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Definition von Digitalisierung

digitalisierung
basisdemokratie

#21

Ähmmm… OK - Deine Definition.
Aber das ist nicht BigData.

Der Mensch kann auch schon durch konventionelle Daten gesteuert und auch angegriffen werden.
So wie ich es mal gelernt habe sind BigData Datenssets welche die Grenzen der herkömmlichen IT überschreiten. da die Massen an unstrukturierten Daten nicht mehr effektiv verarbeitet werden können.
Also (zur Zeit!) noch das Gegenteil von steuerbar. (Wird sich natürlich “irgendwann” ändern)


#22

Wiki dazu:
Die Auswirkungen der verstärkten Nutzung von Digitaltechnik, Computern und Internet in Gesellschaft und Wirtschaft, in öffentlichem Leben und privatem Alltag;

Wollen wir jetzt wirklich was eigenes kreiern?
Bin gespannt auf den 2.Wikipedia Eintrag:
Digitalisierung nach Definition der Piratenpartei Deutschlands.


#23

Ja, finde ich hilfreich, um sich bewusst zu werden, von was rede ich und über was will ich reden. Selbst wenn nachher dann einfach die Definition aus Wikipedia letztlich genutzt wird. Denn den Begriff werden Piraten immer wieder erklären müssen. Und dafür ist hilfreich den Begriff auch selbst mal erarbeitet zu haben, sogar wenn das Erarbeitete dann gar nicht benutzt wird.


#24

Das passiert hier öfters …


#25

wir Piraten wollen die Grundrechte auch im Zeitalter von Internet, Smartphone und sozialen Netzwerken durchsetzen –

zusammengefasst aus einem Artikel von Zeit Online aus 2017:

medial wird die Frage diskutiert, wer eigentlich verantwortlich ist, wenn das “autonom” fahrende Auto einen Menschen tötet – der Algorithmus oder der Benutzer?

Probleme solcher Art beschäftigen dann Ethikkommissionen, die erörtern, ob der Algorithmus ethisch besser ist, wenn er das Auto veranlasst, statt eines Kleinkindes drei Rentner zu überfahren, oder umgekehrt. Man könnte hier auch ganz anders vorgehen und sagen: Solange solche Fragen nur aufgeworfen werden, aber völlig ungeklärt sind, werden autonom fahrende Autos nicht erlaubt. Sehr einfach.

Ein anderes Problem taucht dort auf, wo Unternehmen wie etwa Facebook hinsichtlich ihrer Indizierung von Inhalten ganz andere Kriterien zugrunde legen, als es das Grundgesetz vorsehen würde, sodass etwa legendäre Fotos, nicht aber rassistische Inhalte zensiert werden – also künstlerische Freiheit negiert, politische Hetze jedoch legitimiert wird.

Datenschützer können von einer schier endlosen Reihe vergleichbarer Probleme berichten, die alle daraus resultieren, dass Recht auch im Internetzeitalter gilt, aber eben nicht durchgesetzt wird.

Im Übrigen sind natürlich auch staatliche Institutionen an Datensparsamkeit nicht durchgängig interessiert – Einwohnermeldeämter etwa handeln mit Daten, Behörden vom Gesundheitsamt bis zum Bundesnachrichtendienst wiederum sind an mehr, nicht an weniger Daten über die Bürgerinnen und Bürger interessiert, wobei in sehr vielen Fällen durchaus unklar ist, was der prüfbare Wert von Massendaten etwa in der Voraussage von Epidemien sein soll.

Fast alle Behauptungen über die prognostischen Fähigkeiten von Big Data kommen ja aus der Internetwirtschaft selbst und halten einer wissenschaftlichen Prüfung in der Regel nicht stand.

Kurz: Überall schlägt Hype sachliche Abwägung. Die Frage, wozu man überhaupt wollen soll, was da jeweils als innovativ annonciert wird, wird nicht gestellt.

Am Beispiel des autonom fahrenden Autos lässt sich sehen, wie der eigentlich überfällige Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs durch die nächste Runde von Individualverkehr ausgebremst und einer falschen Mobilitätskultur über ihr Verfallsdatum hinaus neues Leben eingehaucht wird.

Das heißt: Wir brauchen statt beständiger gedankenloser Umsetzung sogenannter Innovation eine Verständigung darüber, ob man sie erstens überhaupt haben will und was zweitens ihre kollateralen Folgen sind.


#26

Traurig.

Merkt keiner wie grade hier und jetzt mit diesem Thema einer der großen Piraten-Fails wiederholt wird?

Es ist komplett kontraproduktiv einen Begriff irgendwie anders definieren zu wollen als die Medien oder der Bürger!

Damit wir uns überhaupt unterhalten können bedarf es einer exakteren Definition als auf Wikipedia!?

Habe viele Stunden in Sitzungen zum Thema Digitalisierung verbracht. Es ging um Probleme und Lösungen. Niemand brauchte eine exakte Definition des Begriffs.


#27

Nur weil die Ahnungslosen einen undefinierten Begriff verwenden, sollten das die Experten nicht auch tun.


#28

Ist nicht persönlich gemeint, also egal wer das jetzt liest:

Nach meiner Erfahrung halten sich nur Schwätzer ohne Not mit einer Debatte über Begrifflichkeiten auf.

Man kann die Wiki-Def. gerne kürzen, aber inhaltlich entspricht sie dem gemeinen Verständnis von Digitalisierung, mehr braucht es nicht.


#29

:laughing:

Die Frage ist ja nur wer ist hier wer?


#30

Bei dem Thema geht es uns doch nicht nur um das was ist Digitalisierung, sondern was ist daran politisierend. Der Übergang von LP zu CD war Digitalisierung, hat aber nicht den Musikmarkt krass verändert. Erst durch die neuen Digital-Techniken (mp3 und das Internet) wurde wurde das Musik-Geschäft neu gemischt.

Deshalb machen eigenen Gedanken schon Sinn.


#31

Ne. Die Frage ist komplett irrelevant.

Weiß nicht wie es den anderen geht, persönlich erinnert mich das an diverse GO-Schlachten von Leuten, die im Anschluss inhaltlich dann aber gar nix beizutragen hatten.


#32

Gutes Beispiel: Kenne etliche, die verfluchen die Digitalisierung von Musik aufs Schärfste!

Aber dieses Beispiel zeigt, dass wir nicht eine Definition brauchen, sondern konkrete Fälle.
Ob etwas politisch verwertbar ist stellen wir nicht über einen Definition fest, sondern von Fall zu Fall.

Ergo: Keine exaktere Definition nötig.


#33

+1
Beim Definitions-Versuch (wie bereits gesagt) geht es weniger um das Ergebnis, als darum am Begriff zu arbeiten. Und dadurch unser Verständnis von Digitalisierung zu schärfen.

Das Beispiel Musik zeigt deutlich was wir nicht vertreten: Ablehnung der Digitalisierung. Sondern wir wollen, dass Menschen die Digitalisierung mitgestalten, statt diese nur den wirtschaftlichen Machtzentren zu überlassen. Es geht also immer um unseren Bezug zur Digitalisierung.

Streng genommen müsste jetzt ein neuer Thread gestartet werden :wink:


#34

Wenn man die Begriffe über und mit denen man Diskutiert nicht sauber definiert, wird alle gesagte zu unpräzisem Geschwafel. Das kann man machen, ist aber nie Zielführend.


#35

+1

Die Frage war jedoch eine andere: Übernimmt man einfach eine vorhandene Definition oder versucht sich selbst am Definieren.


#36

Welche Definition Partei verwendet ist egal, das müsste mal entschieden werden.
Gibt es ein Parteiglossar ?


#37

Vielleicht sollten wir das andersherum angehen: Was ist Digitalisierung nicht?


#38

Sowohl die Definition aus Wikipedia als auch meine sind doch brauchbar.
Für den Wahlkampf bräuchte es jetzt ein Beispielsammlung mit Quellen von Berufsfeldern die durch Digitalisierung wegfallen oder sich völlig verändern.


#39

Ich halte es für kontraproduktiv, den Begriff mit einer eigenen Definition überladen zu wollen.
Wenn Kommunikation funktionieren soll, ist ein breites gemeinsames Verständnis von Begriffsbedeutungen unerlässlich: Wenn ich “Freund” sage, sollten alle eine möglichst ähnliche Vorstellung davon haben, was das bedeutet.
Und wenn eine Quelle wie der Duden oder Wikipedia bereits eine Definition haben, sollten wir dieselbe Definition verwenden.
Wenn die Definition nicht zu dem passen sollte, was man sagen möchte, sollte man ein anderes Wort verwenden, das besser passt.

Eine Diskussion wird nahezu unmöglich, auf jeden Fall aber so lang dass kaum noch jemand zuhört, wenn man vorher über das Glossar verhandeln muss.

Wenn ich auf einem Infostand mit irgend jemandem über Demokratie, über Menschenwürde, über Digitalisierung oder das BGE diskutieren will, brauche ich Begriffe, die ich mit möglichst kurzen oder noch besser ganz ohne weitere Erläuterungen verwendwen kann.

Wenn es irgendwann darum geht, einen Gesetzestext vorzuschlagen, ist der Zeitpunkt gekommen, klare, trennscharfe und unmissverständliche Definitionen zu verfassen. In allen anderen Situationen sind 80-90% Genauigkeit der bessere Plan.


#40

Wenn oberhalb der Partei von Digitalisierung geredet wird, sollten alle Beteiligten eine möglichst ähnliche Vorstellung davon haben. Um nichts anderes geht es.

Solange wir den Begriff in der schwammingen, allgemeinen Definition verwenden passt er zu allem und nichts.