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Der leise Tod der öffentlichen Debatte


#83

Nein, es hat sich der gesunde Menschenverstand durchgesetzt, es wäre wohl vollkommen sinnfrei gewesen als einzige deutschsprachige Zone, eine eigene Rechtschreibung zu praktizieren. Aber danke für das Beispiel wie leicht Menschen mit Unsinn zu manipulieren sind und warum eine Instanz nötig ist Entscheidungen auf Machbarkeit und Rationalität zu überprüfen.


#84

Dir fehlen möglicherweise ein paar Informationen: Die Rechtschreibreform wurde bereits vorher in allen anderen Bundesländern ohne Volksentscheid und gegen den Willen der Bevölkerung durchgezogen.

Zu dem Zeitpunkt, an dem man die Bürger in SH befrage, war eine Bundestagswahl. Der Volksentscheid war also kein zusätzlicher Aufwand. Der Volksentscheid wurde von den verantwortlichen Politikern und Behörden mit dem Wissen durchgezogen, dass nur ein mögliches Ergebnis des Volksentscheids umgesetzt wird - die Annahme der Rechtschreibreform.

Das ist Diktatur - und dumm obendrein. Hätte man sich sparen können.


#85

Aber auch nicht ansatzweise.
Mein Ansatz zielt eindeutig darauf, die tatsächliche Meinung abzufragen und diejenigen, die Abstimmen fair zu informieren.
Abstimmungen haben nicht egoisitischen Zielen zu dienen, sondern gute Entscheidungen zu treffen.
Klarer kann ich es gar nicht schreiben.


#86

So etwa wie das Soffin Gesetz vom 17. Oktober 2008, wo ganz ohne Egosimus die zwingende Insolvenz unserer Geld Erschaffer buchhalterisch bis zum heutigen Tag verschleppt wurde?

Im Namen des Volkes wurden dafür 100.000.000,- € allein für “Beratungsleistungen” ausgegeben.
q.e.d.

Der Finanzmarktstabilisierungsfonds hat zwischen Herbst 2008 und Ende 2012 fast 100 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage von Klaus Ernst (Die Linke) hervor.[15] Die beratenden Firmen waren: Goldman Sachs, Credit Suisse, Deutsche Bank, McKinsey, Freshfields Bruckhaus Deringer und Ernst & Young.[16]

Seltsames Demokratieverständnis hast Du. Aber immerhin erklärt sich damit die stabile 0,3% Zustimmung.

Wenn man dem Gedankengang des Guardian (schreibt sich fast wie Guantanamo) folgt, dann stell Du doch bitte die finale Frage: Warum ersetzt man die Politik nicht durch die Menschen, die solche Artikel im Guardian schreiben?

Das ist dann doch mal wirklich vernünftige Demokratie :rofl:

This outcome is not the fault of the remainers, the opposition parties or political elites.

Scheint so eine Wahnwichtel Seite zu sein - politische Eliten - die gibt es doch gar nicht.

Louis, Du piratiger Vorratsdatenspeicherer - verfasse einen Prisam Eintrag für den Guadian - oder war das etwa nur ein “Leserbrief” ? Sofort den Autor verdingsen!


#87

Wer hat denn damals den Text des Referendum formuliert, welches sich heute nicht umsetzen lässt?
Die Britische Bevölkerung oder … war das eine gewollte Notbremse bzw “Notausgang” für den Fall das das Volk “falsch” entscheidet?
Steckt der Guardian hinter diesem Text? :sunglasses:


#88

Direkte Demokratie bedarf nicht das einholen von Meinungen, sondern eine Wählerschaft die kognitiv in der Lage und Willens ist, sich Vorurteilsfrei über Sachverhalte zu informieren.

Mein Lieblingsbeispiel der Brexit. Im März ist es ja soweit. Was haben die Brexiter nicht alles versprochen, “Die EU braucht UK, aber UK keine EU”, “Sie werden unsere Forderungen erfüllen, weil sie ihre Autos verkaufen wollen” usw… bla bla etc.

Und, wie ist die Realität ? UK ist am hohl drehen, wohl kein Deal, verlust aller Handelsbeziehungen zu einem Stichtag hin.
Egal, es soll nicht um Brexit gehen sondern um die Katastrophe welche direkte Demokratie bewirken kann.

Es war ja nicht so, dass dir Briten sich nicht hätten umfassend informieren können.
Nein, man will glauben was man glaubt, auch wenn es falsch ist.

Aber ein britischer Journalist hat dazu was passendes geschrieben.

“Es ist wichtig für die Briten diese Lektion zu lernen, es wird darum wohl die erste und hoffentlich letzte Entscheidung sein, die ein
Volk trifft ohne Ahnung über die Konsequenzen zu haben”


#89

Die britische Regierung hat den Text formuliert.


#90

Leider hast Du die Haftungsfrage Deiner politischen Elite (“die kognitiv in der Lage und Willens ist, sich Vorurteilsfrei über Sachverhalte zu informieren”) nicht geklärt.

Für Euch - in barrierefreien Deutsch - die Bandbreite möglicher Situationen:

  • wenige entscheiden und wer entscheidet, der bezahlt/ haftet
  • alle entscheiden und alle haften oder bezahlen
  • jemand anders entscheidet, aber Eltern haften für ihre Kinder.

imo: Wer entscheidet, der haftet und bezahlt den Schaden seiner Entscheidung.

(…) etwas gleichlautendes ist vor jeder regulären Operation vom “Patienten” zu unterzeichnen und es wird sich einen Dreck darum geschert, ob er kognitiv in der Lage sich vorurteilsfrei über den Sachverhalt zu informieren oder so …


#91

Jetzt widersprichst Du Dir selbst.

Es haften immer alle.

Die Frage ist doch einzig wie man eine Wählerschaft bekommt, die kognitiv in der Lage und Willens ist, sich vorurteilsfrei zu informieren.

Nach Deinem System werden die Bürger öfter in Haftung genommen, als es der Fall wäre, wenn das System so liefe, wie @Antares sich das vorstellt.
Die Wut-Bürger haben bei Deinem System voll bekommen, was sie verlangt haben, sitzen dann aber in der Tinte. Und genau dies gilt es zu verhindern.


#92

Mit scheint, Du kennst Dich aus. Darum frage ich Dich: Hat die britische Regierung mit Absicht einen nicht umsetzbaren Text (Brexit Forderung) formuliert oder war die britische Regierung “kognitiv nicht in der Lage und nicht Willens, sich Vorurteilsfrei über Sachverhalte zu informieren.” ?

Nicht jede Regierung ist in der Lage zu regieren - da hätte man das ehemalige Mitglied der Piratenpartei ja mal konsultieren können. Endlich mal ein externer Berater, der sein Geld auch wirklich wert ist …

Der Kreis der zur Regierung Befähigten ist ja nicht so groß - passten damals schon in dieses holländische Hotel in - mmm - fing mit B an … glaube ich


#93

Was willst Du da auf die Reihe bringen?
Sie spielen alle das falsche Spiel, in diesem Fall “die EU ist Schuld”, um von ihren Fehlern und ihrer Kleinstaaterei abzulenken.
Funktioniert in einer globalisierten Welt nicht. Point!


#94

Das ist der imo Punkt. “Man” (wer immer das auch ist) - möchte auf die britischen Köpfe bei der finanziellen Haftung nicht verzichten.

Dieses Gerücht von den Märkten die angeblich wegbrechen - also was soll das?

  • Gibt es ein Problem, weil zu wenig Ware da ist ?
  • Gibt es ein Problem, weil zu wenig Nachfrage da ist?
  • Warum findet die britische Ware auf einmal keine Nachfrager mehr?
  • Fehlt den Nachfragern das Geld um Käufer zu werden? Hier werden sie geholfen => Das Bankgeheimnis
  • Fehlt der Rest EU der wichtige ? britische Markt bei der Nachfrage? Unwahrscheinlich, dass die Nachfrage durch den Brexit sinkt - eher durch “Verunsicherung der Märkte” - doch was steckt hinter diesem Argument?

Wer hat weniger Hunger wegen der berechtigten Verunsicherung, er könnte zu dick werden? :rofl: Tolle Diät…


#95

unglaublich- Eine Handelsbeziehung, die wegen dem Brexit zu einem Stichtag hin ist?
Dass war dann wohl keine Handelsbeziehung sondern Schutz der Mafia.

Die Briten haben doch unsere Bankenrettung organisiert. Die wissen schon sehr genau was sie tun und was sie nicht tun.
=> Freshfields …
=> Ernst & Young
Dass der Brexit und die Wahl von McDonald Trump - von einer bestimmten Gruppe - gerne als Beispiel für nicht funktionierende Vernunft der Wähler angesehen wird, das ist aufgefallen.

@ gg79, Antares und gollumC
Seid ihr Euch denn einig, wer die Politik bestimmende Elite in Euer vernunftbasierten Welt sein wird?


#96

Oh, es gibt Hinweise von gollumC !


#97

Na gescheiterte Existenzen die in ihren herzchenbeklebten Wahnwelten darauf warten, dass die Massen endlich ihr Genie erkennen und sie im Triumphzug nach Berlin tragen, oder wie immer, die Juden. sarkasmusaus

Nochmal zu den Wahnwichteln.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mahnwachen_für_den_Frieden

Berliner Sozialwissenschaftler um [Dieter Rucht befragten im Juni 2014 305 von rund 1000 Berliner Mahnwachenteilnehmern. Sie stellten fest, dass damals mehr Männer, Jüngere, besser Gebildete und mit dem Internet Vertraute als im Durchschnitt der deutschen Bevölkerung dazugehörten. 39 % davon lehnten das Rechts-Links-Schema ab, 38 % verorteten sich politisch eher links. 42,6 % gaben an, sie hätten bei der [Bundestagswahl 2013) die Partei Die Linke gewählt, 15,4 % nannten die [Piratenpartei], 12,8 % die AfD. Ein Drittel ordnete sich [Nichtwählern] zu. Im Widerspruch dazu stimmten größere Anteile der Befragten antiamerikanischen, [antizionistisch](https://de.wikipedia.org/wiki/Antizionismus)-antisemitischen, rechtsextremen und verschwörungstheoretischen Ansichten zu: etwa dem Wunsch nach einem nationalen Führer (33,8 %), dem [Stereotyp, „die Zionisten“ kontrollieren weltweit die Hebel der Macht in Politik, Börse und Medien (27,3 %), und dem Stereotyp „jüdischer Hinterhältigkeit“ (24,7 %). Sie bejahten zwar mehrheitlich die [Demokratie] als Prinzip, standen jedoch den demokratischen Institutionen und gesellschaftlichen Großorganisationen mit erheblichem Misstrauen gegenüber. Die Teilnehmer seien daher eher als Querfrontbewegung einzustufen, die rechte und linke Inhalte integriere. Diese sei mit ihrer Distanz zum Parlamentarismus und ihrem Misstrauen gegen die etablierten Medien Symptom einer [Postdemokratie] in Deutschland.[43]

Für den Sozialwissenschaftler [Alexander Häusler]verbreiten die Mahnwachen mit ihrem Antiamerikanismus und ihrer von [Silvio Gesell] inspirierten Kritik an [Geldschöpfungsmechanismen] „typische rechte Verschwörungstheorien“. Ihre Anhänger seien jedoch zu verschieden, um sie der Neuen Rechten zuzurechnen.[[44]] Die Rechtsextremismusforscher Julian Bruns und Natascha Strobl verweisen auf rechte Positionen von Mährholz, antisemitische Äußerungen einzelner Teilnehmer und die Offenheit der Mahnwachen für rechtsextreme Organisationen. Nicht alle Teilnehmer seien rechts, jedoch benutzten **Rechtsextreme, Verschwörungstheoretiker und [Geschichtsrevisionisten]**die Mahnwachen, um den gesellschaftlichen Diskurs nach rechts zu verschieben.

Das Teilnehmerspektrum der Mahnwachen ähnelt dem von Pegida: In beiden Bewegungen dominieren Männer mittleren Alters, Selbständige oder Freiberufler mit überdurchschnittlichem Bildungsstand, der jedoch geringer ist als bei anderen sozialen Bewegungen.[[45]] Zum Unterstützerumfeld gehören bei beiden Bewegungen dieselben Medien, darunter Jürgen Elsässers [Magazin Compact], der [Kopp Verlag](https://de.wikipedia.org/wiki/Kopp_Verlag), der [Kai Homilius Verlag](https://de.wikipedia.org/wiki/Kai_Homilius_Verlag) und der russische Staatssender [RT Deutsch](https://de.wikipedia.org/wiki/RT_Deutsch). Beide beanspruchen die Parole „[Wir sind das Volk]“ in einer partikularen, russlandfreundlichen und anti-amerikanischen Interpretation, die anschlussfähig ist für [identitäre], und fremdenfeindliche] Positionen. Bei den Mahnwachen zeigen sich eher antisemitische, bei Pegida eher anti-islamische Ressentiments. [Markus Liske] und Manja Präkels ordnen beide Bewegungen als „völkischen Neo-Nationalismus“ ein, der historisch mit der Parole „Wir sind ein Volk“ im Verlauf der Wende von 1989 begonnen habe. Diesen vertrete ein Bevölkerungsteil, der für rechtspopulistische und rassistische Einstellungen in verschiedenen Schattierungen offen sei, Anspruch auf die Mitte der Gesellschaft erhebe und zunehmend in diese hineinreiche.[46]

In [Basel] fanden mindestens 10 Mahnwachen mit bis zu 40 Personen statt, die als rechtsesoterisch mit einigen Ausrutschern ins Rechtsextreme, aber vor allem als verschwörungstheoretisch eingeschätzt wurden.


#98

Es werden demokratische Parteien sein und keine bösen Wichtel, vor denen Du panische Angst hast.


#99

Die Kosten von „S21“ sind explodiert. Statt der bei der Abstimmung von der Bahn versprochenen 4,5 Milliarden Euro Baukosten werden sie laut offiziellen Zahlen auf 8,2 Milliarden ansteigen – und möglicherweise sogar auf zehn, wie nicht nur die S21-Gegner befürchten, sondern auch der Bundesrechungshof gezeigt hat. Die Abstimmung basierte, so gesehen, auf falschen Voraussetzungen. Kretschmann sieht sich in einer Zwickmühle. Direktdemokratische Entscheidungen seien im Nachhinein „nur schwer zu korrigieren“, sagte er. Seine Landesregierung wolle daher bei Volksabstimmungen zu einem mehrstufigen Verfahren kommen – so wie in der Schweiz üblich. Um Fehlentscheidungen korrigieren zu können.


#101

Jedenfalls ein spannendes Thema, ich habe das damals seit dem ersten Wettbewerbsentscheid ( bei dem es um etwas anderes ging), über die Phase als Mark/Gerkan alle Sackbahnhöfe der Bahn auf diese Konzept untersucht haben verfolgt, und eigentlich immer ein Freund der Durchfahrlösung…mal sehen ob über die Jahrzehnte trotzdem noch ein positiver Iinput zu erkennen ist, städtebaulich haben die Stuttgarter, das Potential der brachliegenden Flächen, wie immer, gründlich versaut.
[/quote]

Ich habe ja damals die Diskussionen mit Geissler, den Befürwortern und Gegnern verfolgt, interessant wäre ja was heute Geissler und der damalige Bahnchef (Grube, Grabe?) dazu sagen. Ich erinnere mich an eine Aussage… "wir sind so erfahren beim Bauen, dass Kostensteigerungen (fast) ausgeschlossen sind…

Jedenfalls ein spannendes Thema, ich habe das damals seit dem ersten Wettbewerbsentscheid ( bei dem es um etwas anderes ging), über die Phase als Mark/Gerkan alle Sackbahnhöfe der Bahn auf diese Konzept untersucht haben verfolgt, und eigentlich immer ein Freund der Durchfahrlösung…mal sehen ob über die Jahrzehnte trotzdem noch ein positiver Iinput zu erkennen ist, städtebaulich haben die Stuttgarter, das Potential der brachliegenden Flächen, wie immer, gründlich versaut.


#102

bei den kognitiven Fähigkeiten besteht noch Potential?


#103

Es steht dir frei den Brexit als Vernunftentscheidung zu deklarieren.

Für eine wirtschaftliche starke Nation, ohne fremdenfeindliche Grundstimmung, welche nicht auf Importe angewiesen ist, kann so ein Austritt aus der EU vernünftig sein, aber egoistisch.

Für UK trifft das alles nicht zu, es ist eher das Gegenteil. Wirtschaftlich eher schwach, Fremdenfeindlichkeit, vor allem gegen EU Gastarbeiter, und auf Importe angewiesen.
Es hat(te) eine grüne Grenze zu Irland, die demnächst noch für Stress sorgen wird.
Alles was UK importiert unterliegt demnächst Zöllen und Steuern, die Londoner Börse ist jetzt schon am heulen, weil auch Geldgeschäfte nun nicht mehr dem EU Recht unterliegen, und die Airlines dürfen nach dem Austritt nicht mehr EU Flughäfen anfliegen, nicht ohne saftige Aufpreise zu zahlen. Vorher war das alles sauber geregelt.
Ryanair lacht sich als irische Airline ins Fäustchen, kann ja EasyJet nun dicht machen.
Ich könnte noch ewig argumentieren warum aus britischer Sicht der Brexit dumm war, aber da sind wir beim Thema, dass du sowieso nur deine Sichtweise akzeptieren wirst.