Falschinformationen-Scheinargumente erkennen und ihnen begegnen

Auf BR24 hat Sophie Rohrmeier einen Artikel geschrieben über Falschinformations-Tricks - und wie man sie durchschauen kann.

Viel Spaß beim lesen, sehr interessant.

Gruß
Andi

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Vom persönlichen Angriff zur anekdotischen Evidenz

Manche Formen von Scheinargumenten oder Fehlschlüssen sind an ihren Tricks ganz gut zu erkennen:

Es wird persönlich: Ad-hominem-Argument (Angriff auf die Person)

Dabei zielt die Sprecherin oder der Sprecher auf persönliche Merkmale des Gegenübers: Aussehen, Religion, Biografie oder andere Eigenschaften werden zur Beleidigung benutzt. Trägt das Gegenüber ein Argument vor, soll dieses Argument dann abgewertet werden, indem die Person abgewertet oder verleumdet wird. Diese Merkmale werden als Gründe angeführt, um die Person abzulehnen – inhaltlich aber trägt die Aussage nichts zur Debatte über die Sache bei.

In diesem Beispiel werden gleich zu Beginn Menschen als “Klimahysteriker” und “Ungebildete” deklariert. Beschimpft man sein Gegenüber als Hysteriker oder als ungebildet, ist das ein Versuch, die Person als unglaubwürdig darzustellen.

Ähnlich funktioniert das Tu-quoque-Argument (Lateinisch; “du auch”): Dabei wird Kritik auf das Gegenüber zurückgeworfen – nach dem Schema: Du machst es doch selbst auch! Das Ziel kann sein, dem Gegenüber das Recht auf Kritik abzusprechen – oder abzulenken von der eigentlichen Debatte.

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