Grün, Grüner, Kopie oder doch Piraten? (+Klimadiskussion)

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  1. Die Wähler entscheiden darüber welche Themen ihnen wichtig sind.
  2. Wer diese Themen nicht bedienen kann ist raus.
  3. Digitales, Datenschutz etc. War noch nie unter den Top-Themen

Es geht nicht darum anderen Parteien Konkurrenz zu machen, sondern überzeugend ein eigenes Profil vorzustellen, dass auch Antworten hat für die Probleme die den Wähler aktuell interessieren.

Das die Wahlbevölkerung im Moment politisch in U60 und Ü60 mit einem Mehrheitsvorteil für Ü60 zerfällt, spielt da natürlich mit hinein. Die U60 Wähler fragen ganz klar nach der Zukunft die sie haben werden, und dazu gehören Klima, Rente, Mieten, Soziale Absicherung und Jobs.

Das ist es aber jetzt! So gut wie jeder ist informiert und viele empört darueber, was da gerade in der Regierung passiert, selbst 60 Jährige Schuhverkäuferinnen, wie ich letztens feststellte. Wir müssen uns nur überzeugend und glaubwürdig als einzige Hoffnung, die wir ja auch tatsächlich sind, verkaufen, bei den u30 haben wir ja schon 3%. Da geht noch mehr!

Wenn wir 10-20% bei den u30 schaffen, dann diffundiert das automatisch in den mainstream. “Trendsetter” benutzen oft “jugendliche” Medien wie twitter und instagram als Quellen der Inspiration, wenn wir eine kritische Menge von Beliebtheit erreichen, dann verbreitet sich unser Image früher oder später von selbst.

Schön wäre es ja, wenn wir uns im Kreis drehen würden und aus den 0,37% des zusammengestrichenen Parteiprogrammes herauskommen würden.
Die 0,37% waren doch, nachdem ein Landesverband das gesamte bisherige Programm gestrichen hat.
Die 2014 verbreitete These der notwendigen Fokussierung hat bis jetzt nachweislich gar nichts gebracht, außer der Frage, gibt es die Piraten noch?
Im Wahl-o-Mat muß zu allen Themen Stellung genommen werden.
Die Partei “Bedingungslosen Grundeinkommen”, um mal eine Ein-Themen-Partei zu nennen, nimmt dann wie Stellung und eine 70-80%-Übereinstimmung kommt dann wie zusammen?

Als ich mal die NRW-Landtagsfraktion besuchte sind wir in den Sportausschuß gegangen. Realität und These weichen extrem voneinander ab.

Wenn wir für den nächsten Bundestag antreten und gewählt werden, stimmen wir dort bei Fragen zu Umwelt und Kohle nach Meinung der Wähler wie ab?

Man benötigt doch zu wichtigen Themen klare Aussagen, ob man damit Kampagnen fährt ist eine ganz andere Sache, aber eine Position braucht es.

Und beides ergänzt sich perfekt, wenn wir unseren eigenen Weg gehen. Die Piraten, also wir, sind sehr technikaffin.

Der Unterschied zu anderen Technikverrückten ist, dass wir auch die Probleme sehen und dafür Lösungen anbieten können.

Und das wird uns grundsätzlich auf abgenommen. Also müssen wir nur die aktuellen Probleme auf unsere zugesprochenen Kompetenzen herunterbrechen.

Wo die Grünen immer erst alles verbieten wollen, können wir innovative technische Lösungsansätze anbieten.

Wenn die Union die Kohle bis 2030 behalten will, können wir sie mit innovativen Vorschlägen einfach überflüssig und zu teuer machen.

und so weiter und so fort…

Schon in der Vergangenheit haben die anderen Parteien nach einer Zeit Konzepte der Piraten für sich übernommen. Das ist ja nicht schlecht, nur müssen wir mehr trommeln, dass das wir erfunden haben.

Gruß
Andi

Danke Wutze, das sind wahre Worte. Das Problem ist, dass der Braunkohleausstieg hier auch für uns (Sachsen und Brandenburg) ein sensibles Thema zur Landtagswahl ist. Das Lausitzer Revier hat zur Wende über 80.000 Menschen mittelbar und unmittelbar Arbeit geboten. Nach der Wende gin das dann alles schnell krachen und heute sind noch etwa 10.000 Menschen in Bergbau und den angrenzenden Industriezweigen beschäftigt. Viele Menschen haben damals nicht vergessen, wie man sie als rückständig und überflüssig dargestellt hat und ganze Betriebe - entgegen den Versprechungen von den “blühenden Landschaften” für eine symbolische Mark verscheuert wurden. Das Treuhand-Trauma hat sich tief ins Bewusstsein der Menschen in dieser Region eingebrannt und wirkt bis heute nach.

Wenn man sich die Wahlergebnisse der Kommunalwahl anschaut, dann hat die AfD in den Landkreisen Görlitz und Bautzen sowie Spree-Neiße (= Lausitzer Revier) ihre stärksten Ergebnisse eingefahren. Die Grünen haben dort nur zwischen 4 und 6% bekommen.

Mit Forderungen wie einem sofortigen Braunkohleausstieg laufen wir da ins offene Messer, denn die Menschen nehmen das als ein “Was aus euch wird, ist uns egal” wahr - so haben sie es schon einmal erlebt.

Deshalb müssen wir das kommunikativ ganz anders angehen. “Zukunfstregion Lausitz”, statt Problemregion. Dass die Kohle nen Auslaufmodell ist, wissen die Menschen da unten auch. Aber bisher hat ihnen niemand wirklich die Frage beantwortet: Und was kommt danach? Das müssen wir besser machen.

Genau das ist der richtige Ansatz.
Bayern war mal ein rückständiges Agrarland, dass auf Alimente der anderen Bundesländer angewiesen war. Kann man doch für Ideen als Vorlage nehmen.

Gruß
Andi

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Lieber Jens,

wenn wir als ein Themen Partei auftreten , sind wir unter Umständen wie die BGE Partei bei 0,03 %.

Und bitte vergleicht nicht dauernd die Ergebnisse mit 2009.
Das war nicht nur gesellschaftlich eine ganz andere Zeit und andere Probleme, sondern auch von der Parteienlandschaft her. Es waren 2009 meines Erachtens auch nicht zwingend die Themen gewesen, die die Menschen zur Wahl der Piraten geführt haben.(2009 war die PP meines Erachtens auch keine Einthemenpartei, auch wenn dies viele nicht glauben wollen. https://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2009/Wahlprogramm) Es war das Neue, da sind Menschen, die Politik anders gestalten wollen.
Heute jedoch gibt es eine Vielfalt von neuen Parteien in der Parteienlandschaft mit neuen Ideen und Angeboten.
Und bitte erkennt mal an, dass von Region zu Region die Aufstellung in den Themenschwerpunkten auch anders sein könnte. Nicht anderes in unseren Grundprinzipien, aber in Schwerpunkten.

Meines Erachtens will kaum ein Mensch eine Partei, die sich mit nur einem Thema beschäftigt.

Wir haben bei der Europawahl in der Außendarstellung ganz bewusst nur mit digitaler Selbstbestimmung und Bürgerrechten und Transparenz gearbeitet. Warum reicht das nun schon wieder nicht mehr aus?
Am Infostand haben immer wieder Menschen gesagt, nunja ihr beschäftigt Euch mit dem Internet, aber wie steht ihr sonst zu der Welt.
Fokussierung ist richtig, aber meines Erachtens auf keinen Fall in der Form , dass Themen aus Programm gestrichen werden.
Reduktion auf ein Thema ist vielleicht für ein kleines Umfeld von 5 Bekannten, die man damit gewinnen könnte, weil dies oder jenes in der Programmatik nicht schmeckt wichtig. Aber ggfls wird die Partei für 50 andere Leute damit unwählbar, weil eben keine Position bezogen wird.
Und ja, das ist nur ein Erfahrungsbericht von mir und hat keinen Wahrheitsanspruch, der so gerne hier getätigt wird.

lg Miranda

Und für die Leute, die diese Angstkomponente in der Politik brauchen, sagen wir ganz einfach: Guckt euch an, was im Ruhrgebiet passiert ist, wie lange das wirtschaftlich auf der Nase lag, weil niemand an die Zukunft gedacht hat und alle so getan haben, als wenn die Kohle ewig der große Arbeitgeber bleibt.

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Wie unterscheiden wir uns von den Grünen? So:

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Hab da schon längst “framing” betrieben. 8)

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Piraten Spitzenkandidat LTW Thüringen:

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Nur wählt uns keiner deswegen.
Die Leute wählen nicht wie im Wahl-o-mat, wo die Piraten irrtümlich oft oben auftauchen.
Sie haben 2-3 Prioritäten und da ist Internet bei 0,3% oben.
Vor allem auch, weil uns niemand glaubt, daß die Internet-Probleme, die wir ansprechen, überhaupt lösbar sind.

Und bei Bundestagswahlen heißt die oberste Priorität:
“Bei welcher Partei krieg ich am meisten?”
Bei der BTW hat unsere Klientel mit dieser Priorität Linke oder FDP gewählt, auch natürlich wegen der 5%-Hürde. Deswegen haben wir da richtig Prügel bekommen.
Es wird uns auch nix nützen, bei Umwelt und Klima mehr zu machen.
Wir können das genauso gut wie die Grünen und das sagen wir bei Bedarf auch, aber Werbung hier ist Werbung für die Grünen.
Hier kannst du nix gut machen, nur nix verlieren.

Eine Perspektive für die nächste BTW haben wir nur, wenn wir ein finanzierbares, rechtlich machbares und vor allem erkärbares BGE vorlegen.
Ansonsten können wir uns den Streß gleich schenken.

PS:
Ach, und wir haben bei der Europawahl natürlich wieder vergessen, die Plakate für ein vereintes Europa aufzuhängen. Dumm gelaufen :wink:

Ganz so negativ sehe ich das nicht. Mir fallen zu dem Thema Internet eine ganze Reihe ihe von Themen ein:

  • Uploadfilter
  • Suchfilter
  • Acountsperrung
  • Julian Assange
  • Vorratsspeicherung Autofahrer
  • Bundestrojaner
  • Mobbing, Nötigung, sexuelle Belästigung in den sozialen Medien

Der meines Erachtens wichtigste Satz in diesem Thread, den ich zu 1000% unterschreiben muss, nicht nur kann.

WER schreibt hier WO von ALLE Probleme?
Meine persönliche Essenz aus der Europawahl ist, das sich der Wählerwille in eine neue Entscheidungsrichtung gewandelt hat, das Thema Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Umwelt nicht nur mE bei der europawahl wahlentscheidend war sondern auch in Zukunft wahlentscheidend sein und bleiben wird. Und da hat der Wähler ALLE Parteien, die keine Antwort zu dem Thema hatten abgestraft und diejenigen Parteien, die eine Antwort anbieten und schon lange zeigen, das ihnen das Thema wichtig ist belohnt.

Wir können jetzt weiter nur auf unsere Themen setzen und warten, bis der Wähler auch diese als wichtig erachtet und sein Fokus umschwenkt, aber dann werden wir uns langsam aber sicher in einem Pool von Parteien wiederfinden, in dem schon die BGE-Partei, die Partei bibeltreuer Christen und, und und sich befinden.

Es ist ja nicht so, das wir das Thema nicht schon auf dem Schirm hätten, wir haben Beschlüsse zu dem Thema, wir haben aktive AGen in dem Bereich, wir haben das Orange-Book, einzig, was wir nicht haben, ist dieses Thema so aufzubereiten (und wo nötig zu überarbeiten) das wir es als Antwort auf die Fragen und Beunruhigung der Wähler deutlich in unserem Wahlkampf vorne an gestellt haben.

Und ja, ich bin inzwischen auch der Überzeugung, das es im bayrischen Wahlkampf ein fehler war, das Thema nicht vorne an zu stellen.

Was ich nicht will, wie es bei wutze so bisserl anklinkt, den Kollegen in den jetzt stattfindenden Landtgswahlen hinein zu reden.
dieses Thema müssen wir JETZT bereits für die Bundestagswahl angehen, noch dazu wo keiner weiss, ob die wirklich erst in 2021 stattfinden wird.

Einer der jetzt möglichen Schritte wird hier in diesem Twitteraccount vorgestellt:
https://twitter.com/Freimeuterer
ein Schritt, der meine persönliche volle Unterstützung hat und auch die der Partei haben sollte.

Ein weiterer Schritt, den ich aktuell innerhalb des LV Bayern vorbereite (der sich aber leicht auf die bundesebene skalieren lässt) sind Programmklausuren, die sichmit der Thematik beschäftigen, die BY-Marina soll (nach meiner Planung) diesen Punkt als einen schwerpunkt haben.

*manchmal frage ich mich, warum discourse mir manche Themen oder Kategorien nicht als neue Beiträge anzeigt, daher leider die späte Antwort, aber vielleicht belebt die ja die diskussion hier von neuem.

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Jeder der auf den Endzeit-Zug aufspringt, macht sich zum Steigbügelhalter der GRÜNEN.
Es geht nicht darum, das Klima zu retten. Das ist pathologische Selbstüberschätzung. Das Klima rettet sich selbst, so wie es das schon immer tat.
Wir kommen aus einer Eiszeit, und da wird es wärmer. Und wenn man sich die Erdzeit-Perioden davor ansieht, dann wird es auch noch wärmer werden.
Piraten kämpfen für ein freies und sicheres Internet als Grundrecht eines jeden Bürgers.
Im Internet findet heut die gesamte gesellschaftliche Kommunikation statt. Angesichts von Staatstrojanern, KI-Zensur-Bots, Verwaltungsvernetzungen, Vorratsdatenspeicherung auf Autobahnen und Flugplätzen, Wahlmanipulation, Fake-News, Hass-Spech, Stalking, Sexuelle Belästigung, Internet-Betrug, Identitäts-Klau…
Es gibt genug Themen die UNSERE Themen sein könnten, wenn wir sie nach außen auch besetzen würden. Aber nein, wir müssen das tausendste Pamphlet der nachhaltigen Klimarettung beten.
Besonders schlimm finde ich die Begründung, dass “das der Wählerwille” sei.
Wir sind PIRATEN und keine Arschkriecher. Nur weil die aufgebrachte Meute zur Endzeit trommelt, müssen wir nicht deren Rhythmus tanzen.
Noch ein kurzer Satz zur Endzeit. Es wird die CO2 Konzentration ins Verhältnis zur Temperatur gesetzt. Daraus ergibt sich eine Rechnung die prognostizieren kann: “wenn der CO2 Anteil X% erreicht hat, sind es auf der Erde Y Grad Celsius.” So kann man den aktuellen Anstieg weiter zeichnen und erreicht 2050 den Hitzekoller.
Die Sache hat nur einen Haken. Hier werden Ursache und Wirkung vertauscht. Wegen der Erwärmung kommt es zu einem CO2 Anstieg. Das haben Eiskernbohrungen belegt.
Also: 1. Es wird wärmer, 2. Der CO2 Pegel steigt. Ergo gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Temperatur und CO2 Pegel. nur ist es falsch, aufgrund eines CO2 Anstieges zu schlussfolgern, dass es wegen des CO2 Anstieges wärmer werden würde.
In den Berichten des IPCC sind solche Informationen unerwünscht.

Hier gibt es einen Vortrag zum Thema an der Uni-Konstanz für Studenten des ersten Semesters .
40:30 Erklärt Prof. Thiede auf der Basis der Eikernbohrungen kann nachgewiesen werden, dass CO2-Anstieg der Erwärmung folgt - es kausal genau anders herum ist, als es in den Medien verbreitet wird.

Zeittakt von Eiszeiten: Was steht uns bevor? Vortrag von Prof. Dr. Jörn Thiede (Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) im Rahmen des Studium Generale am 19. November 2018.

27:30, 31:00 Die Bewegung der Erde um die Sonne definiert die Kalt- und Warmperionden.
Mir ist nicht bekannt, dass die Uni Konstanz oder die Uni Kiel eine fanatistische Hochburg von Klimaleugnern sei.

Es wird also gegen ein Symptom Krieg geführt und nicht gegen die Ursache.
Dass Kohlendioxid Erderwärmung verursacht, kann nicht kausal belegt werden.
Insofern sollte man sich die Endzeitprophezeiungen vielleicht mit etwas mehr Distanz und eigener Analyse der vorhandenen Informationen nähern.