Energiewende ins Nichts

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2014 gab es vom Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung ein informationsvolles Video zum Thema “Energiewende ins Nichts”:
https://www.youtube.com/watch?v=rV_0uHP3BDY
Edit: falsches Video verlinkt, ich meinte eigentlich dieses: https://www.youtube.com/watch?v=jm9h0MJ2swo
Hier wurden die großen Problematiken beim Ausstieg aus Kohle und Atomstrom geschildert, ebenso dass der Anteil an erneuerbaren Energien am deutschen Energieverbrauch in Presse und Öffentlichkeit schöngerechnet wird – da im Regelfall lediglich das was aus der Steckdose kommt gezeigt würde und nicht der Endenergieverbarauch – und wir deutlich enormere Mengen an EE brauchen, als im Volksmund angenommen, was nach der Einschätzung des Professors rein Flächenmäßig in Deutschland nicht hin haut.
Ich will gar nicht lange drum rum reden: es würde mich freuen, wenn ihr euch das Video anschaut und eure Meinung zum Video mitteilt.

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es sollte bald auf unserer Seite ein extrem, extrem guter Artikel eines österreichischen IT-SEC Experten rauskommen, der auch ein wenig diese Seite beleuchtet, aber vor allem auch, wie durch die grottige Ausführung wir für Störungen und Hacks jeglicher Art erschreckend anfällig sind…

Wir können gerne darüber diskutieren. Die Vorlage Hans-Werner Sinn empfinde ich ein wenig merkwürdig. Der Mann hat auch in den Wirtschaftswissenschaften wiederholt bewiesen, dass es ihm wichtiger ist, Botschaften zu vermitteln, an die seine Auftraggeber glauben, als tatsächliche Fakten.
Aber gut - man kann ja auch aus einer negativen Vorgabe Dinge ableiten.

Sorry dafür opfere ich meine Lebenszeit nicht.
Nicht nur, dass es 5 Jahre alt ist und selbst wenn die Daten damals richtig waren, sind sie heute völlig überholt. Unser örtlicher Stromversorger hat in den letzten Jahren alle Stromverteiler erneuert, und erneuert gerade auch reihum die Stromanschlüsse in die Häuser (und verlegt nebenbei Glasfaser ins Haus).
Auch die Betreiber der Überlandtrassen, haben inzwischen technisch aufgerüstet.

Wackelnetz ist bisschen Propagana. Das IfO-Institut vertritt seit Jahren Wirtschaftswissenschaftliche Positionen, die von praktisch allen Wirtschaftsnobelpreisträgern und international renommierten Wirtschaftswissenschaftler für merkwürdig gehalten werden.
Erst dieses Jahr hat Professor a.D. Sinn einen Artikel veröffentlicht, dass Elektroautos schlechter für das Klima und die Umwelt sind als normale Autos. Die Studie wurde ziemlich zerlegt wegen falscher Fakten.
P.S.
Deutschland exportiert im Moment Strom ohne Ende und ein paar unserer Nachbarn kaufen deutschen Kohlestrom, weil sie dann weniger CO2 emittieren, denn das CO2 geht auf Deutschland.

Unsere Stadtwerke haben schon in den 80er Jahren das Stromnetz gekauft, öffentliche Gebäude Nutzen Kraftwärmekopplung, Solarzellen etc. und versucht gerade mit Partnern ein paar Große Windanlagen aufzubauen. Dezentrale lokale Stromversorgung und so. Das Fernwärmenetz ca. 1/3 der Stadt versorgt, wird im Winter ebenfalls über eine Kraftwärmekopplung betrieben. Auch Industrie und Landwirte sowie etliche Privatleute haben Solarzellen auf dem Dach.

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Mit Verlaub, es ist ziemlich böse einen Tag nach der 70-Jahr-Feier des Ifo-Instituts einen 5 Jahre alten Vortrag über einen hochinnovativen Bereich aus der Tasche zu ziehen.

Sollte man keine 5 Minuten dafür verwenden, sondern der Blick nach Vorne werfen.
China und jetzt auch Indien, um die bevölkerungsreichsten Ländern zu nennen, investieren massiv in Solar, da die mit Abstand billigste Stromerzeugung.

Wieviele Elektroautos wurden denn vor 5 Jahren gebaut und wieviele PV-Anlagen installiert? Welche Batteriespeicher gab es damals und welche Entwicklungen gibt es in der Zwischenzeit?

Die Innovation ist so schnell, daß Panasonic und Tesla aufgehört haben, in den Ausbau der jetzigen Batterietechnik zu investieren und lieber eine Firma kauften, die schon die nächste Batterietechnik ohne Seltene Erden produziert.

Bedenkt man die Kosten für den rasanten Klimawandel dann braucht man die damaligen Diskussionen heute nicht mehr führen.

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äh, wer denn?
edit: sind die Verweise inzwischen verschwunden?

Wenn ich das Posting bearbeite, seht es drin als Antwort auf @GG79. Ich verstehe nicht warum er das nicht anzeigt.

Ist zwar jetzt stark Off Topic, aber in einem Thread über Gartenzwerg HW Sinn ist alles eine Verbesserung :slight_smile:

Der Verweis auf den Post, auf den man antwortet erscheint wohl nicht, wenn man auf “Zitat” klickt?

Edit: Allerdings auch nicht, wenn ich wie jetzt gerade bei Fulleren auf “Antworten” geklickt habe.

Wenn man nicht zitiert, sollte es trotzdem da stehen und im Orginalpost sollte unten Link ne Dropbox mit antworten stehen. So wie im Topicstarter!

C’est la vie

da Kernkraftwerke auch Strom produzieren, wenn die Sonne nicht scheint, also nachts.

Da das ziemlich teuer ist produzieren die Kernkraftwerke nur den Grundbedarf. Steigt der Bedarf im Tagesverlauf an, wird zugekauft.

Kannst Du z.B. hier für Deutschland sehen, wie der tägliche Solarhügel den Bedarfshügel ausgleicht.

https://smard.de/page/home/marktdaten/78?marketDataAttributes={"resolution":"hour","region":"DE","from":1558994400000,"to":1559943942284,"moduleIds":[1000102,1000103,1000104,1000108,1000109,1000110,1000111,1000112,1000113,1000121,1000101,1000100,5000410,1001226,1001228,1001227,1001223,1001224,1001225,1004066,1004067,1004068,1004069,1004071,1004070],"selectedCategory":null,"activeChart":true}

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https://www.youtube.com/watch?v=TswNLBnAPjU

Das Video halte ich, obwohl ich Lesch sehr gerne mag, für Schwachsinn. Angefangen bei der falschen Aussprache von Lithium werden da teils Birnen mit Birnensaft verglichen. Der Vergleich der Leistung ist, nun, etwas hanebüchen (wieso vergleicht er nicht Leistung x Zeit, also kWh?), dann ignoriert er den Fakt dass a) die Erzeugung von H2 noch vor allem aus fossilen Brennstoffen kommt und b) insgesamt die Effizienz grausig ist. H2 Erzeugung, 80% elektrischer Wirkungsgrad, Brennstoffzelle 50%? Macht am Ende 40%, Plus Strom/Energie zum Lagern. Das soll besser sein als eine Batterie?
Also zumindest sehr undifferenziert. Für lange Strecken wäre H2 als Treibstoff sicher angebracht. Aber als allgemeiner Kraftstoff für Autos? Ich weiß nicht.
In Thüringen werden Wasserstoffzüge derzeit diskutiert. https://m.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Verkehrsexperten-ueben-Kritik-an-geplanten-Wasserstoff-Zuegen-in-Thueringen-2045821515

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Weil er die Leistung für eine Strecke in km betrachtet. Damit wird vereinfacht, dass die Fahrzeuge ev. unterschiedlich schnell fahren.

Er vergleicht die Effizient für ein einzelnes Fahrzeug, die klar für die Batterien sprechen.
Dann macht er einen zweiten Vergleich der Flotteneffektivitäten und Flottenproblemen.
Hier kommen die Kosten für zusätzliche Kraftwerke, Überlandleitungen und die Leitungsverluste beim Batteriemodel dazu.

Achtung! Für das Klima ist es irrelevant ob wir Energiesparen, da geht es nur um den CO2 Ausstoß.
Ineffizient die kein CO2 verursacht ist irrelevant.

Es gibt nicht die eine Lösung, sondern mehrere.

Auf dem Lande, also da, wo man ein Auto braucht, installiert man ein PV-Anlage auf die Garage, dann kostet der Strom für das Auto nicht 30 Cent, sondern mit Umlage 15 oder 16 Cent, sind dann auf 100 Km 2,25 EUR. Deutlich billiger als Diesel.
Gleichzeitig ist das der häusliche Batteriespeicher.
Auf Kundenparkplätzen gibt es sogar kostenlosen Strom.

In der Stadt wird man die Autos ziemlich verdrängen und nur noch Zulieferverkehr haben.

Wer von München nach Hamburg fahren muß, der mietet sich ein Wasserstoffauto.

Zustellfahrzeuge in der Stadt geht ebenfalls mit Elektro, Laster mit Wasserstoff.

Wasserstoff wird produziert als Speicher für überschüssige Solar- oder Windenergie.

Kann aber Morgen schon wieder alles anders sein.

Das ist ja etwas die Krux, keiner kann sagen wie die Technologie in 10 Jahren ist. Werden Batterien den großen Sprung machen- keine/kaum mehr Metalle, schnelle Ladung, hohe Kapazität? Oder wird das nichts? Und schaffen wir Sprünge bei der H2-Entwicklung? Alles nicht absehbar. Gerade das Thema Batterien hat Jahrzehnte ja niemanden interessiert.

@Fulleren und eben diese Rechnung halte ich für vereinfacht. Weil entweder man generiert dann den Wasserstoff an wenigen Standorten, dann muss der Kraftstoff immer noch rumgefahren werden, oder dezentral, dann braucht man eine ähnliche Strominfrastruktur …

Und stand jetzt ist die Effizienz wichtig, weil unser Strommix nicht CO2 neutral ist. Eine ineffiziente Technik erzeugt freilich - derzeit! - mehr CO2.

Das Problem bleibt aber, dass wenn 1.000.000 Elektroautos gleichzeitig Ihren Akku laden, das du den Strom liefern können musst.

Was ich kritisiere ist etwas anderes. Ein E-Bike mit Mofa-Funktion (fahren ohne Treten) kann seinen Fahrer mit ca. 250-375 Watt Motor ja nach Akku mit 25 km/h bis zu 70 km bewegen. Dabei ist 25 km/h eine politische Grenze, mit etwas mehr Akku und ohne Drosselung gehen auch knapp 40 km/h.

Der Renault Twizy für ca. 7000€ + Batteriemiete (max 41kWh)

Braucht nur einen Bruchteil der 360 kW, die Lesch pro Auto angesetzt hat.

Problematisch ist aber auf jeden Fall der Aufbau von Infrastruktur für amerikanisches Fracking-Gas.

Da werden riesige Summe sowohl in den USA als auch jetzt in D investiert, die gar nicht mehr funktionieren können, falls tatsächlich irgendjemand das 2 Grad Ziel anstuern sollte…

“Um die Wirtschaftlichkeit der Terminals zu verbessern, soll der Bundesrat am 7. Juni 2019 einer Verordnung aus dem Haus von Wirtschaftsminister Peter Altmaier zustimmen. Demnach sollen die Anschlusskosten für die LNG-Terminals in Brunsbüttel, Stade und Wilhelmshaven an das Erdgasnetz nicht mehr von den Investoren, sondern per Umlage von den Gaskunden getragen werden. Alleine für das Terminal Brunsbüttel bedeutet dies eine Entlastung für die Investoren von 80 Millionen Euro. Dazu hat der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Bernd Buchholz, angekündigt, das Terminal aus Landesmitteln direkt mit 50 Millionen Euro fördern zu wollen.”

Beschluss des Bundesrates am 7.Juni 2019

Danach sind Fernleitungsnetzbetreiber künftig verpflichtet, LNG-Anlagen an ihre Netze anzuschließen und die Anschlussleitung zu betreiben. 90 Prozent der Kosten trägt der Netzbetreiber, 10 Prozent der Anschlussnehmer. Die Verordnung enthält zudem Regeln für die Vorbereitung und Realisierung des Netzanschlusses sowie die Möglichkeit, Investitionsmaßnahmen für LNG-Anbindungsleitungen zu beantragen.

Als ob nichts gewesen wäre.
Das 2-Grad-Ziel ist so nie erreichbar, von 1,5 Grad ganz zu schweigen.

Das ist jetzt nicht ernst gemeint, das hier ein Video von Professor Sinnlos gepostet wird? Wenn der Name drauf steht, ist es nicht mehr notwendig sich den Inhalt anzusehen, der ist generell das, was der Auftraggeber bestellt hat. Und wer schon im Vorspann “Zappelstrom” stehen hat, der ist raus aus der Diskussion.

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Zunächst: mir ist gerade aufgefallen, dass ich das falsche Video verlinkt habe, hab das in meinem Anfangsbeitrag geändert und den richtigen Link hinzugefügt.

Weiterhin kann ich die Abneigung gegenüber Herrn Prof. Sinn nicht nachvollziehen, ich halte ihn für eine kompetente Person, die Situationen durchaus differenziert beleuchtet und finde seine Vorlesungen informativ und interessant gestaltet.
Die Thesen die er aufstellt müssen wir nicht teilen und seine politische Einstellung muss nicht mit der von irgendeinem von uns übereinstimmen – die Problematiken bestehen, welche er mit Statistiken und Rechnungen aufzeigt. Wenn seine Lösungsvorschläge nicht erwünscht sind, ja sogar wie unterstellt gekauft sein mögen, dann wäre es doch gut für die angesprochenen Problematiken alternative Lösungen zu diskutieren? Sein Lösungsvorschlag “Atomkraftwerke wieder anschalten” schmeckt mir nämlich auch nicht, aufgrund der ganzen Risiken die Atomkraft mit sich bringt, die geschilderten Probleme erkenne ich allerdings an. Was haben wir als Alternative?, die Diskussion wollte ich eigentlich anstoßen…

Das der volatile Strom, welcher von erneuerbaren Energieerzeugern generiert wird, nicht sehr konsistent ist, sollte allgemein bekannt sein. Das Wort Zappelstrom ist vielleicht etwas polemisch gewählt, aber dennoch sehr zutreffend: selbst wenn wir ganz Deutschland so mit erneuerbaren Energieerzeugern zupflastern, dass kein Sandkorn zwischen zwei Anlagen passt, hätten wir dennoch Momente, in welchen keine Energie aus erneuerbaren Energiequellen zur Verfügung stünde. Die Trockentäler und Spitzen des erneuerbaren Stromes müssen ausgeglichen werden, entweder durch Speicherung, für welche es derzeit keine mir bekannte Technologie mit genügend Kapazität für eine Glättung gibt, oder durch Pufferung, wie sie derzeit in DE passiert, allerdings trotzdem das Klima belastet. Wir können natürlich auch komplett auf Strom verzichten, dann wars das aber auch mit Netzpolitik. (^^’)