Essen aus dem Bio-Tank

Interessanter Artikel.

Wie’s schmeckt, wissen wir natürlich noch nicht final. Allerdings munden Supermarktlebensmittel, die die großen Lebensmittelkonzerne aus diversen Dingen, die wir gar nicht so genau kennen wollen, zusammenpanschen lt. diverser Studien dem Publikum schon heute besser als die “natürlichen Originale”. Gesünder sind sie freilich nicht - sagen die gleichen Studien. Über Geschmack mache ich mir deshalb weniger Sorgen…

Spannendes Thema, finde ich.

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Lebensmittel im Bio-Tank oder aber in der Vertical Farming Fabrik zu züchten hat ja schon einige potentielle Vorteile. U.a auch das so keine Pestizide usw zur Insektenvernichtung eingesetzt werden müssten da die Anlagen ja nach außen hin isoliert sind, zudem weniger Wasser Verbrauch da ein geschlossener Kreislauf.

Mal angenommen man könnte damit die Weltbevölkerung ernähren und würde dann (fast) alles konventionelles Ackerland renaturalisieren um dort wieder Bäume anzupflanzen dann könnte das auch helfen den Klimawandel besser zu managen. Daher durchaus sehr interessant, denke aber das es da auch eine gute politische Regulierung braucht um Gesundheitliche Aspekte sicherzustellen.

Vielleicht würde es sich auch lohnen in entsprechende Startups zu investieren, ein Markt für solche Produkte ist definitiv da.

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Ja - eigentlich ein klassisches Thema für die technologieaffine Piratenpartei, möchte ich behaupten. M.E. überwiegen die potentiellen Vorteile bei weitem. Wie’s in der Realität dann aussieht, hängt - auch da bin ich voll bei dir - von politischer Regulierung ab.

Ich denke das Vertical Farming hat ein enormes Potenzial, da es ressourcensparend und platzsparend ist. Prinzipiell kann man auf der selben Fläche bis zu fünf mal so viele Pflanzen anbauen, wenn man die Energie für die Beleuchtung mit Photovoltaik auf dem Dach einsammelt und dann genau das Licht erzeugt, dass die Pflanzen auch absorbieren.

Finde es generell spannend die Entwicklungen zu beobachten. Derzeit warte ich ja vor Allem darauf, dass Labor-fleisch bezahlbar wird ^^

Sollte das in guter und gesunder Qualität möglich sein wäre ich gerne bereit damit aufzuhören Tiere zu essen. Ökologisch wäre es auch besser als Viehzucht.

Das hätte dann aber alles auch großen Einfluss auf den Arbeitsmarkt, denn sowas würde dann wohl hochautomatisiert ablaufen und somit viele traditionelle Jobs ersetzen.

Klar - aber solange es nicht die deutsche Autoindustrie betrifft, ist das doch nicht so schlimm. :innocent:

Nicht erst seit die Menschen denken können, verändert sich die Welt. Und seit wir mit Vernunft begabt (?) auf ihr herumlaufen (trampeln?) verändert sich sich immer schneller. Bei der aktuellen Geschwindigkeit fliegt da schon mal einiges aus der Kurve. Ist halt so. Solange man dafür sorgt, dass sich dabei neue Wege öffnen oder zumindest die Leitplanken gepolstert sind, besteht das Problem “nur” darin, dass die Politik genau das NICHT tut. Deshalb braucht’s eine fundamental andere Politik.

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Das war aber historisch auch schon immer so, dass Teile der Bevölkerung mit der Entwicklung völlig überfordert waren. Das führt dazu, dass konservative Politiker gewählt werden, die meistens noch viel weniger dazu in der Lage sind damit klar zu kommen…

ALDI hat ja schon angefangen

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Klar, bestes Beispiel ist Donald Trump. Ein konservatives/reaktionäres Zurück in die 1960er mit Kohle, billigem Erdöl und ganz viel Arbeitern in der Stahlindustrie… Eine Illussion denn da wo die Industrie zurück kommt ist Sie dann vollautomatisiert…

Ein Bildungsproblem wenn die Menschen und Wähler nur in Kategorien der Vergangenheit denken können und auch die Mainstreampolitik keine brauchbaren Zukunftsvisionen mehr aufzuweisen hat und somit für eine wachsende Zahl an Menschen unwählbar wird.

Die Staaten in denen der Neoliberalismus die Sozialsysteme ruiniert hat, wie in den USA wird es dann am härtesten treffen. Sorgen die Auswirkungen für ausreichend Verelendung und Verzweiflung dann wird auch ein neuer Faschismus wahrscheinlicher.

Genau deshalb braucht es gerade was den technischen Wandel angeht wieder mehr Positive Visionen die als Beispiele dienen können.

Darum werden wir gebraucht: Die Piraten

Sind die Piraten denn nur für den technischen Fortschritt? Da hätte ich dann wohl was falsch verstanden, damals, als ich eingetreten bin. Ich denke immer noch, Piraten sind die Partei, die sich nicht scheut, Fragen zu stellen und Gedankenfreiheit liebt. Heuschreckenplage in Afrika: warum werden denn die Heuschrecken nicht zur Nahrung verwendet, wertvolles Insekteneiweiß, anstatt mit Gift die Felder zu besprühen? Und was heißt denn “die Politik”? Es mangelt nicht an positiven Visionen. Es ist die Angst, nicht ernst genommen zu werden.

Fortschritt, aber auch mit Blick auf die Probleme.

z.B.: Automatisierung sehr gerne, dann aber bitte auch BGE oder ähnliches als Absicherung für die Menschen.

Das BGE wird wohl erst erkämpft werden müssen, genau wie andere soziale Fortschritte und Rechte zuvor. Dafür braucht es dann aber eine große Masse an Menschen die dafür eintreten um Druck aufzubauen. Ich denke bis dahin wird es noch ein langer weg sein, da gibt es noch sehr viel zu tun.

Die Menge der Leute, die versteht, warum ein BGE die logische Fortentwicklung des Sozialsystems ist, wird größer. Es braucht halt einige Zeit, bis so eine Idee einsickert. Irgendwann geht es dann ganz schnell.

Ist genau so wie bei technologischer Disruption.

Und was die Heuschrecken betrifft: Das Problem ist, dass diese Schwärme nicht planbar auftreten und dann halt auch nicht nur die Ernte, sondern auch die Grundlage für das nächste Jahr vernichten. Also ist man nicht darauf eingerichtet die Heuschrecken zu “ernten”, kann sich darauf nicht verlassen und hat das Problem, dass die normale Nahrungsversorgung darunter zusammen bricht.

Zudem kann man Heuschrecken nicht so einfach einlagern, ist ja Frischfleisch das relativ schnell vergammelt. Müsste man also erstmal einfrieren oder zu Konservenfutter verarbeiten und dazu fehlt die Infrastruktur.

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Genau und die dafür vorzuhalten, dass irgendwann mal so ein Schwarm kommt, ist halt nicht so einfach möglich und wenig wirtschaftlich. Besser wäre es zu ergründen, wie man diese massiven Schwärme verhindern kann, oder gleich die Heuschrecken zu befarmen, um sie zu einer verlässlichen Nahrungsquelle zu machen.

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Na ja - Aldi macht das ja eher noch auf natürliche Weise und nicht so hochtechnisiert, wie in dem von mir verlinkten Artikel beschrieben.
Andererseits sind diese Ansätze ein weiterer (und vielleicht sogar besserer) Ausweg aus den vielen Problemen, die die industriealisierte, aber eben doch konventionell auf Flächennutzung ausgelegte Landwirtschaft mit sich bringt. Man muss ja nicht gleich Tanks mit irgendwelchem Zeug befüllen, um Nahrungsmittel herzustellen. In “urban farming” steckt auch ´ne ganze Menge Potential. Unter dem Stichwort findet das Orakel 313 Mio. Einträge; indoor farming - 85 Mio. Da geht was…

Aber jetzt mal realistisch.
Über 50% der Fläche in D wird für Tierfutter benutzt!

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Die Piraten sollten in Flyern und im Wahlkampf die “Abschaffung der Landwirtschaft” fordern, das wäre provokativ und würde Aufmerksamkeit erzeugen. Ok nicht gerade förderlich für die Wählerstimmen von traditionellen Landwirten.

Aber es wäre doch mal ein ganz anderer Ansatz mit dem Thema Klimawandel und Umweltschutz umzugehen. Dank moderner Technik könnt ihr genau so viel konsumieren wie vorher, in besserer Qualität und billiger und dabei auch noch dem Umweltschutz helfen. Wäre eine ganz andere Stoßrichtung als die Grünen welche da nur auf Moral, Einschränkungen, höhere Preise und Technikkritik setzen.

Ich denke da ließe sich etwas basteln das in eine total andere Richtung gehen könnte als das was die traditionellen Parteien so abliefern.

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