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Geschwindigkeitsbegrenzung


#84

Genau dies habe ich getan.
Mein Vorschlag war Geschwindigkeitsbegrenzer für Neuwagen einbauen mit Tempo 190 statt 250 km/h, da aus meiner Sicht das Risiko darüber extrem ansteigt, aus physikalischen Gründen, aus Gründen der Reaktionsfähigkeit, aus Gründen des Bremsweges, aufgrund der extremen Geschwindigkeitsunterschiede.
Bei 130 oder 160 km/h zählen für mich die Argumente nicht, es wäre sogar kontraproduktiv zu einer Richtgeschwindigkeit von 130 kn/h.


#85

Äh, ah, ok…
Abgesehen davon, dass das an Louis war:
Gut, wie man sieht ist deine Interpretation deines Geschriebenen etwas abweichend von meiner (und der aller anderen vermutlich).


#86

Was ist daran eigentlich besser für dich als ein Tempolimit 190? Dass du das Ding ausbauen könntest und dann trotzdem schneller fahren?
Oder bist du etwa doch für ein Tempolimit? 190? Warum nicht 180 oder 200?


#88

@Honk bekommt von mir ein :cookie: fürs standhaft bei der Sache bleiben. :+1:


#89

Tempolimit


#90

Reine Psychologie.
Es stellt derzeit auch keiner 250er Schilder auf.


#91

Grundsätzlich bestreitet auch niemand, dass auf dem Autobahnabschnitt die Unfallzahlen runter gegangen sind. Nur, und das verschweigt der Beitrag, werden allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzungen ja gerade da eingeführt, wo es zu einer Häufung von Unfällen kommt. Da ist es dann nur logisch, dass die Unfallzahlen sinken.

Ich kenne auch so eine Strecke: Das ist die Autobahn A93 von Mitterteich über Markterdwitz nach Hof. Die ist ziemlich kurvig. Da hat es mich schon gewundert, dass die so lange freigegeben war. Irgendwann haben sie dann doch eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt. Was richtig war.

Nicht umsonst sind ja nicht 100% der Autobahnen freigegeben.

Es geht aber in der Diskussion über eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung, und die ist nicht nötig und wahrscheinlich wenig wirksam.

Länder West-Europas mit mehr Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner: Island, Finnland, Frankreich, Malta, Zypern, Österreich, Italien, Tschechien, Slowenien, Slowakei, Belgien, Ungarn, Portugal, Bulgarien, Luxemburg, Griechenland, Kroatien, Mazedonien, Lettland, Polen, Serbien, Montenegro, Litauen, Albanien, Bosnien, Herzegowina,…
und noch ca. 150 weitere Länder der Welt.

Länder West-Europas mit weniger Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner: UK, Schweden, Schweiz, Niederlande, Dänemark, Spanien, Norwegen, Irland.

Auch ein Punkt, den der Spiegel Artikel missverständlich rüberbringt:
Die durchschnittliche Geschwindigkeit bezieht sich nicht auf einen Streckenabschnitt von A nach B, sondern sind Durchschnittsgeschwindigkeiten welche die PKWs an einem Punkt gefahren sind. (Messschleife).

Dann bleibt noch der Umweltaspekt (oder auch nicht)
Nach einer Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen würden die gesamten CO2-Emissionen in Deutschland durch ein generelles Tempolimit von 120 km/h nur um 0,27 Prozent sinken. Tempo 130 km/h hätte gar keinen Effekt. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/contra-tempolimit-die-fakten-ein-kommentar-16003552.html

Gruß
Andi


#92

Nun bin ich auch wieder da. :smile:

Tempolimit, ja absolut aus meiner Sicht. Die Abgase spielen in dem Fall keine wichtige Rolle, sondern das Verhalten von PKW fahrer, wenn sie können wie sie wollen.

Mein Nissan Micra hat 70 PS, ich kann ohne weiteres einen LKW hinter dem ich mit 90 hinterher zuckele mit 130 km/h innerhalb von 3-4 Sekunden überholen.

Basst! Wenn, ja wenn es nicht inzwischen Unsitte wäre, so schnell zu fahren ( ich schätze 200+), dass ich bei dem Überholvorgang wo 3. - 4 Sekunden dauert, plötzlich mit Aufblendlicht und von einem Raser von der Autobahn gescheucht werde .

Es könnte unauftsamkeit von mir sein, ein mal, 2 mal … aber nicht so oft, dass dieser winzige Punkt im Rückblickspiegel innerhalb von drei bis 4 Sekunden wütend hinter mir Lichthupe betätigt, weil ich unmöglich einen LKW überholen darf, wenn er mit 220 angebrettert kommt.
Das ist so schnell, da lässt sich nichts einschätzen


#93

Ne, aber 70%.

Toll Argumentiert. Ach ja, unsinnige der Ländervergleich, schon wieder. Na gut.

Und nen schönen Kommentar haste dazu verlinkt. Gut das die FAZ nicht du ist und ihre eigene Meinung als Fakt darstellt, sondern am Ende die Gegenposition verlinkt.


#94

Und da hier schonwieder die simpelsten Studien mit sen simpelsten Ergebnissen mit allem was man sich so irgendwie aus den Fingen saugen kann angezweifelt werden sollen:

Also, dann nochmal, so einfach wie möglich gefragt:

Bestreitest du folgenden Zusammenhang: Höhere Geschwindigkeit --> Gefährlicher?

Bist du ersnthaft der Meinung, irgendeine andere vergleichbare Studie, käme auf irgend einem anderen deutschen Autobahnabschnitt zu einem anderen Ergebniss? Also mehr Unfälle durch ein Tempolimit?

Und es ist einfach nur noch ermüdend dir erklären zu wollen warum dein Ländervergleich absoluter Unsinnig ist und NULL Aussage zu einem Tempolimit erlaubt. Aber was solls, wer unbedingt auf Blödsinn beharren will, soll das halt machen.


#95
Nonsense
  1. Was vllt ein bisschen zu wenig beleuchtet wird, ist der Tourismus-Aspekt. Deutschland ist ja bekannt für Autobahnen ohne Tempo-Limit.

  2. Autobahnen sind ja Bundesstraßen, aber vielleicht könnte man trotzdem überlegen, dass Tempolimit zur Ländersache zu machen und die Bürger der verschiedenen Bundesländer in einem Referendum darüber abstimmen lassen. So könnte z.B. in Bayern das Ohne-Tempo-Limit (Tourismusaspekt) weiterbestehen, während in z.B. in Baden-Württemberg ein Tempo-Limit auf Autobahnen eingeführt wird. Oder es wird eben gleich eine bundesweites Referendum darüber einberufen.

Die Piraten könnten da vielleicht jetzt mal öffentlichkeitswirksam für ein Referendum über eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen eintreten…

Dieses Referendum sollte dann einerseits: Eine klare Pro und Contra-Argumentation beinhalten und zudem differenzierter als ein bloßes Ja-/Nein-Referendum sein. D.h. es sollte, wenn über eine Geschwindigkeitsbegrenzung abgestimmt wird, auch über deren Höhe abgestimmt werden können.


#96

Kann den Blödsinn natürlich auch mitmachen:

Weitere Länder ohne generelles Tempolimit:
Somalia - Platz 6 mit 4.480,5 Tote/100k Fahrzeuge
Afghanistan - 722,4 Tote/100k Fahrzeuge
Myanmar - 250,8 Tote/100k Fahrzeuge

facepalm


#97

Gleich im ersten Satz habe ich geschrieben, dass ich das nicht bestreite. Ich bestreite auch nicht, dass Autofahren gefährlich ist.
Aber was sagt das schon aus? Doch nur, dass bei einer Geschwindigkeit von 0km/h keine Unfälle passieren.

Ok, das war jetzt ein wenig polemisch. Aber es enthält einen wahren Kern. Wir können und wollen sicher nicht alles zu Tode regulieren, bis der optimale Zustand erreicht wird. Und wenn der Staat schon die individuelle Freiheit seiner Bürger einschränken möchte, dann sollte das aber auch wirksame Ergebnisse bringen. Die Maßnahme sollte also verhältnismäßig sein.
Und genau das bestreite ich bei einer generellen(!) Geschwindigkeitsbeschränkung.

Sieht man sich die Unfälle auf unseren Straßen an, dann ist ein erheblicher Teil auf das nicht beachten von Vorschriften zurückzuführen und nicht, weil auf freier Strecke schnell gefahren wird. Bevor also wieder mal mit der großen Keule allen einer Beschränkung unterworfen werden, sollte man erst einmal die bestehenden Beschränkungen auch durchsetzen.

Mir ist es übrigens völlig egal, ob die Einschränkungen der Freiheit des Einzelnen sich, wie in diesem Fall, auf die Geschwindigkeitsbeschränkung bezieht, oder auf ein anderes Thema. Ich lehne pauschale Beschränkungen generell ab, wenn sie nicht bewiesenermaßen einen erheblichen Effekt haben, der nicht auch durch andere Maßnahmen zu erreichen wäre.

Gruß
Andi


#98

Mal generell, soll kein Angriff auf dich sein Andi, oder ähnliches, aber es wäre einfach extrem hilfreich, wenn man versucht, sich möglichst konkret auszudrücken, um Missverständnisse zu vermeiden.

Das war dein erster Satz und er enthält lediglich die Akzeptanz der in der Studie genannten Zahlen. Die Gründe dafür siehst du im Folgenden allerdings in der Beschaffenheit der Strecke, nicht im generellen physikalischen Zusammenhang.

Ich stelle jetzt einfach mal die Behauptung auf, eine vergleichbare Studie käme auch auf einem völlig geraden Streckenabschnitt zu qualitativ dem gleichen Ergebnis.

Womit ich dir in diesem Punkt eindeutig widerspreche. Eine Reduzierung der Unfallzahlen um ca. 50% ist da recht eindeutig.

Es wäre ebenfalls wünschenswert, wenn du solche Aussagenl mit irgendwas stützt und dann vllt auch noch quantifizieren könntest.
Ein Nichteinhalten von Vorschriften ist ein generelles Problem und bleibt dem unbenommen. Auch gegen ein Tempolimit wird verstoßen werden und natürlich werden das weiterhin Hauptunfallursachen bleiben, trotzdem wäre die Maßnahme sinnvoll, wenn dadurch die Unfallzahlen signifikant sinken.
Das ist ja etwa so, als wenn man behauptet, man bräuchte kein Verbot von Alkohol am Steuer, wenn die Leute nach wie vor betrunken Autofahren.

Das gilt m.M.n. auch generell für deine Argumentation.
Ich gebe dir natürlich Recht, dass eine Maßnahme nur durchgeführt werden sollte, wenn sie einen erwiesenen Nutzen hat. So wie ich das sehe, diskutieren wir hier aber vor allem über die Sinnhaftigkeit der Maßnahme, wäre diese bestätigt, solltest auch du kein Problem mehr damit haben, wenn ich das richtig sehe.

Dazu kann ich nur einwenden, die Zahlen sprechen m.M.n. eine relativ eindeutige Sprache. Wenn man über ein generelles Tempolimit diskutiert, muss man sich auch zuerst mal auf eine Höhe einigen. Wie gesagt, es ist nunmal heutzutage so, dass Autos durchaus 300 km/h fahren können.

Ich weiss auch nicht ob ein generelles Tempolimit nun die beste Variante ist. Besser wären vermutlich flächendeckend intelligente Verkehrsleitsysteme, mit variablen Geschwindigkeitsbeschränkungen, da eben auch die Belastung von Strecken zeitlich sehr variabel ist. Das wäre natürlich ein sehr hoher Aufwand. Du kannst ja gerne mal konkretisieren, welche “andere Maßnhahmen” einen vergleichbaren Effekt hätten (wobei man dann den Effekt erstmal durch weitere Studien seriös ermitteln müsste, da gebe ich GG ja grundsätzlich recht - die 50% nahe Berlin werden im Schnitt vielleicht nicht erreicht werden, aber 20% wären für mich immernoch eine Größenordnung die zumindest eine Diskussion rechtfertigt). Vermutlich gehen deshalb die allermeisten Länder den Weg eines generellen Tempolimits. Darunter auch klassisch wesentlich liberalere Staaten wie die USA oder Großbritannien. Also selbst dort werden ideologische Argumente pragmatischen Sicherheitsargumenten untergeordnet. Aber gerade das Beispiel Schusswaffen in den USA zeigt für mich, dass man Ideologie bei solchen Themen lieber aussen vor lassen sollte und stattdessen die Sicherheitsargumente sorgfältig prüfen sollte.


#99

Es ist immer wieder schön, wie Du etwas “landesweit” einführen möchtest, aber Ländervergleiche ablehnst.

Die Folgen eines Tempolimits sind nunmal technisch schlechtere Fahrzeuge und eine Veränderung des Fahrstils.
Mit steigender Monotonie steigt auch das Unfallrisiko.

Für Dich zählen aber nur 65 km Teststrecke, die all die Nebeneffekte nicht zeigen

Es ist ein erheblicher Unterschied, ob die Fahrzeit 5 Minuten länger wird oder 30 Minuten, ob man um 24 Uhr zuhause ist oder um 2.00 Uhr, ob man um 5 Uhr austehen muß oder um 6 Uhr…


#100

Gut, dann nochmal…

Die Verkehrsinfrastruktur von Staaten unterscheidet sich in extrem vielen Punkten voneinander. Bei Bedarf zähle ich dir einige auf. Bist du ernsthaft der Meinung, der simple Vergleich von Verkehrstoten pro Fahrzeug lässt eine Aussage über den Sinn oder Unsinn von Tempolimits zu?
(Nur mal so, allein die Angabe “Verkehrstote pro Fahrzeug” enthält bereits die volle Bandbreite - von der indischen Rikscha bis zum amerikanischen Hummer)

Das konkret. Unkonkret musst du dich dringend mal mit dem Wesen von Statistiken generell beschäftigen. Da biste aber nicht alleine…


#101

Was soll das? Lasse es einfach.

_Wie in den Vorjahren ereigneten sich auch 2017 die meisten Verkehrsunfälle innerhalb _
_geschlossener Ortschaften. Dies trifft auf knapp drei Viertel (73,2 %) aller polizeilich _
erfassten Unfälle und auf mehr als zwei Drittel (68,6 %) aller Unfälle mit Personen
_schaden zu. Innerorts gab es auch die meisten Verletzten (66,7 % aller Leicht- und _
_52,6 % aller Schwerverletzten). Dagegen kamen 56,4 % der Verkehrstoten bei Unfällen _
auf Landstraßen ums Leben. Innerorts waren es 30,7 % und auf Autobahnen 12,9 %


#102

Das hatte ich Andi auch schon gepostet.
Ich bin der Ansicht, bei

sind Unfälle auf freien Abschnitten, bei denen als Unfallursache trotzdem zu hohe Geschwindigkeit angegeben wurde, dabei.

Dann sollte man genau darüber diskutieren. Keine Maßnhame hat jedenfalls auch keinen Effekt, soviel ist schonmal klar.

Edit: hab ich jetzt auf den falschen Button gedrückt und meinen vorherigen Post zur Antwort umeditiert anstatt einen neuen Post zu schreiben?


#103

Dann zitiere ich weiter aus obigem Bericht:

_Eine der Hauptunfallursachen auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren. Im Jahr 2017 _
_war mehr als ein Drittel (7 194) der Autobahnunfälle darauf zurückzuführen, dass mindestens eine beteiligte Person die Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte oder für die Straßen- oder Witterungsverhältnisse zu schnell fuhr. Insgesamt fanden 181 Menschen bei Geschwindigkeitsunfällen auf Autobahnen den Tod, 2 478 wurden schwer _
verletzt. Das waren 44,3% aller Getöteten und 41,5 % aller Schwerverletzten auf deut
_-_schen Autobahnen.

Es geht hier um 181 Tote, wobei leider nicht bekannt ist, wieviele Tote es innerhalb von Geschwindigkeitsbegrenzungen gab.

Jeder Tote und Verletzte ist zuviel, die Frage ist, welche Maßnahmen den größten Effekt haben.


#104

Eben. Und all das (und noch viel mehr) ist in einem Ländervergleich inbegriffen und all das hat Null und Nichts mit einem Tempolimit zu tun. Dieses wäre nämlich nur für jetzt freie Autobahnabschnitte relevant, auf alles andere hätte es keinen Einfluss.

(Die Antwort die verschwunden war nochmal geschrieben…)