deinem Android oder deiner Kaffeemaschine die Shell?

Egal welches Linux.
Es geht um Handwerkszeug:
shellscripte, ssl, ssh, iptables und so weiter.

Und wo Du grade die Kaffeemaschine erwähnst:
Ja! Wenn Du Dich mit Linux auskennst, dann stört es Dich, dass wenn eine Maschine als BlackBox daher kommt und kaufst eine andere.

Transparenz wäre grade bei IoT sehr wünschenswert, leider interessiert das noch niemand. Das würde sich ggf mit entsprechender Grundbildung ändern!

Welche Shell?
Welche SSL-Implementierung?
Dir ist klar, dass iptables ersetzt werden wird?

Noch mal: Schülern die Benutzung einer konkreten Software beizubringen lehrt sie keinen kritischen Umgang mit der Hardware.

Wie oft in ihrem Alltag brauchen Menschen die Integral-Rechnung oder die Konzepte der Kunst? Natürlich ist das eine Forderung von Piraten, dass Open-Source (also auch gerne BSD) in der Schule Verwendung findet, damit die Kinder später ihre eigenen Tools auf dieser Basis entwickeln können, auch wenn das später nur einige wenige wirklich realisieren.

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Es ist jedoch keine Forderung von Piraten, dass die Kinder in der Schule die Benutzung vorgegebener Werkzeuge erlernen müssen. Dafür ist die Schule auch der völlig falsche Ort: nicht jeder möchte später Bildschirmarbeiter werden.

Ich denke das ist alles viel zu kompliziert für Grundschulkinder.
Da hat Merle schon recht, in der Grundschule sollte man m.M.n. eher die Kompetenz vermitteln, mit diesen Medien umzugehen.
Die Grundschule sollte m.M.n. vor allem dazu dienen Interessen zu wecken und zu verfestigen, den Kindern Spass am Lernen und am Wissen beizubringen.
Abgesehen davon, wäre die Grundlage für die Dinge die du ansprichst m.M.n. Logik und Mathematik.
Klar, im Alltag braucht man die Integralrechnung recht selten, dennoch hilft es m.m.n. enorm, wenn man diese versteht. Grenzwerte und Statistiken sind im Alltag allgegenwärtig und es hilft diese einzuordnen wenn man weiss, wie diese zustandekommen.

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Integral-Rechnung ist auch ein Werkzeug unserer Zeit. Und genauso sinnvoll ist heute Betriebssysteme und Datenbanken kennen und verstehen zu lernen, unabhängig von der späteren Berufswahl.

Betriebssysteme ja.
Ein bestimmtes Betriebssystem nicht.

Ein näher bestimmtes aber sehr wohl: Open-Source. Egal, ob nun Linux oder BSD, oder ein spezielles Bildungs-BS.

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Also für mich ist ein Betriebssystem allgemein und eines das zunehmend die Geräte in meiner Umgebung kontrolliert nicht eine konkrete Software. Definition hin oder her: Ein Betriebssystem regelt die Kommunikation mit der Hardware und noch viel wichtiger die nach aussen, womit wir dann wieder beim Datenschutz und Privatsphäre sind.

  1. Schritt:
    Windows muss raus aus den Schulen, Linux rein.
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Natürlich.
Ist aber kein Grund diesen Windows vorzusetzen.


Fand die Doku sehr gut, passt grob zum Thema finde ich.

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Oder irgendein anderes Betriebssystem. Denn Kinder brauchen Medienkompetenz, nicht Linuxwissen.

Um zu versetehen wie ein Computer funktioniert muss ich nicht programmieren können, um die Aufgaben eines Betriebssystems zu kennen muss ich keines haben.

Abr wer Menschen Medienkompetenz beibringen will, der muss den leuten auch beibringen mit welcher Software sie diese Medien erreichen.

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Aber so ist es aktuell an Schulen, dass du gezwungen wirst dich mit Windows und Microsoft Office auseinander zu setzen und die Schüler können dann auch nichts anderes…