Digital natives sind doch wohl nur "digitale naive"

Die “jungen scheren sich nicht um Gefahren”, dass gilt auch für den Straßenverkehr und andere Sachen.
Aber weils diesmal ums digitale geht, ist es eine Nachricht.

Sein wir doch mal ehrlich:
Hauptsache WhatsApp, YouTube und Netflix funktionieren!
Und noch Google wen man etwas “Nachschauen” will… Na ja, und Facebook um “seine” Meinung los zu werden.
Alles andere ist nur für ein paar % der Nutzer wichtig. Dies betrifft leider auch den Datenschutz.
Hier wird sich auch erst was ändern, wen man am “eigenen Leib” spürt dass etwas falsch läuft. Nur wie? “Worst Case” wäre da der Angriff auf das Bankkonto.
Alles andere? - nun ja, der Staat macht es doch vor…
“Du bezahlst mit deinen privaten Daten” ist wahrscheinlich vielen klar, aber was genau dies bedeutet? – Da kannst du ja doch nichts machen…
Und Gefahren? - Wie gesagt, wo sind die?

Die Jüngeren haben doch auch meist kaum Ahnung. Heute ist IT siehe Smartphone und Tablets eher ein Klickbunt Wischi Washi für das man kaum Ahnung haben muss. Ist ja alles so dermaßen simpel aufgebaut das Appstore und co quasi auch von Analphabeten bedient werden können. Erweiterte Einstellungsmöglichkeiten kaum mehr vorhanden, Überwachung bereits integriert und die Möglichkeiten eigene Software zu installieren immer mehr eingeschränkt.

Die IT Konzerne arbeiten also daran den dümsten anzunehmenden User kurz DAU zu schaffen, einen passiven Konsumenten welcher sich um möglichst rein gar nichts gedanken macht. D.h die zukünftigen Generationen werden, davon kann man ausgehen Digital doch schon sehr naiv sein.

Da ist es doch auch mal interessant einen Blick auf die Youtube Startseite zu werfen. Was da für Müllvideos gebracht werden ist krass, da hat selbst die Bildzeitung wohl innhaltlich gesehen mehr Niveau als das.

Interessant wie hier eine ganze Generation als ‘dumm’ dargestellt wird. Das halte ich für eine stark verkürzte Darstellung.

Wie bei allen Menschen üblich, haben auch jüngere Individuen unterschiedliche Interessen. Nicht jeder interessiert sich für Technik, nicht jeder für Datenschutz. Andere dafür umso mehr.

Genauso wie die meisten im Supermarkt nicht die Zutatenlisten durchgehen, gehen die meisten nicht die Risiken für ihre Daten durch. Ein m.E.n. völlig normaler Prozess. Menschen möchten sich meist ungern weitere Probleme schaffen. Das ist nicht dumm und das liegt nicht am Alter, dass ist eine völlig normaler menschliche Verhaltensweise.

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Vermutlich wird es darauf hinauslaufen das es schon so einige mit hohen Technik Kompetenzen geben wird. Bei der breiten Masse werden die Abhängigkeit und das Unwissen jedoch eher zunehmen in dem maße indem die Technik immer einfacher zu bedienen wird.

Ich fasse das jetzt mal mit der “Digital Natives”-Generation zusammen:

"Gleichzeitig bewegten sich auch viele Lehrkräfte mitunter unsicher im Netz, sagt Hastedt. “Ihnen fällt es erst recht schwer, Computer- und Internetwissen weiterzugeben.” Wichtig sei deshalb, diese Kenntnisse in der Lehrerausbildung fest zu verankern und etablierten Lehrkräften Fortbildungen anzubieten.

Nur 39 Prozent der befragten Achtklässler erfuhren demnach im Unterricht, dass es wichtig sei, Onlinepasswörter zu ändern. Deutschland bildet damit das Schlusslicht aller elf Länder,

In vielen Bundesländern setzt der Computer- und Informatikunterricht erst in der Mittelstufe ein, oft auch nur als Wahlfach.

wo neben Internetsicherheit auch erste Schritte im Programmieren vermittelt werden.

Sowohl der Autor des Artikels, die Lehrer, die Kultusministerien als auch der Mathematiker der Internationalen Forschergruppe
bewegen sich doch im digitalen Niemandsland.

Fazit: Die Achtklässler sind naiv, da sie es immer noch nicht verstehen. :smiley:

Das gilt übrigens für alle Altersstufen… das mit dem “digitale Naive”…

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