[HELP 19.2] Sonstiger Antrag: Konzept zur Programmarbeit

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Mahlzeit,

ich habe im Wiki und beim LaVo einen Sonstigen Antrag eingereicht: https://wiki.piratenpartei.de/HE:Landesparteitage/2019.2/Anträge/Sonstiger_Antrag_002
Begründung steht im Antrag.

Die Diskussion ist hiermit eröffnet.

Danke für diesen Antrag! Ja, leider leider ist die politische Arbeit in Hessen arg vernachlässigt worden! Dafür sind alle zuständig! Ich unterschreibe Deinen Satz “Es ist aber prinzipielle Aufgabe des Vorstands, die Programmarbeit zu fördern und zu koordinieren.” voll und ganz. Der Vorstand sollte Räume, Motivation, Anreize und Förderung schaffen für inhaltliche Arbeit. Die Basis ist gefragt, hierzu Input zu liefern.

Ich möchte hinzufügen, dass die hessische Basis schon seit längerem ausführlich und oft auch sehr qualitifiziert politisch diskutiert(, und zwar auf Telegram, was sich einfach so ergeben hat, ungeplant und unbeschlossen). Wir bemühen uns seit einiger Zeit, die Früchte dieser Diskussionen zu ernten, indem wir daraus Blogbeiträge erstellen: www.piratenpartei-hessen.de. Die Blogbeiträge überarbeiten wir gemeinsam, mit dem Ziel, ihre Qualtiät zu verbessern, und dabei machen jetzt viele mit. Hierzu gibt es jetzt “Richtlinien”: https://wiki.piratenpartei.de/Qualitätssicherung_Hessenwebseite

Ankündigungen für neue Blogbeiträge und Einladungen zum Gegenlesen werden übrigens auch auf der Mailingliste verbreitet, damit es auch offiziell ist.

Die Hoffnung ist, dass daraus auch Programmarbeit entsteht.

Es wäre tatsächlich wünschenswert, wenn der LaVo diese inhaltliche Arbeit als wichtige Priorität betrachten und entsprechend unterstützen würde.

Hallo Protter,

vielen Dank für Deinen Antrag. Auch die hier aufgeworfene Frage ist eine, die uns in der Partei, aber auch im Landesverband schon lange beschäftigt. Seitens des amtierenden Vorstandes gab es den Versuch, einen Hessencampus zu initiieren. Leider war der Input dazu - nun sagen wir - nicht von einer breiten Masse von Aktiven getragen. Deshalb beschränken wir uns erstmal auf einen Mini-Campus im Anschluss an den LPT. Andernfalls hätte die Gefahr bestanden, dass wir Mitglieder shanghaien müssen und irgendwo in Hessen für einen Tag oder zwei festhalten müssen. :wink:

Deshalb glaube ich auch - wie Annette es ja auch schon schrieb, dass die niederschwelligere Möglichkeit, Positionen in Blogbeiträgen darzulegen, aktuell ein gutes Angebot ist, sich mit aktuellen Ereignissen/Fragen und der Ableitung von Antworten aus unseren piratigen Werten und bestehenden Forderungen zu befassen. Die Diskussion dieser Beiträgen kann bei der Entwicklung neuer Position katalytisch wirken.

Die Schaffung einer Antrags- oder Programmkommission wird meines Erachtens nicht das Problem, dass Du damit angehen möchtest, beheben. Aktivität lässt sich leider nicht allein organisatorisch erzeugen. Ich glaube, dass es auch erforderlich ist, dass wir relevante und möglichst viel Interesse bindende konstruktive Diskussionen führen. Die darum, wie wir Antragsarbeit anders gestalten wollen, gehört sicher dazu. Deshalb noch einmal Danke für Deinen Antrag, der diskussionsmäßig den Stein ins Rollen bringt. Trotzdem bin ich der Meinung, dass ich ihn als Sonstigen Antrag trotzdem ablehnen werde. Nicht, weil ich das Problem nicht sehe, allein ich glaube, die Diskussion gehört nicht in den LaVo, sondern in den LV (und in die gesamte Partei).

Ich erlaube mir mal anzumerken, dass es Gründe für das Desinteresse der Basis gab, an diesem Versuch mitzuarbeiten. Es kommt daher, dass seitens des Lavo keine politischen Themen vorgeschlagen wurden, sondern nur Verwaltungssachen:

  • How-To-Schatzmeister, -GenSek etc.
  • DSGVO-Schulung, mind. für alle Vorstandsmitglieder, die noch keine haben, gerne aber natürlich für alle Piraten
  • Social Media Schulung, damit alle KV Ihre Accounts (Twitter, Facebook, Instagram) betreuen können. Im Idealfall nicht bespielte wieder reaktivieren etc.
  • Vorbereitungen auf die Kommunalwahl

und das mit der Aufforderung, weitere Vorschläge für “Vorträge” (sprich “Frontalunterricht”) einzureichen.

Es wundert mich nicht, dass niemand darauf eingegangen ist. (Außer mir mit dem Vorschlag, stattdessen den Schwerpunkt auf politische Themen zu setzen, und daraus vielleicht Wahlkampfstrategien und -themen abzuleiten, Darauf ist dann aber der Vorstand nicht mehr eingegangen, das stand monatelang unbeantwortet in dem Pad)

Die Basis möchte aber Politik machen. Und so verstehe ich Protters Vorschlag auch, was ich gut finde. Wo sollen denn die Impulse herkommen? Dafür wäre so eine Kommission auch gut. Zur Zeit kommen sie nur aus Telegram, von der Basis.

Schon vor fast 2 Jahren haben die Hessenpiraten über einen Campus diskutiert, mit dem Ziel der inhaltlichen politischen Neufindung, allerdings auf Telegram. Das aber über Wochen hinweg.

Ich finde aber auch, dass man von einem Vorstand erwarten sollte, die Diskussion politischer Konzepte zu fördern.

Ich erlaube mir anzumerken, dass ein vom LaVo eröffnetes Pad mit ein paar Vorschlägen im verwaltenden Bereich zwar in der Tat nicht direkt zu rasender Programmarbeit anhält, allerdings diese auch nicht verhindert. Der HessenCampus hat in der Vergangenheit beides geleistet und ist ein etabliertes Format. Es muss also nicht erklärt werden, dass alles möglich ist. Und ich kann mich an keinen erinnern, bei dem Vorträge in der von Dir insinuierten Weise gehalten wurden. Wir Piraten sind schließlich immer für eine Diskussion gut. :slight_smile:

Insofern, liebe Annette, greift Deine Argumentation leider nicht. Die Basis wurde darum gebeten, sie interessierende Themen zu benennen. Das was dort eingetragen wurde, war das, was offensichtlich jemanden ™ bewegte. Wobei ich Dich dort ausdrücklich ausnehme - Du hast Dich interessierende Themen benannt, die im Bereich des Programmatischen lagen. Nur leider gab es darüber hinaus: crickets & tumbleweed. Der Vorstand macht viel - aber am Ende können wir Menschen nur bitten. Und manchmal wird man nicht erhört.

man kann Menschen auch motivieren, indem man mit ihnen über ihre Themen redet und sie unterstützt, ihre Projekte zu verwirklcihen. Der Vorschlag DIESES Hessencampus war da nicht hilfreich.

Die Piraten, wollen, dass politisch etwas passiert. Die neuen sind wegen der Uploadfilter gekommen, nicht wegen Schulungen. Wir müssen denen Foren bieten, wo sie sich entfalten können, und natürlich motivieren und abholen.

Die Hessen-Campusse, die früher mal veranstaltet haben und gut besucht waren, waren ja meist klassische Barcamps, wo jemand einen kurzen Vortrag gehalten hat, welcher am Ende ziellos zerredet wurde. Ich finde solche Barcamps nicht per se falsch, nur sollten sie wirklich zielgerichtet und am besten moderiert sein. Wenn man Programmarbeit machen will, muss man diese Treffen auch frei von Satzungsfoo, Verwaltungskram usw. halten. Am Ende dieser Veranstaltungen, wovon 1 meist nicht reicht, müssten diverse Programmanträge als Rohversion herauspurzeln.
Wir hatten auch schon Programmtreffen, wo wir etliche Anträge erarbeitet haben und eingereicht haben. Nur dann kam jemand, der nicht mitgearbeitet hat, mit einem Killerantrag und hat die komplette Arbeit zerstört.

Eine Antrags- bzw. Programmkommission soll ja nur koordinieren, Antragstellende zusammenführen, Konsens bei Anträgen herbeiführen, beraten und am Ende auf Formalien achten. Aus einem Hessencampus könnten sie z.B. Themen mitnehmen, die dann als Ideen für Programmanträge gesammelt werden. Es gibt durchaus Mitglieder, die bei der inhaltlichen Arbeit im übertragenen Sinne den Wald vor lauter Bäumen nicht finden und nur auf einen Tipp warten, in welche Richtung sie gehen könnten. Davon bin ich überzeugt.
Im Übrigen ist eine solche Kommission ja nicht im Antrag als zwingend vorgeschrieben. Es soll zumindestens als Option mitdiskutiert werden.

Was genau dann im Konzept steht, wäre zu diskutieren. Das lass ich ja völlig offen. Ich möchte einfach nur aus der Planlosigkeit heraus.

Ansonsten dient der Antrag ja nur - auch hier wieder die Formulierung - einem gedanklichen Arschtritt an Vorstand und Basis, sich darüber mal Gedanken zumachen und nicht darauf zu warten, dass jemand™ $Dinge tut. Es geht mir einfach auf den Sack, dass jahrelang wirklich niemand Programmarbeit in Hessen leistet. Eine Partei ist kein Selbstzweck. Ich zahle nicht Mitgliedsbeiträge, damit ich jedes Jahr Leute wählen darf, die sich dann eine Amtsbezeichnung unter ihre E-Mailsignatur schreiben dürfen.

Wenn ich diese Anträge nicht stellen würde, würde vermutlich erst recht nichts geschehen. Es würde auch niemanden ernsthaft stören. Mich stört das, aber allein werde ich nicht kämpfen. Dann kann ich mir den Mitgliedsbeitrag auch sparen.

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Nicht zuletzt auch deswegen bin ich Dir dankbar, dass Du diesen und die beiden anderen Sonstigen Anträge gestellt hast. Denn ich vermute, dass es mehrere Menschen in Hessen gibt, denen es so geht. Deshalb ist es gut, dass wir das hier im Forum, aber auch am Wochenende gemeinsam diskutieren. Dabei kommt es weniger auf den Antrag an sich an. Das Thema ist das, was wichtig ist.

Um einen sinnvollen erfolgreichen Antrag zu erarbeiten und bei einem Parteitag vorzustellen, braucht man zunächst eine kleine Gruppe Menschen, die in dem Bereich Fachkundig ist und Betroffene mit Erfahrung mit dem Thema.
Der wichtigste Schritt im Antragsverfahren ist diese Gruppe zusammen zu kriegen. Meine Erfahrung sagt mir, dass eine effektive Zusammenarbeit real life nur mit weniger als 9 Leute, im Mumble vielleicht noch mit 6 und in Foren und Mailinglisten vielleicht noch mit 3-4 Leuten möglich ist. Größere Gruppen verlieren schneller das Ziel aus den Augen.
Wir als Piratenpartei schaffen es nicht die interessierten Leute zu vernetzen. Sie dabei zu unterstützen, persönliche Animositäten zu überwinden und die Ergebnisse zunächst mit kompetenten Leuten zu diskutieren.
Viele Anträge scheitern schon, wenn man keinen zweiten Interessierten findet.
Bringt man dagegen Leute zusammen die ein gemeinsames Interesse haben, dann diskutieren die das Thema und kommen zwangsläufig früher oder später auf Probleme und Lösungsideen.
Gerade nicht so bevölkerte Bundesländer habe sicher Probleme genug Gleichinteressierte zusammen zu bringen, aber das Internet macht das ja auch über weitere Strecken möglich.

Barcamps mit zufälligen Leuten ohne gemeinsames Interesse schaffen keine geeigneten Rahmenbedingungen. Ideen werden dann eben schnell von Leuten mit Halbwissen zerpflückt.
Ein Experte wird die Intention und gelegentlich Aspekte eines möglicherweise misslungenen Vorschlags neu zusammensetzen können, zu etwas das funktioniert und der Intention nahe kommt.
Betroffene können oft besser als Experten sagen, warum eine Idee vielleicht nicht in der Realität funktioniert.

Gude,

wer soweit nicht beim LPT anwesend war oder den LPT sonst irgendwie nicht verfolgen konnte, hier nochmal das Ergebnis: Der Antrag wurde angenommen. Damit hab ich eigentlich nicht gerechnet. Daher noch einmal herzlichen Dank.

Im an den LPT anschließenden Teil haben wir heute informell beschlossen, dass wir schon morgen 18Uhr in Mumble irgendwo im hessischen Bereich eine erste Session zum Aufbau einer Projektgruppe machen, wo wir uns mal um die ersten organisatorischen Themen für die weitere Arbeit zum beschlossenen Antrag abstimmen werden. Auch am 8.12. um 18Uhr soll es einen nächsten Termin geben. Alles weitere sehen wir dann.
Wer hieran Interesse hat, ist herzlich eingeladen. Das gilt auch für Interessierte, die nicht zum LV Hessen gehören. Ziel ist aber die Programmentwicklung für Hessen.