Denkanstoß => Wie werden wir bei Wahlen erfolgreich

Fortsetzung der Diskussion von Denkanstoß:

Ein Programm sollte nach innen wirken, es definiert die Partei.

Wähler wählen Menschen!
Um in Wahlen erfolgreich zu sein, muss man daher “Experten” bzw. Fachpolitiker bekannt machen und sie müssen Sympathieträger sein! Sie müssen vor Ort in Vereinen, Organisationen und bei öffentlichen Veranstaltungen / Gelegenheiten ihr Gesicht zeigen. Wähler an Infoständen nicht nur kurz vor Wahlen Rede und Antwort stehen.
Alle Parteien haben einen Mangel an guten Leuten

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Sorry, Wirklich?
Wähler wählen Emotionen!
Wobei dabei bekannte Gesichter helfen können…
Aber keine der kleinen Parteien hat wirklich “Gesichter”, ausser vielleicht “die Partei”.
Aber auch die haben diese Gesichter nicht aufgebaut, sondern die waren VORHER bekannt!
Vergiss es, in einer kleinen Partei Gesichter aufbauen zu können, dies ist eine Sisyphus Arbeit, was die vielen Austritte auch von ehemaligen 1V belegen.

Andere Frage?
Wer kannte denn Piraten, ausser Marina, als wir 2011, 2012 die besten Ergebnisse geholt haben?

Tatsächlich kann es für eine kleine Partei reichen eine Person im Fernsehen zu haben. Die FDP kommt ja auch mit Lindner aus. Wäre Lindner Sympathieträger würde es sogar gut funktionieren.

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Für was oder wo ist Lindner denn “Experte”?
Oder Annalena Bearbock?
Oder Robert Habeck?
Oder, oder…

Sie wecken bei den Menschen Sympathien, oder eben Antipathien, also Emotionen…
Und die Wenigsten wählen die AfD wegen einem sympathischen Gauland oder Meuthen, sondern weil die AfD bei ihnen Emotionen auslöst!

Lindner gilt als Wirtschaftsexperte und Experte für deutsche Politik.
Bearbock und Habeck wird Umweltkompetenz unterstellt

Da sie aus Parteien kommen in denen Vorsitzende starken Einfluss auf das Programm haben gelten sie auch als wichtig.

Und ja natürlich sind Optik und Emotionen auch wichtig.

NEIN!
Sie vertreten eine Partei, der Umweltkompetenz unterstellt wird.
Sie haben da KEINERLEI Expertenwissen in diesen Themengebieten, sind aber sympathisch und sprechen das mittlerweile in die Jahre gekommene Wählerklientel der Grünen damit an.
Nicht mehr aufrührerisch, sondern angepasst.

Und über Lindner und Experte will ich besser gar nichts schreiben…

Die Mehrheit der Wähler haben gar keine Ahnung und können daher Expertise nicht beurteilen. sie unterstellen daher dass jeder Vertreter einer Partei in deren Kernthemen Kompetenz besitzt.

Du bist mit Sicherheit ein überdurchschnittlicher Wähler, der Kompetenz in einigen Bereichen beurteilen kann, und durchschaust die fehlende Kompetenz.

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Ganz klar gesagt, ich kenne so gut wie keine bekannten Politiker, die auf dem Gebiet wo sie bekannt geworden sind wirkliche “Experten” sind…
(Zur Zeit kommt Lauterbach etwas durch…)

Verabschiede dich bei kleinen Parteien mal von dem “Menschen wählen Menschen” Gedanken.
Dies wird erst dann ein Faktor, wenn es um wirklich “tragende politische Rollen” z.B. der Kanzlerkandidatur geht.
Ja, Sympathie hilft enorm, aber die kommt meiner Meinung nach viel besser durch “soziale Kompetenz” zum tragen, als durch Expertenwissen.

Also ist es nicht wichtig Experten aufzubauen, sondern Sympathieträger.
Aber auch dies ist bei kleinen Parteien fast unmöglich.
Also müssen wir erst durch andere Aktionen, radikale Äusserungen, usw. bekannt werden, mit denen dann eventuell Piraten die sympathisch rüber kommen, nach vorne gespült werden.
Anders herum geht es nicht. Wir sind nicht in der Lage Themen und Aktionen so zu setzen, dass damit Pirat X oder Y gepusht werden kann.
Damit dies funktionieren könnte, muss erst mal die Partei wieder bekannter und präsenter werden. Fokussierung auf einzelne Personen kann später und danach erfolgen, jetzt schadet es nur und bindet sehr viele Ressourcen.
Ausser du bekommst eine jetzt schon in der Öffentlichkeit sehr bekannte Person dazu, für die Piraten zu sprechen.
Oder du findest “Talente” dies es immer mal wieder gibt. Aber auch die entwickeln sich erst mal von alleine und wenn du erkennst da ist “Potential”, dann kann man “nachhelfen”.
(Maurice)

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Als kleine Partei kannst du Öffentlichkeit nur erreichen, wenn du Deine Position entsprechend provokant verbreitest. Angepasste Positionen, die auch alle anderen Parteien vertreten, sind keine Meldung wert.

Im Moment gibt es leider keine Bereitschaft pointierte und provokante Veröffentlichungen zu machen, man will lieber nicht riskieren peinlich zu sein.

Es gibt allen ernstes Leute in dieser Partei, die sich daran stören, das die “Piratenpartei fordert …” und statt dessen lieber die “Piratenpartei bittet …” in Pressemitteilungen sehen wollen.

Dabei hat die Piratenpartei nur als Protestpartei die laut ist und Missstände anprangert eine Chance.

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Mal kurz eine Zwischenfrage: soll ich meinen neuen Thread hier her übertragen? Themenmäßig passt er eigentlich gut hinein. Gerade den Punkt “Wähler denkt XYZ hat Kompetenzen in ABC” habe ich ansprechen wollen und daraus die Idee zur Wahlwerbung abgeleitet.

Genau dies habe ich in meinem Beitrag in dem “Mutterthread” gemeint.
Wir versuchen Menschen mit einem Programm zu überzeugen, was bestimmt für Deutschland gut wäre, haben aber keinerlei Ideen, wie wir dies machen wollen und können.
Ausser mit Expertenwissen.
Und werden damit eigentlich immer “weichgespülter” was unsere Positionen angeht!
Ja, es tun sich da Abgründe auf, was das “Verkaufen” unserer Positionen angeht.

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Das Programm der Piratenpartei war eine große Stärke und es hat Parteiübergreifend große Zustimmungswerte gehabt.

Allerdings neigen Piraten dazu zunächst in eine Formalfick Endlosschleife zu gehen und wenn sie da herausfinden in eine Programmoptimierungsendlosschleife zu gehen.

Dabei ist das Programm der Startpunkt ab dem man beginnt die eigenen Positionen in die Öffentlichkeit zu tragen und zu bewerben. Und natürlich bewirbt man seine Stärken (die auch für den Alltag der Menschen relevant sind) und andere Teile im Programm weist man nur hin, wenn man danach gefragt wird. Dann zeigt man, dass man als Partei eben auch Substanz hat.

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GENAU!

Sieh dir die Ressourcenbindung an, die ein völlig falsch definierter Parteitagsantrag gebracht hat.
Ja, jetzt haben wir nach dem nächsten Parteitag event. besser beschriebene und angepasste Programmpunkte, die auch noch mal jede Menge Parteitagszeit kosten werden.
Was meinst du wie viele Wähler dies bewegt deshalb die Piraten zu wählen?

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Das hast du aber schön gesagt. :innocent:

Klingt wie ein Plan. Wer führt ihn aus?

Andere Parteien haben auch Probleme …

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-06/fdp-krise-liberalismus-hannah-arendt

Habe es in einem anderen Thread beantwortet - Wenn die “Friedhofsruhe mit den Mainstream Geschichten” mal vorbei sind, und das Rebellische in der Partei aufersteht. :kissing_heart: :triumph:

Genau deshalb wäre es für uns Zeit “auszubrechen” und zu zeigen, dass wir nicht nur “Programmarbeit” für unsere “inneren Werte” können…