Deutschland hat ein Nazi Problem!

Also konkret auf das Gemeinschaftsleben, das man Deiner Meinung nach auch faschistisch organisieren könnte.

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Nein, das war nicht der Kontext.

GG79, ich bitte dich hiermit höflich, dein Chatten einzustellen. Wenn du über meine persönlichen Ansichten zur Organisation des Gemeinschaftslebens sprechen möchtest, können wir das gern per PN oder in einem separaten Thread fortführen.

Ich frag lieber nochmal nach:
Wolltest du sagen, Faschismus sei kein Problem, sondern eigentlich ganz knorke?

(Ich muss deine Suggestion, die du aus unerfindlichen Gründen nichtmal aussprechen willst, nämlich das auch andere Ideologien, wie der z.B. Kommunismus, ebenfalls totalitäre Regime hervorgebracht haben, nicht übernehmen. Ich muss auch nicht irgendwelche Toten gegeneinander aufrechnen. Mir ist egal woher der Totalitarismus kommt…)

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Ich wollte sagen, besonders mörderische totalitäre Regimes waren nicht deshalb besonders mörderisch, weil sie faschistisch waren, sondern, weil sie totalitär waren.

Da sind wir uns doch mal einig.

Eben nicht. Du behauptest ja, es läge nicht am Faschismus.
Dann erklär doch mal, warum waren alle faschistischen Regime auch totalitär?
Woran hats gelegen?

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Das Argument war nicht: Faschismus ist nicht totalitär.
Das Argument war: Schuld an mörderischen Staaten ist Totalitarismus.

Und der, nun, wie du selbst schon festgestellt hast… der kommt nicht zwangsläufig vom Faschismus.

Doch…

Logik, schon wieder…

Wenn Faschismus immer totalitäre Regime hervorbringt (was ja wie gesagt seiner Definition immanent ist), ist es egal, das totalitäre Regime auch unter anderen Bedingungen entstehen können.

Also: ich frag lieber nochmal nach:
Wolltest du sagen, Faschismus sei kein Problem sondern eigentlich ganz knorke?

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Doch zwangsläufig und zwar eindeutig.

versuchte auch gegenüber der italienischen Gesellschaft, ihren totalen Machtanspruch geltend zu machen. Aus der Abwehr dieses bedingungslosen Unterwerfungsanspruchs entwickelte sich die Bezeichnung des F. als totalitärem Regime. 1922 wurde B. Mussolini vom italienischen König zum Ministerpräsidenten ernannt, konnte 1925/26 die demokratischen Institutionen auflösen bzw. ausschalten und herrschte praktisch unbeschränkt in einem Einparteienstaat bis zu seiner Absetzung durch den italienischen König 1943. Die italienische Entwicklung diente teilweise den dt. Nationalsozialisten als Vorbild, sodass F. und Nationalsozialismus (schwarze und braune Faschisten) teilweise gleichbedeutend verwendet werden. Gemeinsam ist ihnen a) eine charismatische, autoritäre Führerfigur, b) die strikte Unterwerfung unter das Führerprinzip und c) der hierarchische Aufbau der politischen Organisation; weiterhin d) das rechtsextreme, offen rassistische und fremdenfeindliche Gedankengut und e) die (in Bezug auf andere politische Überzeugung negative Eigendefinition (als antidemokratisch, antiparlamentarisch, antiliberal, antihumanistisch etc.).

Immer wieder der selbe Versuch der Verdrehereien zwischen Ursache und Wirkung, solange bis man den Faschismus “gecleenwashed” hat. Nochmal zur Erinnerung Eco und seine Merkmale des Urfaschismuses. Immer seltsam wenn man den Eindruck hat mancher bimmt das nicht als Warnung sondern als Annleitung.

1. Traditionenkult. Der Traditionalismus als Gegenbewegung zum Synkretismus (Vermischung verschiedener Religionen, Konfessionen, philosophischer Lehren) → „Es kann keinen Fortschritt der Erkenntnis geben, die Wahrheit ist ein für allemal verlautbart“.

2. Ablehnung der Moderne: Trotz Technikverehrung fußt die Ideologie auf Blut und Boden. Im Grunde werden die Aufklärung und die Werte von 1789 abgelehnt.

3. Irrationalismus: „Denken als Form der Kastration“. Kultur wird verdächtigt, sobald sie kritisch wird. Misstrauen gegenüber dem Intellekt.

4. Ablehnung der analytischen Kritik: Wenn die Wissenschaft mangelnde Übereinstimmung als nützlich ansieht, ist es für den Ur-Faschismus Verrat.

5. Ablehnung von Meinungsvielfalt und Pluralismus: Die natürliche Angst vor Unterschieden wird ausgebeutet und verschärft. Der erste Appell des Faschismus oder Vorfaschismus richtet sich gegen Eindringlinge.

6. Entstehen durch individuelle oder soziale Frustration: Der Appell an die frustrierte Mittelklasse in einer ökonomischen Krise oder bei politischer Demütigung.

7. Nationalismus: Menschen, die sich der sozialen Identität beraubt fühlen, wird ein einziges Privileg zugesprochen: In demselben Land geboren zu sein. Die Wurzel der urfaschistischen Psychologie ist Verschwörung. Die Anhänger müssen sich belagert fühlen, am besten durch Fremde.

8. Demütigung vom Reichtum und der Macht der Fremden: Damals: „Juden sind reich und haben ein geheimes Netz gegenseitiger Unterstützung“. Heute „Flüchtlinge kriegen alles, haben iPhones und haben sich zur „Invasion“ verschworen“.

9. „Das Leben ist nur um des Kampfes Willen da.“ „Pazifismus ist die Kollaboration mit dem Feind.“

10 „Elitedenken“: Man gehört dem besten Volk, der besten Rasse an. Der Führer weiß, dass ihm die Macht nicht demokratisch übertragen werden kann, dass seine Kraft in der Schwäche der Masse wurzelt. Jeder Unterführer verachtet seine Untergebenen. Die Folge ist ein massenhaftes Elitebewußtsein.

11. Erziehung zum Heldentum: Ein Held ist in der Mythologie ein außergewöhnliches Wesen. Im Faschsimus ist der Held die Norm. Das Heldentum hängt eng mit einem Todeskult zusammen. Der Held im Faschismus sucht ungeduldig den heroischen Tod als beste Belohnung und schickt in dieser Ungeduld gerne andere in diesen Tod.

12. Übertragung des Willens zur Macht und des Heldentum auf die Sexualität: Das ist der Ursprung der Frauenverachtung und der Intoleranz gegenüber ungewöhnlichen Sexualpraktiken (von Keuschheit bis Homosexualität) und die Neigung zur „phallischen Ersatzübung“, dem Spiel mit der Waffe.

13. Selektiver Populismus: Der individuelle Bürger wird durch den Volkskörper ersetzt. Das Nürnberger Reichstagsgelände wird zum Internetpopulismus.

14. Urfaschismus spricht „Neusprache“: Ein verarmtes Vokabular mit Framing und Deutungshoheit. Von „Lügenpresse“ bis „Umvolkung“ werden Begriffe neu etabliert.

Totalitäre Regimes, die nicht unter faschistischen Bedingungen entstehen, sind nicht zwangsläufig faschistische Regimes.

Faschismus ist in Bezug auf die Tödlichkeit eines Staates kein Problem. (Das von @GG79 herangezogene Zitat bezieht sich auf zwei spezielle Ausprägungen des Faschismus, namentlich den deutschen und den italienischen; die Notwendigkeit der Tötung politischer und/oder ethnischer Gegner ist aber kein Konsens der Faschismustheorien.) Ohne diesen Kontext will ich das selbstverständlich nicht sagen.

Weitere Ausführungen darüber gern per PN oder in einem neuen Thread - das Thema dieses Threads ist - zur Erinnerung - die Angemessenheit der Demonstrationen anlässlich der Veranstaltung am Hambacher Schloss. Ich erstelle gleich mal einen, denn es scheint ja doch einen gewissen Diskussionsbedarf zu geben…

Der Punkt ist doch,
dass eine Demonstration ein Demokratiefest angreift,
und Du darauf hin hier Folgendes schreibst:

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Nein, das Derailing des Threads zum Thema Hambacher Fest in eine Diskussion zum Thema “Muss die Organisation des Gemeinschaftslebens demokratisch sein?” kam von dir. Ich bitte dich ein letztes Mal, Beiträge, die nichts mit dem Hambacher Fest und seinen Umständen zu tun haben, entweder

  1. mir per PN zu schicken,
  2. in einen neuen Thread mit dem Thema “Muss die Organisation des Gemeinschaftslebens demokratisch sein?” zu kippen oder
  3. sie deiner Mutter oder sonstwem zu erzählen.

Hör auf, diesen Thread zu derailen. Alle weiteren Beiträge zu einem anderen als dem Thema dieses Threads werden gemeldet.

Eine inhaltliche Moderation findet nicht statt.
Das kannst du dir deshalb sparen.

Gruß
Andi

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Aus euren Leitfragen zum Erstellen eines Beitrags:

Bei Beiträgen, die nicht zum Thema passen, wird durch die Moderation ein neues Thema eröffnet und die entsprechenden Beiträge verschoben. Die Moderation wird in beiden Themen transparent gemacht.

Gilt das nicht mehr?

Ich empfehle, diese Diskussion hier fortzuführen.

:joy:

Sorry :smiley:

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So lange ich alleine bin, ist dieser Punkt ausgesetzt.

Das war, als noch Buchstabenprinzessin mitmachen wollte, aber sich dann leise verabschiedet hat.

Gruß
Andi

Dann wäre es sehr schön zu wissen, welche der transparent kommunizierten Regeln gerade noch gelten und welche nicht. Könntest du das beizeiten ergänzen?

Wenn ich Zeit dazu habe, mache ich das.

Gruß
Andi

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Falls dies wirklich in Deutschland das größte Problem für die Demokratie ist,
könnte die CDU ein Nazi Problem bekommen oder zu einem werden.
Oder wird eine CDU / AfD Koalition vorbereitet…?

Was natürlich da noch geklärt werden müsste ist der Zusammenhang zwischen Nazi und Rechts!

Was für ein Mndlbrnft.