EEG Umlage auf den eigens erzeugten Strom?

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Sind wir dafür oder dagegen, dass die EEG Umlage auch auf den eigens erzeugten Strom gezahlt werden soll und warum?

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Ich bin dafür, schon wegen der Gerechtigkeit.

Gerechtigkeit? Bezahlst Du auch dein im Garten selbst gezogenes Gemüse?

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Klar. Oder woher soll ich die Samen haben?

Und die Stromerzeugungsanlage war kostenlos?

Nein, für Strom. Da wie beim Gemüse musst du gleichermeßen investieren. Beim Strom sollst Du für die Sonnenenergie zahlen, beim Gemüse nicht.
Urzeugung ist frei. Das ist ein gerechtes Grundprinzip. Außer beim Solarstrom …

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Du möchtest also, dass „Steuern“/„Umlagen“ nur auf Dinge erhoben werden, die nicht im eigenen Haushalt entstehen? Spannendes Verständnis von Steuerrecht. :wink:

Spannend ist dein Unverständnis von Prinzipien.
Gemüse aus deinem Garten ist frei.
Solarstrom sollte es auch sein.
Gilt für den EIgenverbrauch.
Wenn du beides verkaufst, kann der Gewinn besteuert werden.

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Demzufolge dürfte jeder, der eine Wohnung oder gar ein Haus besitzt, steuerfrei leben.

Warum ist das nicht so?

Eigentum ist schon besteuert. Das ist aber etwas anderes als Steuern auf Urzeugung. Ersteres ist etabliert, zweiteres wäre nicht.

Wir reden hier von der Erzeugung von Verbrauchsgütern für den Eigenbedarf. Bleib beim Thema.

Du zahlst Grundsteuer ob du einen Garten oder Solaranlagen auf dem Grundstück hast. Das hat nichts mit der eeg zu tun :wink:

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@DerTypmitdemSchnaps hat natürlich recht, wenn er aus Gründen der Gerechtigkeit, eine Beteiligung an der EEG-Umlage fordert.

Es ist ein Mythos, den die PV-Lobby verbreitet, sich nicht an den Kosten der Allgemeinheit beteiligen zu müssen.

Es ist sozial ungerecht, sich an Subventionskosten nicht beteiligen zu wollen, mit denen die Gemeinschaft PV fördert.
Die Gemeinschaft ist in in finanzielle Vorleistung gegangen, die es dem PV-Nutzer erst ermöglichen, heute Strom günstiger zu beziehen, als die Gemeinschaft.

Wenn der PV-Besitzer seinen eigenen Strom deshalb für 8,5 Cent beziehen kann und die Gemeinschaft für 31 Cent, dann sollte es nachvollziehbar sein, dass Gerechtigkeit bedeutet, den Abstand zu verkleinern und nicht auszuweiten.
Es ist befremdlich, wenn die PV-Lobby fordert, die Gemeinschaft mit 400 bis 500 Mrd EUR im Regen stehen zu lassen.

Geregelt ist derzeit gesetzlich, dass der PV-Besitzer 60% Nachlass auf die EEG-Umlage bekommt, bei den normalen Kleinanlagen sogar 100% Nachlaß.
Dieser derzeitige hohe Nachlass ist bei den derzeitigen Preisen nicht mehr gerechtfertigt.

Der bisherige Nachlass von 60% war sinnvoll, um einen Anreiz zu schaffen, PV-Anlagen zu installieren.

Bei einem Preisvorteil von 22 Cent bildet aber ein Vorteil von 2 bis 4 Cent keinen großen zusätzlichen Anreiz.

Diejenigen, die zusätzlich ein Elektrofahrzeug nutzen, zahlen auch keine Kfz-Steuer und keine Mineralölsteuer.
Auch diesen ist es zuzumuten sich an der EEG-Umlage mit 2 bis 4 Cent zu beteiligen, wenn sie zuHause tanken.

Desto mehr einzahlen,
desto geringer die Belastung für die Gemeinschaft,
desto schneller kommt die Elektrifizierung voran,
desto schneller Erfolge im Klimaschutz.

Klimaschutz darf nicht dazu führen, die Schere zwischen Arm und Reich weiter zu öffnen, indem diejenigen, die es sich leisten können, subventioniert werden und der Rest fällt hinten herunter.

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EEG Ablage komlett abschaffen um die Links Grüne Abzocke der Bürger zu beenden !

Ja der kleine Mann, der kleine Arbeiter soll sich das Leben in Deutschland wieder leisten können !!!

Könnte er mit Kernenergie. Da gibt es keine EEG-Umlage.

Super Beispiel.
Die angegebenen Strompreise sind falsch und irreführend, da es sich nicht um Gestehungskosten und Folgekosten für eine Volkswirtschaft handelt.

Siehe Strompreis Ukraine.
Der deutsche Steuerzahler bezahlt die Betonhülle um den durchgebrannten Atommeiler von Tschernobyl.

Ich gehe noch einen Schritt weiter: Generell keine EEG-Umlage für EE-Strom, also auch nicht für eingespeisten. Dafür einfach die Einspeisevergütungen entsprechend kürzen. Von mir aus auch für die kleinen Privatanlagen unter 10 kWP (bald 30), die umlagebefreit sind. Das wäre am Ende ein Nullsummenspiel bzw. würde dem Staat sogar Geld sparen. Und vor allem würde es die Mär vom ach so teuren Strom aus erneuerbaren Quellen wirksamer bekämpfen als die derzeit übliche von-der-linken-in-die-rechte-Tasche-Herangehensweise.
Durch deutlich abgesenkte Einspeisevergütungen könnte man auch die EEG-Umlage sehr schnell für alle senken, die sie zahlen müssen. Der größere Brocken wäre natürlich für OttoN dann zu holen, WENN sie alle zahlen müssten.
Es gibt im übrigen schon genügend EE-Erzeuger, die auf Einspeisevergütungen verzichten und Direktvermarktung vorziehen. Das ist auch ein Aspekt, den die Piraten befördern sollten. “Eigenes Gemüse über den Gartenzaun verkaufen” - natürlich versteuert, weil die "Gemüse"menge beim Strom etwas größer sein könnte als bei den Tomaten aus dem Foliengewächshaus.

Das würde die Sache jetzt nicht vereinfachen, da nach 2033 so gut wie keine EEG-Umlage mehr anfällt und die PV-Anlage mit 20 Jahren Laufzeit berechnet wird.
Anlage, die in 2 Jahren in Betrieb gehen, müssten weniger gekürzt und die Kürzungen jährlich mit rückläufigem EEG vermindert, die Einspeisevergütung als jährlich nach oben korrigiert werden.
Gerecht geht auch einfacher.

Die Kürzung von Einspeisevergütungen kann natürlich nur auf neue Anlagen angewendet werden.

Stromerzeugungsanlage für Samen?