Der Mensch der Zukunft

Der Mensch stammt vom Tier ab, war Tier und ist es immer noch. Mensch muste immer um das eigene Überleben kämpfen, Nahrung suchen und gefährliche Tiere jagen. Später dann Ackerbau mit elend harter Arbeit bis zum Lebensende… Sprich: Mensch musste aktiv sein um zu leben…

Wie ist das dann mit BGE in der Zukunft ? Einige werden das sicher für Bildung und individuelle Entwicklung nutzen. Was ist mit jenen welche das nicht tun und dann irgendwo in Social Media und beim Zocken versumpfen ? Sobald Arbeit weg fällt muss Mensch sich ja was neues suchen um den Tag mit Aktivität zu füllen.
Da gibt es eine uneneldiche Fülle an Angeboten von den Überwachungskapitalisten. Um Leute zu lenken, durch personalisierte Werbung und Datenspionage zu beinflussen usw. So Digitale Brot und Spiele für den modernen nicht mehr arbeitenden BGE Plebejer. Hm, ich denke BGE wird schon eine Notwendigkeit sein nur das resultat davon wird weitaus weniger utopisch sein als sich das viele so erhoffen.

Ich greife hier mal Deinen ersten Teil auf: Ja - der Mensch musste früher
aktiv sein, um zu leben! Heute ist das anders, deshalb wird der Mensch
zunehmend dümmer und nähert sich wieder dem Niveau des Schimpansen
an.

Aber im Einzelnen:

Heute lernen Kinder in der Grundschule nur unzureichend
die Grundrechenarten. Denn der Rechner bzw. das Handy
kann das ja ganz schnell. Viele Viertklässler wissen gar nicht,
wie man mulipliziert. Dafür können sie besser auf bunte
Bildchen auf’m Smartphone tippen.

Was auch auffällt: Immer öfter reicht es aus, schnell etwas zu
suchen - und das war’s dann. Wenn man einen Begriff nicht
kennt, googelt man also. Und voilà - da steht schon,
was der Begriff bedeutet!

Aber damit sammelt man nur Faktenwissen an. Man weiß,
was Begriffe bedeuten - aber man erkennt nicht mehr die
Zusammenhänge und Abstraktionen. Dadurch, dass das
Leben schnelllebiger und googeliger wird, hat man ja auch
keine Zeit mehr, über ein Thema länger nachzudenken.
Insgesamt ergibt sich dadurch eine Tendenz zur Oberflächlichkeit
und Dummheit.

Nicht umsonst titelte die Times vor Jahren schon: “Does
Google make stoopid?” Die Antwort war: Für die Masse ja!

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Nun, das sind nur Eindrücke und Vermutungen. Es gibt jetzt
aber wissenschaftliche Bestätigungen: Seit der Steinzeit
ist unser Gehirn um gut zehn Prozent geschrumpft! Der
Cro-Magnon Mensch hatte ca 1500 cm3 Hirnvolumen. Unser
heutiges Hirnvolumen ist dagegen um die Größe eines ganzen
Tennisballs kleiner!

Diese dramatische Schrumpfung ist natürlich nicht auf Handys
und Google zurückzuführen, denn sie geschah ja in den
vergangenen 12.000 Jahren. So vermuten denn auch
Evolutionsforscher, dass der Übergang vom Jägertum zur
Sesshaftigkeit den Selektionsdruck so verändert hat, dass
Intelligenz nicht mehr an erster Stelle stand. Wir sind heute
quasi die “Haustiervariante” der Urmenschen - und deshalb
zwangsläufig dümmer. Genauso wie ja Hunde die Haustier-
variante der Wölfe sind - und Hunde sind auch nachweislich
dümmer.

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Ein Trost bleibt: Dümmer heißt ja nicht unglücklicher!

Mehr dazu hier.

Zu Deinem zweiten Teil kann ich meine Gedanken beisteuern:

Ich glaube auch, dass das BGE fester Bestandteil einer
zukünftigen Gesellschaft sein wird. Genauso wie wir heute
fast ungläubig fasziniert auf frühere Leibeigenen- und
Sklavengesellschaften zurückblicken, so werden zukünftige
Menschen auf unsere heutige Lohnarbeitszwangs-
gesellschaft blicken.

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BGE = Großer Sprung
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Ich sehe mir verblüfft Leute an, die penibel all ihre Renten-
punkte auflisten und alle Winkelzüge, die Rente aufzubessern
ausprobieren. Da wird Ge-Riestert, da werden Zuzahlungen
gemacht und viel gerechnet. Viel Aufwand und Lebenszeit,
die man konstruktiver verwenden kann.

Der Bürokratische Aufwand zur Verwaltung von Sozialhilfe
und Hartz-IV-Hilfe ist noch gigantischer, weil ja jeder
Einzelfall zigmal hin- und hergewendet wird.

Das alles können wir mit einem BGE vermeiden - und also
viel dortig vergeudete Arbeitskraft in sinnvollere Bahnen lenken.

Der größte Vorteil des BGE wird sich aber erst mit der Zeit
ergeben. Nämlich ein in der breiten Masse wirkendes
freiheitlicheres Denken: Der Einzelne merkt, dass nicht
“Lohnarbeit” Voraussetzung ist, um zu leben. Nein, er kann
einfach so sein, wie er ist, sich ausprobieren, leben - und
es ist ok.

Dieser Paradigmenwechsel ist der Übergang zu mehr
Freiheit, mehr Kunst und mehr Innovation.

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BGE ändert nichts …
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Das BGE ist allerdings kein Allheilmittel.

Denn der Mittelstand wird von einem BGE fast nichts merken:
Um sich seinen gewohnten Lebensstandard leisten zu können,
und um statusmäßig mit seinen Nachbarn mithalten zu können,
wird er weiterhin fleißig seinem Job nachgehen (müssen). Denn
für den Mittelstand reicht das BGE bei Weitem nicht aus.

Auch Menschen, die in ihrem täglichen Tun lieber TV-zappen und
gamen, werden das weiterhin tun. Nur dass sie sich jetzt nicht
mehr mit dem Hartz-IV-Amt auseinandersetzen müssen.

Ein BGE entlässt uns nicht aus der Pflicht, für bessere frühkindliche
Erziehung zu sorgen, für ein besseres Bildungssystem mit mehr
Motivation einzustehen, mehr Sozialarbeit und Integration von
Randgruppen anzustreben.

Im Gegenteil: Da die Menschen in einem BGE-System größere
Freiheit haben und selbst entscheiden, was sie tun wollen, sind frühe
Bildung mit mehr Vertrauen und Motivation noch wichtiger! Nur
dadurch erreichen wir, dass die Menschen ihr Glück nicht im
Vegetieren vor TV oder Computer oder in Reisen sehen, sondern
sich stattdessen in die Gesellschaft konstruktiv einbringen.

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Wenn in Zukunft die KI alles macht. Worauf können die Menschen dann in ihrem Leben noch Stolz sein etwas wirklich eigenes geleistet zu haben ?

Wenn KI/Maschinen alles regeln, woraus beziehen dann Menschen noch ihren Sozialen Status wie werden sich Gesellschaftliche Hirarchien aufbauen ? (Soziologische Frage)

Wenn alle Leistung automatisiert erbracht wird, ist dann Reichtum noch ethisch vertretbar denn dann kann ja niemand mehr kommen und was von “Leistungsträgern” daherfaseln um die unterteilung in Arme und Reiche zu rechtfertigen. Kommt dann der Techno Kommunismus ala Star-Trek ?