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Geschwindigkeitsbegrenzung


#1

Wie steht ihr zu Geschwindigkeitsbegrenzungen?


#2

a) in Wohngebieten, wegen Stickoxiden?
b) auf Landstraßen wegen der Unfälle?
c) auf Autobahnen wegen der politischen Aufmerksamkeit?

oder f√ľr E-Bikes?

nein, die Fu√üg√§nger d√ľrfen nicht mehr so schnell gehen, damit die √úberwachungskameras sch√§rfere Bilder machen k√∂nnen und weniger Bandbreite vom eh schlechten Internet in .de ben√∂tigen‚Ķ => unbedingt ja, das sollte man zum ersten 4. fordern :sunglasses:


#3

Ich w√ľrde die Geschwindigkeitsbegrenzung je nach Verkehrsaufkommen, Schadstoffausto√ü und Wetterbedingungen flexiblisieren d.h. weniger Schilder und mehr Software (in Navis bzw. im Bordcomputer integriert) im Auto, welche die aktuell empfohlene Geschwindigkeit anzeigt.


#4

Tempolimit 120 von mir aus sofort. Wenn damit Tote und Verletzte vermieden werden können, fällt mir kein gewichtiges Argument gegen Tempolimit ein.


#5

Die meisten Toten gibt es auf den Landstraßen - da willst Du des Tempolimit also um 20 km/h erhöhen? :sunglasses:


#6

Wenn du so mit der Statistik argumentierst, dann m√ľsstest du empfehlen mit dem Fahrrad auf der Autobahn zu fahren. Da gab es 2017 keinen Verkehrstoten.

Trotzdem ist es wichtig sich die Zahlen ganz voreingenommen anzuschauen.

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressekonferenzen/2018/verkehrsunfaelle_2017/Pressebroschuere_unfallentwicklung.html

Positiv die Anzahl der Verkehrstoten ist die letzten Jahrzehnte deutlich zur√ľckgegangen.

Negativ √ľber 3000 Verkehrstote pro Jahr ist immer noch viel zu viel.

Hauptursache ist mit 24% immer noch Geschwindigkeit. Zu hohe und nicht angepasste Geschwindigkeit.

Nat√ľrlich muss man auch die Landstra√üen sicherer machen aber das ist hier nicht das Thema.

Jetzt meine persönliche Meinung.

Kritisch sind vor allem die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen 80 km/h und 250 km/h auf der Autobahn.

So lange man LKWs auf der Autobahn hat wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung sei es auf 120 oder 150 f√ľr mehr Sicherheit und weniger Verkehrstoten f√ľhren.


#7

Also wenn wir schon √ľber ein Tempolimit von 120km/h auf deutschen Autobahnen sprechen, dann bitte auch √ľber ein verpflichtendes Rechtsfahrgebot f√ľr alle LKW. Dies schlie√üt dann ein generelles √úberholverbot mit ein.

Damit sind mal eben ‚Äúwildes ausscheren‚ÄĚ sowie ‚ÄúElefantenrennen‚ÄĚ nicht mehr m√∂glich. Und dann muss auch niemand mit 85 km/h von der Mittel- auf die linke Spur wechseln.


#8

130 km/h Begrenzung auf der Autobahn, Rechtsfahrpflicht f√ľr LKW und viel, viel h√§rtere Strafen f√ľr Verst√∂√üe gegen diese Dinge. Das mit 130 klappt und es gibt viel weniger Unf√§lle. Man muss sich ja nur mal unsere Nachbarn anschauen.

Ich persönlich liebe es ja, in den Niederlanden Auto zu fahren. Fast alle fahren gleich schnell, kein Drängeln etc. und wenn man mal Überholt, dann nur, weil es nen LKW ist. Ist wirklich nett so da.


#9

Klar dagegen. Wenn die Autobahnen frei ist gibt es keinen Grund Zeit zu vertrödeln, wenn man auch schneller fahren kann.
Tempolimits sind auch Freiheitseinschr√§nkungen und wollen daher gut begr√ľndet sein. Den Umweltaspekt mit Tempolimits in Verbindung zu bringen sehe ich kritisch, da das ein vergleichsweise kleiner Faktor ist dem ein entsprechender Komforgewinn entgegen steht. Warum nicht an anderen Stellen versuchen zu optimieren (ohne Verbote), an denen man die Low-Hanging-Fruits hinsichtlich der Reduktion des CO2-Aussto√ües hat. Man kann f√ľr 10‚ā¨/Flug durch Europa d√ľsen, warum sollte mir der Staat da reinreden, wenn ich 20-30% schneller fahren will?


#10

Ich glaube es nicht. Da ist jemand bei den Piraten, die sich eigentlich gegen jede Art von Bevormunden aussprechen (siehe Kanabis), und dann will man doch wieder die Bevormundung, wenn es einem in den Kram passt.

Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen zu fordern ist purer Populismus. Selbst wenn an die 70% der Autobahnen unlimitiert sind (habe ich gelesen) so kann man unter normalen Umständen auf fast allen Abschnitten gar nicht sehr schnell fahren, da der Verkehr viel zu dicht ist.

Und wenn es mal geht, dann will ich mir das auch nicht verbieten lassen. Denn dann stört es auch nicht den restlichen Verkehr.

Ich fahre 50.000km im Außendienst im Jahr. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt in der Woche so um die 65km/h. Und das auch, wenn ich von 1100km ca 800km auf der Autobahn unterwegs bin.

Die meisten Unf√§lle auf der Autobahn finden √ľbrigens wegen √úberschreitung der vorgeschriebenen H√∂chstgeschwindigkeit statt und nicht, weil jemand auf leerer Autobahn mal √ľber 200 beschleunigt.

Und um das Ganze abzurunden. Fast Alle Länder mit restriktiver Geschwindigkeitsbegrenzung haben mehr Verkehrstote als Deutschland bezogen auf die Einwohner. Und dass obwohl wir das Transitland Nr. 1 in Europa sind, also der Bezug nur auf die Einwohnerzahl nicht die ganze Wahrheit ist.

Also Verkehrssicherheit fällt schon mal flach als Argument. Dann bleibt noch der Umweltschutz.
Da w√ľrden aber andere Ma√ünahmen wesentlich mehr bringen; Seien es mehr intelligente Verkehrsleitsysteme(mit Geschwindigkeitsreduzierung) oder LKW √úberholverbote. Alles was den Verkehrsfluss f√∂rdert und Staus verhindert.

Gruß
Andi


#11

Sollte sich tatsächlich die Elekromobilität durchsetzen, wird sich das Problem - wenn es denn tatsächlich eins gibt - von ganz allein regeln.
Wer schon einmal E-Auto gefahren ist, wei√ü n√§mlich wie schnell die Batterie bei 150 km/h leer wird. Und f√ľr 10 Minuten schneller ankommen, eine halbe Stunde l√§nger laden lohnt einfach nicht.
Es hat schon seinen Grund, warum E-Autos niedrigere Höchstgeschwindigkeiten haben.
Grundsätzlich sehe ich das wie Andi - bitte keine Bevormundung!!!


#12

Das kommt noch erschwerend f√ľr meinen Vorwurf des Populismus dazu.
Die ganze Diskussion √ľber den Diesel wird sich eh √ľber kurz oder lang erledigen, da die EU Vorgaben nur durch die Herstellung von eAutos zu erreichen sind. Und die m√ľssen die Hersteller ja auch im Markt unterbringen. Und daf√ľr werden die Hersteller sorgen.

Gruß
Andi


#14

AnnoNym, nicht nur lesen, sondern auch verstehen.

Und, wir kommst du auf die Idee von einer Aussage von mir auf die ganzen Piraten zu schlie√üen? Und wie kommst du darauf, aus meiner Aussage zu schlie√üen, dass ich f√ľr die EU Gesetze zu den Grenzwerten bin?

Geh mal in dich und versuche nur dass zu verstehen, was da auch steht und nicht das, was du gerne unterstellen möchtest.

Gruß
Andi


#15

Ich √§u√üere mich jetzt nur zum Tempolimit auf Autobahnen, f√ľr Landstra√üen gibt es bereits schon
das Tempolimit mit 100, da geht es dann um die Absenkung des Limits auf 80.

Pro Tempolimit:

Contra Tempolimit

  • Eingriff in die Freiheit des B√ľrgers, seine Geschwindigkeit selbst w√§hlen zu d√ľrfen.

Das Contra-Argument mit dem Eingriff in die Freiheit des B√ľrger ist nicht absch√§tzig gemeint, sondern v√∂llig legitim. Ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen w√§re eine Ausweitung der staatlichen Kontrolle auf die Freiheit der B√ľrger.

Bei der √úberlegung, ob ein Eingriff in die Freheit des B√ľrgers legitim ist, k√∂nnen die folgenden Prinzipien ganz generelln helfen:

a) Das Prinzip der gleichen Freiheit: Restriktionen der Freiheit einer Person sind nur dann legitim, wenn sie notwendig sind, um die grundlegende Freiheitsrechte anderer Personen zu sch√ľtzen.

b) Das Prinzip der negativen Konsequenzen: Freiheitseinschr√§nkungen sind nur dann gerechtfertigt, wenn die Nichteinmischung schwerwiegendere, negative Konsequenzen haben w√ľrde als der Eingriff. (Schadensprinzip)

c) Das Prinzip der demokratischen Legitimation und Kontrolle.

Von c) gehe ich hier einmal aus. Wenn das Gesetz im Bundestag beschlossen wird, ist es demokratisch legitimiert und die Kontrolle liegt beim demokratisch gewählten Staat.

Zu (a): Hier steht die Freiheit, mit einem m√∂glichst geringem Risiko √ľber die deutschen Autobahnen zu fahren, der Freiheit gegen√ľber, seine eigene Geschwindigkeit w√§hlen zu d√ľrfen. Das Risiko eines t√∂dlichen Unf√§lls steigt f√ľr alle Verkehrsteilnehmer im Umkreis eines schnell
fahrenden Autos. D.h. wenn ich mit 120 km/h fahre, so wird diese Risiko durch ein schneller fahrendes Auto, z.B. mit 140 km/h, wieder erh√∂ht. Damit greift der schneller fahrende Verkehrsteilnehmer in meine pers√∂nliche Freiheit ein, f√ľr mich selbst das Risiko gering zu halten.
Kurz gesagt: Tempolimits sch√ľtzen die Freiheit der Verkehrsteilnehmer, ein geringeres Risiko eines t√∂dlichen Unfalls zu w√§hlen.

Auch das √∂kologische Argument kann aus Sicht individueller Freiheiten betrachtet werden: auf der einen Seite die Freiheit von B√ľrgern, in einer gesunden und lebenswerten Umwelt zu leben, und auf der anderen Seite die Freiheit der freien Geschwindigkeitswahl. Die freie Geschwindigkeitswahl schadet der Umwelt mehr als gegen√ľber dem Tempolimit. Und da ist die Abw√§gung: ist die gleiche Freiheit noch gew√§hrleistet, wenn sich der B√ľrger mit Umweltbewusstsein in seiner Freiheit eingeschr√§nkt wird, weil die Umwelt weniger lebenswert und ges√ľnder wird durch die freihe Geschwindikeitswahl?

Meiner Meinung nach w√ľrde die Einf√ľhrung eines Tempolimits die gleiche Freiheit nicht beeintr√§chtigen sondern im Gegenteil, eher erh√∂hen.

Zu (b): Hier ist eine Abw√§gung zwischen dem Schaden der Freiheit der freien Geschwindigkeitswahl und dem Schaden durch den erh√∂hten Spritverbrauch pro Kilometer und dem h√∂herem Risiko eines t√∂dlichen Unfalls anbzuw√§gen. F√ľr mich ist in der Abw√§gung der Schaden bei einer Beibehaltung der aktuellen Situation gr√∂√üer als die Einschr√§nkung der freien Geschwindigkeitswahl.

Alles in einem kann ich keine gewichtigen Gr√ľnde gegen eine Einf√ľhrung eines Tempolimits finden. Deshalb bin ich f√ľr die Einf√ľhrung.


#16

Ob eine gefahrene Geschwindigkeit √ľberh√∂ht ist h√§ngt von mehreren Faktoren ab. Stra√üenverlauf, Verkehrsaufkommen, Wetter, Sichtweite, Fahrbahnzustand, Umgebung (Wohnungen bis Felder) und noch weitere spielen eine Rolle.

Ich lehne daher generelle Tempolimits speziell auf Autobahnen ab.
Im Hochsommer morgens um 4 auf der leeren 3- spurigen Autobahn ist etwas anderes als Schneeglätte, dichter Verkehr und schlechte Sicht.
Dort wo Tempolimits sinnvoll sind, sollten sie ausgeschildert und durchgesetzt werden.


#17

Ich w√ľnsche mir vor dem neuen Tempolimit auf Landstra√üen die Licht Pflicht und einen bundesweiten j√§hrlichen Lichttest mit Plakette zur dunklen Jahresh√§lfte also vor dem ersten Oktober jeden Jahres.

Meine Prognose: 15% weniger Unfälle (mindestens!)


#18

Stimmt das √ľberhaupt? Warum ist dann die Zahl der Verkehrstoten auf den Autobahnabschnitten ohne Tempolimit nicht h√∂her als auf denen mit Tempolimit?
Und auch im Vergleich mit √§hnlich ausgebauten Stra√üen in unseren Nachbarl√§ndern wie z.B. √Ėsterreich sind die deutschen nicht unsicherer.

Konsequenterweise könnte man die Geschwindigkeit doch immer weiter reduzieren, sofern es stimmt und man so die Unfalltoten auf der Autobahn reduzieren könnte, also warum nicht 80km/h auf der Autobahn? Oder 50? Oder 30? Oder Schrittgeschwindigkeit?
Das ist aber offensichtlich absurd. Warum? Weil wenn man sowieso schon so einen utilitaristischen Ansatz w√§hlt, dann m√ľsste man auch die verlorene Lebenszeit durch langes Autofahren - was die meisten Menschen wahrscheinlich nicht gerade als Bereicherung empfinden - gegenrechnen.

Grundsätzlich gäbe es aber auch geeignetere Wege, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die nicht in die Freiheit etwas weniger Lebenszeit mit Autofahren verbringen zu wollen eingreifen.
Da w√§re z.B. mangelnder Sicherheitsabstand, insbesondere in der Extremform der Dr√§ngler sowie grunds√§tzlich eine aggressive Fahrweise mit gef√§hrlichen √úberholman√∂vern, unangepasste Geschwindigkeit (unabh√§ngig ob auf dem Abschnitt ein Tempolimit gilt oder nicht), vermeidbare menschliche Fehler (z.B. √úberm√ľdung).

Wer sehr gro√üe Autos f√§hrt und viele unn√∂tige Flugreisen und Fahrten unternimmt (insbesondere das l√§sst sich auch nicht verbieten) erzeugt um Gr√∂√üenordnungen mehr CO2 als jemand, der hin mal f√§hrt und daf√ľr aber schneller zu Hause sein m√∂chte. Warum soll man jetzt dem einen auf den staatlich auf Keks gehen, obwohl der andere das viel gr√∂√üere Problem ist?

Die Akzeptanz f√ľr Klimaschutzma√ünahmen wird durch Verbote nicht erh√∂ht, eher im Gegenteil. Auch ohne am menschlichen Einfluss auf den Klimawandel zu zweifeln: Ganz ehrlich, wenn mir die Gr√ľnen und die Piraten mir zu sehr auf den Sack gehen w√§hle ich halt FDP oder schlimmeres.


#19

Will mal keinen Freudschen Versprecher unterstellen, aber der hier hat schon viel Komik :slight_smile:

Nur unterscheidet ein Verkehrsschild nicht zwischen ‚Äúfreier‚ÄĚ und ‚Äúvoller‚ÄĚ Autobahn.

Ist man erstmal beschleunigt, ben√∂tigt man die meiste Energie zur Aufrechterhaltung der Geschwindigkeit zur √úberwindung des Luftwiderstandes und der steigt bekanntlich mit der Geschwindigkeit zum Quadrat. Daher ist das Argument nicht ganz von der Hand zu weisen. Man braucht aber garnicht mit dem Umweltaspekt zu argumentieren. Die kinetische Energie des Fahrzeuges nimmt ebenfalls mit der Geschwindigkeit zum Quadrat zu. Bei Unf√§llen gehts meistens um sehr gro√üe negative Beschleunigungen, d.h. die √Ąnderung bzw. Umwandlung der kinetischen Energie in mechanische Energie geht dann mit der Geschwindigkeit(-sdifferenz) hoch drei ein.

Daher sind Geschwindigkeitsbegrenzungen keinesfalls

(dann w√§re D auch das einzige ‚Äúunpopulistische‚ÄĚ Land weltweit?)

Dass zu schnelle Autos den Verkehr st√∂ren w√ľrden, war auch niemals ein Argument f√ľr Tempolimits‚Ķ

Daf√ľr h√§tte ich gerne mal nen Beleg. Ich pers√∂nlich f√ľhle mich auf ausl√§ndischen Autobahnen mit Tempolimit generell deutlich sicherer als auf deutschen, was auch viel mit der Fahrweise der Deutschen zu tun hat. Im Ausland (gut, ich hab jetzt noch nicht die ganze Welt gesehen - ich kann nur von Frankreich, D√§nemark, Schweden, Norwegen, Holland und Belgien reden) hat man es meiner Erfahrung nach einfach viel weniger mit Rasern, Dr√§nglern und sonstigen Verkehrsgef√§hrdern zu tun. Daran k√∂nnte das Tempolimit einen Anteil haben.

Absolut nicht.

Das ist leider eine unlogische Aussage. Prinzipiell sind beide Handlungen analog, der Unterschied besteht dann bestenfalls in der unterschiedlichen Struktur beider Verkehrswege (d.h. der offene Abschnitt ist tats√§chlich besser zum schnell fahren geeignet - gut einsehbar, wenig Verkehrsaufkommen), im schlimmsten Fall gibt es keinen Unterschied. Resultat ist aber das gleiche, aus den o.g. physikalischen Gr√ľnden.

Falls die Aussage so stimmt (ist ja leider wiedermal unbelegt):
Erfahrungsgem√§√ü h√§ngt die Flussgeschwindigkeit auf Autobahnen mehr von den Verkehrsverh√§ltnissen als von der H√∂chstgeschwindigkeit ab. Umgekehrt bedeutet das, es wird auf beiden Abschnitten gleicherma√üen gerast. F√ľr den durchschnittlichen Raser (der es am eiligsten hat und dar√ľberhinaus auch √ľber die gr√∂√üte Wichtigkeit sowie den gr√∂√üten Hoden verf√ľgt) ist es i.d.R. v√∂llig unerheblich, ob der Abschnitt frei ist, oder nicht.
Mit anderen Worten, ich unterstelle einfach mal eine generelle Nichteinhaltung von Tempolimits auf deutschen Autobahnen. Muss nicht stimmen, aber ist mein Erfahrungswert. Das w√ľrde auch die √§hnlichen Unfallzahlen erkl√§ren. Anderes Argument k√∂nnte sein, dass Tempolimits ja in generell gef√§hrlicheren Abschnitten eingesetzt werden und eher ungef√§hrlichere Abschnitte frei sind.


#20

Jo, passt doch. Mir reicht eine Partei, deren Antwort auf alles unreflektierte, neoliberale Plattit√ľden wie

sind.

Wie schon irgendjemand anmerkte, meine Freiheit höhrt halt da auf wo die des anderen Beginnt und da den richtigen Kompromiss zu finden erfordert mehr als

Was die Neoliberalen so gern vergessen, unsere gesamte Zivilisation beruht auf diesen Kompromissen und der anschlie√üenden Beschneidung ‚Äúindividueller Freiheitsrechte‚ÄĚ und ‚Äúder Einmischung des Staates ins t√§gliche Leben‚ÄĚ. Ohne dies, w√ľrden immernoch diejenigen mit der gr√∂√üten Keule und dem gr√∂√üten Bizeps unsere Geschicke bestimmen‚Ķ
Und nein, ich rede nicht von autokratischen Systemen, die wilk√ľrliche Regeln aufstellen, sondern von einer Demokratie, die um Kompromisse ringt, an dessen Ende durchaus auch mal ein Verbot rauskommen kann.


#21

‚ÄúNeoliberale‚Ä̂Ķkicher, wenn einem nichts mehr einf√§llt, dann wirft man mit Schubladen Begriffen ums sich.

Aber zu deinem Argument. Du hast recht. Getreu dem Motto ‚ÄúDie Freiheit des einzelnen h√∂rt da auf, wo die Freiheit des andere beginnt.‚ÄĚ
Die Frage ist dann nur, wo beginnt die Freiheit des anderen? Und hei√üt dass, dass man jeden vor jedem Risiko sch√ľtzen mu√ü?

Gruß
Andi