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Definition von Digitalisierung

digitalisierung
basisdemokratie

#41

Digitalisierung verstehe ich als Thema für Menschen mit Behinderungen. Das Menschen die zum Beispiel nur noch sehr wenig oder gar nicht mehr sehen können. Oder Menschen im Autismus-Spektrum als Hilfe für die Schwierigkeiten beim kommunizieren.


#42

Ein Aspekt der oft vergessen wird, danke. Durch die Digitalisierung wird Teilhaben für Menschen möglich, weil sie Barrieren abbauen kann. In letzter Zeit habe auch ich zu einseitig vor den Gefahren gewarnt und zu wenig die Chancen gesehen.


#43

Gerade die Piratenpartei sollte sich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Dieses Forum ist nicht screenreadertauglich.


#44

Dann sollten sich die entsprechenden Fachleute mal an die Arbeit machen.


#45

Digitalisierung ist Schutz der Privatsphäre durch Anonymität, aber auch Teilhabe an der öffentlichen Diskussion durch niedrige Hürden der öffentlichen Meinungsäußerung.
Digitalisierung ist ein technischer Prozess und keine Ideologie.

Wenn man es einfach haben will hat es doch in erster Linie mit dem Medium zu tun und das ist nunmal das Internet bzw. Web. Das Besondere am Netz, Internet oder Web ist, dass es sich von der Materie des PCs immer weiter gelöst hat und nun auch in Smartphones, Kühlschränken und Autos vorzufinden ist.
Digitalisierung ist somit auch ein Prozess der eine ganz neue Art der Kommunikation hervorbringt. Eine neue Art der Kommunikation zwischen Menschen, zwischen Menschen und Automaten, sowie zwischen den Automaten.

Hier noch ein Link zur “German Angst” vor der Digitalisierung(die Briten sollen aber anscheinend noch mehr Angst vor der Digitalisierung haben):

Das muss etwas mehr Enthusiasmus in Deutschland und Europa her!


#46

Digitalisierung wird in 2 verschiedenen Interpretationen verwendet.

Grundsätzlich verbindet man mit diesem Begriff die Überführung von Informationen von einer analogen bzw. physischen Archivierung in eine digitale Speicherung. Diese digitale Speicherung ist die Grundlage für die weitere (digitale Verarbeitung) der vorhandenen Daten und damit die Grundlage der digitalen Transformation.

Weiterhin versteht man darunter auch den Prozess (Digitale Transformation), der durch die Einführung digitaler Technologien und der darauf aufbauenden Anwendungssysteme eine Vielzahl von Veränderungen auf der Ebene einer Gesellschaft, eines Unternehmens, eines Individuums oder einer Organisation inkludiert.

Details dazu:

Big Data, smarte Anwendungen, soziale Medien, künstliche Intelligenz, Kybernetik und Verhaltensökonomie werden unsere Gesellschaft prägen – positiv und auch negativ.

Vor allem auf der gesellschaftlichen Ebene führt die breite Anwendung von digitalen Technologien zu strukturellen Veränderungen, sowie zum Beispiel dem Ausbau der technischen Infrastruktur, dem Wandel bestehender Bildungs- und Rechtssysteme oder auch dem einfachen Austausch und der Verbreitung von Informationen.

Natürlich kann dies nur ein kurzer Abriss sein, denn der „Digitale Wandel“ umfasst wie beschrieben alle Gesellschaftsbereiche. Und so werden weitere Ausblicke hin zu den Themen gesellschaftliche Teilhabe, Netzpolitik, OpenData, BIG Data, Urheber- und Patentrechtrecht, Inklusion, Asylpolitik
notwendig sein, um dieses Thema ganzheitlich anzugehen, Konzepte zu entwickeln und diese dann auch umzusetzen.


#47

Übrigens hatten wir da mal ne Mindmap entwickelt, die deutlich macht, wo Digitalisierung überall stattfindet.

Mind Map Digitalisierung


#48

So, alles analog eingebunden.

Das verdeutliche ich jetzt mal anhand des obigen Filmstreifens, wie er früher in der analogen Kino-Welt verwendet wurde.

Links sind die manuellen Löcher des Filmstreifens zu sehen. Die auf der rechten Seite sieht man nicht. Wie man sieht ist durch die mechanische Beanspruchung, Lauf über Zahnräder, Verschleiß eingetreten, irgendwann reisst der Film und muß geklebt werden.

Daneben kommt die analoge Tonspur, Rechts das Einzelbild.

Digitalisierung bedeutet die Tonspur in ein Format, bestehend aus zwei Zuständen, 0 und 1 zu übertragen.
Gleiches gilt für das Bild.

Sind alle Informationen in 0 und 1 gespeichert, kann kein Qualitätsverlust mehr eintreten.
Bei Schallplatten trat nach einer gewissen Zeit ein Knacken ein.
Gleichzeitig können alle Informationen, die digital vorliegen, auf einem einheitlichen Medium, z.B. Festplatte gespeichert, kopiert und auf andere Medien übertragen werden.

Die Digitalisierung hat die Eigenschaft ewig, stirbt nicht, da kostengünstig alles kopiert, gespeichert ausgetauscht und aufbewahrt werden kann.

Dies führt dann zu:

umd der Notwendigkeit der Politik diesen neuen Methoden einen rechtlichen Rahmen zu geben.


#49

Was nagst DU mir damit sagen ? :wink:


#50

Noch nichts, da es ein Test war, ein Bild via Web-Link digital einzufügen.
Geht scheinbar nicht. Darum bald analoge Antwort.


#51

Doch geht ich hab den Schneemann angeschaut


#52

Der Link hat funktioniert. Nur das Bild nicht :slight_smile:


#53

Ich interpretiere das mal als Zustimmung zu der von mir gesposteten Definition von Digitalisierung?


#54

JA, war nur ein wenig sperrig.
Wie man an den vorhergehenden Beiträgen gesehen hat, scheint vielen nicht klar zu sein, was Digitalisierung beinhaltet, bedeutet.

Auch Wikipedia leidet inzwischen darunter, viele Dinge sachlich korrekt so defininieren zu müssen, damit es keiner mehr versteht.

Der pädagogische Auftrag besteht im Vereinfachen, selbst dann, wenn eine Unschärfe entsteht. Sonst versteht es nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung.

Wenn Du das vereinfachst, dann merkst Du plötzlich, dass auch alle anderen mitdenken und sich einbringen.

Bei Digitalisierung geht es um 0 und 1, die gespeichert, verändert, gemischt, verarbeitet, kopiert, übertragen, … werden kann.
Daraus ergeben sich persönliche und gesellschaftliche Konsequenzen.

Was ist eine Unterschrift wert, eine PIN, eine Passwort, ein Fingerabdruck, was eine Iris, was ein genetischer Fingerabdruck, was ein Vertrag?
Wer hat alles Zugriff auf 0 und 1, wer darf es verändern, speichern etc.

Früher brauchte man Musikinstrumente um Musik machen zu können. Ohne Instrument keine Musik.


#55

Klar, bei abstrakten oder mehrfach belegten Begriffen ist das immer eine Gratwanderung.
Ausdifferenzierung kann/soll man dann bei der Detaillierung der Themen machen.


#56

Es stehen also drei übergeordnete Begriffe im Raum:

  1. Digitalisierung
  2. Digitale Transformation
  3. Digitaler Wandel

Der „Digitale Wandel“ dürfte am intuitivsten von den Wählern verstanden werden UND kann auf jeden Programmbereich sinnvoll angewendet werden.

Besonders gut gefällt mir an dem Begriff „Digitaler Wandel“, dass er sich nicht primär auf die technischen Veränderungen bezieht, sondern mit einem gewissen Weitblick auf die daraus resultierenden Veränderungen für den Einzelnen übertragen werden kann.

Das erzeugt Nähe.


#57

Subsumtionen unter den Begriff der Digitalsierung

  • Entbürokratisierung, Demokratisierung, Pluralisierung, Liberalisierung.

Was das Positivste der Digitalisierung ist, und was viel zu wenig herausgestellt wird ist die Entrationalisierung der Arbeit. Die Rationalisierung wird nicht länger den Arbeitern aufgebürdet, sondern den Robotern, Maschinen und Rechnern. Die Menschen können sich in ihrem freien&kreativen Denken endlich wieder mehr entfalten und die unterschiedlichsten Dinge ausprobieren.


#58

Ist in der aktuellen Version der MindMap bereits als Begriff mit eingefügt.