Ergebnisse und Nachbesprechung zur Europawahl 2019

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Ich schaue mal zur SPD - da gab es im Ergebnis - 11,4 % und Nahles tritt zurück

Ich ziehe den Vergleich mit der Piratenpartei und sehe deutschlandweit 243.363 Stimmen
wo im Vorjahr 425.044 Stimmen waren. Zur Erinnerung: bereits 2009 hatten die Piraten 229.464 Stimmen bekommen. (Quelle: https://bundeswahlleiter.de/europawahlen/2014/ergebnisse/bund-99.html)

Nach meiner Mathematik haben sich die Stimmen zu 2014 prozentual nahezu halbiert. Ich sage, die Piraten haben nur die Hälfte der Stimmen von 2014 bekommen. Am Spitzenkandidaten lag es wohl nicht.
Die Parteiführung möge der Basis erklären, warum ihr Engagement zur Europawahl so wenig erfolgreich war und was sie zu tun gedenkt. Ein “Weitermachen” ist keine Option (in meinen Augen zumindest nicht) Seit 2009 habt ihr gerade mal 14.000 Stimmen dazugewonnen - mit einem Budget, das ihr in 2009 noch nicht hattet.

Nun mal Butter bei die Fische.

Butter bei die Fische sieht so aus, als das wir seit langer Zeit mal wieder einen arbeitenden Vorstand haben. Bis auf einen Fail (PolGef) würde ich den so sogar wieder wählen. Außerdem, ich dachte ja Themen statt Köpfe?

Dass Nahles zurück tritt ist doch auch “nur” eine politische Rochade. Ich verstehs nicht, warum sieht keiner, dass das die Vorbereitung auf die jetzt schon verloren Landtagswahlen in BB, SN und TH ist? Keiner will “Schuld” sein an teils 1-stelligen Prozentpunkten für die SPD und am Durchmarsch der blauen Gurkentruppe.

Wir sehen doch mehr als deutlich, dass die etablierten Politiker so gar keine Idee haben, wie man im Osten Politik machen könnte! Hier könnten tatsächlich die Piraten so richtig Punkte sammeln, jedoch braucht es dazu etwas Mut. Vielleicht später an geeigneter Stelle mehr dazu.

Keine cliffhanger bitte! ;D

Darf ich daran erinnern, dass es bei der Bundestagswahl 70.000 Stimmen weniger waren.
Wenn 5 Bundesländer bei der BTW-Wahl nicht mitmachen, ist dies Teil des Problems und kann nicht als Ausrede dienen.
Das Team hat 173.000 Stimmen bekommen, verantwortlich der damalige Bundesvorstand.
Es zählt auch nicht die Ausrede, die Landesverbände hätten das Geld und würden in Eigenregie die Wahlkämpfe führen.

Es sind einige Dinge besser geworden, aber die interne Struktur, einen erfolgreichen Wahlkampf zu führen, ist nur in einigen Regionen vorhanden.
Die Bundesstrukturen die vrohanden waren, wie der PShop sind zu hinterfragen, ebenso wie die SG-Europawahl eine Institution war, an die delegiert wurde, aber fest in der Hand des damaligen Bundesvorstandes war, um mit eigenen Leuten besetzt zu werden, ohne dafür verantwortlich sein zu wollen.

Aus meiner persönlichen Sicht ist es mit dem neuen Bundesvorstand besser geworden, der alte war einfach miserabel, da autokratisch und destruktiv.

Ja der Vorstand schafft es trotz großer Inkompatibilitäten trotzdem seine Arbeit zu machen.
Ich fürchte, dass du viel zu schlecht informiert bist, und daher mit deiner Fail-Einschätzung ziemlich daneben liegst.
Themen statt Köpfe ist eine dieser undurchdachten Piratenideen die nicht funktioniert haben und auch nicht funktionieren können, die wir überwinden müssen.

Köpfe haben in der PP noch nie funktioniert, da fachlicher Totalausfall, mit der Aufgabe völlig überfordert, eigensinnig und primär mit dem Aufbau der eigenen Macht und der Kontrolle der Partei beschäftigt.
Diese Machtmenschen kannst Du durch die Bank vergessen und sie haben auch nichts gebracht, wie man am derzeitigen Zustand der Partei erkennt.

Ja äh, hat denn jemand mal versucht auf eine sorgfältige Weise kompetente Leute zu installieren? ¯\_(ツ)_/¯

Hmm … ja und nein … aber ich lass es mal wen anderen erklären, wo der eigentliche Fehler steckt:

An alle anderen:
Kann nun irgend jemand verstehen, weswegen ich diese Technokraten regelrecht verabscheue? Es tut mir leid Leute, aber ich habe versucht “nett” zu bleiben, allein hier gelingt es mir kaum die Fassung zu behalten. Wie kann man nur?! Ich verstehs nicht.

Es ist zum verzweifeln, wirklich. Da werden einfach Behauptungen als die reine Wahrheit in den Raum gestellt. Es wird nicht mal eine Alternative angesprochen oder angeboten, nur eine Behauptung, mehr nicht. Fakten? Es gibt Leute die brauchen das nicht.

Allein die Frage wie sie denn “Informationen” transportieren wollen, damit scheint man überfordert. Es soll wohl ein PDF richten oder irgend eine “Webseite”, die sich wie von Zauberhand verbreitet. Emotionen sind sowieso “ieh pfui” und “Gefühle”, wer darauf Rücksicht nimmt ist ein Weichei.

Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber ein eher unsympathischer Lehrer hat mir weniger gebracht als einer der sympathisch war. In der Schule fängt es an mit Themen durch Köpfe. Wer nun die “Köpfe” abschaffen möchte oder erst gar nicht realisiert, wie sehr wir von Mensch zu Mensch Kommunikation abhängig sind, der hat vieles andere eben genau auch nicht verstanden. Und damit bin ich dann wieder beim ersten Zitat: Leute wie oben beschrieben braucht es auch nicht. Nur so lange wir nur stromlinienförmige Typen akzeptieren statt echter Typen, so lange wirds auch nichts mit dem Transport von “Ideen”.

Meine Güte, immer die gleichen Diskussionen …

Ist denn AKK, Nahles, Habeck, Lindner oder sonst einer kompetent?
Geht schon mal rein fachlich inzwischen nicht mehr.
Kannst Du auf alle größeren Institutionen inzwischen übertragen.

Kompetenz kann man “lernen”. Es genügt wenn man sich auf Themen vorbereitet. Dazu braucht es aber Kompetenz von Leuten, die die “Frontsau” entsprechend vorbereiten. Man darf dann nur nicht so tun als ob man alles selbst wüsste. Aber auch das bedarf etwas Feingefühl, um das richtig zu transportieren.

Bro wir haben auf der jetzigen Webseite eine sofort-wegklick-quote von über 50%, bei durchschnittlich mindestens 10k Besuchern pro Woche. Da können wir noch einiges reißen, und zwar durch Erkenntnisse und Methoden, wie wir die potentiellen Wähler emotional an uns binden.

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Die Anforderung, die heute gestellt wird, ist aber Chicken-Game.

Da soll ein Herr Künert aus dem Stegreif eine Aussage über Sozialismus treffen, die Gunegenüber haben aber Klein-Klein recherchiert und am Ende geht es um die Verstaatlichung von BMW.
Die Medien sollen das einfach sein lassen mit den Köpfen und dem Herausfinden irgendeines Schwachpunktes, um alles über den Haufen zu werfen.
Eine vernünftige Polit ik ist so nicht möglich.
Die Partei in ihrer Gesamtheit entwirft ein Programm, das umgesetzt werden soll und ansonsten kann Frau oder Herr X tun und lassen, was sie wollen.
Beispiel: Eine Partei kann gegen Rauchen oder Diesel sein und der Vorsitzende kann trotzdem Rauchen und Diesel-Auto fahren, wie auch umgekehrt ein Nicht-Kiffer für die Freigabe von Cannabis sein kann.
Das ist das mit den Themen statt Köpfen und schützt die Köpfe Opfer von unfairen Auseinandersetzungen zu werden.

Man braucht doch letztendlich beides, und meiner Meinung nach kann man sowas wie die Kühnertdiskussion getrost ignorieren (vorausgesetzt, dass man auch durch positive Äusserungen auffällt). Da kräht doch jetzt schon kein Hahn mehr danach, weil es viel Wichtigeres gibt.

Zudem gab es selbst von der liberalen Presse Zuspruch und Respekt an Kühnert, schließlich ist nach deren Meinung die Aufgabe der Jungsozialisten die Überwindung des Kapitalistischen Systems und, ja, “man wird ja sowas wohl noch sagen dürfen!”

Es ist schon unglaublich, wie unverfroren hier Lügen über ehemalige Beauftragte und BuVo Mitglieder verbreitet werden. Diese Beauftrgten haben zB überhaupt erstmal dafür gesorgt, das Geld für den Wahlkampf zur Verfügung gestellt wurde.

Kann man das jetzt auch mal sachlich klären?

Welche Behauptungen wurden aufgestellt, werden bestritten und was sollte besser gemacht werden?
Der Sinn dieser Diskussion besteht einzig darin, aus Fehlern zu lernen und sie das nächste Mal zu vermeiden.

Wer stellt wo welches Geld zur Verfügung und wessen originäre Aufgabe ware es einen bundesweiten Wahlkampf zu organisieren und zu koordinieren?
Aus der Bundestagswahl mit 0,37% hätte man mal irgendwann was lernen müssen.

Wenn im stillen Kämmerlein geplant und entschieden wird, warum sollte dann nicht Kritik aufkommen?
Man muß Mitglieder und Vorstände schon mitnehmen, um gemeinsame Ziele zu erreichen.
Das inzwischen eingeführte hierarchische Modell der Piratenpartei ist schon lange ein Auslaufmodell und hat bisher überhaupt keinen Erfolg gezeigt.

Die Landesverbände habe sowohl zur Bundestagswahl, als auch zur Europawahl das Geld zur Verfügung gestellt. Originär wäre das die Aufgabe des Bundes.
Im stillen Kämmerlein wurde zur BTW nichts geplant, da hätte jeder jede Woche an Sitzungen teilnehmen können, wenn Interesse bestanden hätte.
Beschlossen hatten die Kampagne übrigends die damaligen Spitzenkandidaten der Länder. Einfach irgendwas behaupten, was man irgendwo gehört hat ist keine Kritik,

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Dafür an Listenplatz 2.

Ich will die strukturellen und akuten Probleme sicher nicht wegdiskutieren, aber das Ergebnis ist so massiv von einem Sondereffekt beeinflusst, dass es sich nicht lohnt, daraus Schlüsse zu ziehen.

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Langfristig wird es vor allem wichtig sein neue Mitglieder zu gewinnen. Denn letztendlich ist doch gerade im Wahlkampf die Manpower und Finanzierung wichtig ohne die läuft schließlich rein gar nix.

Ich finde das genau in dieser Hinsicht viel zu wenig unternommen wird. Gerade auf den Wahlkampf Flyern könnte man ja auch für Eintritt/Mitglieder werben um so langfristig eine stärkere Basis aufzubauen.

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Wenn dieser Sondereffekt zu massiven Rückgängen geführt haben sollte (ich bin in diesem Punkt anderer Meinung) dann lohnt es sich darüber nachzudenken, wie man mit einem anders gearteten “nützlichen Sondereffekt” eben solche Stimmzuwächse macht.

BTW: war Edward Snowden 2014 ein solcher Sondereffekt?

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