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Geschwindigkeitsbegrenzung


#43

Ohne Tempolimit ist der Fahrer am Steuer aufmerksamer. Bravo - das ist der Punkt.

Die Lösung liegt imo eher in einer Kombination aus teilautonomen Fahren und Geschwindigkeitsbegrenzung.

Sonst hat man den USA Effekt. Die Menschen legen auf den ewig langen Transkontinental Strecken “den Backstein aufs Gaspedal” (Tempomat) und pennen ein.


#44

Dir kann man auch Argumente liefern wie man will, du ignorierst einfach alles und widerholst den gleichen Schwachsinn nochmal (ja, ich drück mich jetzt mit Absicht so aus, vllt bleibt ja so was bei dir hängen):

Keine Ahnung von welchen “Schätzungen” du schon wieder sprichst, aber der physikalische Zusammenhang ist immer noch der gleiche: der Luftwiderstand steigt mit der Geschwindigkeit².

Hatten wir das nicht schon? Alles ignoriert? Einfach Länder zu vergleichen ist völliger Schwachsinn, da es weit mehr Faktoren gibt die die Verkehrssicherheit beeinflussen als einfach nur ein Tempolimit.
GG liefert selbst ein gutes Beispiel. Der Unterschied im durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch könnte ganz eventuell mehr mit der durchschnittlich unterschiedlichen Art der Fahrzeuge zusammenhängen, als mit dem Vorhandensein eines Tempolimits?

Ach, und wie kommt der Herr nun wieder zu dieser fundierten Aussage?

Klar, wenn man nicht in der Lage ist Statistiken vernünftig zu interpretieren, wars das wohl.


#45

Das eine bedingt aber das andere.

Wenn Du mit dem Rennrad zum Einkaufen fährst, brauchst Du deutlich weniger Energie und erzeugst weniger Schadstoffe, als wenn Du mit mit dem schweren E-Bike durch die Gegend donnerst.

Ein Wohnzimmer mit Stereoanlage und Staufläche, in der eine halbe Wohnungseinrichtung transportiert werden kann, bewegt mehr Gewicht.
Das führt dazu, daß in Folge auch Kleinwagen verkehrssicherer und stabiler gebaut werden müssen.
Bei 120 km auf der Autobahn kann man prima Telefonieren, Mails checken, Essen, Trinken, Radio hören, mit Beifahrer streiten etc.


#46

Alles richtig, hat aber nichts mit einem Tempolimit zu tun, und genau das sage ich ja.


#47

Das hat sehr wohl etwas damit zu tun, da sich die Verhaltensweisen ändern.

LKWs auf der Autobahn fahren langsam, trotzdem gibt es genau dort die schwersten Unfälle, da LKW-Fahren einschlafen oder unaufmerksam sind.

Bei Tempo 120 Höchstgeschwindigkeit wird es die Autos, die es heute gibt, nicht mehr geben. Gleichzeitig wird der Flugverkehr steigen.

Es sind diese Zweitrundeneffekte, die in all diesen Vergleichen nicht eingerechnet werden, die aber sehr wohl anhand von Fakten im Ausland nachgewiesen werden können.

Bei Tempo 120 auf der Autobahn macht es viel mehr Sinn auf Landstraßen nachts durch Ortschaften zu fahren. Und nicht nur für mich, sondern für alle Navis.


#48

Erstens weiss ich nicht wie oft ich mich noch wiederholen muss: wie wäre es wen man erstmal bei einem Thema bleibt? Es geht um Tempolimits auf Autobahnen. Nicht um Fahrverbote in Innenstädten und nicht um den LKW-Verkehr auf Autobahnen. Können wir auch gerne drüber reden, aber alles in den selben Topf zu schmeißen und wilkürlich drin rumzurühren bringt nix.

Keiner kann solche “Zweitrundeneffekte” seriös prognostizieren und deinen wilkürlichen Annahmen könnte ich ebensolche entgegenhalten (was ich aber lasse).


#49

Und keine Ahnung in welcher menschenleeren Gegend du wohnst, aber durch jedes einzelne Dorf zu zuckeln ist wohl nur in MäckPomm ne Alternative, wo nur eins alle 100km kommt…


#50

Ich sags mal extrem platt: das einzig valide Argument gegen Tempolimits ist: “ich will gerne so schnell fahren wie ich will”. Absolut nichts gegen einzuwenden.

Aber wer hier versucht Sicherheits- oder auch Umweltaspekte argumentativ zu negieren, ist auf dem absoluten Holzweg. Diese können wir für die Freiheit schnell zu fahren gerne opfern (also von mir aus weniger gerne, aber jeder hat halt seine Meinung). Aber bitte nicht die Realität verdrehen. Und die Physik ist da zu eindeutig für zwei Meinungen, sorry.


#51

Es ist rein funktional, wie kann einem Anwachsen von Ballungsräumen begegnet werden.

Bisher kommt nur die Argumtation, wenn man 50% weniger U-Bahnen fahren lässt, dann gibt es 50% weniger Tote.

Man kann gerne darüber diskutieren, ob eine automatische Abschaltregelung schon bei 190 km/h oder 180 km/h eingebaut werden sollte, alles andere ist aber die Diskussion deren, die gar keine langen Strecken auf dem Lande zurücklegen müssen, da sie einen subventionierten ÖPNV haben.
Gleichzeitig wird dann über den Anstieg von Mieten in Ballungsräumen gejammert.
Wenn man im ländlichen Raum keine vernünftige Verkehrsinfrastruktur vorhält, dann ziehen Menschen, Unternehmen und Organisationen in die Stadt.
Wo sind denn die Landesgeschäftsstellen der Piratenpartei und wie kommt man da hin?
Wo sind die Parteitage und wie sind die erreichbar?
Beginne ich dann um 12.00 Uhr und höre um 17:00 Uhr auf, da sich die An- und Abreise um jeweils 1 Stunde verlängert?


#52

Also ob man gerne schnell fährt ist auch so eine Frage.

Vor einigen Jahren war mein Arbeitsplatz 478 hauptsächlich Autobahnkilometer von meiner Familie weg.
Auto Fahrzeit 4 Stunden pro Richtung Sprit ca. 60€
Bahn Fahrzeit 6 Stunden pro Richtung kosten mit Bahncard ca. 100€
Flug +zuweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln ca. 4 Stunden kosten bei rechtzeitiger Planung 200€
Das sind hin und zurück gute 4 Stunden mehr Familienzeit und nicht mal so teuer.

Für den Schnitt von 120 km/h muss man da wo es geht dann auch mal 150 fahren um die Abschnitte mit Geschwindigkeitsbegrenzung zu zu kompensieren. Verantwortungsloses rasen ist das aber nicht.


#53

Dann erweitert man das eben zu “ich muss aber schnell fahren [aus Gründen])”.
Prinzipiell auch nichts gegen zu sagen.

Dann muss man trotzdem einwenden, das es gefährlicher ist, für sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer, schneller zu fahren. Und das muss man dann halt abwägen. Was man (wie nun schon 10 mal gesagt) nicht machen sollte, ist zu behaupten “ist aber garnicht gefährlicher” (“weil ich der beste Autofahrer der Welt bin”).


#54

Willst Du dann auch das Skifahren und viele andere Tätigkeiten, z.B. das Putzen im Haushalt verbieten?
Wird dann die Nichteinhaltung des VeggieDay bestraft?
Wie weit soll das gehen?

Irgendwann muß doch mal die Bevormundung von Menschen aufhören.

Es ist wichtig, daß es Verkehrsregeln gibt und die Amzahl der Toten im Straßenverkehr gesenkt wird. Ab einer bestimmten Schwelle steht aber der Nutzen in keinem Verhältnis mehr zu den Einschränkungen.
Und das Tempolimit ist vor allem Ideologie.
Es berücksichtigt in keinster Weise die technischen Fortschritte bezüglich Sicherheit im Straßenverkehr.in den letzten Jahrzehnten.
Das Verständnis in der Bevölkerung nicht alkoholisiert zu fahren, hatte doch eine vielfach höhere Wirkung.


#55

Das Gegenteil ist der Fall.
Als die Autos eh nur 100 fuhren, benötigte man in der Tat noch kein Tempolimit…

Was du hier vorträgst ist Ideologie (“Bevormundung”, Vergleich mit Putzen im Haushalt… gähn). Ich hingegen habe mit Zahlen belegt, dass Tempolimits das Unfallrisiko senken (lt. dem Spiegel Artikel um ca. 50%).


#56

Du hast belegt, daß im Jahre 2007 auf einer 65 km langen Teststrecke in der Nähe des Ballungsgebietes Berlin in einem Zeitraum von 3 Jahren weniger Unfälle aufgetreten sind.

Was soll das besagen?
Es besagt gar nichts im Verhältnis zu meinen Zahlen von 12,9 Verkehrstoten je 100.000 motorisierter Verkehrstote in den USA im Verhältnis zu 6,8 in Deutschland.

Dein Beleg ist statistisch irrelevant, Strecke zu kurz, Zeitraum zu kurz, Eigenschaften der Fahrer unbekannt, in einem der neuen Bundesländer.


#58

:smiley:
Du bist lustig.
Deine Zahlen haben absolut alles im Topf. Tempolimits haben auf diese Zahlen einen verschwindend geringen Einfluss. Daher sind diese Zahlen in Bezug auf eine Aussage zu Tempolimits in der Tat irrelevant.
Meine Zahlen beziehen sich auf zwei Autobahnabschnitte die untersucht wurden - vor Einführung eines Tempolimits und hinterher. So erzeugt man ne statistische Aussage über Tempolimits, nicht mit deinen Zahlen. Klar könnte oder sollte man diese Untersuchungen noch auf ne breitere statistische Basis stellen. Trotzdem ist mein Beleg alles andere als irrelevant, nur weil dir das Ergebnis nicht passt.

Ich gebs auf, immer das gleiche mit Menschen und Statistik.


#59

Nein, nicht wenn man der beste Autofahrer der Welt ist, dann ist jedes Tempo absolut sicher.
Was die besten Autofahrer der Welt gerne vergessen, es sind oft schlechtere Autofahrer als man selbst unterwegs und sollte diesen mal ein Fahrfehler unterlaufen, könnte das auch dem besten schnellsten Fahrer der Welt gefährlich werden…


#60

Dies ist Deine Unsachlichkeit und Deine Ideologie.


#61

Naja klar, dann schnapp dir das leichte Ziel und beschwer dich hinterher darüber, dass die Diskussion abdrifted. Du hast deine Ideologie schon dargelegt und jetzt können wir wieder über die Zahlen reden. Oder siehst du ausnahmsweise mal ein das du aufm Holzweg bist?


#62

Bayerische Autofahrer überzeugst Du damit nicht.
Jeder kennt das abschreckende Beispiel Österreich.

Deswegen probieren die jetzt auch mal das Tempolimit auf 140 anzuheben.
Die gehen jetzt genau den gegenteiligen Weg, wie den, den Du Dir vorstellst.

Die Testen jetzt, ob die Zahl der Toten steigt, wenn sie das Tempolimit anheben.


#63

Jetzt vergleichst du die Anhebung eines existierenden Tempolimits um stolze 10 km/h mit der Einführung eines solchen und lässt diesen Vergleich offen (gibt ja noch keine Zahlen).
Irgendwelche anderen letzten Strohhalme?