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Flächendeckende Einführung kostenloser Verleihe von E-Bikes


#1

Wie wäre es landesweit flächendeckend kostenlose E-Bike-Verleihe einzuführen?


#2

Finanziert von wem?


#3

Vom Nutzen. E-Bikes bringen mehr Nutzen, da mehr Leute mobiler werden. Es geht doch erstmal um die Ideen und dannach um die Umsetzung und Finanzierung. Man könnte ja mal eine paar Tests starten bevor man es flächendeckend einführt. Die E-Bikes könnten ja auch über Werbung finanziert werden etc.


#4

Kann ich meine Miete auch in Nutzen zahlen? Und meine Lebensmittel?


#5

Warum fragst du, in Sachen Nutzen bist du doch eh völlig pleite.


#6

Die Lebensmittel werden von Drohnen geliefert :wink: Mir geht es erstmal darum, dass man für viele Tätigkeiten in der heutigen Gesellschaft mobil sein muss. Man muss zum Arbeitsplatz fahren, da es noch zu wenig Homeoffice-Arbeiten gibt. Man möchte mobil sein um Neues zu sehen und Leute zu treffen, sich einfach inspirieren zu lassen und Freiheit zu erleben und zu erfahren. Inspiration und Vernetzung erzeugt Innovation, welche wiederum einen größeren Nutzen erzeugt. Das System wird sich dann irgendwann selbst tragen, wenn die Infrastruktur erstmal da ist. Ein Zwischending, zwischen Auto und Fahrrad währe natürlich optimal, etwas Smartähnliches mit sehr niedrigen Kosten, so das auch die Kommunen so etwas finanzieren könnten.


#7

Das war der entscheidende Satz - vielleicht ist es mit direktem Zitat klarer. Man kann viele weltfremde Forderungen stellen, aber wenn wir, wie wir behaupten, die mit den Fragen sind, dann müssen wir auch diese stellen: von welchem Geld? Denn wenn wir das nicht tun, tut es die politische Konkurrenz und das wird dann peinlich.

“Wir wollen xy, aber haben keinen Plan, wie das gehen soll.” 0/10, bitte nicht wieder wählen. Ob ich persönlich das für eine habenswerte Sache halte, ist dabei unerheblich. Ich hätte auch gern einen Wombat…


#8

In Richtung Elektromobilität fände ich es wichtiger, wenn wir uns verstärkt darauf konzentrieren, dass elektrische Kleinstfahrzeuge endlich legal am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Also E-Boards, E-Skater etc., wegen unserer Forderungen für die LTW Bayern ist die eMobilität-Community bereits auf uns aufmerksam geworden, es wird Zeit, dass wir auch auf sie aufmerksam werden.

“So reden Parteien […] in Interviews desöfteren davon dass “die Rückeroberung des Verkehrsraums durch Fußgänger, Radfahrer und neue Nutzer von Kleinstfahrzeugen […] begonnen” hätte, den Ausbau der Infrastruktur für eMobile fordert in ihrem Parteiprogramm allerdings lediglich die progressive Piratenpartei.
Eboard-Evolution: Bahn frei für E-Mobilität


#9

Merle, von dir kommt wie gewohnt nur Stuss und heiße Luft.

Natürlich macht es Sinn so eine Frage, erstmal zur Klärung der Sinnhaftigkeit
in den Raum zu stellen um dann, wenn diese geklärt, bzw. bestätigt ist,
sich um weitere Details wie dann eben auch die Finanzierung Gedanken zu machen …

zur Idee als solche: warum nicht die Überlegung wagen, die E-Mobilität in der beschriebenen Form als “Bike-Sharing” an unser ÖPNV-Konzept anzugliedern?
Es würde mE die dort vorhandenen Lücken durchaus sinnvoll schliessen …


#10

Danke für deine freundliche Reaktion auf meinen Einwand. Möchtest du das interessierten Wählern am Infostand, die sich zu Recht fragen dürften, wer denn für welche Gegenleistung diese “kostenlosen” Dinge tun sollte, auch pöbelnd erklären oder bekommst du es dort etwas besonnener hin?


#11

Da du den Unterschied scheinbar wirklich nicht erkennst:

Am Infostand “verkaufen” wir den Bürgern fertig (durchdachte) Konzepte und Ideen
HIER in diesem Thread geht es um eine Abschätzung einer Idee, ob sie

  • andere Leute anspricht und zum Mit-draufrumdenken einlädt
  • möglicherweise mehrheitsfähig sein könnte

WENN diese Fragen positiv entschieden sind und der Vorschlagende dann immer noch Bock hat an dem Thema weiter zu arbeiten (was unter anderem durch unqualifizierte, unpasende Zwischenfragen oder Dauergenörgel verhindert werden könnte)
DANN kann man sich auch mit solchen Fragen beschäftigen, woobei die Finanzierbarkeit die ja auch durch eine Querfinanzierung oder ähnlichem passieren könnte dann irgendwo im hinteren Bereich Platz findet.

Ansonsten bekommen Schwafelbacken, die in Threads rumtrollen, die mich interessieren einen verbal vor den Bug, ja … vor Allem, wenn sie so unqualifiziert reinlabbern wie du hier …

so rein interessehalber, kannst du eigentlich auch konstruktiv?


#12

Ich meine das z.B. Facebook, sowie ein Großteil der Presse sich doch auch hauptsächlich über Werbeeinnahmen finanzieren. Wieso nicht E-Bikes kostenlos vollplakatiert mit Werbung vermieten?


#13

Überlegen wir mal die Hintergründe so eines freien E-Bike verleihes.

  1. Die Bikes müssen gekauft werden. Wenn man sich nicht auf ein Himmelfahrtskommando einlassen will, bekommt man ein brauchbares E-Bike im Mengenrabatt für so 1800 - 2000 Euro Ekp. ( Zum Vergleich, meines hat 3100 gekostet, ist aber ein reines E-MTB)

  2. Die Mentalität vieler Menschen, (was nix kostet ist nix wert) D.h. viele dieser Bikes werden nicht unbedingt so behandelt wie man sein eigenes Bike behandeln würde, was weitere Kosten für Wartung und Reparatur bedeutet.

  3. Es muss eine ( IT? ) Gesteuerte Logistik dahinter stehen, damit jemand sich nicht einfach ein Rad unter den Nagel reißt und zum “Dauerleiher” wird.

  4. Das größte Manko sind die Ladezyklen der Bikes. Ausgehend von einem Bosch 500W Akku, sind rund 300 Ladezyklen möglich ohne dass die Leistung merklich abnimmt, bei täglichem laden wäre das rund ein Jahr.
    Bei 600 Ladezyklen ist die Leistung schon deutlich auf etwa 60% gesunken, ab da wäre ein neuer Akku fällig. Der kostet zwischen 600 und 700€.

Das nur mal als Überlegung zu dem ganzen.


#14

Vielen Dank für diesen konstruktiven Beitrag :slightly_smiling_face:

Es gibt doch Bike-Generatoren. Werden die beiden Prinzipien nicht bereits verbunden? Ich meine, dass durch selber strampeln oder Berg abrollen (Rekuperation) die Batterie auflädt?

Ja, ich würde Sensoren in die Bikes verbauen, welche anzeigen ob das Bike besetzt (“Blau=Besetzt” und “Grün=Frei”) ist und wo es steht. Wenn das Bike zu lange an einem dafür nicht vorgesehen Ort steht wird das Bike rot angezeigt. Desweiteren gibt es städtische Wartungscenter, die öffentlich finanziert werden.

(Desweiteren können die Bikes nicht das ganze Jahr über gleichmäßig genutzt werden. Deswegen würde ich auch noch autonome Busse und Uber-Fahrdienste parallel einführen. Die Busse können per App gerufen werden, die E-Bikes per App angezeigt werden und Uber-Fahrten sehr günstig über eine App gebucht werden.

Zukunftsmusik: Autonome E-Bikes werden wohl noch nicht so schnell kommen… Außer die Bikes können Stützräder ausfahren und dann selbständig steuern oder selber Ausbalancieren oder man baut gleich Dreiräder, um dann in Zukunft vielleicht autonom agieren zu können.)

Wie gesagt würde ich die E-Bikes mit Werbung vollclustern und über ansässige und kommerzielle Unternehmen finanzieren lassen. Vorallem lokale Supermärkte dürften an E-Gefährten Interesse haben, da sie in Zukunft möglicherweise in Konkurrenz zu den Lieferdrohnen von Amazon stehen.

Ahnungslosigkeiten:
Ich frage mich auch, wieso es noch keine selbstaufblasbarenen Schläuche für Fahrräder gibt, und das obwohl es schon selbstaufblasbare Isomatten etc. gibt?

Zudem: Wieso braucht ein E-Bike noch ein Kette, Zahnkranzpaket, Kettenblätter, Umwerfer, Schaltung etc.? Die Pedale werden doch nur noch gebraucht um die Batterie aufzuladen und nicht mehr zum Vorwärtskommen.

Auch: Könnten die E-Bike einer Kombination aus Strandcar/Golfcar und Trettboot ähnlich gestalten werden. d.h. mit Dach und Verstauungsmöglichkeiten, sowie Pedalen und Solarzellen zur Aufladung. Zudem könnten auch die lokalen Supermärkte Auflade-Möglichkeiten vor ihren Märkten bieten.

Wenn das Problem mit den platten Reifen gelöst wird, müsste ein E-Bike kaum gewartet werden, außer es baut einen Unfall.


#15

Was ist mit

  • Ladestationen E-Bikes laden nicht vom rumstehen,
  • Du brauchst ein Team, das rumfährt und verwaiste Bikes einsammelt.
  • Jedes Bike braucht eine GPS-Tracker damit du es wiederfindest.
  • Die musst den Platz anmieten wo die Bikes stehen sollen.
  • Du musst versuchen die Dinger gegen Diebstaht zu versichern

Das bedeutet, du musst pro Rad vermutlich mindestens 100-200 € Unterhaltskosten rechnen.

Und wer will den überhaupt in der Großstadt auf einem Bike im Straßenverkehr sein Leben riskieren?
Gibt es dafür wirklich einen “Markt”.


#16

Es könnten auch kleine Brötchen gebacken werden und erstmal normale Fahrräder kostenlos verliehen werden. Gibt es das nicht schon in den skandinavischen Ländern?
Diese “normalen” Fahrräder würden dann über Werbung und Standortdaten bezahlt.


#17

In machen Großstädten fällst du schon an jeder Ecke über verwaiste Mietbikes. Weil die keiner aufräumt.


#18

Von welchen Großstädten redest du? In Deutschland?

Das Problem ist, dass es in vielen Bundesländern in Deutschland ziemlich hügelig ist (deswegen habe ich den Vorschlag mit den E-Bikes gemacht) und die Fahrradwege kaum ausgebaut sind, so dass man auf der Straße fahren muss.

Ich dachte schon, du meinst Berlin.

Ok, dann komme ich wohl aus der letzten Ecke in Bayern. In meiner Umgebung (eine Mittelgroße Stadt) habe ich keinerlei solcher Angebote gesehen.


#19

z.B. Düsseldorf

https://www.express.de/duesseldorf/duesseldorf-archiv/irres-wildparken-das-sind-die-absurden-auswirkungen-der-leihraeder-in-duesseldorf-31081282

die Bahn bietet aber z.B. Fahrräder bundesweit an


#20

Ist soweit ich weiss bei E-Bikes noch nicht verbreitet. Ich weiss auch nicht wie hoch der Aufwand dafür wäre. Ich gehe mal davon aus, das man aus StVo-Gründen nicht auf herkömmliche Bremsen verzichten kann - diese dürften ihre Bremskraft dann aber nur im Bedarfsfall entfalten, sonst nehmen sie der Rekuperation die Energie. Stelle ich mir regelungstechnisch (und damit im Zusammenhang vor allem rechtlich) recht schwierig vor.
Soweit ich weiss, ist der E-Antrieb bisher bei den allermeisten E-Bikes als reiner Zusatzantrieb konzipiert, d.h. er Unterstützt quasi beim in-die-Pedale-treten, ist keine Zusatzenergie nötig, schaltet er einfach auf Null Leistung.

Es gibt in Europa bereits viele vergleichbare Konzepte mit herkömmlichen Fahrrädern, als Beispiel mal das von JCDecaux. Das Unternehmen kennt man evtl. bereits von vielen Werbetafeln in D, JCDecaux ist “weltweit eines der größten Außenwerbungsunternehmen”. Ich habe das Beispiel deshalb gewählt, weil man durch die bereits jetzt vorhandene Größenordnung und den Stellenwert des Unternehmens darauf schließen kann, dass sich solche Konzepte bereits als erfolgreich erwiesen haben.

JCDecaux scheint auch bereits aktiv an einem solchen Konzept für E-Bikes zu arbeiten:

Zur Finanzierbarkeit, sollte man evtl. die Bilanz etwas erweitern. Evtl. kann man eine solche Infrastruktur in das lokale ÖPNV-Unternehmen integrieren und öffentlich bezuschussen. Dadurch spart man evtl. Kosten bei der bestehenden, beispielsweise Bus-Infrastruktur. Wenn man will, kann man noch ne volkswirtschaftliche Gesamtbilanz versuchen, es gibt sicherlich einen Mehrwert im Gesundheitssystem wenn die Menschen sich dadurch mehr bewegen, weniger Abgase in die Städte pusten und vllt sogar weniger schwer verunfallen.

Es gibt schon sehr lange selbstabdichtende Fluide, die man mit in den Reifen pumpen kann. Ansonsten könnte man noch über Vollgummi-/Granulatmischungen nachdenken. Ne angeschlossene Luftpumpe an jeder Ladestation ist sicherlich auch nicht unrealisierbar :wink:
Im Prinzip besteht der gesamte Antriebsstrang bei nem E-Bike aus Pedalen+Kettenblatt, und ner Kette zur Nabenschaltung am Hinterrad. Der Motor ist irgendwo dazwischen, entweder an Kette, Nabe oder Tretlager (entspricht Kettenblatt) oder eben direkt in der Nabe des Vorderrades. Alle Komponenten sind bereits so schon geschlossen und daher witterungsbeständig und Wartungsarm, bis auf die Kette, welche bei E-Bikes aber meistens ein Karbonriemen ist. Die Komponenten könnte man nochmal zusätzlich alle zusammen einhausen, dann wäre der Wartungsaufwand sowie der Verschleiß vermutlich recht gering.