Die Linkspartei ist so konservativ!

Ich beobachte gerade den Streit innerhalb der Linkspartei um Sahra Wagenknecht s neues Buch und ihre Wahl zur Spitzenkandidatin in NRW. Da ich nicht Mitglied dieser Partei bin versuche ich das mal so gut es geht aus einer neutralen Perspektive zu betrachten.

Im Grunde vertritt Wagenknecht ja sehr konservative Positionen, wenn Sie Minderheiten wie die Queere Community als “skurril” bezeichnet, Arbeitsmarktpolitisch scheint weiterhin Vollbeschäftigung und Leistungsgesellschaft statt BGE im Vordergrund zu stehen. Laut den bisher bekannt gewordenen Auszügen aus ihrem neuen Buch kommt dann noch Links Konservatismus bzw. Linksnationalismus hinzu.

Ihre Klare Abgrenzung gegen “skurrile” Minderheiten scheint darauf hinzudeuten das Sie das Idealbild einer Kulturell homogenen Gesellschaft verfolgt in der es dann weniger Subkulturelle Freiräume gibt, beziehungsweise diese Subkulturen dann im großen und ganzen politisch nicht viel zu melden haben sollen. Das Festhalten an einer angeblich homogenen Mehrheitsgesellschaft ist zumindest nach meiner Lesart sehr konservativ.

Wirtschaftspolitisch steht Wagenknecht ja auch eher konservativ da, durch ihr Festhalten an Vollbeschäftigung als politisches Ziel obwohl dies durch den Digitalen Wandel (Robotik, Automatisierung etc) wohl immer schwieriger werden wird. Ihr scheint es also sehr wichtig zu sein alte Strukturen der Gesellschaft zu erhalten anstatt wirkliche Veränderungen anzustreben.

Das auf dem Linken Parteitag 61 Prozent für Wagenknecht als Spitzenkandidatin der NRW-Linken gestimmt haben deutet darauf hin das auch eine Mehrheit der Linken da eher recht konservativ zu denken scheint.

Auch deshalb bleibt die Piratenpartei als Sozial Libertäre Fortschrittspartei derzeit für mich alternativlos.

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linke Parteien sind für Arbeiter nich waehlbar, wer sich für Gender statt für Arbeiterinteressen interessiert

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Der Versuch Gendern von oben herab durchzusetzen ist jedenfalls krachend gescheitert und ruft so viel Widerstand hervor das Linke Bewegungen und Parteien daran zerbrechen können.

Nichts desto trotz schließt das eine ja nicht unbedingt das andere aus. Auch wer Gendert kann gleichzeitig für einen höheren Mindestlohn für die Arbeiterklasse eintreten. Also scheint es mir bei diesen Konflikten gar nicht um die Interessen der Arbeiter zu gehen. Das ist nur vorgeschoben. Viel mehr um einen Konflikt zwischen verschiedenen Identitären Strömungen, Konservative Identität vs politisch korrekte Identität. Es ist somit also ein Kulturkampf und kein Kampf um die ökonomischen Interessen der Arbeiter.

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Intersektionalität ist reell, den die Probleme des Feminismus spiegeln sich in den Problemen der Frauen in Gehaltsverhandlungen wieder, dass Rollenbild der Anzüge für Männer und Leichter Kleider für Frauen im Büro, sorgt dafür dass diese Arbeiteten nicht die gleiche Wohlfühltemperatur haben, also entweder es den weiblich gelesenen zu kalt ist oder den männlich gelesenen zu warm.

Dass zeigt für mich eigentlich, dass nur eine Partei die alle Probleme beachtet ein Problem auch wirklich Lösen kann, ohne dass dafür andere Schlimmer werden können.

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welche Identität kann ein:

heterosexueller
weisser
Mann
ohne Zuwanderungsgeschichte

haben, ohne sich zum Nazi zu machen?

!Kurze Werbeunterbrechung!

Ich möchte mal Werbung für meinen Antrag zwischenschalten: Wenn Englisch als zweite Amtssprache eingeführt würde, dann wäre das “Gendern” gelöst, weil es im Englischen keine “-In” Endung gibt und der Artikel mit “The” weder männlich noch weiblich ist. Als wenn ich für Gendergerechtigkeit seit, dann bitte für meinen Antrag abstimmen und Englisch als zweite Amtsprache einführen.

Was spircht für meinen Antrag:

  • Die Schweiz, eines der demokratischten Länder der Welt hat vier Amtsprachen, da muss Deutschland doch zwei hinbekommen.

  • Gegen Esperanto spricht, dass es erst noch jeder lernen müsste, während Englisch bereits jeder zumindest etwas kann.

!Werbeunterbrechung Ende!

!Noch kleinere Werbeunterbrechung!

Achja UND es wäre auch für die Arbeitnehmer, da so die Arbeitnehmerfreizügigkeit innnerhalb der EU (zumindest von den anderen EU-Ländern nach Deutschland) wesentlich erleichtert wäre und die Menschen sich wohl wesentlich schneller intergrieren könnten (es dürfte in wesentlich mehr Länder Englisch in Schulen unterrichtet werden, als Deutsch.)

Unterstützt bitte den Antrag!

!Noch kleinere Werbeunterbrechung Ende!

russisch als zweite Sprache ist zielführender

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Denkt doch mal ein bisschen PRAGMATISCHER und legt die ideologischen Scheuklappen und den falschen Stolz ab!

Und meinetwegen führen wir dann eben noch Französisch, Italenisch, Polnisch und Spanisch als Amtssprachen 3, 4, 5 und 6 ein. Und wenn es im Sinne der Völkerverständigung und des Friedens ist würde ich auch noch Arabisch, Chinesisch und Russisch als 7,8 und 9 einführen. Meinetwegen. Ich bin da nicht so festgefahren. Allerdings müssten das die Algorithmen auch easy übersetzen können. Das stelle ich mir bei anderen Schriftzeichen schwerer vor. Englisch ist mit den automatischen Übersetzungsprogrammen mittlerweile wirklich easy going.

Die Schweiz hat auch nicht Englisch.

Sahra Wagenknechts Feststellung war inhaltlich völlig richtig, was man daran sieht, dass sich ausschließlich Vertreter kruder Minderheiten über sie aufregen. Auch bei den Piraten gilt: die Mehrheit entscheidet.

Ansonsten gilt: die „Linke“ ist eine sozialdemokratische Partei, aber von Linkssein weit entfernt.

Warum nicht Klingonisch ?

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Intersektionalität ist aber auch sehr viel schwieriger zu vermitteln als das Klassische “Oben vs Unten”, oder die “Proletarier vs. Kapitalist” Logik. Insbesondere da es auch erfordert das eigene Verhalten und Position zu reflektieren und ein Grundverständnis von Soziologie voraus setzt das viele nicht besitzen. Der Intellektuelle Anspruch ist somit sehr viel höher als dies bei einer klassischen Kapitalismuskritik ist bei der die Unterteilung in Besitzende Klasse vs. Besitzlose Klasse noch recht einfach ist.

Die Frage ist also wie man das vermittelt wenn viele eben lieber einfache Antworten hören wollen. Vor allem wenn es viel Widerstand gibt wenn die Leute das Gefühl haben es würde ihnen von einer “Akademischen Elite” verordnet werden. Auch vor dem Hintergrund das vielen Niedriglohn Arbeitern die finanzielle Situation das ist was am wichtigsten empfunden wird. Unterschiedliche Wohlfühltemperaturen werden von Leuten die Finanziell kaum durchkommen dann vermutlich leicht als Luxusproblem empfunden.

Das Problem ist da aber auch die Rhetorik einiger radikaler Woke und Gender Aktivisten auf Facebook/Twitter. Einige rücken den “weißen alten Mann” da quasi automatisch in die Täterrolle. Jemand aufgrund der Hautfarbe als Rassisten darzustellen ist eben nicht so sehr hilfreich wenn es darum geht etwas zu verändern weil das dann wenig verwunderlich massiven Widerstand provoziert.

Passt aber auch zu dem Social Media Zeitgeist, das statt einer sachlichen Wissenschaftlichen Auseinandersetzung eher auf flache Provokation und Spaltung gesetzt wird und das ist ja überall von allen Seiten her zu beobachten.

Dabei denke ich könnte man nur etwas erreichen wenn man solche Themen sachlicher diskutiert. Dazu scheinen weder Wagenknecht noch die Aktivisten auf der anderen Seite in der Lage zu sein…

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Ja, es ist da immer wichtig die Punkte dem Gegenüber anzupassen, was leider bei Socialmedia sehr viel schwerer ist als in einem privaten Gespräch oder dem Stammtisch, denn es gibt eigentlich immer Beispiele dafür wie das Gegenüber gleich mehrfach benachteiligt ist, was dann im Dialog rauskommt.

Das Problem ist halt dass auf Social Media keiner wirklich darauf hören wird wenn irgendwer sagt dass die Genderstudies irgendwas zeigen, obwohl halt sie genau die Wissenschaft ist die sich damit beschäftigt. Social Media wird halt auch immer die Überspitzten Meinungen wiedergeben, was dazu führt dass du nie wirklich die Durchdachten Meinungen dort lesen wirst, wenn sie nicht von irgendwem kommen der eh schon Berühmt ist.

Das war nur ein Beispiel, dass es Ländern mit mehreren Amtsprachen gibt. Mein Vorschlag zielt darauf, dass die Verkehrssprache in Good Old Germany weiterhin German bleibt, aber dass eben alles auch auf Englisch verfügbar ist.

Und immerhin sind die Schweizer shcon so weit englische Filme nicht zu synchronisieren, sondern im Orginal mit Untertitel laufen zu lassen. Jo, nichts gegen Synchro, aber ich finde da sieht man schon, dass die Schwyzer grundsätzlich eine bisschen andere herangehensweise haben.

Gender kommt übrigens auch aus der englischen Sprache… in deutschen Sprache gibt es “nur” Geschlecht und nicht Sex und Gender… und da wie gesagt, die englische Sprache sowieso schon Genderneutraler ist als die deutsche, wieso diese Sprache nicht als zweite Amtssprache einführen?

Die Sprache des Internets ist Englisch. Ist die Piratenpartei eine Netzpartei oder nicht? To be or not to be?

Warum nicht auf Französisch oder Spanisch?

Die Schweizer sind auch gegen Moscheen.

Und viele andere Begriffe aus dem Französischen, einige auch aus dem Italienischen. Und jetzt?

Weil die englische Sprache in der Europäischen Union eine Minderheitensprache ist.

Die Sprache des Internets ist hexadezimal.

Du bist in einer Netzpartei… Schau dir mal die Code-Sprachen an… Alles English!

Whataboutism oder was?

War neu ein Anknüpfungspunkt, sonst hätte ich ja völlig bezugslos hier in die Diskussion eingegriffen. Es ging um Gender, deswegen habe ich daran angeknüpft.

Wie kann die Klassenfrage und die Identitätsfrage miteinander verbunden werden? Über Englisch!

Really? Du willst einen europäischen Provinzialismus nur, weil es hier nur eine kleine Minderheit an Muttersprachlern gibt? Es müsste eine klare Mehrheit an Zweitsprachlern in der EU geben. Jedes Land in der EU lehrt an seinen Schulen als Zweitsprache Englisch!