Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Website Piratenpartei Deutschland

Flächendeckende Einführung kostenloser Verleihe von E-Bikes


#21

Das ziehe ich ein bisschen in Zweifel. Ich denke, wenn mehr Menschen mit einem E-Bike fahren, auch mehr Unfälle passieren.

Zudem finde ich bei allen E-Fahrzeugen problematisch, dass sie sehr leise sind. Ich habe mir z.B. auch schon überlegt einen E-Roller (nicht E-Bike) zu kaufen, aber neben der Batterieladezeit/-haltbarkeit finde ich es problematisch, nachts mit solch einem Ding zu fahren. Die sind ziemlich schnell und sie verursachen kaum ein Geräusch.
Ich wüsste gerne, ob es bereits Studien dazu gibt, ob sich die Unfallhäufigkeit durch E-Fahrzeuge erhöht.


#22

Könnte sein, das Gegenteil könnte aber auch der Fall sein, eine Fahrrad-Infrastruktur vorrausgesetzt. Wenn Räder nicht mit PKW und nur selten mit Fußgängern um Verkehrsraum konkurrieren könnten die Unfallzahlen dadurch schon sinken.

Könnte natürlich auch sein, das leichte Verletzungen wie Schürfwunden und Prellungen häufiger werden, dafür sollte es dann aber weniger Tote durch PKW-Unfälle geben. Extrem zugespitzt meinte ich das mit “weniger schwer verunfallen”.

Im Falle von Fahrrädern sollte sich am Geräuschpegel nicht viel ändern.
Mich würde eher der Zusammenhang Unfallzahlen-Fahrradanteil interessieren.


#23

Ich denke die meisten tödlichen Unfälle passieren auf der Landstraße, Bundesstraße oder Autobahn. Die 30er Zonen sind in den deutschen Städten ja schon ganz gut ausgebaut und schneller als 50 km/h darf sowieso nicht gefahren werden.


#24

Trotzdem ist ein Unfall Fahrrad-Fahrrad immer im Größenordnungen ungefährlicher als ein Unfall Fahrrad-PKW oder gar PKW-PKW, weil PKW durch ihre Masse ein Vielfaches der kinetischen Energie von Fahrrädern haben.

Tödlichste Falle in Städten sind wohl Rechtsabbieger, die sind meistens nicht besonders schnell.


#25

Ich habe Bekannte die haben sich durch riskantes Fahrradfahren (Wheelie) das Genick angeknackst oder sich durch eine plötzlich aufschwingende Autotür überschlagen.


#26

Keine Ahnung was du damit sagen willst, wohin das führen soll und warum man so umgehend bei sowas landet.

Ich hab nen Bekannten, der hat sich sein Bein gebrochen, als er beim nach-der-SBahn-rennen ausgerutscht ist. Kein Scheiss!


#27

Ich will damit sagen, dass Fahrradfahren riskant sein kann und es bietet weniger Schutz als ein Auto. Es gibt ja nicht umsonst diese großen Limousinen und SUV’s. Die Leute fühlen sich darin einfach sicherer. Wenn die E-Bikes kostenlos eingeführt wird, werden diese Bikes doch vorallem von den Altersgruppen 14 - 50 genutzt werden und diese neigen teilweise zu einem riskanten Fahrstil.


#28

Die Unfallstatistik zeigt das klare Gegenteil. Autofahren ist viel gefährlicher als Fahrradfahren. Der Grund liegt in der Gefährlichkeit der Autos für andere Verkehrsteilnehmer, nicht in ihrer Sicherheit für den Fahrer. Sich ohne PKW als “Unfallgegner” auf nem Fahrrad selbst schwer zu verletzen setzt schon viel Leichtsinn vorraus und dann sind mir solche Personen auf nem Fahrrad definitiv lieber als in nem Auto.


#29

Du gibst ja selbst zu, dass es sein kann das leichte Verletzungen zunehmen. Und meiner Meinung passiert das nicht nur durch riskantes Fahren (auch wenn hauptursächlich), sondern auch durch erhöhtes Verkehrsaufkommen.

  • Wenn es bei Autos ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Stadt gibt und es ein Auffahrunfall gibt, ensteht ein Blechschaden. Der Mensch bleibt unverletzt.
  • Wenn es bei E-Bikes ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in der Stadt gibt und es einen Auffahrunfall oder Zusammenprall gibt, gibt es eine Knochenfraktur, Verstauchung oder Schürfwunde. Der Mensch wird verletzt.

Nicht, dass ich komplett gegen die Einführung der kostenlosen E-Bikes und den Ausbau der Radwege in der Stadt bin, aber das sollte kritisch betrachtet werden.


#30

Oh, da liegt bei dir Irrtum vor, aber der ist noch weit verbreitet.

Ein E-Bike ( Pedelec auch die S-Pedelec) Bewegen sich kein cm ohne daß du pedalierst.
Du musst ! In die Pedale treten, der Motor hilft dir nur beim Fahren. In der Ebene merkst du kaum ein Unterschied zum normalen Bike, du bist nur schneller unterwegs. Bei mir sind es 27,5 km/h bis der Motor abschaltet. ( 25 km/h + 10% Toleranz)
Der Kraftaufwand ist der gleiche wie beim BioBike und Tempo 16 km/h.

So richtig zieht das E-Bike beim Bergaufahren, da spielt es den Vorteil voll aus, und statt Puls 180 fährt man mit Puls 130. Dazu braucht es aber auch eine anständige Untersetzung ( Schaltwerk, Kassette usw.) Du kommst ja auch nicht auf die Idee eine steile Straße im 5. Gang mit Pkw hochzustottern :wink:

Zur Rekuperation… Tolle Idee aber fern der Tauglichkeit.
Mach doch Mal die Überlegung woher die Energie kommt und wohin sie geht, wenn du beim pedalieren mit Elektroantrieb gleichzeitig den Akku lädst.

Der Motor unterstützt dich mit 200W, gleichzeitig läd der Akku mit 200W ?
Da kannst du auch gleich Bio-Bike fahren.

Man kann natürlich auch mit 200 W Unterstützung fahren, und den Akku mit 50 W Laden, das wiederum ist das gleiche wie mit 150W Unterstützung fahren :wink:

Sowas würde nur was bringen wenn du eine Stunde oder länger nur bergab fährst, und auf Bremsen verzichtest.
Das aber auch nur dann, wenn du ein Nabenmotor hast, die wiederum sind ziemlich ineffizient, am effektivsten sind die Mittelmotoren, da aber gibt es keine Rekuperation.


#31

Ich meinte Anonym.

Seltsame Forensoftware :frowning:


#32

Zumindest bis jetzt zeichnet sich bei Pedelec ein erhöhtes Unfallrisiko ab.
Der Grund ist schnell erklärt. Die Pedelec pedalieren sich nicht nur leichter, sie beschleunigen auch leichter, und das auch bergauf.

Wo man früher auf einer Kreuzung noch fest pedalieren musste um nach rechts abzubiegen, “fliegt” man bei einem Pedelec geradezu in die Kurve rein. Die Folge : Man gerät auf die Gegenfahrbahn.
Ich hatte anfangs selbst massive Probleme auf Trails die ich vorher quasi blind gefahren bin, nun noch eine Kurve zu fahren, ich war oft im Gebüsch gelandet, weil meine gewohnte “BioBike” Technik da einfach zu aggressiv war.

Aber es steht ganz groß im Handbuch des Herstellers, geziert mit Warnschilder und Ausrufezeichen.

“Bitte machen sie sich abseits von Trails, Waldwegen oder des Straßenverkehrs mit ihrem E-MTB vertraut.”

Ein besonderes Risiko sehe auch ich bei Senioren. Ihr Leben lang Bio gefahren, und nun plötzlich ein Teil das in Kurven oder Bergauf beschleunigt.

Wer das nicht handeln kann gefährdet sich und andere.

Darum würde ich für einen verpflichtenden Fahrkurs für E-BIKES plädieren, egal welches Alter. Es muss ja nicht gleich ein Führerschein sein, aber eine Kursteilnehmer welche Anwesenheit und Teilnahme verpflichtend ist, wegen mir auch nur 2 Stunden lang.


#34

Wieso Fahrschulen ?

Sowas kannst du auch hier machen :slight_smile:


#35

Also wenn sich das wirklich realisieren ließe, wäre ich der letzte welcher was dagegen hat.
Seit ich das E-Bike habe bleibt der PKW meistens stehen. Den 5 km entfernten Supermarkt war mir zu weit zum laufen, also mit Auto. Nun mit E-Bike, weil Zuladung nicht mehr ins Gewicht fällt.
Sprudelkästen ( Glasflaschen zur Vermeidung von Plastikmüll) kann man mit dem E& MTB zwar nicht transportieren, aber alles was in den Wanderrucksack ( 40 l ) passt, und das ist meist ausreichend.

Es gibt ( noch ) keine Rekuperation Bremsen an E-Bikes, aber eine nutzlose Rekuperation, welche nur beim Bergabfahren den Nabenmotor zum Dynamo macht, und dabei auch das Bike bremst, man muss aber je nach Gefälle oft noch die anderen Bremsen mitbenutzen.

Ich sage “nutzlos” wegen folgendem Hintergrund : ein 2 A Ladegerät braucht 7,5 Stunden um den 500 W Akku voll zu laden, ein 4 A Ladegerät schafft es in 4 Stunden…
Wie schnell und wie lang müsste man bergab fahren um den Akku nur um 20% zu laden ?
Sobald man bremst, und das wäre oft anzuraten “verbrät” man wieder einen großen Teil der Kinetische Energie zu Wärmeenergie.

Bei den heute üblichen Mittelmotoren ( Brose, Yamaha, Bosch, Schimano ) geht Rekuperation sowieso nicht.


#36

Halte ich für kein Problem, in D wirds allerdings schwierig. Denn die deutsche Verkehrsinfrastruktur ist für Fahrräder extrem ungünstig. Mit den Radwegen sehr häufig neben dem Bürgersteig, das macht Radwege zur Todesfalle. Auch sonst bewegen sich Fahrräder häufig im gleichen Verkehrsraum wie PKW. In Holland oder Stockholm gibts eben eine extra Fahrrad-Infrastruktur, mit klarer Trennung der Verkehrsteilnehmer. Ohne dies, wirds meiner Meinung nach schon ziemlich riskant.
Ansonsten, wirds mit Leih-Ebikes vermutlich ähnlich wie mit normalen Leihfahrrädern, die Mehrheit bevorzugt immernoch das eigene Rad. D.h., Infrastruktur braucht man in D m.M.n. sowieso.


#37

Das schlimmste an Leihbikes war für mich immer der Zustand der Bikes :frowning:

Einmal brach der komplette Vorbau ein, die Federgabel schlug bis zum Anschlag durch und ich stieg über den Lenker ab, ein anderes Mal flog die Bremsscheibe davon, oder besser gesagt der Rest davon, die war vielleicht noch 0,5 mm dick.
Oder voll geladenes E Bike, und nach 15 km schaltet das Ding ab. Akku leer, nach 15 km ebener, leicht bergauf gehender Strecke.
Akku Lebensende erreicht, wird aber trotzdem gegen Cash verliehen…


#38

Da gibt es drei Möglichkeiten:

  • Die Qualität der Leihbikes muss erhöht werden (Stichwort: “Unkaputtbar”)
  • Modulare Leihbikes, die einfach Upgedatet oder Modifiziert werden können (siehe Modularität)
  • Regelmäßig neue Leihbikes (Leasing bei einem Privatunternehmen)

#39

Ich fürchte jemand muss für die Entwicklungskosten aufkommen. Unkaputtbare E-Bikes

Die Technologie steht noch ganz am Anfang…