Gebrauchtwaren Kaufhäuser

Tags: #<Tag:0x00007f6cfa384640>

Ja das ist eine Idee der Grünen die ich so richtig gut finde:

Die ganzen alten PCs und Fernseher wieder aufbereiten und verkaufen anstatt Dinge die noch funktionieren und reparierbar sind wegzuschmeißen. Dafür soll es nun diese staatlichen Gebrauchtwaren Kaufhäuser geben über die dann die Dinge günstig verkauft werden die ansonsten weggeschmissen würden.

Für Armee Menschen wäre das ja auch toll, die könnten so viel Günstiger an nützliche Dinge heran kommen.

Wäre doch auch eine Tolle Idee die man ja so in das Piratenpartei Programm sozusagen von den Grünen Raubkopieren könnte. Findet ihr nicht auch ?

1 Like

Online-Shops für Hardware-Kleinfehler- und Gebrauchtwarenhandel (A- und B-Ware) gibt es bereits; auch Amazon bietet das schon an. Das Verwertungverbot für “Müll” sollte sowieso aufgehoben werden, denn vor allem weggeworfene Lebensmittel sollten unbedingt verwertet statt entsorgt werden.

1 Like

Mir stellt sich die Frage, warum sich der Staat an dieser Stelle einmischen sollte. Ist mal wieder so eine grüne Idee, geht schon in den Bereich der Dinge wegen derer ich angefangen habe mich aktiv in Politik einzubringen.

1 Like

Die alten Geräte an lokale Unternehmer abzugeben wäre auch günstiger für den Staat als eigene Kaufhäuser zu finanzieren. Gibt sicher genug Freelancer die alte PCs notebooks aufrüsten oder als Ersatzteilelager zu nutzen wüssten ohne das der Staat da irgendwas planen oder Steuergelder rein kippen müsste.

1 Like

Als Computer-Händler habe ich mich nach div. Problemen entschlossen “keine Gebrauchten oder reparierte Geräte” zu verkaufen. Das Risiko auf Kosten sitzen zu bleiben ist sehr hoch deshalb unrentabel.

Warum könnt ihr hier nachlesen:

2 Likes

Nuja, da müsste man dann evtl auch mal das Recht anpassen das dieses dann bei gebrauchter Hardware ausgesetzt werden kann/darf. Fragt sich halt ob die Kunden das dann noch kaufen würden wenn ihnen diese Sicherheit fehlt.

Oder aber die Werkstoffhöfe geben die Althardware kostenfrei ab, an Unternehmer die sich verpflichten diese wieder flott zu machen. Dann wäre im Falle eines Ausfalles nicht mehr das Risiko von Kosten/Verlusten durch den Preis des Ankaufs gegeben.

Kauf von einem Unternehmer:
Kauft ein Verbraucher einen gebrauchten Elektronik Artikel von einem gewerblichen Händler, dann greift selbstverständlich auch in diesem Fall die gesetzliche Gewährleistung. Allerdings gilt zu beachten, dass die regelmäßige 2 jährige Verjährungsfrist, in Bezug auf das Gewährleistungsrecht durch AGBs, vom Unternehmer auf bis zu 1 Jahr verkürzt werden kann.

Für Repair Cafes, Freifunk Initiativen usw die das nicht gewerblich machen gelten diese Regeln so wie ich das verstehe nicht. Auf der Schiene könnte man also durchaus etwas machen.

1 Like

Sorry, bitte erst mal mit der aktuellen Rechtslage vertraut machen.

Da ist noch deutlich mehr zu korrigieren, bevor so was passieren kann.

Es gibt da eine EU-Richtlinie namens WEEE, die regelt das mit dem Elektroschrott. Der ist nach der WEEE nämlich Problem der Hersteller. Die Container für Elektroschrott auf den Wertstoffhöfen gehören nicht dem Wertstoffhof, sondern werden im Auftrag und auf Rechnung der Hersteller dort aufgestellt. Das regelt das ElektroG in Deutschland.

Die Wertstoffhöfe dürfen aus diesen Containern nichts einfach abgeben. Insbesondere die Altgeräte mit wertvollem Rohstoffanteil verschwinden eh schon und verteuern damit das Recycling. Sehr beliebt sind Röhrenbildschirme, da man aus denen sehr schnell relativ viel Kupfer entnehmen kann, dass sonst die teure Entsorgung der Bildröhre gegenfinanziert.

Ebenfalls hoch im Kurs stehen Prozessoren und Speichermodule, da viele davon noch funktionieren und der Rest wegen des hohen Goldanteils auch gerne mal illegal unter großer Umweltbelastung “recyclet” wird, also zumindest das Gold davon.

Ich bin da mit Leidtragender der schlechten EU Regulierung und der noch schlechteren deutschen Umsetzung. Als kleiner Hersteller trage ich meinen Teil bei das Verwaltungssystem für die Entsorgung mit zu finanzieren, was die großen Player im Markt freut.

Das wäre eigentlich mal ein Piratenthema, das System ist nämlich nur ein Feigenblatt. Kostet die kleinen Marktteilnehmer einen Haufen Geld und geht die beiden Hauptprobleme nicht an: Es landen immer noch sehr viele Geräte im Hausmüll und es wird zu viel nicht recyclet, sondern als Gebrauchtgerät deklariert nach Afrika verschifft, wo es über offenen Feuer geröstet wird, um an die Metalle zu kommen.

2 Likes

Bitte NIEMALS etwas bei Amazon kaufen. BITTE.

Ich kenne einen Ankäufer, der für gebrauchte Platinen zwischen 3 und 11 Euro (speziellere Sachen noch mehr) pro Kilo zahlt.

Wenn alle Piraten mal ihren alten Kram aus der Ecke holen und fachgerecht zerlegen würden - ich denke da kämen ein paar Tausender zusammen.

1 Like

Amazon bietet aber die beste Suche. Und, bei den ganzen fake Shops die überall aufpoppen. Oder shopbetreiber mit mangelnder IT Sicherheit und schwups schon sind die Kredikartendaten weg und das Konto leer.

Amazon ist halt ja schon leider viel sicherer was Datendiebstahl angeht. Hatte da noch nie das Problem das Ware nicht geliefert wurde oder ich abgezockt wurde.

Ja, da könnte man für den nächsten BPT doch mal eine Spendenaktion planen. Gewinn geht dann an die Kasse der Piratenpartei.

Die Suche nutze ich auch zuweilen, kaufe aber nix - aus Prinzip.

Nicht direkt - sicher. In der Gesamtbetrachtung schon. Stichwort Steuervermeidung…und mehr.

Ja - mein Gedanke ging so in die Richtung.

2 Likes

Da ist Amazon der falsche Adressat. Da müsste man die EU in die Verantwortung nehmen. (wie bei dutzenden anderen Firmen auch)*

Gruß
Andi
*wer bei seiner Steuererklärung nicht alle Möglichkeiten nutzt, werfe den ersten Stein.

Wer schreibt die Gesetze?
Oder besser: Wer diktiert sie?
Und den ersten Stein kann ich sehr werfen. Ich habe keine Zeit für solchen Quatsch. Außerdem - irgendwer muss schließlich Steuern zahlen.
In diesem Sinne betreibt Amazon auch Steuervermeidung, indem dieses Super-Duper-Unternehmen steuerzahlende Konkurrenten durch seine schiere Marktmacht einfach vernichtet.

Soviele Steine gibt es auf der ganzen Welt nicht, die die Verirrungen des deutschen Steuersystems ausgleichen könnten.
Der Anteil der Steuererklärungen, die das deutsche Steuerrecht berücksichtigen und alle Möglichkeiten nutzen, dürfte unter 1% liegen.
Das Finanzamt hat doch selbst keine Mitarbeiter mehr, die das deutsche Steuerrecht verstehen, von der Unfähigkeit Formulare für die Abgabe von Steuererklärungen am 1. Januar für das Vorjahr bereitzustellen mal ganz zu schweigen.

1 Like

Was für ein Aufkäufer ist das und ist der für Recycling zertifiziert?

Wir sind da genau in der Fragestellung, wie denn mit Elektroschrott umgegangen wird. Da gehen jede Menge Rohstoffe verloren, weil oft unsachgemäß nur die wertvollsten und leicht abzuscheidenden Metalle raus geholt werden.

Es ist erst der 15. Beitrag, das Thema ist also noch nicht ganz vertrollt.

Was die Grünen hier wollen, ist der Tod jeglichen Second Hand Unternehmens. Egal, ob Klamotten, Nippes, Technik, Möbel oder was auch immer. Die gibt es in jeder größeren Stadt und sie haben sich etabliert. Teilweise sind sie gemeinnützig und beschäftigen Langzeitarbeitslose.

Das Ganze ist also wie bei den Grünen üblich nicht zu Ende gedacht. Von daher, dass überhaupt gebrauchsfähige Dinge weggeworfen werden, ist der Fehler. Und dabei geht es nicht mal wirklich um retounierte Gebrauchtwaren, sondern um Neuwaren, die nicht mehr verkäuflich sind. Ähliich wie Weihnachtspralinen nach Weihnachten.

Übrigens, die bald schließende Karstadt-Filliale in Hannover übernimmt wohl IKEA. Wo ansonsten also noch eine gewisse Attraktivität besteht, da finden sich auch Nachfolger zur Übernahme solcher Flächen.

2 Likes

Da irrst du. Ich habe alles dafür getan und es tut mir auch ein bisschen leid.
Aber das Leben schreibt manchmal wunderliche Geschichten. Zufällig bin ich, zwar nicht inspiriert durch diesen Thread, sondern durch einen Kundenbesuch hierauf gestoßen.

Damit bin ich auch wieder näher beim Thema und werde mich wohl sogar praktisch damit befassen.

Das Ding mit den Retouren ist so eine Sache. Einerseits will man Verbraucherschutz beim Versandhandel, also gibt es das 14 tägige Rückgaberecht, andererseits will man nur Neuware an die Kunden verkaufen, also was macht man mit Produkten, die zurück kommen?

Der Händler ist ja auch voll in der Haftung drin, muss also jedes retournierte Teil ganz genau überprüfen und wieder in den Originalzustand versetzen, bevor es wieder raus gehen kann. Das geht aber nicht bei allen Sachen, bzw. wird zu aufwändig.

Bei hochpreisigen Sachen, wie Elektrogeräten, gibt es schon entsprechende Kanäle zur Verwertung als Gebrauchtwaren. Da ist dann die Frage, ob sich das für alle Produkte lohnt, oder akzeptiert wird.

Vielleicht sollte man da auch mal überprüfen, ob der Verbraucherschutz übertrieben wird. Es sollte ja nicht dazu führen, dass sich Leute fünf Kleidungsstücke schicken lassen, um vier davon wieder zurück zu schicken.

Der Link führt anscheinend nicht auf das, was Du meinst.