Die Piratenpartei als Firma

In einer echten freien Gesellschaft ist 100% alles Marktwirtschaftlich geregelt. Konsumenten also auch Anbieter und Arbeiter haben ja immer die freie Wahl zu wählen was Sie Konsumieren, Anbieten und Arbeiten wollen.

Das ist ja für Bundestagswahlen ganz besonders so. Die Wählerstimmen sind die Währung in der die politischen Macht am Makrt gekauft wird. Wähler können immer frei wählen was Sie wählen was sie so wollen, ähnlich wie die Konsumenten die am Markt das Produkt kaufen können was Sie so wollen. Parteien sind dann Anbieter die ein Produkt produzieren müssen welches den Wählern schmeckt. Wenns dem Wähler nicht schmeckt dann wird Partei nicht mit Wahlstimmen gekauft und kommt nicht rein, in den Bundestag.

Gleichzeitig sind die Parteien ja aber auch Arbeitgeber am freie Arbeitsmarkt. Die ganzen Ehrenamtlichen Leutchens die Plakate hängen und Infostände und so zeugs machen, denen muss ja die Partei schon so richtig geile Arbeitsbedingungen bieten. Sonst gehen die kompetenten Leute zur Konkurrenz, das wäre schlecht für die Partei. Genauso wie am Arbeitsmarkt bei den Firmen.

Also, wenn eine Partei nicht erfolgreich ist dann macht die eben Politik die nicht sooo gut ankommt bei den Wählern und Arbeitern (Mitgliedern) so das die woanders hingehen. Das folgt alles den Gesetzen des freien Marktes.

Also: Wollen Piraten erfolgreich sein. Dann dürften die nicht Links sein sondern müssen Marktwirtschaftlich unternehmerisch denken. Sich am Markt orientieren. Das liefern was Wähler wollen und einen guten Service für die Kunden bieten also ja auch für die Arbeiter damit die bleiben. Ja ich denke da versagen Piraten, zu viele Linke Traumschlösser die an der Realität vorbei gehen.

Eine Partei. Die muss so wie eine Firma geführt werden. Ich denke mal dann wird das ganz gut gehen.

Du hast nicht ganz unrecht, aber das geht mit Piraten gar nicht.

Denn eigentlich sagst du damit:

  • klare Strukturen
  • klare Hierarchien
  • funktionierende Arbeitsabläufe
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@Fulleren
Stimmt nicht ganz,

der Vorteil von dynamischen Systemen, im Vergleich zu starren Systemen, ist dass sie dynamisch sind.

:slight_smile:

Ist nicht nur ein Wortspiel.

@Susanne

Ein objektive “Währungseinheit” z.B. Wähler-Stimme oder Unterschrift oder Parteispende, Mitgliedsantrag zur objektiveren Beurteilung von Leistungen einzuführen,
könnte helfen die knappen Ressourcen effizienter zu verteilen.

Und helfen die Kubaja-Lob-Gesänge im kleinen Kreis zu beenden, wenn Spiele nur mit 56:0 verloren werden.
Denke Du weißt, was ich meine.

Eigentlich einfach, vgl. SPD und CDU beide haben ca. 400k Mitglieder.

Erreichst Du 400k Mitglieder hast Du die Basis als dann 'Volkspartei", mag den Begriff nicht so wegen 'Volks" und braue Scheiße und so, um die absolute Mehrheit anzustreben.

Sorry, aber das ist genauso ideologischer Müll des 19. / 20. Jahrhunderts wie wenn irgendwelche linken Spinner von der Weltrevolution und der Abschaffung des Kapitalismus rumfantasieren.

Fakt ist wir haben keinen wirklich freien Markt und wir werden auch nie einen wirklich freien Markt haben.
Weder in der Wirtschaft, noch in der Politik.

Allein die unterschiedlichen Rahmenbedingungen - am Beispiel Politik beispw. die Berichterstattung, Zulassungshürden etc.etc. - zeigen das doch grundlegend.

Das anbieten, was die Wähler wollen - klingt toll - Realität ist aber, dass man um das anzubieten was der Wähler will man erstmal überhaupt etwas braucht das man anbietet und zwar in einem Zusammenhang wo dem Wähler nicht wurscht ist.
Und dann braucht man auch noch die Mitglieder um das zum Wähler zu tragen denn das passiert nunmal nicht von allein.

Ich gehe mal davon aus, dass Du selbst nicht wirklich aktiv im Wahlkampf warst, denn dann wäre Dir vielleicht aufgefallen, dass wir nicht mit linken Themen in den Wahlkampf gegangen sind.

Wir hatten neue Flyer zum Thema Bildung, Netzpolitik, Europa, Queer und Umwelt
Und inhaltlich waren die alle sehr liberal ausgearbeitet.
Beispw. war der Umweltflyer so ausgestellt, dass wir keine linke Verbotspolitik wollen sondern eher marktwirtschaftliche Analysen wie das zu machen ist.

Wir hatten keine neuen Flyer zum BGE oder zum Mindestlohn oder zur Migrationspolitik oder zum bezahlbarem Wohnraum oder zur Trennung von Staat und Kirche die man so wie sie in unserem Programm drinstehen als “Links” einsortieren könnte.

Der Erfolg oder Mißerfolg dieser Partei liegt nicht am Programm sondern schlicht daran dass viel zu wenig Leute bereit sind mitzuarbeiten anstatt nur zu meckern was $JEMAND stattdessen hätte tun müssen.

Wir sind und bleiben eine Mitmachpartei!

Wenn Du glaubst diese Partei braucht einen bestimmten Inhalt oder eine bestimmte Methode zur Außenkommunikation, dann erarbeite sie, suche Mitstreiter, Wirb in der Partei darum, stell nen Antrag und such die erforderliche Mehrheit damits Programm wird und geh raus auf die Straße ums unter die Leute zu bringen

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Konservativ und Liberal sind zweit paar Schuhe !

BGE finde ich übrigens cool, da brauchts dann aber ein klares Finanzierungskonzept das man den Leuten erklären kann. Das fehlt halt noch, ansonsten würde ich da auch Werbung machen. BGE ist nämlich ein echtes Alleinstellungsmerkmal für die Piraten !

Die Liberalen stellen sich aber allzu oft auf Seite der Konservativen um ihre Interessen durchzubringen, weil die eben über das Kapital verfügen. Siehe Südwesten: Kretschmann macht Werbung für die Automobilbranche, weil die das Kapital haben.

Ja Die Neoliberalen Konzernfreunde. Echter Liberalismus ist doch schon so neutraler !

Sind alles Themen die ich wichtig finde !!! Aber wenn ihr das nicht druckt um nur nicht bei irgendjemanden anzuecken dann seid ihr halt Profillos. Ich erwarte Politiker die Murig zu ihren Themen stehen und die dafür kämpfen auch wenn es ab und an mal jemand gibt wo die Themen nicht mag. Mainstream Parteien die Fähnchen in den Wind hängen, tjo das kann ich auch mit der SPD haben…

Ja ich bin manchmal ne neoliberale Trulla. Aber wähle doch Parteien die klare Kante zeigen und klare Zukunftsivisionen haben, das will ich hören.

Ich mache wie jeder Andere auch Wahlkampf mit dem was zur Verfügung steht, bzw. wo ausreichend Mitarbeit erfolgt ist um etwas zu haben.
Wenn ich nen Flyer zu Bildung hab, dann kann ich diesen Flyer verteilen, wenn ich einen zum BGE hab, dann kann ich den verteilen.
Und wenn ich gar keine Flyer mehr hab dann kann ich auch einfach Säbel verteilen und Sympathie erwecken.

Du musst Dich schon entscheiden was Du willst
Oben bemängelst Du man würde sich links geben und jetzt bemängelst Du, dass man sich nicht links gibt.
Und ich habs vorhin schonmal geschrieben
Wir sind eine Mitmachpartei. Wenn jemand argumentiert mit “IHR macht’” ist diese Person die Ursache

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Ein Erbe des Kalten Krieges das wir so schnell nicht los werden…
Der Begriff “Links” ist im grunde zerstört weil alle was völlig anderes darunter verstehen. Für die einen bedeutet er Sozial und Fortschrittlich zu sein und für die anderen irgendwas mit Sozialismus/Kommunismus Marxismus und so weiter… Im Grunde kann man dann nicht mehr gescheit miteinander diskutieren wenn schon auf der begrifflichen Ebene kein gemeinsames Verständnis da ist. Siehe Susanne. Strikt gegen Links argumentieren und dann doch irgendwie für das BGE und Sozial sein. Da sind 2 völlig unterschiedliche Vorstellungen vorhanden was es bedeutet “Links” zu sein. Sehe ich bei meiner Elterngeneration auf dem Land auch deutlich, da ist alles was Links ist gleichbedeutend mit DDR und Sozialismus. Dennoch ist man gegen Steuerfreiheit für Digital Milliardäre und für deutlich mehr Soziale Gerechtigkeit. Es darf nur nicht unter dem begriff “Links” rüberkommen, weil das ist ja total Böse und unwählbar. Siehe auch die Umfragen das eine Mehrheit der Bevölkerung den Forderungen der Linkspartei klar zustimmt. Nur gewählt werden die Linken nicht weil man diese Partei ja mit Sozialismus/Marxismus verbindet und das steht bei vielen eben immer noch für harte Diktatur. Daher kommt es das die Leute dann zwar das eine wollen, aber den Begriff unter dem das subsumiert wird heftigst ablehnen.

Die Isländischen Piraten haben das schlau gemacht und dafür einfach neue Begriffe genommen. Da wird im Programm viel von einer “Neuen Wirtschaftsideologie” gesprochen die Sozial, Liberal Progressiv ist ohne dieses altbackene Links/Rechts gedönse überhaupt aufzugreifen. Fällt den deutschen aus historischen Gründen wohl deutlich schwieriger da pragmatische Lösungen zu finden.

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Und ganz ehrlich blödes Gemotze von Leuten die sich aufm Sofa breit machen anstatt nen Infostand abzuhalten braucht wirklich niemand.

Merk Dir einfach dass egal was jemand tut, dass diese Person Millionenmal mehr getan hat für ein positives Wahlergebnis als jemand wo keinen Wahlkampf gemacht hat

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Vielleicht habe ich ja was falsch verstanden … Bisher dachte ich, eine Partei hat ein politisches Ziel und versucht das mehr oder weniger geschickt der Menschheit nahezubringen. Und wenn sie das schafft, ist das ein Erfolg der Partei.
Was ist das für ein idiotischer Erfolg, wenn ich “liefere, was die Wähler wollen”? Das Modell dafür sind AfD und Basis. Einfach dagegen sein, rummotzen, auf jeden Unzufriedenheitszug aufspringen. Das ist OK, wenn man Erfolg daran misst, dass man gutbezahlte Posten abräumt. Nur ist es politisch völlig belanglos. Wenn ich eine Firmen-Partei will, dann gehe ich zu SPD, CDU oder Grünen. Die sind angepasst, die vermarkten sich, und störende Inhalte werden über Bord gekippt. Aber dafür fahre ich nicht nachts durch die Stadt und hänge Plakate auf. Niemals. Nada.

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Wenn man eine Partei als Firma sieht wer sind denn dann eigentlich die Eigentümer dieser Firma ?

Die Mitglieder ?
Die Lobbyisten/Spender ?
Die Wähler ?
Die Parteibürokratie ?

Ich denke das diese Sichtweise dann doch etwas zu unterkomplex ist als das Sie dazu taugen würde erfolgreiche Politik zu machen !

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Ich denke, dass es @Susanne im Grunde genommen darum geht, dass sich die Piratenpartei besser verkaufen sollte als aktuell.

Was an unserer Partei können wir verbessern, ausbauen, verändern, etc, dass wir unsere Ziele erreichen und wer sollte welche Aufgaben bekommen?

Die Crew besteht aus:

und das übertragen auf unsere Piratenpartei hat wer von uns welche Rolle?

Die Piraten auf deinem Schiff waren sich über das gemeinsame Ziel im klaren und sie wollten erfolgreich sein.

Der verfassungsmäßige Auftrag von Parteien ist die politische Willensbildung, aber auch die Repräsentation dieses Willens in Parlamenten bzw. Regierungen um sie über Gesetzesinitiativen zu realisieren. Das heißt es geht auch um Macht.
Viele Piraten haben “Macht” abgelehnt und waren sogar der Meinung wenn man seinen einen Punkt erreicht hätte wäre man überflüssig.

Es herrschte daher immer Uneinigkeit über das Ziel oder die Ziele.

Informatiker lernen beim Thema parallele Verarbeitungsstrukturen, dass der Verwaltungsaufwand überproportional mit der Zahl der Knoten wächst.
Viele Piraten wollen “Basisdemokratie” also die maximale Anzahl Knoten ohne Verwaltungsstrukturen.
Das funktioniert nicht und kann es auch gar nicht.
Dein Piratenschiff hat eine hierarchische Struktur mit einem Kapitän an der Spitze.

Der jederzeit, außer bei akuten Gefechtssituationen, abgewählt werden kann.
Und er/ oder sie natürlich muss regelmäßig mit der Mannschaft abstimmen, weil ansonsten er von Bord fliegt.

Flache Hierarchien, eigentlich nur zwei Ebenen. Aber eben nicht nur eine Ebene und auch
nicht zig Ebenen.