Eure Ideen für EU-Forschungsprojekte?

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Hallo,

neue Europaabgeordnete können der EU-Kommission Vorschläge für Forschungsprojekte einreichen. In der Vergangenheit wurde z.B. vorgeschlagen die Entwicklung von Privacy Icons, Belohnungen für das Melden von Sicherheitslücken in freier Software (FOSSA), eine ePartizipationsplattform für europäische Gesetzgebung oder ein Sicherheitsaudit für Medizinprodukte. Kann aber auch etwas anderes sein.

Habt ihr Vorschläge?

Leider brauche ich die sehr kurzfristig, möglichst bis morgen. Habe auch erst jetzt von den Fristen erfahren.

Beste Grüße
Patrick

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Interessant fände ich das Thema freie Software in der öffentlichen Verwaltung, in staatlichen Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Welche Lösungen gibt es schon, was fehlt noch? Wie könnte die Entwicklung von freier Software und dazugehörigen Prozessen im öffentlichen Sektor besser funktionieren? Wie könnten EU-weite Standards aussehen?

Ein paar relevante Projekte:

CERN: Alternativen zu MS-Produkten:

UK:

USA:

Schweiz:

https://www.onegovcloud.ch

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Unterstützung alternativer OS / freie Software für mobile Geräte (wie z.B. pureOS), vielleicht auch Entwicklung von (Hardware-)Standards, damit man auch Smartphones ewig mit Sicherheitsupdates versorgen kann wie alle anderen Rechner

Zentrale Plattform, auf der Bürger Daten ihrer Mietverträge bzw. Kaufverträge zu Wohnungen eintragen können, zur Erhöhung der Markttransparenz. Transparenz wirkt sich positiv auf Preise für Käufer aus.

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Maschinenlesbare Haushalte von Kommunen, Ländern, Staaten fände ich interessant.
Bisher müssen sich die Gewählten und die Öffentlichkeit mit sehr viel Totholz herumschlagen oder bekommen PDFs.

Analysen und Kontrolle ist damit kaum möglich.

Es wäre insgesamt ein wichtiger Schritt in Richtung Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.

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Offene Hardware:

RISC-V:

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Unterstützung und Weiterentwicklung von SailfishOS als freie alternative Alternative zu den zwei gängigen. Damit man auch beim Smartphone sinnvollerweise eine Wahl hat.

Europa braucht Datenschutzkonforme eigene:

  • Betriebssysteme (Desktop und Mobil)
  • Internetdienst (Suchmaschinen, Social Media, Messaging, Handelsplattformen)
  • Hardware (Prozessoren, Mainboards, Netzwerkhardware auch Mobilfunk)

Um im Zweifelsfall nicht von den USA oder China oder Korea abhängig zu sein.
Der Fall Huawai hat gezeigt, dass Patente und Internetgiganten auch als Machtmittel missbraucht werden können. Europa braucht da was eigenes.

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Sowas kann man leider meinen Erkenntnissen nach nicht forcieren, wie man es ja auch mit dem Toolverhalten in dieser Partei sieht. Dann lieber start ups fördern, dass organisch eine europäische Alternative entsteht.

Es geht hier um Forschung, die FOSS mäßig Bausteine bereitstellen könnten, die dann Startup für eigene Ideen gebrauchen können.

Hört sich natürlich ausgezeichnet an, aber ist für mich eine Frage der Prioritäten. Pragmatisch würde ich zunächst Hardware und OS’s fördern, sowie juristisch dafür sorgen, dass die existierenden Internetdienste meine Daten nicht an Hinz und Kunz verkaufen können. Man kann ja nicht alles haben :smiley:

Kein Startup kann den technischen Vorsprung der Internetgiganten (auch wegen der Patente) einfach so aufholen. Zumal diese ich immer mehr bei Open Source bedienen z.B. Microsoft integriert den Linuxkernel ober nutzt Chromium im eigenen Browser.

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Wir haben halt momentan nicht genug Kraft, um derart umfassende Forschungsprojekte zu realisieren, dass wir den Internetgiganten in absehbarer Zeit ernsthafte Konkurrenz bieten können.

Die Tschechen fordern ja ein europäisches open source cyber Abwehrprojekt. Da bin ich gespannt, ob es realisiert wird.

In ganz Europa? mit ohne Briten immer noch etwa 400 Millionen Einwohnern? Bestimmt tausend Universitäten und Forschungseinrichtungen?

Das entsprechende Nato Zentrum sitzt in Tallinn, da hat Europa einen guten Zugriff drauf.

Ja. Ich rede nicht von der Theorie, sondern von der Praxis. Wir haben ja nur vier MEPs und der Rest des Parlaments ist gefühlt komplett ahnungslos und/oder desinteressiert. Aus dieser Perspektive sind mMn hardware und OS einfacher und effektiver zu realisieren.

Also bitte.
Man hat Bertelsmann und Mohn 200 Mio EUR Fördermittel gegeben.

Die Alternative zu Bertelsmann Geld für Tagging zu verbraten wäre eine europäische Suchmaschine gewesen.
Man hat sich für Bertelsmann entschieden.

So läuft das immer.
Forschungsmittel werden von den Großkonzernen abgezogen und dann versandelt das in den Konzernen.
Kostet ja nichts, ist nicht ihr Geld, Ergebnisse nicht notwendig da nicht firmenrelevant.
Hier mal Bertelsmann, hier mal Siemens, hier mal die Autokonzerne.
Die unterhalten ganze Abteilungen um Forschungsmittel zu beantragen und die positiven Effekte sind minimal.

Ein Frau von der Leyen ist ja für Bertelsmann richtig Gold wert.

Hrm… Da wäre ja Forschungspotenzial.
Bessere Batterien für eine Bessere Umwelt.
Außerdem könnten wir dann effizient & umweltfreundlich Batterien Bauen um Stromspitzen zu speichern und müssten dann nichtmehr gegen Geld Strom nach Frankreich exportieren und könnten uns EEG-Umlagen sparen ("Piraten für billigeren Strom :notes: ")

Immer schön daran denken, dass wir primär aufgrund von Digitalisierungsthemen gewählt werden.

Wenn unser Abgeordneter schon Vorschläge unterbreiten kann, dann doch bitte nicht Vorschläge, die Vertreter anderer Parteien einbringen sollten.

Am Ende wird immer gefragt, warum sollte man der Piratenpartei seine Stimme geben.
Die Antwort “wir fördern die Entwicklung der Batterietechnik” wird nicht sehr überzeugend sein.

Bereiche, die aber von den anderen Parteien nicht bearbeitet werden, obwohl sie sich die Digitalisierung auf die Fahnen schreiben möchten, müssen doch gefördert werden.

Autonome Fahrzeuge gehören definitiv zur Digitalisierung. Aber das Batterienthema ist in Deutschland ja schon durch das neue Projekt in Münster zu genüge abgedeckt, in der EU brauchen wir deswegen mehr open source etc.

Autonome Fahrzeuge schon, hat aber mit dem Antrieb nichts zu tun.

Oh entschuldige, die Diskussion hatte mit Autos nichts zu tun. Nichts desto trotz sind ja Batterien wegen Telefonen etc. für die Digitalisierung relevant. Aber in der Prioritätenliste recht weit unten, weil wir da wenig reißen können und sich Deutschland bereits darum kümmert.