Fragen zum ersten BPT-Wochenende

Ich habe nur sporadisch eingeschaltet und nicht allzuviel mitbekommen, deswegen habe ich ein paar Fragen.

  • Was genau war das Problem der Kassenprüfer und wird das gelöst?
  • Was waren die Pro-Argumente, dass keine digitale Wahl stattfinden soll?
  • Hat dann doch eine digitale Wahl stattgefunden?

LG

Unsaubere Buchführung und mit einem neuen Kassenbuch. Vielleicht.

Die Rechtslage gibt das nicht her.

Nein. Es wurde nur versucht, die Wahl zu beeinflussen, indem “Meinungsbilder” stattfanden, mit denen schon mal abgeschätzt werden sollte, wer wie viele Stimmen kriegen könnte.

Um welche Beträge ging es?

lol

Lies das bitte im veröffentlichten Finanzbericht nach.

roflmao - hab gewonnen.

Warte, was kam bei den Meinungsbildern raus?

Dass sich mehr Menschen “vorstellen können” (die Formulierung ist natürlich gaga), manche Vorstände zu wählen, als andere.

Gibts denn irgendwo Ergebnisse?

Ja.

Merci mit 10 Zeichen.

Das mit dem Pshop ist recht unübersichtlich, wurde mal vor einiger Zeit einiges in der Flaschenpost dazu geschrieben.

Meine osteuropäische Nase hatte beim PShop bereits Korruption gerochen als sich andere noch lediglich über den schlechten Service beschwerten.

Meine Frage ist eher, ob das Theater mit den Kassenprüfern angemessen war oder nicht, ob die Beträge um die es geht relevant sind oder nicht.

Auf dem letzten BPT, auf dem ich war, wurde z.B. eine Stunde über drei Wörter in einem Antrag diskutiert.

Also so wie ich gehört habe hat sich da niemand bereichert. Also keine Korruption. Aber es wurde nicht sauber und Satzungskonform gewirtschaftet und so einige Kompetenzen überschritten. Und dann will halt jetzt noch die Sozialversicherung für die Mitarbeiter des Pshop Kohle sehen…

Sieht für mich eher nach chaotischer Vernachlässigung von Buchalterischen Pflichten und Unkenntniss in BWL aus was da gelaufen ist.

Hoffe die Partei lernt daraus und proffesionalisiert solche Dinge, vor einigen Jahren war halt noch viel Chaos und die Folgen davon sind noch immer nicht alle aufgearbeitet.

Andernorts war aber auch von der Möglichkeit für Regreßforderungen zu hören, und ob diese rein aus Mitleid bzw. Aussichtslosigkeit unterbleiben können sollten. Von außen ist die Wahrheit derartiger Aussagen schwer zu beurteilen, und die Kassenprüfer sind so ziemlich die einzigen, die dazu bisher etwas Licht ins Dunkel gebracht haben.

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Die Misswirtschaft ist genau so wenig aus “Unkenntnis” entstanden, wie sämtliche geschäftlichen und vertraglichen Details aus “Datenschutzgründen” der Parteiöffentlichkeit aggressiv und dem Transparenzgedanken vollkommen zuwiderlaufend vorenthalten wurden. Das hatte alles System und lief Jahre lang. Ein frisch gewählter BuVo ist mal sofort sofort ausgetreten, nachdem er sich (erfolglos) mit dem PShop befasst hatte, hat man mir erzählt.

Und dann haben die Verantwortlichen auch noch die Dreistigkeit, solche Lügengeschichten (“Der PShop-Krimi”) zu verbreiten, die auf einem BPT auch noch als Zettel an Tischen verbreitet wurden. Man muss schon ein naiver Nordwesteuropäer sein, um die kriminelle Energie nicht sofort zu erkennen.

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Wenn dem so ist dann wäre es die Aufgabe eines ordentlichen Gerichts das alles aufzuarbeiten. Warum wurden dann bisher keine juristischen Maßnahmen gegen die Verantwortlichen getroffen ?

Dazu wird sich von offizieller Seite ja leider nicht geäußert. Wie bereits geschrieben, der “Flurfunk” flüstert etwas von Mitleid bzw. Aussichtslosigkeit.

Wer weiß, vielleicht war es quasi legale Abzockerei. Die wirkliche Frage ist doch, wieso es zustande kam und Jahre lang unbehelligt laufen konnte, trotz der offenbar miserablen Qualität, die viele Verbände dazu drängte, Alternativen zu benutzen.

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Die laufen doch bereits, dachte ich.

Ich war ja eine Zeit lang dabei (in 2 BuVos). Mitleid würde ich für den aktuellen BuVo ausschließen. Zumindest als ich dabei war, war es unklar, ob sich der Aufwand lohnt. Viele Dinge, die so ein Shop verkauft, veralten recht schnell und sind nach ein paar Jahren wertlos. Anwälte wollen auch erstmal bezahlt werden. Dass zumindest ein Verfahren vor dem Sozialgericht läuft, weil es da um recht viel Geld geht wurde ja auch dem BPT gesagt. Bin etwas enttäuscht, dass die alten Autoreifen aus dem PShop-Außenlager bisher nicht auf dem BPT versteigert wurden :wink:

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Sagen wir mal so.
Den Parteimitgliedern ist Korruption gleichgültig.
Es interessiert sie nicht.
Die Mitglieder der Piratenpartei brauchen sich nicht über Korruption in anderen Parteien beschweren. Es interessiert einfach nicht.

Nein, es war planmäßiges Vorgehen, das hätte verhindert werden können und müssen.
Wir können da nicht unterscheiden zwischen Kreisvorständen und Bundesvorständen.

Nein, die Piratenpartei lernt daraus nicht, da Transparenz ein Fremdwort für die Piratenpartei ist.
Parteien sind transparent zu führen, genauso wie Kommunen, Länder und der Bund transparent zu führen wäre.

Es wurde versucht das Chaos zu beseitigen, aber dann wollte die Piratenpartei wieder Chaos und Intransparenz.
Das Bundesschiedsgericht hat nichts anderes getan, als für Intransparenz zu sorgen, da es Kontrollorgane kalt gestellt hat.

Nein, ist es nicht.
Es ist Aufgabe der Mitglieder der Piratenpartei Transparenz einzufordern und funktionierende Kontrollorgane zu installieren.
Das steht so im Parteiengesetz.

Diese funktionierenden Kontrollorgane sind in der Piratenpartei nicht mehr vorhanden, da die Mitglieder jegliches Fehlverhalten absegnen und die Personen mit Fehlverhalten sich darauf berufen, dass die Mitgliederversammlung ihr Verhalten abgesegnet hätte.

Das eigentliche Versagen liegt eindeutig auf der Seite der Mitglieder und ist eine Mischung aus Gutgläubigkeit, Mitschwimmen und mangelndem Charakter.
Dieses schlampige Verhalten der Mitglieder führt dann dazu, dass ein Skandal nach dem anderen durch die Hallen rollt
Das hat sich die Piratenpartei aber mühsam erarbeitet, da sie Dezentralität und Mehraugenprinzip ablehnt.