Die Rente war sicher

Identitätspolitik sorgt dafür das man sich nicht mehr mit den Fragen der Ökonomie beschäftigt, Produktion, Arbeit, Verteilung und Geldpolitik in den Hintergrund geraten. Das können sich auch nur die leisten die finanziell besser gestellt sind bzw einen sicheren Akademiker Posten haben.

Das ist aber kein Phänomen der Grünen, das betrifft ja selbst die Linke in den USA. Die Folge ist dann das die Arbeiter eben Rechts wählen wenn die Rechten ihnen versprechen die Jobs aus China zurück zu holen dann haben die Wähler nunmal mehr davon als sich von den Linken in irgendwelchen völlig weltfremden Moralvorstellungen zurecht weisen zu lassen.

Da ist es aber kein so ein breites Phänomen wie in der BRD, weil die Akademiker da ökonomisch hoch verschuldet sind und später egoistisch ihr Geld, dass sie für das Studium in ihren Privatunis rausgehauen haben, wieder reinholen müssen.

Also da gibt es keine Grüne Partei, die ernsthaft in Erwägung zieht einen Kanzlerkandidaten aufzustellen.

Da wir weg von der Rente sind…
Wahlergebnisse erfahren zur Zeit, und bis zur Entzauberung des Populismus wird es noch dauern, durch Emotionen ihre (Ver-) Änderungen.

Ne, durch starke Inhalte, die positive Emotionen wecken. Negative Emotionen in einer Krise durch Demagogie zu verstärken, wird nichts verändern, sondern nur die Krise verschärfen und Konfliktlinien verhärten.

Es geht eben nicht um Logik!
Es geht darum was man den Menschen emotional verkaufen kann! (und leider wird)
Natürlich kann man auch jede Menge positive Emotionen von sich geben, im Idealfall sollten/könnten > diese sogar die negativen Emotionen ablösen.

“Wir schaffen das!”

Ne, sowas meine ich genau nicht. Ich meine Inhalte, die postive Emotionen hervorrufen. Du verdrehst auch alles was ich sage.

Ich habe weder etwas von einem aufgesetztem Lächeln, noch etwas von leeren Phrasen und Durchhalteparolen gesagt. Das ist Bigotterie und grenzt an die lächerliche Häresie ernsthafter Politik. Genau diese Politik des aufgesetzten Lächeln und der leeren Phrasen geht mir auf die Nerven.

DU bist nicht die Zielgruppe! - Sorry :wink:

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Aber ich stimme dir da voll zu!
Suchen wir mal Inhalte die man so positiv verkaufen kann, dass sie, sagen wir mal zumindest 5% der Wähler anspricht - und sich von anderen Parteien abgrenzen.

Das ist eigentlich nicht allzu schwer, nur das man dann von den anderen Parteien, als Utopist hingestellt wird und behauptet wird, dass das nicht finanziert werden könne. “Wer soll das zahlen?” “Bäh Steuern, lieber ungerechte Beitragszahlung” etc. Da gibt es relativ einfache Abwehrmechanismen der Etablierten. Und wenn das nicht richtig funktioniert, dann wird man eben ins Lächerliche gezogen.

Die Massenmedien setzen immer noch einen drauf. Da kommt dann selbst einer wie Trump nicht dagegen an. Es ist und war ja teilweise so, dass die Berichterstattung über Trump populistischer war, als Trump selbst.

Dann los . das ist nicht finanzierbar kann man auch entkräften - natürlich positiv!

Im Programm der Piraten steht doch schon viel Postitives.

Zitat: "Grundsätzliche Vorgehensweise zur Bürgerversicherung

Alle bestehenden Rentensysteme, berufsständischen Versorgungssysteme und Pensionen im öffentlichen Dienst werden zu einer Rentenkasse zusammengeführt. Alle steuerpflichtigen Einkommen und Kapitalerträge werden zur Zahlung von Rentenbeiträgen verpflichtet. Keine Berufsgruppe wird ausgenommen, die Bemessungsgrenze soll entfallen. In die Rentenkasse zahlen alle in Deutschland lebenden Menschen einkommensabhängig ein. Die Beiträge von Selbstständigen werden sich an ihren jeweiligen Unternehmenszahlen orientieren, sodass diese in ihrer Existenz nicht gefährdet werden. Die Rentenbezüge bewegen sich in einem Korridor von Mindest- bis Maximalrente. Die Renten werden jährlich um einen Faktor, der die Inflationsrate berücksichtigt, angepasst. Dieser Faktor berücksichtigt außerdem die Änderung weiterer Kosten, wie zum Beispiel Gesundheitskosten. Die staatliche Rentenkasse verwaltet sich eigenverantwortlich, ohne direkten Zugriff durch den Staat. Der Staat schafft den gesetzlichen Rahmen. Die Rentenkasse ist für die Rente zweckgebunden! Für Pensionsansprüche soll der Gesetzesgeber eine entsprechende Übergangslösung ausarbeiten."

Quelle: https://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2017/Wahlprogramm#Grunds.C3.A4tzliche_Vorgehensweise_zur_B.C3.BCrgerversicherung

Was war noch das Thema?

Die Rente war sicher

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Bis zu 38% der Einzahlungen gehen an die Finanzindustrie und Vermittler. Im Grunde sind solche Modelle dann ein Staatlich durchgesetzter Zwang sich von der Finanzindustrie abzocken lassen zu müssen.

Interessant das es in Deutschland so viele Piraten gibt die der Meinung sind in unserem Lande würde Korruption keine Rolle spielen…

Man muss sich nur mal die Agenda 2010 genauer ansehen. Hinter der Agenda 2010 steckt kein wirkliches Konzept, dafür sind die einzelne Maßnahmen in ihrem Zusammenspiel viel zu widersprüchlich. Bei der Agenda 2010 ging nur darum für ein paar Interessengruppen so viel Profit wie möglich rauszuholen und die Steuerausgaben zu senken. Das war keine Reform, sondern ein übertünchter Kahlschlag, der widersprüchliche Instrumente in das Sozialsystem eingebaut hat, die gegeneinander arbeiten und damit eine Art Selbstzerstörung auf Raten aktivieren.

Konkretes Beispiel: Auf der einen Seite sollte der Beitragsatz der gesetzlichen Rentenversicherung konstant gehalten werden, auf der anderen Seite wurde die paritätische Aufteilung der Sozialversicherung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer fallen gelassen und eine private Rentenvorsorge eingeführt.

D.h. Die Rente wurde praktisch gekürzt, das ist logisch, da ja durch einen kleineren Beitrag von den Arbeitgebern, auch nur weniger Rente finanziert werden kann. Auf der anderen Seiten wurde der Teil den die Arbeitgeber nun nicht mehr finanzieren mussten als private Vorsorge augelagert, die wiederum der einzelne Arbeitnehmer selbst zahlen musste. Also hat sich der Rentenbeitrag für den einzelnen Arbeitnehmer praktisch doch erhöht, eben durch die Hintertür.

Diese drei Maßnahmen sind wiedersprüchlich: Beiträge zur gesetztlichen Krankenversicherung konstant halten, private Vorsorge (ohne Mehrkosten für den Arbeitnehmer) und weniger Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitgeber.

Entweder die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung hätten für den Arbeitnehmer erhöht werden müssen und für den Arbeitgeber reduziert oder die Rentenbeiträge hätten für den Arbeitnehmer reduziert werden müssen und für den Arbeitgeber auch, aber eine private Vorsorge als zusätzliche Altervorsorge eingeführt werden müssen. Die gesetztliche Rente hätte dann aber auch ein Mindestniveau, dass über der Grundsicherung liegt, halten müssen. Ansonsten macht das ganze Beitragssystem zu einer gesetzlichen Rente keinen Sinn.

Die Rente war sicher

Eure Kritik ist völlig richtig.

Jetzt macht doch mal konstruktive Vorschläge, wie das Problem mit den Renten gelöst werden könnte. :innocent:

Ok, ich wäre dafür dass es keine Pflichtrentenversicherung mehr gibt. Stattdessen gibt es ein Grundeinkommen, dass über Steuern finanziert wird und eine private Vorsorge. Diese private Vorsorge könnte dann entweder Sparvermögen, privates Eigentum, eine private Rentenversicherung oder eine private Lebensversicherung sein.

Das weicht etwas vom Wahlprogramm der Piratenpartei 2017 ab, aber ist mMn ein besseres Konzept.

Wir diskutieren hier nur Alternativen.

Bisherige Renten- Pensionsansprüche verfallen oder wie werden die finanziert?

Also Einheitsgrundrente?

Ein Grundeinkommen für alle und keine Beiträge zur Rentenversicherung. Die bisherigen Rentenansprüche bleiben erhalten, die aus der gestzlichen Rentenversicherung enstanden sind bleiben erhalten. Das Pensionssystem könnte eigentlich schneller umgestellt werden, den Pensionen sind ja eigentlich keine richitgen Ansprüche, da sie nicht von den Beamten selbst finanziert werden.

Wer bezahlt die, wenn das Umlagesystem beendet wird?
Das Geld ist ja nicht vorhanden, es ist an bisherige Rentenempfänger ausbezahlt worden

das dürften die Pensionsempfänger anders sehen und dem müsste ja der Bundestag/-rat zustimmen, also Personen, die selbst hohe Rentenansprüche erworben haben.