Grundrente

  1. So ca. 1970 hat die Politik verpasst das Rentensystem an den Pillenknick anzupassen.
  2. So ca. 1989 hat die Politik die Rücklagen der Rentenversicherung für den Osten verbraten
  3. So ca. 2004 hat die Politik den Billiglohnsektor immens vergrößert und etwas später die Einzahlungen für Arbeitslose eingestellt.
  4. So ca. 2015 hat die Politik einen Mindestlohn eingeführt der nicht für eine Rente ohne aufstocken ausreicht.

Wegen 1 musste das Rentenniveau abgesenkt werden. Wegen der Massenentlassungen im Osten, 3 und 4 droht Altersarmut.
Die Politik versucht jetzt ihr Ìmage mit der #Grundrente zu retten.

Bin ich der Einzige der sich da verarscht vorkommt?

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Wurde nicht auch irgendwann die Anrechnung von Ausbildungszeiten abgeschafft? Ich kann mich nur noch dunkel erinnern.

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Nein, aber solange bei dieser Rentenerhöhung, und nichts anderes ist es, alle weiter von Grundrente reden, hat die GroKo ihr Ziel erreicht!

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Wobei es sich nur um eine Erhöhung des Mindestniveaus für langjährige sozialversicherungspflichtig Beschäftigte handelt, nicht um eine allgemeine Erhöhung. Für viele dürfte sich an der prekären Lage nichts ändern.

Das Ganze ist noch viel komplizierter: Anrechnung von Ausbildungs- und Studienzeit, Anrechnung von Kindererziehungszeiten…
Dann kommt die Aufforderung, die Altersrente zu beantragen und beim Rentenbescheid der Hinweis, dass bei dieser ‘Höhe’…
Ich bin gegen diese ganze Zwangsberentung, Altersarbeitsbegrenzung, Mutterleistungsgeld.
Warum bekomme ich kein bGE mit mtl.1000€ und darf arbeiten, soviel und so lange ich will und kann?

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Ich möchte nur ergänzen, dass es nebenbei bis heute den Schönheitsfehler gibt, dass Selbständige nicht einzahlen müssen, und es z.B. eine Beitragsbemessungsgrenze gibt.
(Beamte mag der einzelne ebenfalls bennen wollen, wobei ich hier persönlich den Mehrwert nur bedingt sehe, da auf Seiten der Dienstherren nur sehr eingeschränkt Personal eingespaart werden können, die auf Seiten der Renntenkasse, nicht in gleichermaßen, aber zum Teil auch, aufgebaut werden müssten.
Der einzige Vorteil ist, dass Dienstherren nicht mehr in der Lage wären, die “Rücklagen” zu verfrühstücken.)

In den bis jetzt veröffentlichten Zahlen heisst es, dass etwa 1.2 bis 1,5 Millionen Rentner betroffen wären und Leistungen - lt Manuela Schwesig - i.H.v. 1,5 Mrd entstehen.

1000 Euro pro Jahr? - das ist verdammt wenig. Und dafür müssen noch zwei Bedingungen erfüllt werden: Das Einkommen muss weniger als 80% aber über 30% der “Durchschnittseinkommen” betragen.
Und 35 Jahre Beiträge gezahlt werden (nicht Beitragsjahre angerechnet werden!)

Ist das ein Geschenk an Lehrer?