Ein kleines Beispiel für geplante Obsoleszenz

Ich wollte gerade diese Gewürzmühle mit neuem Gewürz auffüllen, geht aber nicht da der Kopf massiv an dem Glasbehälter fest geklebt ist und sich nicht mehr entfernen lässt. Früher ging das bei den Dingern noch ganz gut. Widerverwendung ist damit also nun unmöglich und es kommt auf den Müll wo unnötig Ressourcen vergeudet werden für ein Objekt das ohne solche eine Sabotage eigentlich noch prima eingesetzt werden könnte.

Mal wieder ein kleines Beispiel dafür das der “Freie Markt” eben doch nicht automatisch das beste Ergebnis hervorbringt und daher einer gewissen Regulierung bedarf.

Bundestagswahl 2021/Wahlprogramm – Piratenwiki

Gegen die geplante Obsoleszenz

Wir PIRATEN setzen uns dafür ein, dass die Bundesrepublik Deutschland der Verbraucherzentrale zusätzliche Mittel bereit stellt, damit diese sich besser gegen die geplante Obsoleszenz einsetzen kann. Hersteller werden dazu angehalten, ihre Produkte mit einem voraussichtlichem “Haltbarkeitszeitraum” zu versehen. Dieses Haltbarkeitsdatum beinhaltet sowohl das physische als auch softwareseitige Leben eines Produktes. Auch müssen die Supportzeiträume (Softwareupdates etc.), insbesondere für Sicherheitsupdates, auf dieser Kennzeichnung angegeben werden. Die Verbraucherzentrale wird diese Kennzeichnungen der Hersteller überprüfen und mit einem anerkannten Siegel bestätigen. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass die öffentliche Hand, nur Produkte mit einer, von der Verbraucherzentrale, überprüften Haltbarkeit erwirbt. Diese Zeiten sollten in Ausschreibungen eingearbeitet werden.

Deutschland soll sich auf der EU-Ebene dafür einsetzen, dass entsprechende Regelungen Bestandteil der Ökodesignrichtlinie (2009/125/EG) werden

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Geplante Obsoleszenz ist das nicht, sondern falsch verstandene Verpackung, bzw. Ausnutzen der Bequemlichkeit der Verbraucher.

Der Verbraucher denkt sich “praktisch, da muss ich nichts einfüllen”, der Hersteller verkauft den Inhalt auf diese Weise erheblich teurer, weil die quasi erweiterte Verpackung ihn kaum was kostet. An der Stelle müssen die Abgaben auf solche “Verpackungen” empfindlich angezogen werden, dazu braucht es nicht mal Gesetzesänderungen, das kann einfach in den Gebührenordnungen für die Verbundsysteme geregelt werden.