Grundrecht auf Internet

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Wie einige bereits wissen, hab ich estnische Wurzeln und wie eventuell bekannt, gibt es in meinem Mutterland ein Grundrecht auf Internetzugang. Selbst beim joggen im Wald findet man relativ leicht WLAN und auch an der Küste mangelt es nicht an Internet.

Auf die schnelle hab ich noch einen Artikel dazu ergoogelt: https://www.visitestonia.com/de/uber-estland/estland-eine-digitale-gesellschaft

In Deutschland lässt sich das sicher wahnsinnig schwer umsetzen, einfach weil die Fläche, die Bevölkerung und die Anzahl Geräte um ein enormes höher ist. Es wäre aber definitiv eine sinnvolle Forderung, mit Praxis-Beispiel, mit welcher wir auffallen könnten.
Was meint ihr?

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Ich war letztes Jahr in Nordfinnland und Nordnorwegen (ueber dem Polarzirkel) und hatte ueberall schnelles Mobilinternet, obwohl da eine Bevoelkerungsdichte von 1-2 Personen/km2 herrscht. So schwierig kann es ja dann wohl nicht sein. Vielleicht sollten wir einfach bei den Esten und Finnen nachfragen, wie sie das hinbekommen haben, und dann die Methode copypasten. Es erfordert ja ein gewisses Mass an staatlicher Intervention, da sollten wir uns von konkreten Beispielen inspirieren lassen.

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Estland hat eine andere Einstellung zum Datenschutz, aber auch interessante Lösungen die man für hier übernehmen könnte.
So darf zwar jeder staatliche Stelle und auch einige Private Firmen auf deine Daten zugreifen, andererseits musst du mit einigen Monaten Verzögerung darauf Hingewiesen werden, wer wann auf deine Daten zugegriffen hat.

ich war voriges Jahr in Südkorea, und auch dort gibt es überall freies Wlan für jedermann
Ich finde diese Idee ganz ausgezeichnet! Es muss aber auch eine anonyme Nutzung möglich sein, denn das ist bei uns auch ein Hindernis

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Freifunk für Alle! ^^

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Grundrecht auf Internet halte ich für gut. Aber das muss deshalb nicht über all verfügbar sein, auch wenn es toll wäre. Wichtig ist aber, dass alle Menschen Zugang zum Internet haben können.

Daher würde ich ALG2-Empfängern einen einfachen, kostengünstigen, Office- und Internettauglichen Laptop zur Verfügung stellen und dafür sorgen, dass die entsprechenden Haushalte mindestens einen 16 MBit/s-Anschluss gestellt bekommen. Im Gegenzug kann man dann auch gern TV-Geräte und Radio aus dem Anspruchskatalog rausstreichen. Zugang zu Nachrichten gibts ja dann über das Netz.

Naja, Internetzugang ist einklagbar, ist ja schließlich im estnischen Grundgesetz für jeden estnischen Bürger garantiert. Da es profitabel ist, jenen Internetzugang einzuklagen und eben den Staat mehr kostet, als einfach direkt für Internet zu garantiert, trägt das Grundrecht selbst für seine Erfüllung Sorge.

Die Esten haben in staatlichen Einrichtungen wie Bibliotheken freies WLAN angeboten und Rahmenbedingungen das Gastonomie und Handel offene WLANs anbieten können.

Es gibt weit über 2500 offene WLAN Hotspots und eine 98% Flächenabdeckung mit 4G.

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