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Demokratisierung des Bauwesens - Häuser aus dem 3D-Drucker


#1
  • Müssen weitere bürokratische Hürden abgebaut werden um die revolutionäre 3D-Druck-Bauweise zu ermöglichen?
  • Sollten die Kommunen, das Land und der Bund nicht den sozialen Wohnungsbau mithilfe von 3D-Druck-Verfahren vorrantreiben und damit auch ein technische Innovation fördern (Könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen)?
  • Ist der 3D-Druck die Lösung für den Wohnplatzmangel in Städten?

Quellen:


#2

Schwierig.

Mal ganz abgesehen davon dass ich eher weniger in solchen “Schlumpf-Hütten” wohnen wollen würde, was zum Glück ja nur Subjektiver Natur ist, finde ich das rein mit Beton bauen eher als schwierig. Wir haben heute schon ein Problem mit den ganzen Dämmstoffen, die hier vermutlich als Schaumstoffkügelchen für wenigstens etwas Dämmung sorgen sollen, würde es ohne Plastik bei solcherlei Bauweise vermutlich nicht gehen. Mit anderen Worten, ich sehe hier massive Recycling-Probleme.

Wenn dann dürfte diese Bauweise eher in den Niederlanden verwendbar sein oder eben Ecken, wo es Ganzjährig “warm” ist. Im Erzgebirge oder den Alpen sehe ich da eher keine Chance.

Ob es dabei helfen würde - wenn ich die zuvor genannten Probleme außer acht ließe - den Wohnplatzmangel zu beheben, wage ich auch zu bezweifeln. Das einzige was ich im Moment als Vorteil sehe ist die Geschwindigkeit, mit der man bauen könnte.


#3

In diesem Sinne könnten mit 3D-Druckern in Zukunft Straßen und Gleise gedruckt werden. Das würde dann wohl die Infrastrukturentwicklung und -modifizierung enorm beschleunigen.

Ich denke, dass ist alles eine Sache des Preis-Leistungsverhältnisses. Wenn gut gedämmten 3D-Druck-Häuser mit ausreichend Wohnkomfort zu einem Bruchteil des Preises heutiger Immobilien auf den Markt kommen, dann müsste man mich nicht zweimal fragen. Vielmehr wäre es ein Traum von mir ein Eigenheim zu besitzen (und dieses womöglich noch ganz individuell gestalten zu können), ohne mich übermäßig verschulden zu müssen.


#4

Ich bevorzuge die Matrix Lösung für alle, denen das Bauen von Hand zu aufwändig ist.
Die Matrix Lösung ist: Embryos in Nährlösung und Neuronales erzeugen von virtuellen Welten.

3D Druck ist ein Buzzword wie KI und Blockchain - bleibt auf dem Teppich.


#6

Hast Du einen lesenswerten Link zum Thema “3D Druck im Bauwesen”?


#7

#8

Der Artikel sagt aber wenig zum Thema Recycling. Ich halte das inzwischen für einen der wesentlichen Faktoren zur Bewertung ob etwas “gut oder schlecht” ist.


#9

Keine Ahnung welche Erfahrung Du hast.
Wenn ich mir jetzt aber ansehe, dass mein im September neu aufgetragener Putz aus Qualitätsmängel wieder abgeschliffen und dann wieder neu aufgetragen wird, wäre die Idee einer geraden Wand doch etwas sehr Verlockendes.


#10

Ich betrachte da nur mal die Wärmedämmung. Die muss bei puren Beton auch irgendwie geregelt werden. Mischt man da Schaumstoffkügelchen ein, was wohl gut funktioniert, haste mit der Entsorgung von solchem Beton ein riesiges Problem.


#11

Dieser Leichtbeton besteht aus einer Mischung aus Zement und Blähtonperlen sowie Blähglasperlen aus Recyclingglas-Granulat und hat etwa die Dichte von Buchenholz und wesentlich bessere Wärmedämmeigenschaften (U = 0,32 W/mK). Diese Werte genügen jedoch noch nicht, um ein Passivenergiehaus zu errichten.


Viele Versuchsreihen mit unterschiedlichen Rezepturen und Fließdichten waren notwendig, um unterschiedlichste Probleme zu lösen. Das Ergebnis war schließlich ein Beton mit 760 kg/m³ Trockenrohdichte und einer Wärmeleitfähigkeit von nurmehr 0,181 W/mK. Der Wärmestromdurchgang einer 50 cm starken Wand (U = 0,34 W/m³K) entspricht etwa dem einer gleich starken Ziegelwand mit Wärmedämmverbundsystem. Schwind- und Kriechverhalten, Druck- und Biegezugfestigkeit und andere Parameter unterscheiden sich teilweise erheblich.


#12

Danke, das hört sich dann ja echt spannend an. Bleibt dann nur ein Problem: Sand am Meer und in der Wüste gibt’s genug. Als Baustoff aber geht er so langsam zur Neige.


#13

Ähm ja, das ist ein Marketing Ding - und - wie ich bereits sagte, das Buzz Word 3D Druck wird von den Leuten gefressen wie Pralinen.

Die Komponenten: “Infraleichtbeton” kennen wir bereits seit 100 Jahren unter dem Handelsnamen Ytong oder unter dem Begriff “Porenbeton”
Diese Wände mit normalen Fertig Wand-Teilen oder den allseits bekannten Blöcken herzustellen ist günstig. einschaliger Wandaufbau ohne zusätzliche Wärmedämmung usw…

Tragende Innenwände und Decken werden jedoch aus Normalbeton sein müssen, auch wegen der Wärmespeicherfunktion.

uuups

Entweder werden in 5 Jahren kaum noch Häuser in “konventionellen Technik” gebaut - oder die Firma mit dem Marketing Gag - der vermutlich wegen der Finanzierung verwendet wird, denn Banker haben viel Fantasie und wenig technisches Verständnis - die Firma mit dem Marketing Gag wird sin spätestens 10 Jahren eine marktbeherrschende Stellung haben.

Ich frage Euch dann in 10 Jahren wieder.

Zweifel ?

Porenbeton: Wärmeleitfähigkeit λ 0,06 W/(m·K) bis 0,21 W/(m·K) Spezifische Wärmekapazität c ca. 1 kJ/(kg K) Rohdichte ρ 200 bis 800 kg/m³ Dampfdiffusionswiderstand μ 5–10 Einsatz Einsatzbereiche tragende homogene Wände oder auch Decken

Die Buzz Word Jungens haben folgendes zu bieten:

Viele Versuchsreihen mit unterschiedlichen Rezepturen und Fließdichten waren notwendig, um unterschiedlichste Probleme zu lösen. Das Ergebnis war schließlich ein Beton mit 760 kg/m³ Trockenrohdichte und einer Wärmeleitfähigkeit von nurmehr 0,181 W/mK. Der Wärmestromdurchgang einer 50 cm starken Wand (U = 0,34 W/m³K) entspricht etwa dem einer gleich starken Ziegelwand mit Wärmedämmverbundsystem. Schwind- und Kriechverhalten, Druck- und Biegezugfestigkeit und andere Parameter unterscheiden sich teilweise erheblich. Schon die erhebliche Rissbildung macht Bewehrung notwendig. Wegen der geringeren Wasserdichtigkeit werden allerdings keine rostgefährdeten Baustahlmatten für die Bewehrung eingesetzt, sondern Glasfaserstäbe . Gleichwohl sind tragende Decken mit größeren Spannweiten in Infraleichtbeton nicht möglich. Andererseits kann man problemlos Nägel in die Wand schlagen um seine Bilder aufzuhängen. Tragende Innenwände und Decken werden jedoch aus Normalbeton sein müssen, auch wegen der Wärmespeicherfunktion. Mike Schlaichs dreigeschossiger Einfamilienhaus-Prototyp in Pankow besitzt 50 cm starke Außenwände.

q.e.d.


#14

Ich bin wirklich belustigt über Eure Technik Gläubigkeit (13:37 Uhr)


#16

Gerade da frage ich mich, wozu 3D-Druck. Und allgemein, nur weil es ein Anachronismus ist, dass Bauarbeiter auf einer Baustelle Steine und Schmotz zu Häusern zusammenkleben, muss der gerade gehypte 3D-Druck nicht die Lösung sein. In Fabriken vorgefertigte Bauteile, die von autonomen Kranen auf der Baustelle passgenau abgesetzt werden, halte ich für sinnvoller, denn so kann man spezielle Materialeigenschaften viel besser nutzen.


#17

Es ist doch gerade der Clou, dass der 3D-Drucker Infrastrukturen an einem Stück herstellen können. Diese Infrastrukturen werden wahrscheinlich nicht so langlebig sein wie die derzeitigen, dass müssen sie meiner Meinung jedoch auch nicht, denn sie können mit geringen Kosten jederzeit modifiziert oder komplett abgebaut werden.

Bsp. Haus
Mir würde ein Haus reichen, dass 20 bis 30 Jahre einen hohen Wohnkomfort bietet und jederzeit modifiziert oder komplett umkonstruiert werden kann.

Bsp. Umzug bzw. erhöhte Mobilität
Als digtitale Dateien gespeicherte Entwürfe von Häusern können überall hin mitgenommen. So kann bei einem Umzug von einem Ort zum anderen, das gleiche Haus von einem 3D-Drucker konstruiert werden, während es am anderen Ort abgebaut wird.


#18

Nein, am Meer geht er schon zur Neige. In vielen Ländern gibt es bereits Sandmafias, die nachts heimlich ganze Strände wegbaggern!


#19

Der Clou am 3-D Druck ist, dass komplexe Bauteile quasi am Stück gefertigt werden können. Bei den beiden jetzt genannten Beispielen, bin ich mit den bereits genannten Einschränkungen bei dir. Straßen und Gleise werden aber weiterhin einfacher herkömmlich produziert.


#20

Wie groß muss ein 3D Drucker sein um Mehrfamilienhäuser “zu drucken?”
ja
Da frage ich mich doch was ist sinnvoller,

oder Transport und Aufbau einer riesen Maschine um anschließend vor Ort ein Haus zu drucken. Ein Haus, bei dem der Druck / bei dem “der Prozess” sehr schwankenden Umwelteinflüssen ausgesetzt ist?

Das wird ja fast zu einem Intelligentest hier in diesem Thread.

Wer von Euch kann erklären, wie der 3D Druck entstanden ist und wofür der 3D Druck gedacht war?


#21

Danke dafür :slightly_smiling_face: Ich denke, wenn Häuser/Infrastrukturen in Zukunft sowieso nicht mehr so lange stehen bzw. unmodifiziert stehen, dann löst sich vllt auch zukünftig die Frage mit dem Erbe. Denn nach dem Tod, werden die Häuser wieder eingestampft und Flächen frei. Die Ideen und Konstruktionen bleiben hingegen im Netz erhalten.

Das Erbe wird also zukünftig nicht mehr materieller, sondern immaterieller Art sein (wenn es das nicht schon immer war, denn Besitzansprüche und Eigentumsrechte sind ja nicht materiell…).


#22

Das hat etwas mit diesem Digitalen zu tun.
So eine Frage kann man nur stellen, wenn man Vor- und Nachteile von Großserienproduktion nicht kennt.
Individuelle Teile können mit einem komplexen Gerät, hier 3D-Drucker, viel preisgünstiger und mit weniger Rüstaufwand hergestellt werden.
Bei Großserien darf die Rüstzeit viel höher sein, da sich die Rüstzeitkosten auf mehr Teile verteilen.
Das ist nicht irgendeine Erfindung, sondern die Weiterentwicklung der Robotik.

Diese Frage brauchst Du Dir nicht stellen, sondern wird von dem gestellt, der etwas herstellen möchte und beruht im Wesentlichen darauf, was möchte man herstellen und wie kann es mit dem geringsten Ressourcenaufwand hergestellt werden.

Es gibt Fertighäuser, deren Module in einer Fabrik in Serie hergestellt werden, es gibt Plattenbauten und Häuser, die ganz individuell gebaut werden.
Verschiedene Bedürfnisse, verschiedene Lösungsmöglichkeiten.