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Geschwindigkeitsbegrenzung


#22

Beginnt man ne Auseinandersetzung so wie du.
Massig Argumente, die ignoriert man einfach und sucht sich dann das einzige Buzzword raus, wo man meint problemlos draufloshacken zu können.
Armselig.

Darauf gibts keine allgemeine Antwort, deshalb schrieb ich “Kompromisse”.
Im Falle eines generellen Tempolimits auf der Autobahn, hab ich dir den physikalischen Zusammenhang zwischen Geschwindigkeitsdifferenz und kinetischer Energie beschrieben. Die Autos werden immer schneller. Übrigens auch schwerer, was die Energie weiter erhöht. Ich sehe kein Recht darauf sich und andere zu gefährden, nur weil man Bock hat mit 300km/h über ne Autobahn zu heizen. Und ab sagen wir mal pauschal 200km/h wird es einfach generell gefährlich, wenn man auf ein Stauende oder nen Unfall in ner Kurve zufährt z.B…
Das Rauchverbot in Kneipen empfinde ich vom Aspekt “Recht darauf sich und andere zu gefähren” her, als deutlich größeren Eingriff in eure so gern verbrämten “Freiheitsrechte”, die eigentlich “Egoismusrechte” heissen müssten. Denn in eurer Definition zählt einzig und allein ihr selbst. Aber es muss einem schon ziemlich an Logik mangeln, um nicht zu erkennen, das man dabei nicht nur selbst der rasende Superfahrer sondern genausogut das Opfer eines solchen werden kann. Aber gut, in D ist ja jeder einzelne der beste Autofahrer der Welt.

Dafür warst du dir natürlich auch zu fein, mach ich halt deine Arbeit.
Deine Aussage bringt einen eh nicht weiter, denn einfach die Länder miteinander zu vergleichen geht nicht. Ist klar, dass Rumänien mehr Verkehrstote pro Einwohner hat, bei den Straßen und Autos…
Sinnvoll wäre einfach Autobahnen mit und ohne Tempolimit zu vergleichen. Damit mache ich gleich auch noch " s3sebastian"s Arbeit:

Und siehe da, die mit Tempolimit haben weniger Tote.
https://infogram.com/verkehrstote-im-jahr-je-1000-km-autobahn-1g57prvv81r7201


#23

Ich gefährde niemanden wenn ich auf der linken Seite schnell überhole. Wenn ich von der rechten/mittleren Spur auf die Spur links von mir wechseln möchte, habe ich mich zu vergewissern, dass da nicht schon jemand kommt.
Wer das nicht tut, der gefährdet.

Gruß
Andi


#24

Wolltest du jetzt bewußt täuschen, oder war das ein Versehen.
Dein Chart bildet nicht Europa ab sondern den Vergleich in Deutschland der Straßen mit Tempolimit gegenüber denen ohne.
Dass auf Autobahnen mit Tempolimit in Deutschland weniger Unfälle passieren, kann ich mir schon vorstellen. Die Tempolimits sind ja nicht umsonst dort eingeführt worden. Noch dazu sind die meisten dieser Strecken auch noch so dicht, dass es sich da eh verbieten würde schneller zu fahren.

Ich verlinke hier mal die Original Seite, da ist dann auch ein Europa Vergleich mit dabei, so wie von dir gewünscht.

Gruß
Andi


#25

Willst du bewusst nicht lesen, oder war das ein Versehen?


#26

Nein, wie gesagt, wenn es kein Versehen war, dann habe ich dich wohl falsch verstanden.
Wir haben von dem Vergleich Europa Autobahnen mit Tempolimit mit Autobahnen in Deutschland ohne Tempolimit gesprochen.

Wenn du jetzt einen Chart ohne Legende postest, verzeih mir, wenn ich davon ausgehe, dass es ein Vergleich Europa <> Deutschland ist und nicht
Tempolimit Autobahnen Deutschland <> ohne Tempolimit Autobahnen Deutschland.

Ich hoffe ich konnte das jetzt auflösen.

Zum Thema, ich zitiere mich mal:

Ist das für dich schlüssig, oder muß ich es näher ausführen.

Gruß
Andi


#27

Gut, dann nochma von vorne. Das war deine Aussage, nicht belegt aber auch nicht falsch (https://www.welt.de/politik/ausland/article153722917/Zahl-der-Verkehrstoten-in-Europa-erstmals-wieder-gestiegen.html#cs-DWO-AP-Verkehrstote-neu-1-jpg.jpg):

Diese Aussage jedenfalls, umfasst alle Verkehrstote, nicht nur die auf Autobahnen. Weiterhin meinte ich, es ist nicht zielführend einfach Länder zu vergleichen, denn die Verkehrsinfrastruktur dieser unterscheidet sich noch in viel mehr Punkten als nur dem Vorhandensein eines generellen Tempolimits. In vielen Ländern sind einfach sowohl die Straßen als auch die Autos unsicherer. Schätz mal, wieviele meinetwegen Rumänen regelmäßig zwischen Sommer- und Winterreifen wechseln. Deshalb schlug ich vor, einfach deutsche Autobahnen mit und ohne Tempolimit zu vergleichen, dann hat man schonmal die meisten weiteren Einflussfaktoren eliminiert. Was bleibt, ist die unterstellte sachdienliche Anordnung der Geschwindigkeitsbegrenzungen. Das wäre dann dein nächstes Argument:

Sorry, aber das ist für mich ein weiteres Argument für Tempolimits. Denn damit argumentierst du ja selbst, dass die Hauptunfallursache wohl vor allem zu hohe Geschwindigkeit ist, wenn selbst auf den vermeintlich gefährlicheren und volleren Strecken weniger Unfälle passieren, als auf den unbeschränkten, vermeintlich ungefährlicheren und freieren Abschnitten.

Und das Chart hat ne Legende: x-Achse sind Verkehrstote je 1000km dt. Autobahn, y-Achse sind die Jahre 2011 bis 2016.

Und sorry, dazu muss ich auch noch was sagen:
Das hängt von der Geschwindigkeit ab. Denn es ist garnicht so einfach, die Geschwindigkeit eines im Rückspiegel herrannahenden Autos einzuschätzen. Je schneller dieses ist, desto schwerer ist es und desto weniger Zeit hat man dazu. Bei einem Tempolimit verringert sich die Varianz der Geschwindigkeitsunterschiede, sodass die Einschätzung der Geschwindigkeit leichter fällt und die Intuition leichter fällt. Weiterhin hab ich nicht nur von Normalbedingungen geredet. In einer Ausnahmesituation (wie gesagt, z.B. Stauende oder Unfall in einer Kurve) steigt das Risiko mit der Geschwindigkeit einfach an.
Und da Autos wie gesagt immer schneller werden, nimmt die Varianz der Geschwindigkeitsunterschiede ebenfalls immer mehr zu. Wie lange meinst du, ist das sicher? Bis 200 km/h? 300? 400?


#28

Ja, das Argument habe ich erwartet. Wie wäre es mit 50km/h auf der Autobahn? Ginge dann ungefähr in die selbe Richtung.
Ja, langsam fahren verhindert Tote. Gar nicht aus dem Haus gehen, aber auch.*

Über was wir uns hier streiten ist eigentlich eher, welche Risiken sind eigentlich akzeptabel.
Und hier stelle ich fest, dass diese Grenzen immer mehr in Richtung “Die Bürger müssen
maximal gepampert werden, weil sie nicht in der Lage sind, Risiken selber einzuschätzen” verschoben werden.

Und dagegen habe ich etwas. Du hast völlig recht, wenn du anmerkst, dass manche Autofahrer Probleme haben, die Geschwindigkeit eines von hinten kommenden Fahrzeuges richtig einzuschätzen. Insbesondere die Fahrer, welche nur ab und zu auf der Autobahn unterwegs sind. Darum fahre ich am Wochenende z.B. tendenziell wesentlich langsamer, und geht schon beim kleinsten Zucken eines vor mir auf der Nebenspur Fahrenden vom Gas.

Aber, ich möchte halt auch, wenn es möglich ist, schnell unterwegs sein können. Und da bin ich nicht alleine. Und das soll mir der Staat halt auch nicht verbieten.

*Wobei gar nicht raus gehen vielleicht auch nicht so gut ist, denn bei Haushaltsunfällen sterben im Jahr fast 3X mehr Menschen als im Straßenverkehr.

Gruß
Andi


#29

Ne, aber leider muss oft die Mehrheit vor einer unvernünftigen Minderheit geschützt werden. Wenn alle vernünftig wären, bräuchte man überhaupt keine Regeln mehr. Und im Straßenverkehr ist die Energie ab einer bestimmten Geschwindigkeit einfach so groß, das die Risiken im Falle eines Unfalles überproportional ansteigen.
Es ist ganz einfach offensichtlich der Fall, dass viele “Bürger maximal gepampert werden müssen, weil sie nicht in der Lage sind, Risiken selber einzuschätzen”:

(Quelle)

Wobei “pampern” das falsche Wort ist. Es geht ja eben nicht darum, jemanden staatlich davor zu schützen, das er von ner Leiter fällt (nettes Beispiel, bringen die Waffenlobbyisten auch immer), sondern darum, dass Raser nicht aus Versehen andere Menschen umbringen. Wer sich aufm Nürburgring totfahren will, kann das gerne weiterhin machen.


#30

Da steht aber nicht, dass die meisten Unfälle durch schnell fahren verursacht worden sind, sondern durch verbotene Überschreitung der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen, oder aber bei Regen/Schnee/Eis/Nebel zu schnell unterwegs waren.

Hat also nichts mit freigegebenen Autobahnen zu tun.

Gruß
Andi


#31

Ich denke schon, dass Unfälle auf freigegebenen Strecken, da enthalten sind. Wenn dort die Unfallursache ebenfalls zu hohe Geschwindigkeit war. Man kann auch da “zu schnell” fahren.

“Straßenverhältnisse” sind es dann vermutlich.


#32

In ein paar Jahren kommt uns der Strom für die E-Autos zu den Ohren raus und autonome Fahrzeuge können besser fahren als Walter Röhrl. Dann ist ein Tempolimit von gestern.


#33

Ich glaub kaum, dass die beliebig schnell sein werden. Bei autonomen Autos wird man den Sicherheitsaspekt, den einige Deutsche sich weigern zu akzeptieren, sicherlich berücksichtigen…


#35

Ich vermute auch, dass hierzulande den Teslas das verboten oder besteuert wird, was VW, Daimler & Co noch nicht können, schließlich werden wir ja von denen regiert.


#36

Du weisst, wie es geht - Schutzzölle