Geld ist gar keine Ressource

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Es geht um diesen Beitrag aus der BGE Diskussion.

Da wurde dassjenige behauptet, was hier als Überschrift steht.

Nun geht doch mal auf die Straße und fragt,

  • warum die Leute Arbeiten gehen
  • warum es 1923 eine Inflation gab
  • was eine Deflationsspirale ist

und fragt Euch, ob Geld eine Ressource ist, die ihr beschützen wollt und beschützen könnt.

Also… ihr haftet schon seit über 10 Jahren für dieses Geld und …
es ist ausschließlich Eure Haftung, die diesem Geld den Wert verleiht.

Aber ihr wisst nicht wie Geld entsteht?
Ihr habt kein Recht Geld zu erzeugen?

Dabei seid seid ihr im Prinzip Euer ganzes Leben damit beschäftigt

  • Geld zu verdienen
  • Eure Lebensgrundlage zu (ver)sichern
  • Euch im Alter abzusichern
  • Euren Kindern (nicht jeder übernimmt hier Verantwortung) ein besseres Leben zu ermöglichen?

Was ist Geld?

Weil der Staat das gemacht hat, was die BGE-Querflöten auch machen wollen: so lange Geld drucken, bis alle glücklich sind. Zum Glück konnten sich Geschichtsbewusste bisher erfolgreich gegen einen neuen Versuch wehren.

1923 gab es kaum genug Produktion um alle mit Gütern zu versorgen, mehr Geld = Mehr Nachfrage bei gleichbleibend geringem Angebot = Inflation.

Heute haben wir eher schlichtweg ein Überangebot an Produkten und durch steigende Produktivität sogar bei EU weit relativ hohen Arbeitslosenzahlen, also da ist noch Luft nach oben. Bankenrettungen und Corona Krise wurden auch durch “Geld Drucken” bezahlt ohne das es eine Hyperinflation gegeben hätte. Eine Wirtschaft auf dem Stand des 1 Weltkriegs die zudem noch Reperationen zahlen muss lässt sich nicht mehr mit der Digitalen Wirtschaft von heute vergleichen.

Geld Drucken hat aber dennoch Nachteile, es akkumuliert sich dann bei Konzernen die damit dann auch immer mehr politische Macht zuungunsten des Mittelstandes und mittlerer Unternehmen anhäufen. Die Gefahr von Finanzblasen steigt ebenfalls.

So war das natürlich nicht.
Es gab einen Gold-Standard, der aber nicht mehr zeitgemäß war (Welthandel) und deshalb zu wirtschaftlichen Verzerrungen führte.

Ansonsten sei stets auf das Helikoptergeld in den USA verwiesen, das die Bewohner jetzt bekommen.

Es wird eingesetzt zur Krisenbekämpfung und dient der Konjukturstabilisierung,
Es entsteht volkswirtschaftlicher Nutzen und dies ist das Gegenteil von Deiner Behauptung.
Einfach rückwärts gedacht und nicht auf der Höhe der Zeit.

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Der Grieche bestellt einen Liter Rotwein und denkt bei Meeresrauschen darüber nach, ob denn dies der Sinn des Lebens ist.

Nach dem 2. Weltkrieg und dem rasanten Anstieg der Weltbevölkerung entstand diese Denkweise, mit der Armut und Hunger vermieden werden sollte.
Diese Denkweise hat sich aber mit den Vorgaben der ESG-Ziele der UN verändert.
Der Blick ist stets nach Vorne zu richten, auch wenn es hilfreich ist, das Zurückliegende im Auge zu behalten.

Vielleicht taucht in Deinem Geschichtsbewusstsein irgendwo der Begriff “Friedensvertrag von Versailles” auf. Daraus entstanden => Zahlungsverpflichtungen.

oh, noch einer im Bildungsnotstand.
Hausaufgabe für Dich: Kurzreferat über den Vertrag von Versailles

Die auch der Grund sind, warum die Neoliberalen in der Piratenpartei ein BGE wollen: Hauptsache, man kann Rechnungen bezahlen. Anscheinend ist Glück für manche an Geld gebunden.

Solange es die Produkte im Supermarkt nicht umsonst gibt, kann ein BGE zumindest dabei Helfen Unglück (Armut) abzuwenden. Das das Kapital davon profitiert ist logisch, (gesicherte Nachfrage) aber zumindest für mich noch kein Argument gegen eine Sanktionsfreie Grundsicherung welche ja auch dem “Proletariat” mehr Unabhängigkeit vom Kapital verschafft.

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Indem man das Proletariat am Kapitalismus teilhaben lässt, stärkt man ihn. Man schwächt ihn nicht.

Wenn man den Kapitalismus schwächt, braucht man ein Gegenmodell. Mir fällt da gerade nichts ein, dir vielleicht?

Wenn man den Kapitalismus sozialer gestaltet, haben alle etwas davon. Ist doch gut.

Gruß
Andi

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Mein Lektüre-Vorschlag zur Diskussionsvertiefung: Ulrike Herrmann: Der Sieg des Kapitals.Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen. Piper Verlag Mai 2015