Digitalkompetenz für Schüler

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Was gehört zur Digitalkompetenz ?

  • Sicherer Einsatz von Standardsoftware
  • Grundlagen des Heimnetzwerkes
  • Datenschutz
  • Internetdienste
  • Medienkompetenz
  • was euch noch einfällt

Was davon kann in den bisherigen Fächern unterrichtet werden ?

  • Tabellenkalkulation in Mathe
  • Textverarbeitung in Deutsch/Fremdsprachen
  • Goggle Nutzung überall wo recherchiert werden muss.
  • Digitalkompetenz als Fach alles andere

Was muss jeder schon früh wissen bis 9. Klasse ?

  • Sicherer Einsatz von Standardsoftware
  • Grundlagen des Heimnetzwerkes
  • Datenschutz
  • Internetdienste
  • Medienkompetenz

Was sollten interessierte Schühler zusätzlich lernen können ?

  • Hier könnte einfaches Programmieren stehen
  • Raspberry Pi Projekte
  • gib sicher mehr

Ich hab das mal als Wiki angelegt, damit ihr auch reinschreiben könne was für Punkte euch einfallen.

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Dazu noch ein Ausschnitt aus einem bereits geschrieben Foren-Beitrag. Die Integration von Informatik-Inhalten ist m.E. in allen Fächern möglich und auch sinnvoll, um Schülern Motivation zu geben, sich Digitalkompetenz anzueigenen. Die “wofür brauch ich je im Leben programmieren”-Einstellung führt möglicherweise auf lange Sicht dazu, dass wir digital komplett abgehängt werden.

Kinder in de digitalen Welt

Hallo Fulleren,

ich finde deine Aufzählung gut, aber - leider - sehr optimistisch. Oftmals fehlt den Schulen die Ausstattung, die organisatorischen Möglichkeiten und die Kompetenz bei den Lehrern, diese Dinge in ihren Unterricht zu integrieren. Das würde bedeuten, dass nahezu jeder Raum über einen PC mit Beamer usw. verfügt, auf dem die Programme auch installiert sind. Oftmals wird die Ausrüstung und die Ausstattung der PC von der Kreisverwaltung gesteuert, was oft nur mäßig funktioniert. Ferner müssten die Kollegen in Sachen Datenschutz usw. sensibilisiert und ausgebildet sein, was sie meistens nicht sind.
Und solange wir an Schulen noch mit Lesekompetenz und mangelnder Vorbildung aus der Grundschule kämpfen, halte ich die Ideen für toll und sicher erstrebenswert, aber leider nicht machbar, so gerne ich dir zustimmen würde.
Eines habe ich noch vergessen: oftmals ist der Lehrplan so eng getaktet, dass man mit Mühe die vorgegebenen Inhalte schafft. Wenn diese Inhalte vermittelt werden sollen, erforderte das meines Erachtens, dass man im Lehrplan dafür Platz schafft.

Grüße, Mirkom

Hallo @Mirkom,

du hast recht, es sind grob 4 Aufgaben zu lösen.

  • Was gehört alles zu der Digitalkompetenz die vermittelt werden soll
  • Wie ändert die Digitalisierung den Unterricht in allen Fächern
  • Welche Ausstattung ist dafür nötig
  • Welche Inhalte können aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen eingespart werden.

Selbstständiges Lernen mit E-Learning Einheiten wird den Unterricht in allen Fächern verändern und dem Lehrer mehr Zeit geben sich um einzelne Schüler zu kümmern. Dabei darf aber auch Gruppenarbeit und zwischenmenschliche Aktion nicht vernachlässigt werden. Dafür werden veränderte didaktische Konzepte gebraucht. Solche Lerneinheiten entstehen auch nicht einfach von alleine. Sie sind sehr aufwendig in der Produktion und sollten Schulen trotzdem kostenlos zur Verfügung stehen. Dabei braucht man verschiedene Ansätze um das Thema anzugehen, weil auch die Schüler unterschiedliche Herangehensweisen haben und brauchen.

:slight_smile:

Kann Euch nur zustimmen! Habe einen Sohn, der letztes Jahr Abi gemacht hat, und ich konnte viel durch die Elterarbeit beobachten: Vor allem: die Schüler haben sich sehr viel Digitalkompetenz einfach selber beigebracht: Die haben sich Tutorials auf Youtube gesucht und gegenseitig empfohlen, dann oft Chats für Aufgabenlösung organisiert. (Das fing an mit Chatgruppen zum gegenseitigen Hausaufgabenaustausch und entwickelte sich zu Chats mit gegenseitiger Nachhilfe). Viele Lehrer waren da sehr unflexibel (mit löblichen Ausnahmen). Die waren nicht in der Lage, mit der Ausstattung umzugehen.

Ich saß da neulich bei unserem Museums-Club und der einzige, der bei der Veranstaltung nicht mit dem “Mikrofon” umgehen konnte und lieber unverständlich frei sprechen wollte, war der Vertreter des Kultusministeriums.
Soviel zur Technikkomptenz.
Nachdem wir ihm 4x mitgeteilt haben, dass es so nicht geht, hat er das Mikrofon wenigstens in die Hand genommen.

Vielleicht sollte man auch mal ganz allgemein über das Fach “Digitalkunde” nachdenken.

Gaaaaaaanz wichtige Punkte:

Was ist Verschlüsselung und warum braucht man es
Was sind Qualitätsmerkmale in der IT (regelmäßige Updates, Audits etc.etc.)
Was ist eine Filter Bubble !!! (kann man nicht genug betonen)

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Ich stimme euch natürlich zu, aber das würde alles auch voraussetzen, dass nicht nur ein Minister mit seinen Taten glänzen und dann befördert werden will, sondern dass er/sie wirklich Interesse an der Bildung unserer Kinder hat. Digitalisierung in der Schule darf nicht Selbstzweck werden, sondern muss als eine weitere Methode gesehen werden. Sicher muss man dazu auch einiges an Grundwissen erwerben, wie z.B. Tastenquaeler sagt, aber im Vordergrund muss weiterhin die Vermittlung von Bildung stehen und nicht nur der Umgang mit digitalen Medien. Sicher gehört der Umgang mit digitalen Medien auch zur Bildung, da möchte ich nicht missverstanden werden. Der “Digitalpakt” stopft aber - wie ich finde - relativ konzeptfrei einfach Technik in die Schulen, die damit noch gar nicht umgehen können. Das halte ich eher sogar für schädlich.

Grüße, Mirkom

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Du beschreibst das Problem ja relativ zutreffend.

Aber im Moment stecken wir in einem Dilemma.

Die IT-Laien in Politik und Verwaltung nennen das neue Fach Informatik und glauben das Informatikprofessoren eine Lehrplanempfehlung für Schüler geben können. Außerdem werden Lehrer für Informatik ausgebildet.

Nun ist aber Informatik gar nicht das, was unterrichtet werden sollte. Sondern eigentlich allgemeines IT-Technik Grundwissen, Datenschutz, Anwenderkompetenz, Medienkompetenz und und was man so als Privatmensch können muss (z.B. Heimnetz). Das kann ein Informatiklehrer sicher unterrichten, aber das meiste davon hat er dann nicht an der Uni im Informatikstudium gelernt.

Politik stopft immer irgendwo Geld rein, ohne zu wissen wie es sinnvoll wäre. Deshalb müssen ja wir, die Ahnung haben, Forderungen stellen. z.B. Braucht jede Schule einen Administrator für die ganze Computertechnik oder können mehrere Schulen sich einen Teilen. Oder können Schulen gemeinsame Rechenzentren nutzen. Und wie werden diese Stellen für die “digitalen Hausmeister” bezahlt.

Und natürlich werden “Computer” jetzt in allen Fächern eingesetzt. Da müssen alle Lehrer umgeschult werden um das in ihren Unterricht zu integrieren.

E-Learning Material fällt auch nicht vom Himmel, das zu erstellen dauert. Und dafür benötigt man Medienspezialisten. Produktionsdauern für die Lerninhalte eines Schuljahres, dürften bei 2-3 Jahren liegen. Dreharbeiten oder Animationen etc. sind aufwendige Sachen.

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Deshalb sprach ich bereits von Digitalkunde als Unterrichtsfach.

Deshalb sollte z.B. die Öffentlich Rechtlichen viele Werke unter den Lizensen CC-BY oder CC-BY-SA stellen (beides OER-Konform). Viele Inhalte könnten dann problemlos für Wikipediaartikel oder für den Lehrbedarf an Schulen eingesetzt werden. Dabei geht es gerade um solche Dinge wie Animationen von irgendwelchen Vorgängen, die man aus einem Video herausschneiden dürfte (was man aktuell meistens nicht darf).
Mehr dazu gibt es in dem 35 Minütigen Vortrag hier.