Es braucht Autos für lebendige Innenstädte!

Irgendwie gefällt mir der Autofreie Lifestyle viel mehr. Gechillt in der Innenstadt im Strassen-Caffee unter einem Baum sitzen und n Kaffe trinken und nebenher einen Joint rauchen… Das hätte was. Gibt nix ungemütlicheres als Deutsche Städte wo überall der Motorenlärm döhnt und es nach Auto und Abgas stinkt… Fußgänger müssen auf kleinen Streifen am Rand laufen, sogenannten “Bürgersteigen” während die Autos den meisten Platz brauchen. Zugeparkte Straßen sehen nicht sehr gemütlich aus. Die typische deutsche Innenstadt wurde vom Lobbyismus der Auto Konzerne gestaltet, nicht für den Bürger aber für die Industrie. Mal abgesehen davon das die Abgase Gesundheitsschädlich sind, es verursacht Stress und kostet Lebensqualität. Nur damit so n paar Bonzen mehr Profit machen dürfen. Das die CDU und Laschet das super toll finden überrascht mich aber mal so überhaupt gar nicht.

Ja warum fahren denn alle nach Barcelona und Sevilla in den Urlaub ? Klare Antwort: Diese Städte machen echt Spass weil weitehend Autofrei. Paris will jetzt auch Autofreie Stadt werden, Stadtweit Tempo 30 und es werden immer mehr Strassen für die Stinkekarren komplett gesperrt. Das find ich super.

Also, wäre die Autofreie Innenstadt mit Fahrscheinfreiem Verkehr also nicht eine Super Duper Forderung die Piraten im Wahlkampf aufstellen können !

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Die Piraten in Mainz werben unter anderem für eine autofreie Innenstadt mit kostenlosem ÖPNV für alle. Und in Augsburg ist so etwas bereits im Modellversuch:

https://www.projekt-augsburg-city.de/gesamtprojekt/vision-projekt-augsburg-city/

Darin war auch einmal eine kostenfreie Benutzung des ÖPNV im fahrzeugfreien Bereich enthalten; der aktuelle Status ist mir aber nicht bekannt.

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Ich finde diese Idee ziemlich gut. Solch ein Lifestyle Hedonismus lässt sich doch prima aufgreifen um für die Klimawende zu werben. Mehr Spaß und Freude im Leben dank Klimawende und Ökologischer Politik, das dürfte für einige Zielgruppen als Argument viel anziehender wirken als dieser schwermütige “Wir müssen die Welt Retten” Moralismus.

Ich finde lässt sich auch mit einer Kritik an der Arbeitsgesellschaft verbinden. Wir arbeiten täglich 8-10 Stunden um irgendeinen Bullshit zu produzieren den wir nach 1 Jahr sowieso weg werfen nur damit die Wirtschaft wächst. Da geht nicht nur die Umwelt dabei kaputt, wir verschwenden damit auch massenhaft wertvolle Lebenszeit. Also: keine geplante Obsoleszenz mehr, weniger Arbeiten, mehr Freizeit und Spaß am Leben. Umwelt retten und genau deswegen mehr Zeit für Hobbys, Freunde, Sport und so weiter haben und so ein besseres Leben führen können. Ich bin mir sicher, damit könnte man massenhaft Menschen für eine andere Politik mobilisieren.

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17-Punkte-Programm AG Umwelt vom Sept. 2019:

8. Innerstädtischer und Öffentlicher Personennahverkehr
Die Aufteilung des Verkehrsraums in unseren Städten muss den neuen Gegebenheiten
angepasst werden. Verkehrswegen für Fußgänger, Rad- und Rollerfahrer ist die
höchste Priorität einzuräumen.
Der ÖPNV muss schnellstmöglich kostenlos zur Verfügung gestellt und deutlich
ausgebaut werden.
Städte ab 40.000 Einwohner werden verpflichtet, Gebiete auszuweisen, in denen ab
2030 nur fossilfreier Verkehr zugelassen wird. Der Fuhrpark der Städte und des ÖPNV
ist entsprechend umzurüsten.
Durch diese langfristige Planung ist es Anliegern möglich, sich darauf einzustellen.
Radzufahrtsstraßen in die Innenstädte müssen ausgewiesen werden, in denen der
motorisierte Verkehr nur eingeschränkt und mit angepasster Geschwindigkeit fahren
darf.
In den Innenstädten und in den Park & Ride-Bereichen müssen Radparkhäuser zum
sicheren Abstellen eingerichtet werden. Desweiteren fordern wir Konzepte zum
Umsteigen in P+R Bereichen vom PKW auf ÖPNV und Rad.
Die Taktdichte des ÖPNV muss insbesondere in ländlichen Bereichen auch in
verkehrsschwachen Zeiten deutlich erhöht werden.

10. Lebendige Innenstädte als Lebensraum und Treffpunkt
Innenstädte werden außerhalb der Geschäftszeiten als unattraktiv empfunden. Da
Stadtbewohner ihre Freizeit lieber außerhalb der Stadt verbringen kommt es an
Wochenenden und Feiertagen auf den Ausfallstraßen häufig zur Überlastung aufgrund
des Ausflugsverkehrs.
Die Belebung der Innenstädte und deren Gestaltung zum attraktiven öffentlichen
Lebensraum sind daher ein effektiver Beitrag zum Klimaschutz. Ausflugsverkehr kann
so vermieden und der ÖPNV besser ausgelastet werden.
Die Einbindung der Bürger anhand direkter demokratischer Verfahren stellt dabei
einen wichtigen Erfolgsfaktor dar und fördert die Gemeinschaft und die
Kommunikation.
Rasenflächen sollten in Parks, Grünanlagen in Wohngebieten in Wiesen umgewandelt
werden.

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Ok, sehr sehr cool. Danke. Das kannte ich noch nicht !

mir auch. Aber hat Berlin keine Fußgängerzone?

Fußgängerzonen funktionieren nur, wenn man mit dem Auto oder von mir aus auch mit Park & Ride und kostenlosem Nahverkehr im schnellen Takt, oder z.B. mit schneller S und U-Bahn da hin kommt.

Innenstädte die meinen, sie können den Individualverkehr aus der Innenstadt verbannen ohne für eine andere bequeme und schnelle Verbindung zu sorgen, veröden.

Das nur so zum Bedenken.

Gruß
Andi

Beim Volksentscheid in Berlin geht es um die komplette Umweltzone, also das gesamte Gebiet innerhalb des S-Bahn-Rings, da sind ca. 88 qkm.
Die letzten 1300m zur Piratengeschäftsstelle geht man dann einfach zu Fuß.
Für die BND-Mitarbeiter ist das auch gesünder.

Wenn das Geld, was alle für ihre Autos ausgeben. Anschaffung, Benzin, KfZ Versicherung, Reperatur. Also wenn das alles statt dessen in den ÖPNV ginge, wow dann könnte doch jedes Kuhdorf bestens angebunden werden. Privatautos = Fehlallokation von Resourcen.

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@Susanne

wie ich finde, von Adam, gut und auf lustige Art zusammengefasst,
was Du auch angesprochen hast.
Passt zum Thema, und kann ich so voll unterschreiben.

“youtu.be/7z8Tb7OA_F4”

Meiner nach braucht es Autos in Innnestädten. Aber aus einem anderen Grund. Es braucht die Autos damit die Innenstädte nicht zu attraktiv werden. Sonst ziehen da zu viele Bonzen und Spießer hin. Das darf nicht sein. Die Innenstädte müssen so beschißen aussehen, damit sich dort alle Punks und Alternativen dieser Republik versammeln. Viva la beschießen ausehende Innenstädte, viva la revolution. Zwinkersmiley.

Das ist zu kurz gedacht.
Komplett ohne Auto geht es nicht. Wenn man ein Auto hat, wird man sich nicht auch noch eine Fahrkarte für Bus und Bahn holen. Dafür sind zb die Kosten, die du auflistest schon teuer genug.

Die Aussage von Laschet, dass es Autos für lebendige Innenstädte braucht, kann ich nur teilweise nachvollziehen. Ist aber klimapolitisch fail. Ich habe keine Ahnung, was so geil daran ist, mit einer flotten Kiste im Stau zu stehen.

Viele kleine Ortschaften mit schlechter Öpnv Anbindung können nur überleben, wenn Autofahrer vorhanden sind. Diese Orte haben aber oft das Problem, die Innenstadt autofrei und gleichzeitig attraktiv zu machen.

Große Metropolen, wie etwa Berlin oder Hamburg, wo in sehr kurzen Abständen, sehr viele verschiedene Verkehrsmittel, sehr viele verschiedene Haltestellen anfahren, haben gleichzeitig zu viele Autos. Die haben aber das Problem mit der Mobilität, um die Attraktivität der Innenstadt zu bewahren oder verbessern.

Wir brauchen also Mobilität in den Innenstädten, einen fließenden Verkehr und Platz für die attraktive Gestaltung unserer vollen Innenstädte. Das geht auch ohne Auto.

Angenommen, das Menschen in den Innenstädten leben sollen, wo parken sie dann ihre Autos?
Städte heizen sich im Sommer sehr auf, dies kann nur mit vielen Stadtbäumen verhindert werden. Wo können die stehen?
Parkhäuser statt Wohnungen?

Sind aber bequem. Wer die Menschen von Autos wegbringen will, muß ihnen ein gleichwertiges bequemes und flexibles Verkehrsmittel bieten.

Eine Lösung ist da nicht mehr weit entfernt. Wenn es erst einmal autonome Ruf-Taxis, Ruf-Kleinbusse, Busse und Autos gibt, werden private, einem einzelnen gehörende Fahrzeuge nur noch als Hobby oder rein für den Spaß am selber fahren gekauft werden.

Appelle, das Bus oder Radfahren ökologischer ist, helfen nicht, wenn der Einzelne dazu keine Lust hat, weil er es einfach für unbequem hält.

Gruß
Andi

Und wenn sich Abo Modelle wie das von VW KLICK weiter verbreiten,günstiger und noch flexibler werden, besteht noch nicht mal der Bedarf für eine Urlaubsfahrt ein eigenes Auto vorzuhalten.

Gruß
Andi

Wer wozu Lust hat, sei mal dahingestellt.
Die Menschen kennen nur weltweit den Monsterverkehr in den Innenstädten.

Eine meiner Plakatwände ist an einer Kreuzung, an der ich ein weißes Piratenpartei-Plakat gekleistert habe.
Bevor ich die Fläche abgewaschen habe, brauche ich die Bürste erst gar nicht in der Kleistereimer stecken, da es sonst ein schwarzes Plakat ist und alle folgenden auch.
Die Menschen in der Stadt möchten auch mal ein Fenster aufmachen und nicht nur zwischen 3 und 4 Uhr nachts.

Ich habe ja nicht gesagt, dass man den Verkehr nicht reduzieren sollte. Aber bitte mit intelligenten Lösungen, und das sind nicht permanente Verteuerung und pauschales Aussperren des Autoverkehrs.

Biete den Autofahrern eine bequeme!!! kostengünstigere Alternative, dann steigen sie von alleine um. Siehe viele Großstädte, wo immer weniger mit dem eigenen Auto unterwegs sind. Das Problem sind ja die Pendler. Das kann man ganz einfach mit einer intelligenten Anbindung des Umlands an den ÖPNV lösen.

Intelligent heißt aber nicht, 3facher Fahrzeit gegenüber dem Auto trotz Stau, und Taktung, welche den Bedürfnissen nicht gerecht wird.

Gruß
Andi

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Danke @Fulleren