Förderung der Wasserstoffbasierten Brennstoffzellen

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Wasserstoff ist die alternative zu Elektro:

  • Große Reichweite: Tatsächliche Konkurrenz zum Benziner
  • Schnelles Tanken: Fast so schnell wie der Benziener
  • Umweltfreundlicher als je zuvor: Wasserstoff kann auch mithilfe von Solarthermie billig in der Wüste hergestellt werden, und dann billig mit umfunktionierten Erdöltankern nach DE gebracht werden

Eines der Probleme an Wasserstoff im Vergleich zu “Elektro” ist die schlechte Effiizienz. Der Wirkungsgrad von der Herstellung bis zur Speicherung ist irgendwo bei 30-40 %? Das ist noch nicht so gut.

Es kommt aber auch immer darauf an, was man vorhat. Für Züge und den Großteil des Individualverkers halte ich Strom für unschlagbar. Wo wäre der Nachteil gegenüber Wasserstoff? Ausgediente, alte Batterien könnten zudem als Stromspeicher/-puffer genutzt werden - die Anforderungen an so Batterien sind deutlich geringer als an ständige Ladezyklen. Züge, die nachts laden, könnten auch als Puffer benutzt werden für Stromspitzen in der Nacht.

Für Langstreckenautos sind Batterien dann wiederum nicht geeignet. Einfach, weil sie zu schwer sind. Tesla & Co schneiden über kurze Strecken super ab, aber diese Megateslas sind einfach Mist bisher (vom Gesichtspunkt der Energieeffizienz). Wenn man Leuten nicht angewöhnen will, alle 2 Stunden auf der Autobahn zu tanken, wäre Wasserstoff sicher ein Treibstoff, den man nutzen kann.

Das ist tatsächlich das blödeste, was man machen kann. Den dort produzierten Strom nach Europa bringen und hier in Wasserstoff umwandeln wäre wohl deutlich rentabler, als sich über die teure und komplizierte Transportlogistik Gedanken zu machen.

Momentan läuft die Wasserstoffherstellung außerdem noch mittels fossiler Brennstoffe (also der Wasserstoff wird aus Kohlenwasserstoffen gewonnen). Das ist nicht so pralle und alles andere als umweltfreundlich.

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Stell dir vor jeder hat eine Ladestation daheim stehen. Ich habe gehört das man dafür extrem Fette Kabel bräuchte wenn man ebenfalls gescheite Ladezeiten haben möchte.

Die Frage ist hier eher in wie fern das mit der Umweltbelastung durch Batterien ausbalanciert werden kann. Wie schon gesagt, man könnte tatsächlich massenweise Wasserstoff mit Wüsten-Energie bzw Solarthermie herstellen und dann verlustfrei transportieren

Wasserstoffspeicherung ist immer noch ein großes Problem. Stand jetzt zumindest nicht sonderlich wirksam. Und nachts kann ein Auto ja laden, da brauch ichs eh nicht. Generell - wie oft brauch ich das Auto? Weg zur Arbeit - Weg nach Hause. Einkaufen vielelicht noch - das sind vier Fahrten pro Tag. Da stellt sich natürlich die allgemeine Frage nach dem Individualverkehr der Zukunft. Wenn Autos Allgemeingut wären und die dann immer an Ladestationen stünden, wäre die Infratsruktur kein Problem.

Ja, könnte man, aber man macht es derzeit nicht. So einfach scheint es also nicht zu sein. Zum einen ist der Transport von Wasserstoff wie schon gesagt super ineffizient. Dann müsste man schauen, ob sich so eine lange Stromleitung nach Europa lohnt und wie die Verluste dann sind. Aber wenn die Herstellung und Speicherung nur eine Effizienz von (sagen wir mal) 40 % hat und dann nochmal Verluste durch die Stromleitung dazukämen (oder die Energie, die zur Lagerung und den Transport notwendig wäre, gegenrechnen), landen wir doch sicher irgendwo bei 25 % Effizienz - 75 % hätten wir also weggeschmissen.
Die Umweltbelastungen der Batterien rühren ja vor allem daher, dass sich bisher niemand dafür interessiert hat. Batterieforschung war jahrzehntelang kein Ding. Wenn die EU beschließen würde, dass Rohstoffe bestimmte Standards einhalten müssten, wäre die Umweltbelastung dahingehend deutlich verringert, denke ich. Gilt ja genauso wie für die seltenen Erden. Ist aber natürlich zukunftsmusik genau wie die Lithium-freie Batterie.

Wenn das wörtchen wenn nicht wäre.
Wobei… Das hätte sogar Threadpotenzial. Mach dazu evtl mal n seperaten Thread auf, sowas fände ich z.B. richtig genial. Kommunale E-Auto-Sharing Infrastruktur die nebenher als Energiespeicher für Energiespitzen verwendet werden kann.

Meinte das es vor ort umgewandelt und dann als Flüssigwasserstoff transportiert wird.

Well, das ändert natürlich die Dinge.
Aber da sollte halt auch mal Geld in die Hand genommen werden.

Die eigentliche Funktion von Wasserstoff sehe ich jetzt nicht primär in der Alternative zum Elektroauto.

Vielmehr ist es für mich jetzt erst einmal ein Energiespeicher, den man nutzen kann, um überschüssig produzierte Wind- und Solarenergie zu speichern.

Wie der so produzierte Wasserstoff dann vermarktet werden kann, wird die Nachfrage regeln.
Selbst wenn ich den Wasserstoff dann da einsetze, wo er heute noch mit fossiler Energie erzeugt werden muß.

Wichtig ist einzig, dass so eine Technologie mal angeschoben wird, damit sie in Wettbewerb treten kann, die Umwelt schützt, die Kosten senkt und den stetigen Ausbau von Wind und PV kostengünstig ermöglicht.

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In Frankfurt wird es bald Wasserstoffbrennzellen Regionalzüge geben. Der RMV hat die Ausschreibung gewonnen und für 500 Millionen € 27 “Coradia iLint” Triebwagen von Alstom bestellt.

Nach Angaben des Rhein-Main-Verkehrsverbundes wird bis zum Fahrplanwechsel 2022 / 2023 die größte Brennstoffzellen-Flotte der Welt auf die Schienen gestellt. Technisch fußt der eingesetzte Triebwagen Coradia iLint auf einem vielfach erprobten Diesel-Zug des Herstellers Alstom. Wasserstoff-Tanks und Brennstoffzellen ersetzen die Diesel-Komponenten. Zumindest im direkten Betrieb eines solchen Zuges fallen keine klimaschädlichen Emissionen an, weil in einer Brennstoffzelle Wasserstoff kontrolliert mit dem Sauerstoff aus der Luft reagiert und so Strom für den Elektromotor liefert. Zwei schwere Batterien speichern zusätzlich die Bremsenergie und überschüssigen Strom aus der Zelle.

Das Gute daran ist wo diese eingesetzt werden gibt es ein Chemiewerk (Industriepark Höchst Infraserv) das Wasserstoff herstellt und in einen Tank abfüllt.

Diese Bahnen werden auf folgende Strecken eingesetzt:

RB11 (Frankfurt-Höchst – Bad Soden)
RB12 (Frankfurt – Königstein)
RB15 (Frankfurt – Bad Homburg – Brandoberndorf)
RB16 (Friedrichsdorf – Friedberg)

Mit Rechtsklick in einem neuen Tab bitte öffnen.


© Alstom - René Frampe


© Alstom - Michael Wittwer


© Alstom - Michael Wittwer

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Das ist natürlich Blödsinn und Schönrechnerei. Beim Steam-Reforming fällt pro Molekül Wasserstoff ca. ein halbes Molekül CO2 an, dazu noch die CO2-Bilanz des Strommixes gerechnet. In Thüringen soll auch ein Modellprojekt an den Start gehen, naja …


Ich sage das alles so kritisch am momentanen Stand der Technik. Ich sehe durchaus, dass Wasserstoff in ein paar Jahren super effizient sein kann (immerhin forsche ich dran …), aber ich sehe Batterien für die meisten Anwendungen vorne.

Die können lange warten bis das in Thüringen an den Start geht da Frankfurt am Main und der RMV den Zuschlag von Alstom bekommen haben die anderen Städte/Länder die sich beworben haben können mit frühestens 2030/2040 rechnen.

Ich bitte um eine Quellenangabe für deine Behauptung
“Beim Steam-Reforming fällt pro Molekül Wasserstoff ca. ein halbes Molekül CO2 an”

Das Modellprojekt soll in Thüringen trotzdem an den Start gehen, da ist wohl noch gar nichts sicher soweit ich weiß. Ist ja auch nur eine Bummelbahn im Thüringer Wald.

Jaja, es ist spät, falsch gerechnet; es ist ein Viertel bis ein Drittel Molekül CO(2) an. Ergibt sich direkt aus der Reaktionsgleichung.