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Gibt es Alternative Realitäten ?i


#1

Spätestens seit Trump wissen wir, dass sie politisch missbraucht werden, um “Tatsachen” schön zu reden.

Wir kennen sowas alle, fragt mal 5 Personen wie eine bestimmte Person ausgesehen hat. Es ist keine Seltenheit dazu 5 unterschiedliche Aussagen zu bekommen.
Es ist wohl auch eine Frage der Wahrnehmung, und Wahrnehmung bestimmt was für uns Real ist.
Nur dieses. Sehen wir einen gelben Vogel, ist er für uns gelb, und wir hinterfragen das nicht.
Irritiert sind wir wenn andere den Vogel als orange beschreiben, erklären das aber als “sieht so ähnlich aus”

Sagt diese Person aber “blau” ist sie irgendwie “Gaga”

Gut, steigern wir nun den Anspruch und witmem uns Personen die offensichtlich psychische Probleme haben.

Auch diese sehen Dinge, hören Dinge und machen manchmal Dinge die für andere nicht nachvollziehbar sind. “Es wurde ihnen diktiert”.
“Das Dreiäugige Monster war real”.

Ja, war es . Für diese Menschen.

“Realität sind elektrische Signale interpretiert von unserem Verstand.”

Ich denke bis dahin sind wir uns alle einig.
Es gibt die Wahrnehmung und “Fehler” in dieser Wahrnehmung.

Aber stellen wir uns vor, eine Realität ist nicht einmalig, sondern variabel, für jeden Zeitstrang gibt es eine andere Realität ?
Tatsächlich ein Problem, das von Physiker und Philosophen diskutiert wird.

https://mobile.spin.de/forum/503/-/23a7

OK, um das etwas einfacher zu machen, der Spin eines Quandts ist abhängig von der Erwartungshaltung des Beobachter.
Ist er der Überzeugung, er hat einen linksspinn, dann hat er ihn auch. Ist er der Überzeugung er hat einen rechtsspinn ebenso.
Wechseln die Beobachter , wechselt auch der Spinn.
Die Erwartungshaltung beeinflusst in der Quantenwelt das Ergebniss


#2

Da hast du ein sehr interessantes Fässchen aufgemacht, Antares und das Problem sehr treffend damit beschrieben:

Realität ist eben nicht das, was man mit den eigenen Sinnen erfassen kann. Realität ist selbst mit den Mitteln der moderen Messtechnik, die den Wissenschaftlern heute zur Verfügung steht, nicht vollständig zu ergründen. Dem würde ich aber immer noch mehr trauen als meinen eigenen Sinnen.
Ein schönes Beispiel ist die Diskussion um den Klimawandel. Über 90% der Wissenschaftler halten ihn anhand ihrer Messungen sowohl für real als auch menschengemacht. Dennoch gibt es gut bezahlte Leugner des Sachverhalts, die ihre alternativen Fakten sehr erfolgreich unter’s Volk streuen.
Was die Physiker angeht; spätestens wenn sie zur Philosophie tendieren, werden sie mMn etwas wunderlich. Ich will damit gar nicht sagen, dass sie deshalb mit ihren Thesen auf dem Holzweg sind. Aber wenn z.B. ein Physiker behauptet, die Wirkung eines Triggers gemessen zu haben, bevor er diesen Trigger überhaupt ausgelöst hat, kapituliert einfach mein Verstand.
Also wenn meine Erwartungshaltung tatsächlich die Ergebnisse beeeinflusst, dann erwarte ich mal für nächste Woche GANZ FEST 6 Lottozahlen und kreuze sie an und beteilige dich mit 10% am Ergebnis - Deal? :wink: Aber du hast ja von der Quantenwelt gesprochen. Das ganz Kleine ist auf die Makrowelt ja leider nicht direkt übertragbar.
Spaß beiseite. Wenn wir es in der politischen Arbeit nicht schaffen, messbare Fakten mehr zu würdigen als unsere eigenen Wünsche und Intensionen, werden wir scheitern. Das gilt überall - am ENDE gewinnen immer die Fakten.


#3

Um sich da mal ein “bisschen” einzusehen ist die ganze Reihe “Von Aristoteles zur Stringtheorie” sehr zu empfehlen, dieses Video hier speziell behandelt einige weit verbreitete Irrtümer über die Quantenwelt, unter anderem beschreibt es in welchem Masstab diese Effekte wirken, nämlich auf der Ebene einzelner Teilchen, ein Mensch besteht z.B. aus ungefähr 10 hoch 29 solcher Teilchen. Interagieren nur zwei dieser Teilchen miteinander ist der Effekt weg.

Was natürlich keinen echten Esoschwurbler davon abhält Quanten telepathisch, energetisch oder willentlich zu steuern sarkasmusaus
https://www.gwup.org/infos/nachrichten/1915-quantenphysik-und-esoterik


#4

Was passiert denn wenn beide gleichzeitig hinschauen?

Hast Du denn eine Quelle die diesen Effekt beschreibt?

Ich glaube das der Materialismus ganz gut beschreibt was Realität ist und wie wir sie wahrnehmen.

Schwer vorstellbar auf einer anderen Basis “säkulare” Politik zu machen.


#5

Willst du hier Physik oder Philosophie diskutieren?

Die Physik weiß spätestens seit der Heisenbergschen Unschärferelation, dass die Beobachtung die Realität verändert.

Die Philosophie hat schon immer das Problem, dass der Nachweis einer Realität außerhalb der denkenden Identität nicht gelingt und die Existenz einer Realität daher postuliert werden muss.

Das Wissenschaftsphilosophie und vor allem Wissenschaftsethik ( aber auch Ethik im Allgemeinen )viel zu wenig gelernt, gelehrt und gelebt wird, ist leider ein Trend der Jetztzeit.


#6

Mir auch, ist aber scheinbar so :slight_smile: , um genauzusein entsteht das Ergebnis des Triggers nicht beim Triggern sondern erst wenn man das Ergebnis beobachtet. (Sollte ich das unwahrscheinlicherweise richtig verstanden haben. Aber nochmal das geschieht in einer vollkommen anderen Masstäblichkeit als in der die Realität funktioniert die wir kennen.


#7

Da kannst du beruhigt sein.

“Es gab eine Zeit, als Zeitungen sagten, nur zwölf Menschen verständen die Relativitätstheorie. Ich glaube nicht, dass es jemals eine solche Zeit gab. Auf der anderen Seite denke ich, es ist sicher zu sagen, niemand versteht Quantenmechanik.” - Richard Feynman,
"

Oder anders, ein Pferd steht in deinem Garten, du kannst es nur nicht sehen. :slight_smile:

Die Quantenphysik widerspricht unserer “alltäglichen wahrnung”, wie Dinge normal funktionieren.


#8

Nee, das beschreibt es leider nicht.


Du vergisst, dass diese Quantentheorie und diese für die “Realität vernachlässigbare” Effekte kein Einfluss auf deine Realität haben müssen.

Beispiel :slight_smile:

Lebt Schrödingers Katze oder ist sie tot ?

Vielleicht gibt es aber eine tote und eine lebende ?

( Erklärung im Link )

Edit : weißt du was Geschwisterteilchen sind ?


#9

Das wird so nichts ohne dass Du Dich zumindest ein bisschen in die Materie eingelesen hast, da reden wir dann nur wieder aneinander vorbei.


#10

Ich soll mich einlesen ? Bist du mit irgendeinem deiner Beiträge auf das Threadthema eingegangen ?

Nö, da kam nur "eso Geschwurbel " Vorwürfe, und die Aussage, dass es auf unsere “Realität” keine Auswirkungen hätte. Hab ich auch nie behauptet.

Nebenbei bezweifle ich, dass du in der Kürze der Zeit den verlinkten Text lesen, verstehen und richtig interpretieren könntest.

Das waren 43 min. nach meinem Posting, entweder du bis Prof. der Physik mit Schwerpunkt Quantenphysik, oder du schreibst nur aus Verlegenheit deine Antwort.


#11

https://www.profil.at/wissenschaft/esoterischer-unfug-welt-quanten-8127117

Besondere Rolle der Beobachtung

Dass in der Quantenphysik das Beobachten und Messen eine besondere Rolle spielt, ist tatsächlich wahr. Jede Messung kann zwangsläufig den Zustand eines Quantenteilchens verändern. Das ist in anderen Bereichen der Physik nicht unbedingt so: Ob wir einen Asteroiden draußen im Weltall gerade beobachten und vermessen, ändert nichts an seiner Bahn. Ein Quantenteilchen hingegen wird von der Messung stark verändert. Solange es unbeobachtet ist, kann es eine Kombination unterschiedlicher Zustände einnehmen. So kann ein radioaktives Atom gleichzeitig zerfallen und ganz sein, solange es vom Rest der Welt isoliert ist. Erst bei der Messung trifft die Natur eine Entscheidung: Der Zustand des Atoms wird entweder auf "ganz“ oder "zerfallen“ festgelegt. Insofern spielt die Beobachtung in der Quantenphysik wirklich eine ganz besondere, durchaus verwirrende und auf den ersten Blick erstaunliche Rolle.

Das heißt aber keineswegs, dass dadurch dem Beobachter selbst oder gar seinem Bewusstsein eine spezielle Bedeutung zukäme. Es ist nämlich völlig egal, ob es sich um einen bewussten Beobachter handelt oder nicht. Die Messung kann von einem denkenden Menschen durchgeführt werden, von einer altersschwachen Tiefseequalle oder von einem mechanischen Apparat. Sobald ein Quantensystem mit dem Rest der Welt in Kontakt kommt, handelt es sich um eine Messung. Mit dem menschlichen Bewusstsein hat das nichts zu tun.

Mainstream sind solche Verknüpfungen von Physik und Philosophie aber keineswegs. Insgesamt hat sich in der Wissenschaft ein sehr pragmatischer Umgang mit den merkwürdigen Eigenschaften der Quantenphysik durchgesetzt: Wem in der Quantenphysik etwas seltsam vorkommt, der muss sich eben daran gewöhnen. Nicht wundern - rechnen. "Shut up and calculate!“ - Dieser Zugang erweist sich als bemerkenswert nützlich. Sich Gedanken über die philosophische Bedeutung der Quantenphysik zu machen, mag trotzdem spannend sein. Aber man verlässt damit das Gebiet der Naturwissenschaft und liefert womöglich merkwürdigen Esoterikern scheinbar wissenschaftliche Munition.

Der österreichische Quantenphysiker Wolfgang Kummer, der in den 1980er-Jahren Präsident des Council des CERN war, warnte seine Studierenden in seinen Vorlesungen eindringlich vor einem solchen Schicksal: "Manche Physiker werden alt und meinen, ein Buch über die philosophische Bedeutung der Quantentheorie schreiben zu müssen“, sagte Kummer: "Und bei manchen Leuten setzt diese Vergreisung bereits schockierend früh ein.“


#12

Louis, lese einfach den Artikel und Versuche ihn zu verstehen. Die “Beobachtung” war nur die Einleitung zu dem Thema. Da bringt es nichts wenn du die ollen Kamellen gebersmühlenartig wiederholst. Wenn du keine Zeit oder Lust hast den Artikel zu "multiplen Realitäten " zu lesen, dann lass es. Aber trolle bitte nicht hier im thread herum, ohne zu dem Artikel in irgend einer Form Stellung zu nehmen.

Danke

Nochmal


#13

Der Artikel hat nur nicht das geringste mit Deinem Eingangspost zu tun, nichtmal die Teile die Du verstanden hast.

Du kannst aber gerne bei Trump und anderen Vögeln Molekühle zählen.

Die Wahrnehmungs- unterschiede -anomalien und störungen die Du dort beschreibst haben mir Quantenphysik nicht das geringste zu tun.


#14

Darum heißt der Thread auch “gibt es Alternative Realitäten?”

Wozu du keine Stellung genommen hast.
Normal ist mir die Rechtschreibung auch egal, meine ist nicht perfekt…sicher nicht.
Wer aber bei dem Thema so dicke Backen macht wie du, und ja in Physik ein Ass vorgibt zu sein, sollte “Moleküle” niemals mit “h” schreiben.


#15

Sagen wir mal so, der Ansatz der Diskussion hat ja funktioniert, nur scheinen einige aus ihrem “Psiramkosmos” nicht heraus zu kommen, und versuchen jeder Diskussion abzuwürgen der deren Horizont überschreitet. Und der Horizont ist sehr niedrig.


#16

Ich empfehle in diesen Zusammenhang einen Klassiker:

Rashomon


#17

Der Cemie- LK also völlig umsonst, danke für den Hinnweis.


#18

Mach dir nix draus, nicht jeder im LK ist eine Leuchte :wink:


#19

Verstehen ist im Zusammenhang mit der Quantenmechanik (und der Relativitätstheorie) ein unglücklicher Begriff, da die mathematische Beschreibung zwar klar ist, die Makroskopische Welt aber keine Entsprechungen hat. Manche Hirnforscher nehmen an, dass man in Begriffen denkt und es eben nicht mehr funktioniert, wenn man keine passenden Begriffe hat. Zumindest die Kommunikation ist ohne universelle Begriffe nicht möglich.

Tatsächlich sagt eine mögliche Theorie die Existenz unendlich vieler alternativer Realitäten voraus. Es ist jedoch irrelevant für den einzelnen, solange ein Wechsel zwischen den Realitäten nicht möglich ist.

Doch auch in unserer aktuellen Realität erleben keine zwei Menschen genau das selbe. Dafür gibt es objektive und biologische Gründe. Objektiv sind zu Beispiel unterschiedliche Standorte also das Sichtfeld.
Biologische Gründe sind z.B: die Art wie wir sehen. Das Menschliche Auge mit dem Sehnerv und dem Sehzentrum arbeitet nicht wie eine Kamera, sondern eher so, das es Objekte erkennt und diese im Gehirn zu einer virtuellen Darstellung der Realität umsetzt, die dann ausgewertet wird. Das ist spannend und auch erschreckend, weil damit das sehen etwas subjektives ist, in dem das Gehirn Dinge hervorhebt oder gar weglässt bei der bildlichen Verarbeitung geprägt von eigenen Erfahrungen und Prioritäten. Man merkt das wenn der Mond knapp über dem Horizont steht, schätzt das Gehirn den Mond größer als wenn er hoch am Himmel steht.


#20

Eigentlich sollte mich diese Aussage beruhigen. Andererseits kriegen einige Zeitgenossen diesen Wechsel sehr geschmeidig hin (sie glauben es zumindest) - um sich am Ende doch wieder mit dieser einzigen Realität, die uns umgibt, konfrontiert zu sehen. Da ich dieses Herangehen für ziemlich stressig halte, versuche ich mich, mit Realitäten, die ich nicht ändern kann, zu arrangieren. Wenn Arbeit helfen könnte, Dinge doch anders zu gestalten, arbeite ich halt ein bisschen und fühle mich gut dabei, wenn’s geklappt hat.