Der Fetisch der schwarzen Null - Volkswirtschaftlicher Wahnsinn oder Imperialistischer Geniestreich?

Der Faden " Der Fetisch der schwarzen Null - Wirtschaftsnobelpreisträger kritisiert Deutschland" hat eigene Ansichten zum Thema entwickelt.
In diesem Faden entwickle ich eigene Ansichten. Fachbeiträge sind dazu ausdrücklich erwünscht, Fakten belegt und Gesetze zitiert werden. Was nicht buchhalterisch und/oder mathematisch nachweisbar ist gilt als Provokation bzw als persönlicher Angriff. Das wollen wir ja nicht in diesem Forum.

Ich starte mit meinen Betrachtungen in den 80er Jahren - Dinge entwickeln sich: Die deutsche Wirtschaft produziert und beliefert nicht nur den Binnenmarkt sondern auch weite Teile der Welt. Diese PDF-Datei enthält: Tabellarische Darstellung der Gesamtentwicklung im deutschen Außenhandel zwischen den Jahren 1950 bis 2018

Wie wirken Exportüberschüsse auf die Handelspartner?

Solange die Handelspartner über ihre Währungshoheit verfügen, bleibt ihnen die Möglichkeit ihre Währung der Währung des Handelspartners gegenüber abzuwerten.

Entscheidung der Schweizer Notenbank

China wertet eigene Währung ab

Nun betrachte ich die Auswirkung der Außenhandelsbilanzen mit den Partnern aus der Euro Zone, die seit 1970 geplant und seit 2002 umgesetzt ist.

Die Erblast des Euro – eine kurze Geschichte der Europäischen Währungsunion

Die von der Finanzmarktkrise erzwungene Rückkehr zu keynesianischen Krisenstrategien steht der Konvergenz nationaler Stile der Wirtschaftspolitik ebenso im Wege wie der Annäherung der Finanzierungsregeln von Staatsausgaben, der Struktur der nationalen Finanzmärkte oder der Arbeitsmarktpolitik. Der Primat keynesianischer Arbeitsmarktstrategien hatte in den 1970er und 1980er Jahren verhindert, dass sich das Europäische Währungssystem (EWS) zu einer Währungsunion mauserte. Seine Mitglieder traten in das EWS ein und verließen es wieder, wie es ihnen konjunkturpolitisch geboten schien. Nachdem dieser währungspolitische Ausweg mit der Einführung der Gemeinschaftswährung versperrt ist, müssen sich die Fliehkräfte des europäischen Binnenmarktes andere Wege suchen - nach 2008 unter denselben Rahmenbedingungen, die vor 1996 die Umsetzung des Ziels einer einheitlichen europäischen Währung verhindert haben. Auch aus dieser Perspektive lohnt es sich, die (Vor-)Geschichte der Europäischen Währungsunion zu kennen, um mögliche Erblasten des Euro zu identifizieren.

Verlinkter Artikel stammt aus dem Jahre 2010, auf dem Höhepunkt der Euro-Kritik.

Bestand die Euro-Kritik, aus Sicht des Jahres 2019 im Jahre 2010 zurecht?

Hat sich der EUR nun bewährt oder nicht und wie wird das im Jahre 2019 in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland gesehen?

Akueller politischer Stand der EU-Kommission ist derzeit folgender:

Diese gemeinsame Meinung der EU-Kommission ist ein angestrebter Kompromiss aus den Meinungen der Einzelstaaten, mit dem jeder Staat seine Interessen zu vertreten versucht.
Länder mit hohen Haushaltsdefiziten vertreten im Gegensatz zu den Ländern mit ausgeglichen Haushalten abweichende Meinungen, allerdings gibt es vertragliche Vereinbarungen, die die Grundlage der Währungsunion bilden.

Eine Auflösung der Währungsunion scheint derzeit aber kein Staat anzustreben.

Wenn die Zahlen sprechen: für Griechenland (Greece) z.B.


Für Griechenland: in 10 Jahren sind die Schulden von 105 auf 180 Mrd gestiegen
Für Spanien: In 10 Jahren sind die Schulden von 35 auf 97 Mrd gestiegen
Für Italien: In 10 Jahren sind die Schulden von 100 auf 133 Mrd gestiegen
Für Portugal sind die Schulden von 65 auf 123 Mrd gestiegen

Dann sind wir uns ja einig.

Die Länder, die sich stets weiter verschulden. bei denen steigen die Schulden.

Und die Länder, die sich dem Fetisch der schwarzen Null hingeben, bei denen fallen die Schulden im Verhältnis zum BSP, sofern das BSP steigt.

Malta hat die Verschuldung gesenkt, Schweden und Getmoney :thinking: Germany haben die Verschuldung gehalten.