FDP, CDU und AfD wählen gemeinsam ein Ministerpräsident für Thüringen

Nach dem Aufschrei der Bundes-CDU als Thüringer die Zusammenarbeit oder Duldung mit den Linken laut wurde, bleibt bei der AfD aus. Die FDP outet sich als die rechte Kraft, die sie schon länger ist.

Sehr viel Geschichte wurde heute vergessen, und es bahnt sich ihre Wiederholung an.

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Auch wenn dies “offiziell, amtlich” ein korrektes Vorgehen war, hat sich hoffentlich die FDP damit einen Bärendienst erwiesen.
Vielsagend war der Satz von Gerhard Baum (FDP): “Ein Hauch von Weimar weht seit heute über das Land”.

Die Frage ist nur, in welcher Form der Wähler dies bei den bald kommenden Neuwahlen in Thüringen “honorieren” wird?
Hier gibt mir die “Abstimmung” unter folgendem FAZ Artikel zu denken. Dort gibt es tatsächlich auf die Frage: " Ist FDP-Politiker Kemmerich eine gute Wahl?" ein Unentschieden bei 40.000 Votes.
Tja…

Der Twitter User “Rationale Piraten” zeigt mal wieder, dass er weder rational noch Pirat ist.

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Wir sollten Gerhard Baum für seine vernünftigen Aussagen die Ehrenmitgliedschaft in der Piratenpartei verleihen. Nimmt er Sie an bringt das viel publicity, lehnt er das ab würde uns das zumindest viel Aufmerksamkeit und Bericherstattung einbringen.

Was haltet ihr davon ?

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Na dann #nieMehrCDU #nieMehrFPD

Mike Mohring (CDU) zufolge war das Vorgehen mit der Bundespartei abgesprochen.

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Geschichte wiederholt sich:

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Klare Linie dazu von den Grünen, von AKK, von den Linken…
Mit Faschisten wollen wir nichts zu tun haben1
Und Piraten?

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Piraten haben das verbreitet:

Die AfD hat es erfolgreich geschafft, die demokratischen Parteien vor sich her zu treiben. Mit der Annahme der Wahl zum Ministerpräsidenten legitimiert Kemmerich zukünftige Forderungen nach Zugeständnissen der Partei vom rechten Rand. Sich überhaupt zur Wahl zu stellen war ein taktischer Fehler, der das Risiko in sich trägt, unsere Demokratie nachhaltig zu schwächen und faschistischen Bestrebungen die Tür zu öffnen. Als liberale Partei betrachten wir diese Entwicklung mit großer Sorge.“

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Das dürfte aber etwas missverständlich sein. Zumindest ist der Satz schlampig formuliert. Da hätte ich mir etwas mehr Sorgfalt gewünscht, um dem Ernst der Lage gerecht zu werden.

“Taktischer Fehler”? Was für eine Verharmlosung. Klare Kante geht anders. Aber die erwarte ich von den Piraten schon lange nicht mehr.
Und die Pirationalen haben dem Kemmerich sogar gratuliert.
Nur weiter so!
Mal 'ne Frage: Haben auch Piraten vor der FDP-Parteizentrale demonstriert?

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Hoffentlich versteht die Piratenpartei, warum die Duldung und das Treiben der Rationalen inakzeptabel ist.

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Ja, besonders auch die Piraten.
Es musste ein Tweet der Berliner Piraten gelöscht werden, andere Piraten (?) versuchen sich in “Chancen” die es durch die “demokratische Wahl” Kemmerichs geben könnte.
Und wieder andere sehen es als einen ganz"normalen" demokratischen Vorgang.

Während andere Parteien wie Grüne und sogar die CDU sehr deutliche und klare Worte finden in Bezug auf eine Nazi-Partei, kommt von den Piraten so ein weich-gespültes Statement.
Nein, die AfD hat es nicht geschafft andere Parteien vor sich her zu treiben, die Parteien haben sich treiben lassen!
Gerade Piraten sollten doch wissen, wie es funktioniert, eine Partei durch Ausgrenzung in der Bedeutungslosigkeit verschwinden zu lassen.

Welche Taktik glauben denn die Piraten, hat hinter dem gestrigen antidemokratischem Spiel gestanden?
Der Linkspartei als stärkste Kraft im Land eines auszuwischen?
Trotz und Wut?
Die “bürgerlichen Mitte incl. der AfD” zu etablieren?

Es war von der FDP kein taktischer Fehler, es war Borniert und Dumm zu glauben, die stärkste Partei in Thüringen auf diesem Wege zu diskreditieren. Und dabei wissend in Kauf zu nehmen, die AfD weiter zu stärken.

Nach diesem Artikel frage ich mich, wie hätte denn eine “gute Taktik” der Piraten ausgesehen?

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Nicht nur inakzeptabel, davon gehört sich klar und deutlich distanziert! Und je schneller desto besser!
Deren Tweets bekommst du im die Ohren gehauen, sollten wir mal wieder relevant werden!
Und dann ist alle Mühe und gute Arbeit inclusive einem guten Programm nur noch nebensächlich.
Auch das sollten wir doch mit einem Blick auf unsere parlamentarische Vergangenheit wissen.

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Für meine Gesundheit ist es aber besser sich mit Positivem zu beschäftigen.
Da bin ich ganz egoistisch.

Wenn Wähler doof und ungebildet sind, dann sind sie einfach doof und ungebildet.

Laßt die Räder in Thüringen jetzt doch einfach mal 4 Jahre still stehen und Lindner sich weiterhin immer weiter nach rechts bewegen.
Das Problem hat doch jetzt erst einmal die FDP mit Lindner.

Das sind leider sehr viele Piraten. :frowning:
Nur, wenn das wenige negative das viele positive überschattet, dann ist dein Egoismus eine Sisyphos Arbeit.

Politische Arbeit besteht aber auch zu einem Teil darin, aus den Problemen anderer Parteien Profit zu schlagen.
Und dies nachweisbar mit Erfolg, - siehe Protestwähler

Ethische Grundprinzipien werden ich für falsche Wählerstimmen nicht opfern. :grinning:

Diskussionen ja, aber das eigene Menschenbild gegen Silberlinge verkaufen - Nein.

Habe ich das geschrieben?
Warum lenkst diu ab?
Was gibt man denn für Positionen auf wenn man Protestwähler einbindet?
Oder womit bezahlt man sie?
Vielleicht kann man sie sogar von dem guten Programm überzeugen?
Es aber nicht zu versuchen ist was? Dummheit!

Welche Forderungen haben die Protestwähler?
Jetzt nehmen wir mal den Bereich Klima, um das zu entschärfen.

Wer von diesen Protestwählern setzt sich mit einer möglichen gesellschaftlichen Lösung auseinander?
Niemand, es ist völlig sinnlos, sich mit diesen Wählern zu beschäftigen.

Aufgabe von Parteien ist es aus meiner persönlichen Sicht, Wählern, die sich inhaltlich mit Problemen auseinandersetzen möchten, sinnvolle Lösungsmöglichkeiten anzubieten.

Der Rest wählt nicht oder will nur destruktiv sein.
In einem destruktiven Umfeld findest Du aber auch ansatzweise keine Lösung für ein Problem, da jede Lösung abgelehnt wird und es gilt, möglichst viel Schaden anzurichten.

Man kann kein Haus bauen, wenn das Interesse der Beteiligten stets ist, alles niederzubrennen. Es ist der falsche Personenkreis, mit denen man absolut nichts tun kann und deren Lage auch nie besser wird.

Der Protestwähler muß schon die Hürde überspringen, konstruktiv sein zu wollen und das schließt den Willen zu persönlichen Veränderungen ein.

Woher hast du diese Meinung?
Deine Glaskugel oder dein Egoismus?
Ich kenne sehr viele Nicht- und Protestwähler mit einer anderen wie der von dir beschriebenen Meinung.
Die kann man abholen oder eben aus Egoismus und falsch verstandener politischer Arbeit anderen Parteien überlassen.

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Aber dank des Derailing von @GG79 und meiner Einlassung dazu wird das eigentliche Thema des Threads wieder verfehlt.
Also, wie könnte die Taktik der Piraten aussehen, wenn die der FDP falsch war?