Ergebnisse Landtagswahlen BW und RLP 21

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Für Rheinland-Pfalz gibts die ersten Zwischenstände für die kleinen Parteien. Piraten mit 0,6% aktuell die Partei mit den wenigsten Stimmen, fast gleichauf mit der Klimaliste:

https://wahlen2021.rlp.de/de/ltw/wahlen/2021//land/index.html

Für Baden-Württemberg habe ich noch nichts gefunden, wird es wohl hier geben:

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Ich will ja nicht unken, aber mir möchte scheinen, dass leere Parolen wie „NAZIS RAUS, PIRATEN REIN“ und das Annektieren des Klimathemas in einem Jahr, in dem ungefähr jede andere Partei auch sich voll auf dieses Thema konzentriert hat und man damit also exakt überhaupt nicht punkten konnte, sowie das nur noch als dickköpfig zu bezeichnende Rufen nach einem „B“GE gar keine kluge Wahlkampfstrategie waren.

Aber ich weiß schon: bestimmt sind die Wähler schuld.

RLP aktuell 0,5%, damit klar auf dem letzten Platz. Aktuell wären Tierschutzpartei, PARTEI und Volt in der Parteienfinanzierung mit 1,x%.

Zu BW habe ich immer noch nichts gefunden. In Frankfurt Piraten 0,5%, damit wohl kein Sitz mehr (seit 2011).

Papperlapap

Nein liegt nicht an Themen niemals .

Da wo Piraten gute Kandidaten hatten, ja da waren teils mehr als 10% drinnen. So ist das. Genau mit den Themen, Warum sollten Rechte auch Piraten wählen wollen für die gibts ja schon AfD die würden uns nicht wählen egal was wir so machen. Aber alle wo gegen Nazis sind die würden uns nicht mehr wählen wollen wenn wir nicht mehr Antifaschistisch sind.

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Weil wir alles drei sind, und wir auf jeden fall liberal im klassischen Sinne der Freiheit der Bürger vor dem Staat und anderen sind, was ja die drei anderen Parteien nicht immer sind.

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Ach so - also für Wähler, die gar nicht wissen, wo sie stehen?

Fast keine prominente Forderung aus dem Wahlkampf ist ohne mehr Staat überhaupt umsetzbar. Da könnte ein Problem liegen.

Kein einziges Menschenrecht ist ohne einen Rechtsstaat umsetzbar. Sonst, ists ja nur so das Recht des stärkeren. Damit Staat nicht mißbräuchlich handelt brauchts dann Grundrechte, Freiheitsrechte also wiederum ja das was Piraten halt stärken wollen.

Weniger Staat, ja ok geht. Haben die USA ja so gemacht, ja also zumindest in der Wirtschaft so richtig dolle funktioniert das da aber auch nicht gerade wesegen der Staat da jetzt Geld an alle verteilt und Sozialstaat aufbaut.

Totaler Staat (Kommunismus/Faschismus) ist halt Mist, aber ganz ohne Staat herrscht der Warlord der grad die dicksten Kannonen hat, auch net so lustig finde ich jetzt. Ja also deswegen brauchts da halt schon so Wege irgendwo dazwischen ja und eine Perfekte Utopie wird man wohl nirgends da finden, muss man also das beste daraus machen. Ja das heist soviel Freiheit wie möglich, für soviele Menschen wie es dann mal eben so geht.

Manchmal kann dann ja schon auch mehr Staat = Mehr Freiheit bedeuten, kommt dann ja auf Situation an, also so auf die Umsetzung und die Situation da kann es ja schon so ganz viele verschiedene Kombinationen geben was geht und was nicht.

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Und da kommen wir wieder zu dem Problem, dass diese Grund- und Freiheitsrechte in einem Rechtsstaat auch für den politischen Gegner gelten. Hast du den Eindruck, dass die Piratenpartei RLP irgendein Interesse daran gezeigt hätte, die Rechte von - zum Beispiel - Konzernchefs und AfD-Anhängern zu stärken?

Ja, sie sind ja für ein BGE, das würde diesen beiden Gruppen auch mehr Freiheit geben :wink: . Nur weil sie diese Freiheit nicht haben wollen heißt es ja nicht das sie nicht auch gut für sie wäre :smiley:. Freiheit vor Corona ist ja auch einer der Sachen die beiden Gruppen helfen würde und da haben wir ja auch einen guten Plan.

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Welche Freiheiten würde ein Konzernchef mit 300-oder-so Euro p.m. zusätzlich gewinnen?

Aber dafür gibt es doch schon die äußerst erfolgreichen CDU/CSU(SPD).

Und will die erfolgreiche AfD viel anderes als das?

Zum einem sollte das BGE höher sein und zum anderen muss er sich weniger Gedanken darüber machen ob die Arbeiter nur für ihn arbeiten weil sie dazu gezwungen werden. Das führt zu einem leichteren Gewissen und somit mehr Lebensfreude.
(Dies wurde geschrieben unter der Annahme das der Konzernchef ein Gewissen besitzt)

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Für welche Forderung der Piratenpartei - neben den Netzthemen, die den meisten Aktiven aber anscheinend weitgehend völlig bums sind, denn im Wahlkampf sieht man wenig davon - gibt es noch keine erfolgreichere Partei?

Bis zu welcher Höhe ist es sinnvoll und ohne deutliche Steuererhöhungen, die es bei vielen wieder auffressen würden, finanzierbar?

Es gibt keine Zwangsarbeit.

Das Fühlt sich aber für viele Betroffene anders an.

Und ja das BGE soll ja gerade im reicheren Teil der Empfänger wieder aufgefressen werden, deswegen darf es schon mehr Richtung 1k€ gehen, wobei ich die genauere Durchrechnung unseren Expertinnen und Experten überlassen würde, die haben die Zahlen besser im Kopf.

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Gefühle sind als politischer Inhalt weniger gut geeignet als du vielleicht annimmst.

Und zwar - wenn du erst mal den Fehler gemacht hast, dir ein gutes Einkommen hart erarbeitet zu haben - mehr als das, oder? Ist das deine Definition von Freiheit: dass Leistung bestraft wird?

Eine genaue Zahl wäre schön zu kennen. In jedem Fall bleibt aber festzuhalten, dass die Wähler in Rheinland-Pfalz offensichtlich gar kein Interesse an so etwas haben. Ob man wohl daraus die richtigen Konsequenzen ziehen wird?

Sieht aus als kämen die RLP Freien Wähler in den Landtag. Süß.

Die Farbe amüsiert mich.

Auch interessant: In Rheinland-Pfalz hat der Teil der SPD gewonnen, von dem man außerhalb Rheinland-Pfalzs wenig hört.

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Du meinst das eine Person ohne Gesellschaft es schafft Geld zu verdienen, welches aber als Konstrukt nur in so einer Gesellschaft Wert hat? Ich sehe das mehr so dass, du mit deiner Leistung beweist das du zu einen der Stützen der Gesellschaft zählen darfst, und dass bedeutet halt auch dass du die Gesellschaft stützt, wir können das ja wohl schlecht weiterhin von den nicht Leistungsfähigen verlangen, oder?

Gefühle sind einer der wichtigsten und direktesten Wege wie wir die Realität wahrnehmen, wir sollten sie also nie einfach ignorieren sondern nur Hinterfragen woher sie kommen. Und der Zwang zu arbeiten oder es gibt Sanktionen hört sich für mich schon nach etwas an was auch Objektiv in unserer Geselschaft existiert.

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Nein, wirtschaftliche Werte sind weitgehend gesellschaftsunabhängig.

Du wirfst - wie die meisten Anhänger der Umverteilung von Leistungsträgern zu Faulenzern - „leistungsfähig“ und „leistungswillig“ in denselben Topf. Glaub mal nicht, dass alle, die gerade von Steuern leben, nicht arbeiten könnten, wenn sie müssten. Umgekehrt heißt das, dass eine Gesellschaft mit einem Grundeinkommen diejenigen, die - vielleicht als Kinder aus der Unterschicht - sich ein eigenes gutes Leben erarbeitet haben, dafür zahlen ließe, dass es immer mehr Menschen gibt, die es völlig in Ordnung finden, wenn ein anderer ihre Rechnungen zahlt, ohne dass sie was dafür tun müssen.

Was glaubst du, wie viele Generationen dann noch den Wert eigener Leistung verstehen werden? Was glaubst du, wie lange es dann noch genug „Reiche“ in Deutschland geben wird, die bereit sind, andere durchzufüttern, und nicht einfach ihre Steuern ins Ausland tragen?

Oder, noch kürzer gefragt, wenn es attraktiver ist, nichts zu tun als hart zu arbeiten, weil man für harte Arbeit draufzahlt: Was, glaubst du, wird langfristig mit der Gesellschaft passieren?

Gefühle sind vor allem etwas völlig unpolitisches. Der Einflussbereich einer politischen Partei beschränkt sich auf die Realität. Wenn jemand die Realität in seinem Sinne uminterpretiert, dann ist das ein Fall für ein Gespräch mit dem Psychologen. Man nennt es gemeinhin Propaganda, Fake News und/oder Populismus.

Gefühlte Wahrheiten gehören nicht in ein Wahlprogramm.