Gender Studies: Unsinn oder wichtige Wissenschaft?

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Über das Thema Gender Studies wird im Internet ja oft und viel gestritten. Für die einen ist es unwissenschaftlicher Unsinn bzw. Ideologie die hinterfragt werden muss. Für die anderen eine wichtige Wissenschaft um soziale Ungleichheit im Geschlechterverhältniss besser verstehen und bekämpfen zu können.

Was ist eure Meinung zu dem Thema ?

Ich finde sie sehr hilfreich wenn es darum geht die eigene Gesellschaft zu analysieren. Es ist aber so das Reflexion häufig weh tut und somit hat gender studies einen schlechten Ruf.

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Ich hatte vor ein paar Jahren eine ablehnende Meinung bezueglich gender studies, aber dann habe ich erfahren, dass es in der Richtung auch unideologische Ergebnisse gibt, die einfach Unterschiede zwischen Geschlechtern beleuchten, bzw. Grundlagenforschung in Sachen Geschlechtern betreiben.

Die eigentliche Ideologie, also die pervertierte Version dessen, ist ja, dass es keinerlei Unterschiede geben darf. Das eigentliche Ziel ist ja, dass es innerhalb der Gesellschaft und vor allem vor dem Gesetz keinerlei Unterschiede geben sollte, egal mit welchem Geschlecht man sich identifiziert, etc. Dies sollte ja das Ziel einer jeden liberalen Gesellschaft sein, dass jeder einfach in Frieden so leben kann, wie er ist. Im Rahmen der Gesetze und der moralischen Regeln der jeweiligen Gesellschaft natuerlich.

Was den schlechten Ruf vom Faechern wie gender studies hervorbringt sind Relativisten v.a. aus Amerika. Es gibt “Extremisten”, die jegliche Feststellungen von Unterschieden jeglicher Art zwischen egal wem als Ketzerei darstellen. So werden z.B. stark Uebergewichtige als “normal” stilisiert und medizinische Beweise fuer gesundheitliche Probleme bzgl. Uebergewicht als illegitime Diskriminierung dargestellt. Sowas ist natuerlich unwissenschaftlicher Unfug.

Mehr dazu hier:

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Meine Meinung dazu ist das wir uns darüber nicht streiten sollten da es definitv derzeit wichtigeres gibt !

Ansonsten: Weder noch, soll doch jeder selbst entscheiden was Er/Sie Studieren will, oder für richtig oder für falsch befindet. Ich denke die Einteilung in Unsinnig/Sinvoll, Unwissenschaftlich/Wissenschaftlich ist in dem Fall daher wenig zielführend. Kommt auf die Auslegung an und die kann in den Geisteswissenschaftlichen Fächern ja ohnehin sehr unterschiedlich ausfallen.

Ich würde das Fach aber selbst nicht studieren, da ich eher der rationale Nerd Typ bin und die Gendersachen mir einfach zu sehr Moralistisch/Emotional aufgeladen sind. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Am Ende muss ja einjeder auf seine eigene Facon glücklich werden.

Was mir jedoch auffällt ist das es an immer mehr UNIs verpflichtende Gender Kurse gibt, auch für Fächer die mit diesem Studiengang gar nichts zu tun haben. Hier wäre dann die Frage ob dies nicht zu weit geht, bzw. einen Eingriff in den freien Willen des einzelnen darstellt ?

Allerdings kann ich das nicht abschließend beurteilen da ich nie selbst ein Gender Seminar belegt habe, zu meiner Studienzeit gab es das noch nicht als eigenes Fach.

Hast du dafür ne Quelle? Mir ist das zumindest bisher noch nicht untergekommen.

Eine Armlänge Abstand.

Oder anders:
Was macht eine Glaubensgemeinschaft, wenn sie spürt, dass sie Gegenwind bekommt, dass ihre Lehre als autoritäre Anmaßung entlarvt wurde, die das Denken, Fühlen und Handeln der Menschen gegen deren Willen massiv verändern will?

Nun, eine so demaskierte Glaubensgemeinschaft schlägt zurück. Am besten in einer konzertierten Aktion. Wie man das macht? Ganz einfach: Indem man Tatsachen abstreitet, Kritiker diffamiert und sich bemüht, angeblich falsche Vorwürfe zu entlarven. Und wenn die entsprechenden Vorwürfe gar nicht falsch waren, dann muss man Logik und Wissenschaft so lange strapazieren, bis das keinem mehr auffällt.

Ach Flummi. Ich weiß du hälst rein gar nichts von Gender-Themen und davon über sowas zu reden, aber könntest du vielleicht trotzdem darauf verzichten bei jeder Gelegenheit Dinge herabzuwürdigen?

Schreib einfach dass du nicht viel davon hälst oder kritisiere auf sachlicher Ebene mit Argumenten. Jetzt queeren Menschen irgendeine “Glaubensgemeinschaft” anzudichten ist nicht gerade konstruktiv.

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Och Zoey, was hat das denn jetzt plötzlich mit queeren Menschen zu tun? Davon war bisher nirgends die Rede. Zudem kann ich mir schwer vorstellen, dass Argumentation ad Hominem Teil von Konstruktiv sein kann.

Gender Studies beschäftigen sich maßgeblich mit dem Thema Geschlecht und auch damit wie sich das Thema im Laufe der Zeit gewandelt hat. Also ja, es hat mit queeren Menschen zu tun.

Schön auch, dass du auf “du argumentierst nicht sachlich” mit “aber du auch nicht” reagierst. Man könnte sich ja entschuldigen, dass man Wissenschaft zur “Religion” erklärt, oder zumindest Belege vorbringen, warum es keine Wissenschaft sein sollte, aber darauf scheinst du ja weniger Lust zu haben.

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Ein witziger Zufall dass die “rationalen Piraten” und @Boris-Schimmler zufällig gleichzeitig die gleiche Frage haben.

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Mir scheint genau das das entscheidende Kriterium zusein.

Wenn jemand erforscht “Ob” oder “In wie weit” (z.B.) irgendwelche messbaren Geschlechtsunterschiede soziale Konstruktionen sind, ob (und wenn ja, in welchem Ausmaß) biologische geschlechtsunterschiede irgendwo reinspielen usw. ist das normale, ergebnisoffene Forschung.

Wenn jemand es als seinen Auftrag sieht “zu zeigen, dass…”, dann ist das eben nicht ergebnisoffen, keine Forschung sondern Ideologieverbreitung.

Nach der Vielzahl an Interviews mit akademischen Forschern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, bin ich mir recht sicher, dass es an Unis in Deutschland Beides gibt. Zu welchem Anteil, kann ich schwer beurteilen (es mag z.B. sein, dass die nicht ergebnisoffen Arbeitenden eher offensiver kommunizieren, gern auch als streitbares Feindbild herangezogen werden aber in Wirklichkeit eine kleine Minderheit in einem ansonsten wissenschaftlich arbeitenden Fach sind).

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Bin da letztends zufällig in die Studien Infoveranstaltung einer Kunshochschule in Basel reingestolpert. Da ist das anscheinend ein Pflichtmodul, so wurde das jedenfalls vorgestellt.

Ja kein Wunder, die Pirationalen greifen ja auch dauernd Themen auf bei denen Sie davon ausgehen das es da die größte Uneinigkeit unter den Piraten gibt. D.h Themen die Konflikt oder gar Spaltungspotential haben, Antifaflaggen, Gender usw. Ich denke wir sollten uns da mit etwas mehr Teflon beschichten und den Bullshit halt einfach ignorieren und abperlen lassen.

Die Partei ist heute da wo sie ist, da man diejenigen, denen es nur ums Kaputthacken und die persönliche Auseinandersetzung ging, gewähren ließ.
Eine Partei, die sich nicht klar von destruktiven Gruppen distanziert, wird niemanden finden, der sich dauerhaft seine Arbeit kaputtmachen lässt. Auch wenn die noch soviel Spaß dabei haben und nachweisen wollen, wie bescheuert Demokratie ist.
Mit ständigem Dulden und Wegsehen kommt man da nicht weiter und die Gesellschaft schon zweimal nicht.

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Jeder der sich in dieser Partei engagiert stellt sich frühe oder später die Frage ob er mit dem gleichen Aufwand in einer anderen Partei nicht mehr erreichen kann. Diese dauernden destruktiven Kommentare und persönlichen Angriffe vernichten halt unglaublich viel Kraft und Energie.

Ich bin es eigentlich leid, dass ein paar “Spinner” unsere tüchtigsten Leute rausmobben.

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Am Megageilsten finde ich ja einige von den Genderistas und Linksdrehern die so auf Twitter gegen den “Alten weißen Mann” und das “Patriarchiat” wettern tun. Dann aber dann total Kopftuchverbote ablehnen oder Kritik am Islam bzw. Frauenbild des Islam als Intolerant und Rechts abtun.

Westliche Männlichkeit = Pöse, Islamisch Patriarchiale Familienclans = ok ?

Kannst Du mir mal den Sinn solcher Beiträge im Forum einer Partei erklären?
Was möchtest Du?

Ich habe irgendwie das Gefühl das du nie einen Genderstudies Kurs besucht hast. Die Dozentin die ich hatte war sehr viel differenzierter als das was du beschreibst, was auch irgendwie von einer Wissenschaft zu erwarten ist die sich selbst ernst nimmt :wink:. Das Problem ist manchmal halt nur wie so oft wenn Laien ein Konzept aus der Wissenschaft übernehmen ohne den Zusammenhang zu kennen. Wie man ja auch an Quantencomputern und so Zeug sehen kann.

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Ich hab da mal ein paar Fragen …

  • Wozu sind Genderstudies gut?
  • welche Erkenntnisse sollen gewonnen werden?
  • wem nutzen diese Erkenntnisse?

Sie betrachten die Struktur unserer Gesellschaft im Hinblick auf das Geschlecht und ähnliche Dinge. Damit ist es dann auch möglich diese kritisch zu hinterfragen und Gegenmodelle zu entwickeln, welche uns helfen Diskriminierungen abzubauen.

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Genderstudies sind entweder Biologie, weil es um Geschlechter geht, oder Psychologie, weil es um Hirnwindungen geht. Daraus eine derart gehypte, eigenständige Disziplin zu machen, ist relativ sinnfrei. Es ist höchstens die Verbindung zweier Teilbereiche der Wissenschaft. Und wenn es nur um das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen geht, dann wäre Humanismus wohl ansonsten das richtige Fach. Wenn man bedenkt, wieviel Gelder aktuell in den Aufbau von Lehrstühlen zu dem Thema gesteckt werden, und was man sonst damit machen könnte, ist aus meiner Sicht die Frage, ob sich hier eine Minderheiten-Filterblase nicht zu wichtig nimmt.
Und nein, meine Position, Gender-Studies nicht als echte Wissenschaft anzuerkennen, sondern als Selbstbeschäftigungstherapie von Leuten, die sonst nichts zustandebringen,ist explizit nicht so zu werten, dass ich das ganze LGTQAH64+ Thema ablehne. Jeder soll sich so entfalten können, wie er/sie/divers es will. Aber eben ohne sich dadurch ständig als Opfer zu präsentieren, was meines Erachtens eines der Ziele von Gender-Studies darstellt.

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