Die Rente war sicher

Die CDU will, dass mit dem Renten Schatz spekuliert werden darf.

Oder ist das ein Aprilscherz?

Aprilscherz im Dezember? Hast du nur Dr. Wu oder eine primäre Quelle?

Wenn man sich die Performance der als ‚ÄúRentenfonds‚ÄĚ gelisteten Wertpapiere anschaut dann liegen diese was Kurssteigerung und Dividendenrendite angeht immer sehr viel deutlich unter den Wertsteigerungen des Mark Durchschnitts.

Wenn also der Staat die B√ľrger dazu zwingt diese Wertpapiere von Blackrock und co zu kaufen, dann ist absehbar das dann am Ende irgendwelche Konzerne den meisten Profit davon haben und nicht die B√ľrger.

Ich kaufe selbst Aktien, eigenverantwortlich und nach eigener guter Recherche und es hat sich f√ľr mich durchaus auch ausgezahlt. Wenn der Staat nun nach dem Willen der CDU die B√ľrger jedoch zwingen will ganz bestimmte Finanzprodukte von ganz bestimmten Anbietern zu kaufen, dann wird sich dahinter selbstverst√§ndlich Lobbyismus und Korruption verstecken.

W√ľrde mich aber nicht wundern wenn die damit durchkommen, die Leute sind in den letzten Jahrzehnten so unpolitisch und die Medien auch immer unkritischer geworden‚Ķ

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Die BRD hatte schon vor 15 Jahren einen Donald Trump: Gehard Schröder.
Trump hat den Sozialstaat wieder abgebaut den Obama gerade aufbauen wollte. Schröder hat einen Sozialstaat abgebaut, der mehr als 40 Jahre bestanden hatte. Schröder hat sich so gut es ging aus Kriegen im nahen Osten rausgehalten, Trump auch. Schröder hat fast ausschließlich plakative Bildniveau-Aussgagen getätigt, Donald hat das gleiche mit Fox News gemacht.

Könnte das noch eine ganze Weile so weiter machen…

Es bleibt zu sagen: Schr√∂der und der neoliberale Kreis in der SPD hat den kompletten politischen Kompass eines Landes zerst√∂rt. Ich vermute die gleichen Folgen in den USA. Republikaner und Demokraten werden sich immer mehr angleichen. Es wird z.B. keinen gro√üen Unterschied zwischen der Regierung von Joe Biden und Donald Trump geben, bis auf den Kommunikationsstil. Genau, wie zwischen Schr√∂der und Merkel. Merkel hat auch nur fortgef√ľhrt, was Schr√∂der begonnen hat, eben mit einem anderen kommunikativen Stil.

Und um noch mal zur Rente: Die hat auch die Schröder-Regierung bereits mit der Riester-Rente und privater Vorsorgeanreizen zum Nachteil der gesetzlichen Rente angefangen zu zerstören.

Und die Union wird einen Merz nur aufstellen, wenn sie ansonsten √ľberhaupt keine andere M√∂glichkeiten sieht bei den Wahlen Land zu sehen. Die Union meidet n√§mlich Populisten wie der Teufel das Weihwasser, denn sie wei√ü das man mit einem Populisten meistens nur ein paar Jahre regieren kann und anschlie√üend nicht widergew√§hlt wird. Das riskieren die wirklich nur, wenn sie sich keine gro√üen Siegchancen ausrechnen und wahrscheinlich nicht mal dann. Die warten dann lieber wie sich Scholz oder Habeck mit ihrer neoliberalen Fortf√ľhrung von Merkels und Schr√∂ders Politk wieder blo√ü stellen und weiter daran arbeiten den politischen Kompass zu demontieren.

Ich erwarte eher, dass die Sozialdemokraten, wenn sie in der nächsten Legislaturperiode in der Oppostion sein sollten, populistischer werden. Da werden sie dann Schröder als Schablone verwenden.

Die Masse steht genau darauf ! Mehr noch als auf Inhalte, siehe Trump der noch nicht einmal ein Wahlprogramm hatte. Wähler gewinnt man durch Emotionen nicht durch Rationalität oder idealistische Forderungen.

Das wollen die Medien einem weiß machen, das stimmt aber nicht. Es wird mit Netzwerken und Inhalten gewonnen, demagogische Populisten enzaubern sich relativ schnell. Mir gehen Populisten auf die Nerven und erst recht demagogische Populisten, wie Trump.

Zum Gl√ľck gibt es mehr und mehr Filterblasen und die Massenmedien verlieren mehr und mehr an Macht, sodass es im 21. Jahrhundert so gut wie keine ‚ÄúMasse‚ÄĚ mehr gibt. Das gereicht es n√§mlich zum Vorteil, dass sich die moderene Gesellschaft mehr und mehr individualisiert. Die ‚ÄúMasse‚ÄĚ ist eng mit dem Enstehen der ‚ÄúMassenmedien‚ÄĚ Radio, Kino, Fernsehen etc. Anfang und Mitte des 20. Jahrhunderts verbunden. Das solltest du dir bewusst machen, wenn du diesen Begriff verwendest. Genauso, wie Filterblasen nun von den alten ‚ÄúMassenmedien‚ÄĚ, als ‚ÄúEchokammern‚ÄĚ ver√§chtlicht gemacht werden.

Wo soll die omin√∂se ‚ÄúMasse‚ÄĚ sein von der du redest? Sollen das die knapp 9 Millionen Bild-Abonnenten sein? Oder doch schon die etwas differenziertere ‚ÄúMasse‚ÄĚ auf Facebook? Was soll das sein von dem du da redest?

‚ÄúOff Topic‚ÄĚ

NEIN!
Genau diese Emotionen entscheiden Wahlen!
Und zwar bei ca. 6 Mio Wählern zur BTW 2017.
Vorher waren es weniger, es lag 2017 daran, dass die AfD ca.1.7 Mio Nichtwähler mobilisiert hat.

Die anderen 40 Mio Wähler sind eigentlich uninteressant, denn sie wählen seit Jahren die identische Partei.
Und diese 6 Mio Wähler, wenn die Emotionen gut sind könnten es auch 7 o. 8 werden, sind oft erst in den letzten Tagen einer Wahl bereit zu wählen und die Partei zu wechseln.

Wobei 2017 schon eine besondere Wahl war:
Mit 46 Prozent war der Anteil der Unentschiedenen einen Monat vor der Abstimmung so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Vor der Wahl 2013 waren es demnach zum selben Zeitpunkt 39 Prozent, bei den zwei Wahlen zuvor etwa ein Drittel.
Aber die meisten der Unentschlossenen haben dann doch wieder ihr Kreuz dort gemacht, wo es Jahre vorher schon gemacht wurde.

Jetzt werden meine Aussagen wieder verdreht… Ich habe lediglich gesagt, dass Populisten nicht lange regieren und nicht behauptet, dass Populisten keine kurzfristigen Erfolge haben… Bitte genauer lesen.

Die Populisten erkaufen sich ihre politischen Erfolge meist zu einem zu hohen Preis und das sehen die Konservativen der CDU, weswegen ich mir nicht vorstellen kann, dass die Umschwenken (Ein Umschwenken wäre mit der AfD zu regieren oder einen populistschen Kandidaten aufzustellen). Das war meine Aussage.

Ja, die AfD ist populistisch und erzielt mit Zuspitzung auf ein kontroverses Thema Wahlerfolge. Aber das ist nich neu: Was willst du mir damit sagen?

Die Gr√ľnen sind ja im Prinzip auch Populisten, da sie alles auf das Umweltthema verk√ľrzen. Das Umweltthema ist nur weniger kontrovers, da es nicht konkret genug ist.

Die Emotionalisierte Ansprache erfolgt dann eben auch personalisiert durch ganz Zielgruppen spezifisch zugeschnittene Anzeigen die auf den Daten der √úberwachungskapitalismus basierend dann an die psychologisch passenden Individuen ausgespielt werden.

Eine Gesellschaft wo es keine ‚ÄúMasse‚ÄĚ z.B. in form einer Arbeiterschicht mehr gibt l√§sst sich auch viel einfacher spalten und gegeneinander ausspielen da anstalle von gemeinsamen Interessen dann ganz viele antagonistische Gruppen existieren die f√ľr individualisierte Ansprache um so empf√§nglicher sind.

Wer z.B. seit 40 Jahren CDU Wählt wird damit so schnell auch nicht aufhören, im Grunde ist diese Wählergruppe noch schlechter informiert als jene welche auf die Populisten herein fällt.

Eine neue Partei muss erstmal Protest und Wechselw√§hler f√ľr sich gewinnen um dann langfristig eine ‚Äúfeste‚ÄĚ W√§hlerbasis aufzubauen. Das geht halt ersteinmal √ľber die Populismus nummer, eine neue Partei muss dann aber eben auch den Schritt weg vom Populismus hin zu faktischer Politik finden um nicht nach einiger Zeit wieder zu verschwinden.

Nö, wenn zu viele Interessengruppen erzeugt werden, die gegeneinander agieren, dann wird auch eine zu hohe Komplexität erzeugt, die durch keinen Mensch mehr kontrolliert werden kann. Deswegen ja die KI-Forschung. Das ist im Prinzip der Versuch mit der erhöhten Komplexität der individualisierten Gesellschaft zurecht zu kommen.

Und ja toll, dann hast du einen individualisierte Ansprache f√ľr jede einzelne Interessengruppe. Und was dann? Es √§ndert ja nichts daran das diese Interessengruppen trotzdem noch ein bestimmtes Interesse haben.

Die menschlichen Bed√ľrfnisse m√ľssen √ľberbefriedigt werden, so wie in der ‚ÄúSch√∂nen Neuen Welt‚ÄĚ, damit die Gesellschaft wirklich apolitisch ist. Ansonsten hast du zwar eine vereinzelte Gesellschaft, die aber trotzdem noch politisch ist und sich dann eben nicht so einfach kontrollieren l√§sst, wie im Zeitalter der Massenmedien.

Mir geht es gar nicht um die AfD - Mir geht es darum ob und wie ‚ÄúEmotionen‚ÄĚ Wahlen entscheiden.
Und wenn immer mehr W√§hler erst in den letzten Tagen, oft sogar erst in der Wahlurne, entscheiden, dann ist dies selten mit rationalen Gr√ľnden zu belegen, dann wird aus dem Bauch heraus gew√§hlt, es kommen also Emotionen zum tragen!

Richtig ist, dass die meisten Wähler nicht empfindlich auf Emotionen reagieren, da sie ihr Kreuz da machen wo sie es immer machen.
Diese W√§hler w√ľrden auch komplett ohne Wahlkampf ihr Kreuz machen. Dies sieht man gut bei Abweichungen zwischen Brief- u Urnenwahl. Da hat die CSU fast doppelt so viele Brief wie Urnenw√§hler, weil f√ľr diese W√§hler seit Jahrzehnten klar ist wer gew√§hlt wird. Da gibt es wenig zu √ľberlegen oder abzuwarten.
Aber wie gesagt, Davon leben (noch) CDU und CSU, zum Teilen die FDP, aber schon der SPD sind 2017 ca. 1,5 Mio Wechselwähler abhanden gekommen, 500 tsd davon zu AfD.
Und je mehr W√§hler die etablierten Parteien verlassen, desto wichtiger werden Emotionen bei der Wahl werden. Egal f√ľr was f√ľr eine Partei.

Du wunderst dich ernsthaft warum der SPD W√§hler abhanden gekommen sind? Du stellt die falschen Fragen. Wenn der komplette politische Kompass durch die SPD unter Schr√∂der durcheinander gew√ľrfelt wird, dann gibt es klar Leute die nicht mehr die SPD w√§hlen. Das liegt dann aber nicht daran, dass sie auf einmal emotionaler geworden sind, sondern an der Politik der SPD.

Hier das richtige Maß zu finden ist entscheidend!
Da musst du sehr langsam umschwenken um die Wechsel- und Nichtwähler, die meist den Protest im Vordergrund stehen haben, mitzunehmen.
Wenigstens zum Teil. Dies war auch der Fehler der PP, sie haben viel zu fr√ľh gute Sachpolitik gemacht, aber vergessen wer sie gew√§hlt hatte und somit ‚Äúihren W√§hlern‚ÄĚ nicht die Zeit gelassen von der Protest zur Sachpolitik umzudenken.

Emotional siehst du daran, wohin sie gewandert sind!
Normalerweise h√§tte KEIN abtr√ľnniger SPD W√§hler die AfD w√§hlen d√ľrfen.

Zuerst zu den Linken und dann zu den Rechten. Da die Linken sie nicht wirklich aufgenommen haben, sondern seit der Wendezeit immer noch mit ihrer Selbstfindung besch√§ftigt sind und einen merkw√ľrdigen idendit√§tspolitischen Eiertanz veranstalten. Zu den Gr√ľnen jedenfalls nicht, denn die sind komplett von den N√∂ten des Alltags abgehoben und sehen es als rie√üen Fortschritt doch ein oder zweimal weniger im Jahr zu fliegen.

Die Linke kam 2017 bei SPD W√§hlern erst an vierter Stelle, nach AfD, FDP (!), Gr√ľne, Linke.
Aber fast zu gleichen Teilen. AfD 500.000 / FDP 430.000 / 400.000 Gr√ľne / 380.000 Linke.

Ich habe von der Kehrtwende unter Schr√∂der gesprochen. Nach dieser Kehrtwende sind die Protestw√§hler erst zu den Linken gewandert und dann, als zunehmend auch die Mittelschicht etwas von dem von Schr√∂der angesto√üenen neoliberalen Kahlschlag gesp√ľrt hat, zu den Rechten.

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Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2005

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Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2009

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Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2013

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Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2017

Die Linken haben fr√ľher (als Sie noch mehr das Flair der unmoralischen Protestpartei hatten) eben durchaus emotionalisiert.

Diese Rolle der Anti System Partei hat jetzt die AfD mehr und mehr √ľbernommen. Vielen von diesen W√§hlern ist es egal ob Sie Rechts oder Links w√§hlen Hauptsache es geht ‚Äúgegen die da Oben‚ÄĚ oder vermeintliche Eliten. Das die selbst unter der Politik der AfD benachteiligt w√ľrden scheint diese W√§hlerklientel eher weniger zu st√∂ren.

Liegt aber vielleicht auch daran das die Linken Parteien ihre Proletarische Politik zunehmend durch Identit√§tspolitik, Gender, Intersectionalit√§t usw ersetzt haben die bei vielen W√§hlerschichten eben √ľberhaupt nicht gut ankommt.

Das wiederum wird eben auch von den Gr√ľnen √ľbernommen und die sind eben abgehoben. Die sind so abgehoben, dass sie nicht mal mehr wissen wo sie genau stehen. Wenn man abgehoben ist, steht man n√§mlich auch nirgendwo mehr. Die Identit√§tspolitik ist quasi eine psychoanalytische Selbstbesch√§ftigung der Besserverdienenden mit ihrer eigenen Abgehobenheit, die aber sonst niemand in der Bev√∂lkerung interessiert. Statt wieder auf den Boden der Realit√§t zur√ľckzukommen, werden Luftschl√∂sser gebaut, die eine neue Identit√§t darstellen sollen.