Eure Ideen für EU-Forschungsprojekte?

Es geht hier um Forschung, die FOSS mäßig Bausteine bereitstellen könnten, die dann Startup für eigene Ideen gebrauchen können.

Hört sich natürlich ausgezeichnet an, aber ist für mich eine Frage der Prioritäten. Pragmatisch würde ich zunächst Hardware und OS’s fördern, sowie juristisch dafür sorgen, dass die existierenden Internetdienste meine Daten nicht an Hinz und Kunz verkaufen können. Man kann ja nicht alles haben :smiley:

Kein Startup kann den technischen Vorsprung der Internetgiganten (auch wegen der Patente) einfach so aufholen. Zumal diese ich immer mehr bei Open Source bedienen z.B. Microsoft integriert den Linuxkernel ober nutzt Chromium im eigenen Browser.

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Wir haben halt momentan nicht genug Kraft, um derart umfassende Forschungsprojekte zu realisieren, dass wir den Internetgiganten in absehbarer Zeit ernsthafte Konkurrenz bieten können.

Die Tschechen fordern ja ein europäisches open source cyber Abwehrprojekt. Da bin ich gespannt, ob es realisiert wird.

In ganz Europa? mit ohne Briten immer noch etwa 400 Millionen Einwohnern? Bestimmt tausend Universitäten und Forschungseinrichtungen?

Das entsprechende Nato Zentrum sitzt in Tallinn, da hat Europa einen guten Zugriff drauf.

Ja. Ich rede nicht von der Theorie, sondern von der Praxis. Wir haben ja nur vier MEPs und der Rest des Parlaments ist gefühlt komplett ahnungslos und/oder desinteressiert. Aus dieser Perspektive sind mMn hardware und OS einfacher und effektiver zu realisieren.

Also bitte.
Man hat Bertelsmann und Mohn 200 Mio EUR Fördermittel gegeben.

Die Alternative zu Bertelsmann Geld für Tagging zu verbraten wäre eine europäische Suchmaschine gewesen.
Man hat sich für Bertelsmann entschieden.

So läuft das immer.
Forschungsmittel werden von den Großkonzernen abgezogen und dann versandelt das in den Konzernen.
Kostet ja nichts, ist nicht ihr Geld, Ergebnisse nicht notwendig da nicht firmenrelevant.
Hier mal Bertelsmann, hier mal Siemens, hier mal die Autokonzerne.
Die unterhalten ganze Abteilungen um Forschungsmittel zu beantragen und die positiven Effekte sind minimal.

Ein Frau von der Leyen ist ja für Bertelsmann richtig Gold wert.

Hrm… Da wäre ja Forschungspotenzial.
Bessere Batterien für eine Bessere Umwelt.
Außerdem könnten wir dann effizient & umweltfreundlich Batterien Bauen um Stromspitzen zu speichern und müssten dann nichtmehr gegen Geld Strom nach Frankreich exportieren und könnten uns EEG-Umlagen sparen ("Piraten für billigeren Strom :notes: ")

Immer schön daran denken, dass wir primär aufgrund von Digitalisierungsthemen gewählt werden.

Wenn unser Abgeordneter schon Vorschläge unterbreiten kann, dann doch bitte nicht Vorschläge, die Vertreter anderer Parteien einbringen sollten.

Am Ende wird immer gefragt, warum sollte man der Piratenpartei seine Stimme geben.
Die Antwort “wir fördern die Entwicklung der Batterietechnik” wird nicht sehr überzeugend sein.

Bereiche, die aber von den anderen Parteien nicht bearbeitet werden, obwohl sie sich die Digitalisierung auf die Fahnen schreiben möchten, müssen doch gefördert werden.

Autonome Fahrzeuge gehören definitiv zur Digitalisierung. Aber das Batterienthema ist in Deutschland ja schon durch das neue Projekt in Münster zu genüge abgedeckt, in der EU brauchen wir deswegen mehr open source etc.

Autonome Fahrzeuge schon, hat aber mit dem Antrieb nichts zu tun.

Oh entschuldige, die Diskussion hatte mit Autos nichts zu tun. Nichts desto trotz sind ja Batterien wegen Telefonen etc. für die Digitalisierung relevant. Aber in der Prioritätenliste recht weit unten, weil wir da wenig reißen können und sich Deutschland bereits darum kümmert.

Links bitte?

google “batterie münster”, bro

OffTopic

Eine Idee wäre die Forderung sicherer, nicht-SHA Hashingalgorithmen, nach dem Prinzip “don’t put all your eggs in one basket”

Hallo allerseits,

auf meine Anfrage nach möglichen EU-Forschungsprojekten sind dankenswerterweise ganz viele (mittlere zweistellige Zahl) kreative Projektvorschläge eingegangen.

Wir haben die Vorschläge zuerst daraufhin gefiltert, ob sie den Zuständigkeits- und sonstigen Kriterien genügen. Dann haben wir eine Übersicht zusammengestellt und Pro und Contra diskutiert.

Letzten Endes haben wir uns für ein Projekt entschieden, das in diesem Crowdsourcing-Prozess vorgeschlagen worden ist: die Entwicklung eines Bewertungssystems der IT-Sicherheit von Produkten im Bereich IoT, verständlich für den normalen Verbraucher. Also zB eine „IT-Sicherheitsampel“ (ähnlich Ernährungsampel) oder bestimmte Icons, die klar zeigen, ob etwas aktualisierbar ist, verschlüsseln kann usw. Damit keiner mehr versehentlich Babyphones kauft, die frei aus dem Kinderzimmer streamen…

Unser Sicherheit im digitalen Zeitalter ist bisher völlig unzulänglich gewährleistet und der Verbraucher ziemlich hilflos, deswegen schlage ich dieses Projekt vor. Den Antrag im Volltext füge ich unten bei. Ich habe die neu gewählte Abgeordnete Delara Burkhardt von den Jusos dafür gewinnen können, den Antrag mit einzureichen, was die Erfolgschancen hoffentlich erhöht. Entschieden wird darüber im Herbst durch den Haushaltsausschuss. Bis dahin bewertet die EU-Kommission die Projektvorschläge.

Danke für eure Mithilfe und beste Grüße
Patrick

EUROPEAN PARLIAMENT

PRELIMINARY PROPOSAL

PILOT PROJECT

TITLE:

Research and development of an IT security rating system for ‘smart’
goods: Towards a safe Internet of Things for consumers.

AUTHOR:

Patrick BREYER
Delara BURKHARDT

REMARKS:

When buying goods with embedded digital technology, like smart products
(e.g. connected cars, mobile phones, ‘Smart TVs’ or any other ‘smart’
products that make up the Internet of Things), which IT security
features are to be subject to the contract? The answer should be clear
for the consumer.

With the Internet of things, ‘smart’ devices start affecting the world
in a direct and physical manner (e.g. car technology). IT devices that
are insecure and vulnerable to integrity and availability threats
increasingly risk our lives and property.

Consumers will get more and more familiar with the digital world, and in
particular with ‘smart’ goods. Such growing digital literacy will favour
the demand for easy access to more detailed information about smart
goods and about how to facilitate their use.

The Pilot Project will aim to make the new ‘Digital Contract’ rules
easily readable for consumers thanks to the development of an IT
security rating system for smart goods. This IT rating system could for
instance consist in ‘traffic lights’ or icons that would show whether a
device will be automatically updated, whether encryption will be applied
to stored data, or other security features. This information will
trigger the consumer’s rights and the manufacturer’s liability.

According to the Digital Content Directive, suppliers of digital goods
and services will have to provide updates to smart goods, which is not
just important to make them function longer, but also to increase
cybersecurity. The Directive provides for objective requirements for the
conformity of the goods and services, including performance features
such as those related to security, which the consumer may reasonably
expect. Thanks to the rating system in ‘smart’ goods, consumers will for
instance know whether such updates happen automatically.

In order to foster EU innovation in the highly competitive field of the
Internet of Things (IoT), the European industry needs to attract EU
consumers with consumer friendly features in the development of their
products. The legal protection of consumers, and the legal certainty
about such protection, are key in developing future markets and make the
EU compete worldwide, while keeping high level EU standards of consumer
protection. Defining a common set of standard rules to rate smart goods
and their contractual mechanisms could be an asset for European SMEs
wishing to make their products consumer friendly. This can also support
the EU-level development of ‘legal design’ tools on contract rules to be
further developed by industry players in the field of IoT products, in
partnership with lawyers and data protection experts.

JUSTIFICATION:

The European legislator has endeavoured to bring clear legal solutions
for consumers, especially when buying ‘smart goods’, with a Directive on
Contracts for the Supply of Digital Content and Digital Services, and
with a Directive on the Sale of Goods, both adopted in 2019. However,
practical solutions are needed to make sure that consumers can identify
and compare the IT security features of ‘smart goods’ and exercise their
contractual rights in this respect.

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IoT absolut mainstreamtauglich, in aller Munde, auch für normalen Endverbraucher kauf und einsetzbar, geniales Projekt.

Habt ihr gut rausgesucht.

Gruß
Andi

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2 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: EU-Förderung für Proton Technologies

Benutzerfreundlicherer Ausbau "Forum der europäischen Bürgerinitiative"

https://collab.ec.europa.eu/wiki/eci/display/IDEAS/European+Citizens'+Initiative+Forum

Benutzerfreundlicherer heißt:

  1. Transparenter
  2. Direkte Beteiligung von europäischen Abgeordneten
  3. Einfache Sprache, Bedienung und Darstellung
  4. Einbringung piratiger Expertise im Umgang mit politischen Foren