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Der leise Tod der öffentlichen Debatte


#124

Es sind

  • Deine Behauptungen
  • Deine Quellen
    ergo lieferst Du.

e.o.d.


#125

Wenn es in meinem Sinne läuft, dann lasse ich es laufen.
Man möchte ja auch nebenbei noch andere Dinge tun.

Wenn Dir ein Gerichtsurteil oder ein Beschluß eines Landesparlamentes nicht gefällt, ja dann …

Sinnvoller ist doch daran zu arbeiten, dass insgesamt das Verständnis entsteht, problemlösungsoriente, gute Entscheidungen im angenehmen Miteinander zu finden.


#126

Wenn du so kritisch wie du mit anderen bist, mal mit dir selbst wärst :wink:

Die Zeiten sprechen eindeutig gegen direkte Demokratie.

Gleich zu Beginn, schreibt eine “Doris”, sowas hier:

Genau so scheints heute zu sein. Heute kann man problemlos behaupten, die Erde sei eine flache Scheibe, es finden sich genügend Menschen, die der Meinung sind “Lügen- bzw. Einheitspresse”, “Eliten” und andere “vernichtende Krankheiten”, haben uns die kugelförmige Erde nur eingeredet, weshalb wissen sie selbst allerdings nicht.

So lange die Menschen noch nichtmal Fakten von Phantasie trennen können, Informationen von Meinungen und solange die Menschen überhaupt keine Bereitschaft zeigen sich politisch zu informieren (man ist ja heutzutage schon froh, wenn sie überhaupt zur Wahl gehen!), solange bleibt uns garnichts anderes übrig, als die Politik Repräsentanten zu überlassen. Denn ansonsten bedeutet direkte Demokratie immer, die mit der meisten Meinung gewinnen, nicht die mit den Fakten.


#127

Klingt nach “There is no alternative”. In jungen Jahren habe ich mal an die Astrologie geglaubt, die Menschheit und ich haben es überlebt. Wenn wir de direkte Demokratie nicht üben, werden wir sie nie erlernen. Zum Üben gehört es Fehler zu machen, die müssen wir aushalten und nicht als Grund nehmen das Projekt scheitern zu lassen. Zur Auswahl eines richtigen Repräsentanten bedarf es auch gewisser Kenntnisse. Deine Argumente überzeugen mich nicht.


#128

Man muss sich ein mal alle 4 Jahre mit den Personen und deren Zielen beschäftigen.
Wenn das schon zu viel verlangt ist…
(ich weiss, es gibt noch mehr Wahlen als nur die Bundestagswahl, mit noch niedrigeren Wahlbeteiligungen)

Das Ziel kann nicht einfach “direkte Demokratie” heißen. Die Menschen nehmen nichtmal die Rechte wahr, die sie jetzt schon haben. Warum sollten weitergehende Rechte da mehr bringen?
Erst müssen die Menschen anfangen ihre Politik auch aktiv mitgestalten zu wollen, vorher braucht man über sowas wie direkte Demokratie garnicht erst zu reden.

(nur meine Meinung)


#129

Wieder so eine steile These. Wir haben eine sehr starke Zivilgesellschaft mit unendlich vielen Vereinen, Verbänden und Interessensvertretungen. Das ist auch Politik. Für jedes Problem findest du in der Gesellschaft Freizeitexperten und das ist nicht negativ gemeint. Um beim Ursprungsthema, “der leise Tod der öffentliche Debatte” zu bleiben. Diese vielen vielen engagierten Menschen haben keine mediale Plattform, werden nicht in Talkshows eingeladen, ihre Sicht der Dinge stört die gesetzten Narrative.


#130

Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem ein Heer von Gleichgültigkeit gegenübersteht.

… wären eben nicht diejenigen, die bei einer direkten Demokratie das Ergebnis maßgeblich beeinflussen würden, sondern Vollzeitpopulisten.

Das halte ich nun wieder für ne steile These. Wer “setzt” denn “Narrative”? “Das System”? “Die Eliten”?
Gerade in Zeiten sozialer Netzwerke und Fake News, sind solche Ansichten umso falscher. “Narrative” kann heutzutage jeder problemlos “setzen”, ohne Rücksicht auf irgendwas. Wie gesagt, flache Erde…
Und warum sollte sich dieser vermeindliche Missstand mit einer direkten Demokratie ändern?


#132

Die Bequemlichkeit und der Zeitdruck der Journalisten und Medienmacher. Informationshäppchen im Sekundentakt ohne Zusammenhang.


#133

Bei mir? Nicht im Geringsten. Aber ich misstraue dem “gemeinen Bürger”, bzw. seinem Willen oder seiner Fähigkeit sich mit seinen politischen Rechten überhaupt auseinanderzusetzen. Daran sollten wir arbeiten, dann kann auch der Rest deines Postings Wirklichkeit werden (was mich ja freuen würde).


#134

Lügenpresse!
(gähn)


#136

Habe ich wo behauptet, Herr Faktenfinder?
Überfordetet Presse und überforderte Konsumenten ist meine Analyse. Kannst ja gerne weiter an die unendliche Doofheit der Bürger glauben, macht dich aber nicht gerade zu einem interessanten Dialogpartner.


#137

(Beitrag wurde vom Autor zurückgezogen und wird automatisch in 24 Stunden gelöscht, sofern dieser Beitrag nicht gemeldet wird)


#138

Bei Bundestagswahlen lag die Wahlbeteiligung (Quote) bis 1983 meist über 85 Prozent, seit 1987 meist unter 80 Prozent. Bei Landtagswahlen liegt sie in der Regel bei mehr als 50 Prozent, bei Kommunalwahlen über 45 Prozent. Bei der Europawahl 2014 betrug sie 48,1 Prozent.

Wären sie weniger “doof”, würden sie wenigstens zur Wahl gehen, aber nichtmal das kann man dem Bürger ja zumuten. Mir graut es vor Volksabstimmungen, alle die ich bisher erlebt habe, waren von schlimmstem Populismus und Stimmungsmache geprägt.


#139

Welcher überforderte Journalist, hat dann das Narrativ “flache Erde” gesetzt?

Es gibt noch guten Journalismus, dieser wird nur nicht mehr gelesen, die Leute bevorzugen inzwischen Fake News (bzw die Quelle, die exakt das schreibt, was sie lesen möchten).


Piraten gegen Parität ?
#140

Honk war es Honk war es - haltet den Honk!


#141

Honk war es doch immer, allein schon wegen seinem Namen :smiley:


#142

Ein praktisches Beispiel aus den letzten Tagen und Wochen, an dem ich eine Facette vom “leisen Tod der öffentlichen Debatte” festmache.

Venezuela

Die öffentlich rechtlichen + Mainstream Presse setzen den Frame

Maduro foltert, unterdrückt ist korrupt und diktatorisch

Die nachprüfbaren Fakten: Das es in Venezuela viel Öl gibt und das Chavez und sein Nachfolger Maduro dieses Öl nicht den Amis schenken - das steht ja in der Wikipedia irgendwie drin. Man kann das rauslesen - wenn man will. Also braucht man darüber weniger zu berichten und lässt das unerwähnt.
Ebenso lässt man unerwähnt welche Verbesserungen der Lebensqualität “dieser Diktator” der armen Bevölkerungsschichten in den letzten 20 Jahren gebracht hat. Das man sich im Text zwischen den Zeilen wundert warum jetzt noch keine Revolution ausgebrochen ist bereitet den Europäer - der all diese Fakten nicht so einfach prüfen kann - auf den anstehenden Bürgerkrieg vor. Dieser Bürgerkrieg findet tatsächlich statt. Also verkauft man den Bürgerkrieg dem Europäer als Befreiungskrieg gegen den Diktator Maduro. Was aber wirklich passiert ist - dass sich die Bevölkerung gegen die Gringos wehrt, die ihr Öl klauen wollen.

Das kann nur von einem sehr geringen Teil der Bevölkerung nachgeprüft werden - die paar Leute, die in den letzten Jahren in Venezuela waren und die Verhältnisse dort kennen sind doch eine Minderheit (die mit den üblichen Mitteln zum Schweigen gebracht werden) Flache Erde, Putin Bots, Verschwörungstheoretiker, Eso Spinner und Leute die sich von imaginären Eliten umzingelt sehen. Das übliche Spielchen eben.

Die Tagesschau dreht das schon hin … es gibt genug Sendezeit und unterschätze bitte nicht die Macht der Emotionen! They took the babies out of the incubators, took the incubators and left the children to die on the cold floor. [crying] It was horrifying. Nayirah al-Ṣabaḥ


#143

Deine nachprüfbaren Fakten sind völlig weltfremd.


#144

Oh, ich vergaß zu erwähnen, dass ich vor ziemlich genau einem Jahr für gut 3 Wochen in Venezuela war.
Aber gut, dass Du das angesprochen hast. Außerdem habe ich mich schon öfter in Südamerika aufgehalten (z.T für 6 Monate) und verstehe die Sprache so gut, dass ich mir ein eigene Meinung gebildet habe. Schön zu wissen, dass Du Dich beim Spiegel “informierst”. Da steht alles drin, was Du wissen sollst :sunglasses:


#146

Genau! - wir befreien Mexiko und reißen auch dort endlich die Mauer ab! Ich frage mich nur, wie man 240 Mio US Bürger ent Bushen und ent Trumpen und anschließend demokratisieren kann. Guantanamo hat begrenzte Kapazitäten und liegt ja nicht mal auf US Staatsgebiet.

Der Gute Präsident (Obama) wollte Guantanamo ja schließen (Wahlversprechen) - hat sich dann aber herausgestellt, das die Amis Guantanamo brauchen, weil auf US Staatsgebiet ist Folter verboten. Darum gibt es Guantanamo immer noch heute.