Finanztransaktionssteuer und Datenschutz

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Mir ging eben etwas durch den Kopf und ich würde gerne mit euch darüber diskutieren.
Einerseit wollen wir, dass möglichst wenig Daten gesammelt werden, insbesondere durch staatliche Stellen.
Andererseits gibt es viele, die eine Finanztransaktionssteuer für eine gute Idee halten.
Müssten für die Umsetzung einer solchen Steuer nicht aber wiederum sehr viele Daten gesammelt werden?
Wie seht ihr das?

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An der Börse gibt es doch jetzt schon genügend Regulationen, so dass man die Daten bereits hat, allein schon wegen Geldwäsche, oder nicht?

Es geht nicht um die bloße Menge der Daten sondern ob sie für den (Steuer-)Vorgang notwendig sind.

Wäre z.B. der Käufer steuerpflichtig, bräuchte das Finanzamt eigentlich nicht zu wissen welche “Aktien” gekauft wurden und von wem sie gekauft wurden.

Es müssen nicht mehr Daten erhoben werden als beispielsweise bei der Mehrwertsteuer oder der Kapitalertragssteuer. Im Grunde ist das wie mit den Notarkosten beim Hauskauf.
Die Gelder der Finanztransaktionssteuer werden beim Handeln abgegriffen und anonymisiert abgeführt.

Genau, eine allgemeine Transaktionssteuer läßt sich als Abgeltungssteuer vollkommen anonymisiert umsetzen. Lediglich für Ausnahmeregelungen (beispielsweise zwischen Konten des gleichen Inhabers oder Privatkonten) ist deren Bestehen (nicht die Beträge) festzuhalten. Von nachträglichen Erstattungsoptionen sollte man besser absehen, damit keine ungedeckten Abflußorgien wie bei der Umsatz- oder der Dividendenbesteuerung entstehen können.

Es geht m.W.n. um Computerhandel und der damit verbundenen Möglichkeit durch sehr häufige Käufe sichere (und hohe) Profite zu machen. Wenn z.B. ein Rentner sein Depot umschichtet sind das Cent Beträge, die anfallen.

Ja, aber gerade in Deutschland wird ja alles möglichst kompliziert und mit vielen Ausnahmeregelungen aufgesetzt…