Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Website Piratenpartei Deutschland

"Die Piraten wollen Datenvolumenbegrenzung bei mobilen Internetverträgen beenden." wie steht ihr dazu?


#1

Auf der Missions-Seite steht:

Datenvolumenbegrenzung bei mobilen Internetverträgen beenden, d.h. gesetzlich verbieten und Telekommunikationsprovider regulieren.

sollte dies nicht selbst von jedem Unternehmen entschieden werden? Sie können doch anbieten was sie wollen dafür haben wir ja eine Marktwirtschaft. Klar ich finde es auch scheiße das ich für 40€ in DE lausige 16GB bekomme während ich dafür im Ausland unbegrenztes habe. Doch durch Angebot und Nachfrage sowie Wettbewerb (in DE ja mehr oder weniger nicht vorhanden was die Telekomunikation angeht zumindest nicht in MV) regelt sich das mit der Zeit von alleine. Ich finde es ist eine denkbar schlechte Idee den Unternehmen immer mehr zu verbieten, zu regulieren etc. Deutschland ist schon genug reguliert eigentlich über reguliert.

Aber was sagt ihr?


#2

Im Prinzip schon, zumal diese ganzen “privaten Anbieter” ja damals ordentlich Geld in die Hand nehmen mussten, um von der “Regierung” die Mobilfunklizenzen ersteigern zu können. Es widerspricht aber auch dem Gedanken “Netze in Nutzerhand”. Denn im Prinzip gehört ein Telekommunikationsnetz in die Hand des Staates, was ja ebenso für Strassen, Bahn usw. gilt.

Im Laufe der Zeit kam nun das Datenvolumen dazu. Weil seien wir doch ehrlich, immer mehr Daten werden übertragen von denen man abhängig ist. (besser abhängig gemacht worden ist) Zudem widerspräche es der von uns geforderten Netzneutralität. Denn es gibt ja immer wieder Bestrebungen Dienste aus dem “privaten” (internen Firmengeflecht) Netzwerk nicht mit einzurechnen. Als vielleicht neuer Anbieter irgend eines Dienstes, muss man aufpassen, dass man das Datenlimit der Nutzer nicht über die maßen in Anspruch nimmt. Denn das machte jede Nutzung dann ja unattraktiv.

Das ist der größte Trugschluss meiner Meinung nach, dem man immer wieder verfällt. Nachfrage und Angebot (so wäre die korrekte Reihenfolge), wird eben nicht immer Rechnung getragen. Eine Region wie das Ruhrgebiet wirft nun mal schneller Gewinne ab als eine Ausstattung auf dem Lande, wie z.B. MV. Die privaten Anbieter zahlen am Ende lieber eine Strafe, statt sich die Investition bis auf die Zugspitze zu leisten. Mit der Deutschen Post damals und ISDN gab es flächendeckend Telefonanschlüsse, eben bis auf die Zugspitze. Und da sollte dann auch der wesentliche Unterschied festzustellen sein. Private Unternehmen müssen Gewinne erwirtschaften, Staatliche nicht.

Ganz im Gegenteil. Würden sich Regierungsbehörden nicht ständig einmischen, wäre der Dieselskandal kein Dieselskandal sondern nur eine neue Wette auf die Gesundheit der Bürger, an dem sich dann andere private Firmen beteiligen können.